
Gruß,
Sebastian
Moderator: Sebastian D.
Pressedienst Numismatik hat geschrieben:(pdn) Der anhaltend hohe Silberpreis zwingt das Bundesfinanzministerium (BMF) zum Handeln. Wenn die deutschen Gedenkmünzen auch weiterhin zum aufgeprägten Wert in Umlauf gebracht werden sollen, muss entweder der Nennwert erhöht oder ein preiswerteres Prägemetall eingesetzt werden. Noch ist die Entscheidung nicht gefallen. Deshalb sollten Münzensammler und Anleger jetzt ihre Meinung sagen.
Eine Eine großangelegte Umfrage der drei größten deutschen Münzenfachmagazine sowie des Pressedienst Numismatik (Online-Voting) will den eigentlich Betroffenen, den Münzensammlern, Gehör zu diesem wichtigen Thema verschaffen. Das Ergebnis der Umfrage wird binnen Monatsfrist als Entscheidungshilfe an das Bundesministerium der Finanzen weitergeleitet. Damit leisten die Sammler einen wichtigen Beitrag in eigener Sache. Schließlich geht es bei den Silber-Gedenkmünzen um der deutschen Münzensammler liebstes Kind. Jeder Teilnehmer erhält zudem die Chance, eine deutsche 10-Euro-Silber-Gedenkmünze zu gewinnen.
Die Situation hatte sich bereits im Herbst letzten Jahres zugespitzt. Da musste der Finanzminister die Ausgabe der letzten beiden deutschen 10-Euro-Gedenkmünzen in Sterlingsilber vorziehen, um den Haushaltpflichten des Bundes gerecht zu werden. Das Risiko, dass der Silberpreis bis Jahresende weiter rasant ansteigt, die Münzen aber dennoch zum Nennwert von 10 Euro abgeben werden müssen, war zu hoch. Verlustgeschäfte – zumal wissentliche – sind im Bundeshaushalt nicht vorgesehen. Durch den hohen Silberpreis waren die Verantwortlichen deshalb auch gezwungen, die deutschen 10-Euro-Silber-Gedenkmünzen in Stempelglanz-Qualität ab 2011 nicht mehr aus Sterlingsilber (925/1000), sondern aus einer Legierung von 625 Teilen Silber und 375 Teilen Kupfer (also 625/1000) zu prägen. Doch auch diese Maßnahme greift bei einem weiter stetig steigenden Silberpreis zu kurz ...
Also fand anlässlich der World Money Fair Ende Januar im Berliner Finanzministerium eine Gesprächsrunde statt, zu der neben der Bundesbank und den staatlichen Münzprägestätten auch Numismatiker und Händlerverbände etc. eingeladen waren. Einziger Tagesordnungspunkt: Die Zukunft der deutschen Gedenkmünzen. Grundsätzlich und vereinfacht gesagt gibt es dabei nur eine Alternative: Entweder Erhöhung des Nennwerts und Beibehaltung des Edelmetallgehalts oder Beibehaltung (bzw. Reduzierung) des Nennwerts und Änderung der Legierung, z. B. auf Kupfer-Nickel.
Die Befürworter der zweiten Lösung, also „Contra Silber“ argumentieren, dass Kupfer-Nickel auf den ersten Blick von Silber kaum zu unterscheiden ist. Für die Sammler würde es künftig nicht teurer, sondern vielleicht sogar billiger, wenn der Nennwert womöglich auf 5 Euro reduziert würde. Und auch wenn Kupfer-Nickel keinen hohen Materialwert hat, so wird der Nennwert der Normalprägung in Stempelglanz garantiert, da deutsche Gedenkmünzen offizielle, staatliche Zahlungsmittel sind. Der Staat macht auch bei weiter steigendem Silberpreis ausreichend Gewinn. Darüber hinaus könnten Prägungen in der höchsten Prägequalität Spiegelglanz weiterhin in Silber geprägt und zu einem höheren Preis als dem Nennwert verkauft werden.
