missglückter "Kulturschutz" durch staatl. Institutionen

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Re: missglückter "Kulturschutz" durch staatl. Institutionen

Beitragvon Comthur » Di 05.07.16 11:31

Ja, und auch das Thema der - nach heutigen Maßstäben - nicht korrekt dokumentierten / nicht mehr auffindbaren oder nicht mehr rekonstruierbaren Funde der Vergangenheit ist besonders auch im Bereich der Numismatik ein Problem. Jeder, der sich mit den älteren Zeiten beschäftigt, weis, daß schon häufiger anhand neuerer Erkenntnisse Funde umdatiert werden mussten. Und dazu benötigt man das alte Fundmaterial, um ein möglichst vollständiges Gesamtbild zu erhalten.
Ich denke, hätten wir ein vernünftiges Verhältnis von Politik zu Geschichte und (eigener) Kultur ... hätten wir diese Diskussion gar nicht.
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Re: missglückter "Kulturschutz" durch staatl. Institutionen

Beitragvon docisam » Sa 05.11.16 13:14

Beim Umbau des Pergamonmuseums explodieren die Baukosten:

... Wenn die Bundesbauverwaltung dem Stiftungspräsidenten Parzinger eine solche Entwicklung veschwiegen hätte, müsste sie umgehend entmachtet werden. Wenn Parzinger die Zeitverzögerung oder die Kostensteigerung der Kulturstaatsministerin verschwiegen hätte, müsste er seinen Posten räumen. Wenn eine solche Entwicklung der Kulturstaatsministerin verborgen geblieben wäre, hätte sie ihrer Aufsichtspflicht über die Preußen-Stiftung nicht genügt.

Es gibt keinen Grund an der guten Kommunikation zwischen der Bauverwaltung, Parzinger und Grütters zu zweifeln. Nein, hier zeigt sich wieder einmal, dass die Stiftung sich völlig auf den Bund verlassen kann, egal, wie teuer ihre Bauprojekte werden. Der seit jeher heftig umstrittene, jedes Verständnis von vorsichtigem Umgang mit historisch wertvollen Bauen in den Wind schlagende Radikal-Umbau des Pergamonmuseums ist ja keineswegs das einzige teure Projekt. Skandalös ist der Eingangsbau zur Museumsinsel, der gemeinerweise nach dem ehrbaren Kaufmann James Simon benannt wird - mit einer Kostensteigerung von 74 Millionen auf derzeit etwa 140 Millionen. ...


Nein, über mangelnde Zuwendungsbereitschaft des Bundes im Baubereich muss die Stiftung nicht klagen. Ganz im Unterschied zu den Betriebsmitteln. Den Pergamonaltar und die Architektursäle, wie bisher geplant, für fünf Jahre der Weltöffentlichkeit zu entziehen, war schon eine Unverschämtheit. Niemals wäre das British Museum auf so eine Idee gekommen.
Nun soll der Altar noch weitere vier, fünf, oder sonst wie viele Jahre nicht zu sehen sein. Und es gibt immer noch - trotz vieler Versprechen Hermann Parzingers - kein einziges Ausgleichsprogramm, nicht einmal die Gipsabgüsse des Altars werden gezeigt. Das ist der eigentliche Skandal, nicht die steigenden Baukosten oder der gerissene Zeitplan.


http://www.deutschlandradiokultur.de/umbau-des-pergamonmuseums-skandaloeser-umgang-mit-den.1013.de.html?dram:article_id=369993

Beste Grüße und schönes Wochenende!
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Re: missglückter "Kulturschutz" durch staatl. Institutionen

Beitragvon Peter43 » Mi 15.03.17 17:44

Dresdner Silbermünzen in Gefahr

Dresden. Wegen gefährlicher Veränderungen an zahlreichen Exponaten muss das Dresdner Münzkabinett vorübergehend geschlossen werden. Auf der Oberfläche von etwa 100 nicht konservierten silbernen Münzen und Medaillen habe sich aus bisher unbekannten Gründen statt natürlich gewachsener Patina ein weiß-milchiger Belag gebildet, hieß es in einer Mitteilung der Staatlichen Kunstsammlungen vom Dienstag. Vorsorglich wurden daher die etwa 1 400 Ausstellungsstücke dieser Art aus den Vitrinen entnommen und restauriert.

Da auch nach Luftmessungen und Materialanalysen in den Vitrinen die Ursache für die Veränderungen unklar sei, wurden sämtliche Objekte der Dauerausstellung entnommen, hieß es. Während der derzeit noch unbestimmten Schließzeit soll das Münzkabinett mit Sonderschauen an anderen Orten präsent bleiben.

Das Münzkabinett, mit rund 300 000 Stücken. eine der größten und ältesten Universalmünzsammlungen Deutschlands, war 2015 neu am Ursprungsort, dem Residenzschloss, eingerichtet worden. Rund 3 300 Exponate erzählen die Geschichte des Geldes vom 7. Jahrhundert vor Christus bis zur Gegenwart. (dpa)

https://www.sz-online.de/nachrichten/ku ... 35139.html

Mit freundlichen Grüßen
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Re: missglückter "Kulturschutz" durch staatl. Institutionen

Beitragvon Comthur » Do 16.03.17 09:47

Ich gehe mal davon aus, daß in bzw. am Dresdner Münzkabinett genau so extrem "gespart" wird, wie ander`n Orts in Deutschen Landen. Salopp gesagt, wenn da mal jemand am Dienst für die Allgemeinheit verhindert ist --- ist (kaum) mehr jemand da ... . Ein Schelm, wer böses bei dieser Nachricht denkt.

Mich würde durchaus interessieren, wie die Münzen "restauriert" wurden. Vorher und nach dieser "Veränderung".
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Re: missglückter "Kulturschutz" durch staatl. Institutionen

Beitragvon Chandragupta » Do 16.03.17 12:18

Die Bestände des MK Dresden waren um 2000 herum in einem Kellerverlies ausgelagert. Beim "Jahrhunderthochwasser" im Aug. 2002, wo die gesamte Dresdner Innenstadt unter Wasser stand, war das alles überflutet (zumindest die unteren Teile/Bereiche der Vitrinen) bzw. lag in einer Umgebung mit etwa 100% Luftfeuchtigkeit, zusätzlich geschwängert mit irgendwelchen "Ausdünstungen" der wie gesagt z.T. unter Wasser stehenden Schränke/Regale. Die Langzeitfolge dieses "chemischen Cocktails" steht oben nachzulesen. :twisted:

Ich war um 2008 oder so mal dort (habe ich hierzuforum irgendwo auch mal berichtet), und dabei einen kurzen Blick auf die Römer geworfen: massenweise Bronzepest bei (tlw. prächtigen!) Stücken, die ich noch aus DDR-Zeiten kannte. :evil:

BTW: Zu DDR-Zeiten hatten die einen hervorragenden Restaurator (den kannte ich gut und er hat mir damaligem Jungsammlerspund viele wertvolle Tips gegeben). Heute gilt Sparzwang beim Personal. Tja....
Numismatische Grüße,

Euer Chandra
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Re: missglückter "Kulturschutz" durch staatl. Institutionen

Beitragvon indiacoins » Do 16.03.17 14:51

Richtig. Die Erde in Dresden ist zudem voll mit Verbindungen aus Phosphorrückständen seit dem 13/14.Februar 1945.

http://www.weltderwunder.de/artikel/bli ... -im-boden/

Deutschlands zerstörerisches Weltkriegserbe

"Derzeitige Schätzungen von Experten belaufen sich auf rund 100.000 unentdeckte Spreng-, Streu-, und Brandbomben. Sie können nahezu überall versteckt liegen: in Innenstädten, unter Wohngebieten, in Flüssen oder unter Autobahnen. Vor allem am Niederrhein, in Brandenburg, dem Ruhrgebiet, in süddeutschen Großstädten, in Hamburg und in Dresden schlummern die hinterhältigen Todbringer. Manche von ihnen liegen nur knapp unter der Oberfläche, andere metertief im Erdreich."


http://www.gegenfrage.com/bomben-auf-dr ... -massaker/
13.02.1945: Bomben auf Dresden

"Über 700.000 Brandbomben wurden auf 1,2 Millionen Bewohner und Flüchtlinge in Dresden (Bewohner + ca. 600.000 Flüchtlinge aus Ostdeutschland) auf Befehle von Großbritanniens damaligem Premierminister Winston Churchill und US-Präsident Franklin D. Roosevelt abgeworfen."


Die Bilder zeigen eine Silbermünze und ein Bronzestück, gefunden in feuchter, Phosphorhaltiger Umgebung.
Dateianhänge
PEST2.JPG
PEST1.JPG
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Re: missglückter "Kulturschutz" durch staatl. Institutionen

Beitragvon Chandragupta » Do 16.03.17 15:08

... und ich vergaß zu erwähnen, daß die Elbe ja zuvor in Tschechien ein großes Chemiewerk überflutet hatte und außerdem noch diverse elbaufwärts gelegene Klärwerke: "Die Mischung macht's!" ;) Anders formuliert: Die genaue Zusammensetzung des "Cocktails" ist nicht mehr reproduzierbar. Das erschwert jede sinnvolle Restaurierung.

Interessant des weiteren: Kein Wort zu diesem Zusammenhang im o.g. Artikel! 8O Sollte ein Journalist nicht eigentlich ein bißchen recherchieren oder wurde gerade in Dresden(!) die Flut von vor knapp 15 Jahren mittlerweile schon wieder komplett verdrängt?! Naja: "Lückenpresse" Marke BRD eben... :mad:
Numismatische Grüße,

Euer Chandra
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Re: missglückter "Kulturschutz" durch staatl. Institutionen

Beitragvon Peter43 » Mi 22.03.17 20:59

Unwiederbringlich zerstört

Bei einem Feuer in Tübingen sind unwiederbringliche Archivschätze des Ludwig-Uhland-Instituts (LUI) für Empirische Kulturwissenschaft zerstört worden:

http://www.tagblatt.de/Nachrichten/Unwi ... 25049.html

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Re: missglückter "Kulturschutz" durch staatl. Institutionen

Beitragvon Comthur » Mi 22.03.17 22:23

Das kommt dabei heraus, wenn an der Sicherheit bis hin zu Personal "gespart" wird ... leider sind meist Politik und in deren Folge entsprechende Ministerien ursächlich. Da spreche ich aus wahrhaftiger (Front-)Erfahrung ! Und wenn die Mitarbeiter mittels amtlich verordneter Schweigepflicht keinen Maulkorb hätten oder beim unbequemen Hinweis auf Mißstände sanktioniert würden, wären sicher schon viel mehr Katastrophen an`s Licht (ggf. der der Öffentlichkeit) gekommen --- und so manche im Nachhinein ach sooo bedauerte "Katastrophe" könnte zukünftig leicht verhindert werden.
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Re: missglückter "Kulturschutz" durch staatl. Institutionen

Beitragvon Posa » Do 23.03.17 15:10

Was hat das denn mit missglücktem Kulturschutz zu tun? - Es war vorsätzliche Brandstiftung.

Gruß Posa
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Re: missglückter "Kulturschutz" durch staatl. Institutionen

Beitragvon Peter43 » Do 23.03.17 18:12

Das zeigt wieder einmal, daß der Staat nicht in der Lage ist, seiner Pflicht nachzukommen und seine mit unseren Steuergeldern erworbenen Kulturschätze zu schützen.

Jochen
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Re: missglückter "Kulturschutz" durch staatl. Institutionen

Beitragvon Posa » Do 23.03.17 18:37

Aber es sind doch zwei Paar Stiefel irgendwo irgendwas aus Ignoranz verrotten zu lassen oder wenn irgendetwas Opfer eines Verbrechens wird. Was soll man denn machen? Alles (!) Archivgut deutschlandweit wasserdicht, feuerfest, säurefest etc. lagern und von privaten Wachfirmen 24h am Tag bewachen lassen. Na da würden der Bund der Steuerzahler und und die Vereinigung kritischer Münzsammler aber auch "Hallo" rufen :wink:

Wenn mein Nachbar hier nächtens seine Bude anzündet, brennt meine auch mit ab. Und da ich in so einem Fall nicht zuerst meine Münzsammlung in Sicherheit bringen werde, sondern meine Familie, könnte man auch daraus schließen, dass Münzen in Privatbesitz nicht ausreichend gesichert sind. Tja, gegen Verrottung schon - aber nicht gegen zündelnde Nachbarn.

Gruß Posa
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Re: missglückter "Kulturschutz" durch staatl. Institutionen

Beitragvon klunch » Do 23.03.17 23:53

Was man da machen soll?
Nun, es gibt durchaus wirksame Brandschutzmaßnahmen, z.B. Löschanlagen. Der Wasserschaden wäre zwar auch erheblich, aber geringer als ein Totalverlust.
Zweite Möglichkeit - und ein "Archiv" schreit ja förmlich danach - Digitalisierung! Bücher, Tonbandaufnahmen etc., das alles läßt sich hervorragend digitalisieren. Ab in die Cloud damit - und schon braucht man sich selber nicht mehr mit der komplexen Technik beschäftigen. Wurde teilweise gemacht, aber bei den Büchern offensichtlich nicht.
Dritte Möglichkeit: räumlich separieren. Das geht in einem einzelnen Haus schlecht, ok.
Vierte Möglichkeit: innerhalb des Hauses separieren und feuerfest trennen, bspw. durch die Einteilung in verschiedene Brandbereiche und die Trennung dieser Bereiche durch feuerfeste Türen. Das begrenzt das Feuer im Brandfall auf seine unmittelbare Umgebung. Feuerfeste Türen gibt es in verschiedenen Abstufungen und sie schützen vor Feuer in einem Zeitraum von 30/60/90/120 oder gar 180 min. Genug Zeit, bis die Feuerwehr da ist und mit den Löscharbeiten beginnen kann.

Es gibt also verschiedene Möglichkeiten, mehr oder minder wirksam etwas gegen Brandgefahr zu tun, ob der Brand nun absichtlich oder ungewollt entsteht.

Das Feuer in diesem Fall wurde, wenn ich die Artikel richtig lese, von einem älteren Herren gelegt, der zwangsgeräumt werden sollte. Quasi der "Terror" des kleinen Mannes, der sich nicht anders zu wehren wußte. Und weil das Feuer ganz schnell ganz groß geworden ist, ist der Mann dann auch noch vom Balkon gestürzt, auf den er sich gerettet und dann beim Eintreffen des Gerichtsvollziehers die Nerven verloren hat. Ob ihm tatsächlich eine gut ausgestattete Wohnung oder nur ein Platz im Männerwohnheim für Obdachlose angeboten wurde, habe ich nicht herausgefunden. Das Ludwig-Uhland-Institut hat sich damit ein ziemliches Eigentor geschossen.

Zurück zu den Münzen: Die Absicherung der Münzen in Privatbesitz - ja das stimmt. Aber der größere Effekt als der Verlust im Einzelfall besteht in der Risikostreuung. Es brennen eben nicht alle Häuser gleichzeitig ab, daher sind die paar Münzen im Einzelfall zu verschmerzen. Genausowenig werden alle Häuser auf einmal überflutet, selbst beim Jahrhunderthochwasser 2002 kam die Flut in Dresden halbwegs sichtbar, so daß in Privatwohnungen genügend Zeit blieb, um die Wertsachen zu retten.

Wenn man wirksam das Verlustrisiko für archiviertes Material senken will, dann gibt es dafür auf jeden Fall zahlreiche Möglichkeiten, je nach Höhe des Budgets.

Gruß klunch
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Re: missglückter "Kulturschutz" durch staatl. Institutionen

Beitragvon Andechser » Fr 24.03.17 09:31

Es tut mir Leid, dass ich das so sagen muss, aber einige der Foristen haben einfach zu wenig oder garkeine Ahnung über welche Größenordnungen an Material man bei Archivgut spricht. Allein die Bestände der großen Staats- und Hauptstaatsarchive in Deutschland belaufen sich auf hunderte laufende Kilometer an Aktenbestand. Da sind Bücher, Ton- und Bilddokumente noch garnicht mitgerechnet. Eine vollständige Digitalisierung aller Bestände mit einer sachgerechten digitalen Aufbereitung und der Sicherung der Langzeitverfügbarkeit ist mit dem aktuellen technischen Stand nicht realisierbar.
Hinzu kommt, dass die Langzeitarchivierung von digitalen Dateien höchst komplex ist, da die Technik und Datenformate sich relativ schnell verändern. Dadurch ist eine stetige Konvertierung allen Datenmaterials erforderlich, die fehleranfällig und zeit- sowie kostenaufwändig ist.
Zum Thema des Brandschutzes möchte nur einwas anmerken. Die Verwendung von Flüssigkeitslöschanlagen in Archiven ist kaum zu verantworten, da die Schäden durch Löschwasser nur sehr kostspielig behoben werden können. Allerdings ist die Verwendung von Gaslöschanlagen wegen der Lebensgefahr für Mitarbeiter in den großen Räumlichkeiten von Depotbauten kaum realisierbar. Es wäre wünschenswert, wenn man, bevor man zu einem solch vorschnellen Urteil kommt, sich erstmal mit der Faktenlage vertraut machen würde.

@klunch
Möchtest du wirklich einen Vermieter, der sein rechtmäßiges Eigentum über den legalen Rechtsweg zurückerhalten wollte, für Straftat des Mieters verantwortlich machen? Das kann ich mir bei dir eigentlich nicht vorstellen. Sicherlich hast du das anders gemeint und es nur unglücklich formuliert.
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Re: missglückter "Kulturschutz" durch staatl. Institutionen

Beitragvon Posa » Fr 24.03.17 15:29

@andechser: Danke, dem ist nichts hinzuzufügen!

@klunch: Ich erfreue mich ja auch meines Privatbesitzes und bin auch für Streuung. Was ich damit eigentlich verdeutlichen wollte ist, dass man 1. nie alles gegen alles absichern kann und 2. man dem Eigentümer immer einen Strick draus drehen kann, wenn was passiert. Ja, vielleicht hätte man das Archiv besser sichern können, aber in einem solchen - auch menschlich tragischen - Fall von staatlichem Fehlverhalten zu sprechen scheint mir, naja, nicht ganz redlich.

Gruß Posa
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