Die „Pro Silber“-Fraktion hingegen führt ins Feld, dass Münzen durch ihren Metallgehalt einen unvergänglichen Wert besitzen. Gerade in unsicheren Zeiten haben Edelmetallmünzen als Anlage und „Reserve“ eine besondere Bedeutung. Silber ist das klassische Münzmetall, ein Mythos, den viele Sammler nicht missen wollen. Insbesondere stellt dabei ein höherer Nennwert kein Risiko dar, da der Staat, wie schon oben gesagt, dafür unbegrenzt garantiert. Wer also Gedenkmünzen aus Silber sammelt, bekommt echtes Edelmetall und profitiert möglicherweise von künftigen Wertsteigerungen.
Beide Argumentationen haben – zumal aus finanzpolitischer Sicht – ihre Berechtigung. Doch jetzt sollen erst einmal die Münzensammler das Wort bekommen. Die Abstimmung läuft noch bis 25. März 2011: Hier geht's direkt zur Umfrage
Jules hat geschrieben:Wer steckt denn hinter dem "Pressedienst Numismatik"?
Die VfS oder das BMF sind es jedenfalls nicht.
Sebastian D. hat geschrieben:Mister Münze hat geschrieben:Silberpfennig hat geschrieben:Ich vermute mal ein oder zwei Ausgaben die schon geprägt sind gibts noch in der 625er Version und dann nur noch CuNi.
Jetzt malt mal den Teufel nicht an die Wand. So schnell wird das nicht gehen, immerhin fehlen bei aktuell 23,12 Euro pro Feinunze Silber noch 7,99 Euro bis der Silberwert wieder das Nominal von 10 Euro übersteigt.
Im Oktober als die ausgabe vorgezogen wurde, war der Silberpreis der 10er um 9€, ein bisschen drüber. Und jetzt sind wir bissl über 12€. Also in 2 monaten 3€ gestiegen der Silberwert im 10er, der etwas über einer 1/2 Unze Silber hat.
Macht im Unzenpreis eine steigung von ca. 6€/Unze in 2 Monaten...
Wenn das so weitergeht ist es ende März soweit mit 30€/Unze. Das würde nur für den ersten 10er reichen...
Gruß,
Sebastian
Eurosammler2007 hat geschrieben:10 Euro sind für eine Scheibe Billigmetallblech in dieser Auflage einfach viel zu viel Geld!
Numis-Student hat geschrieben:Ich hoffe darauf, dass die Preisblase platzt, und ich mir endlich wieder Silber und evtl. auch mal wieder eine Goldmünze leisten kann.
Numis-Student hat geschrieben:Eurosammler2007 hat geschrieben:10 Euro sind für eine Scheibe Billigmetallblech in dieser Auflage einfach viel zu viel Geld!
Das ist doch irgendwie eine merkwürdige Aussage... Wir Sammler sammeln doch des Sammelns willen, und nicht, weil da jetzt Edelmetall im Wert von 4 Euro / 8 Euro/ 24 Euro drinsteckt, oder ?![]()
Dann könnte ich mit meinem römischen Kupfer ja auch aufhören: Massenauflage, nur Billigmetall, und die kosten auch meistens 10 Euro...
Eurosammler2007 hat geschrieben:
sollte sich der Nominalwert zumindest annähernd im Materialwert widerspiegeln. Aus gleichem Grund halte ich auch dreistellige Nominalwerte für Goldmünzen für wesentlich angemessener als zweistellige.
Sebastian D. hat geschrieben:Numis-Student hat geschrieben:Ich hoffe darauf, dass die Preisblase platzt, und ich mir endlich wieder Silber und evtl. auch mal wieder eine Goldmünze leisten kann.
Es gibt Leute die meinen das es keine Blase ist sondern erst der Anfang, und das wir aktuell noch Einkaufskurse haben.........
Grußß,
Sebastian
polyphamos hat geschrieben:Eurosammler2007 hat geschrieben:
sollte sich der Nominalwert zumindest annähernd im Materialwert widerspiegeln. Aus gleichem Grund halte ich auch dreistellige Nominalwerte für Goldmünzen für wesentlich angemessener als zweistellige.
Ich finde einfach eine Materialänderung bei einer Serie total unnötig und...blöd schlicht gesagt
Zurück zu Nationale Gedenk- und Sondermünzen
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste