Pressemeldungen zum neuen Kulturgutschutzgesetz

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Re: Sammlung interessanter Pressemeldungen

Beitragvon raeticus » Fr 19.02.16 10:43

Deprimierend.
Die Bundestagsabeordneten (zB die Linke) informiert sich nur über rezente Spiegelartikel...
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Re: Sammlung interessanter Pressemeldungen

Beitragvon raeticus » Fr 19.02.16 11:03

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Re: Sammlung interessanter Pressemeldungen

Beitragvon raeticus » Fr 19.02.16 11:11

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Re: Sammlung interessanter Pressemeldungen

Beitragvon Chandragupta » Fr 19.02.16 11:58

M-K "at his best" :twisted: - da bleibt nur zu wiederholen: http://www.muenzenwoche.de/de/In-der-Na ... /4?&id=221

Gehe ich eigentlich recht in der Annahme, daß der SPON-Link inhaltlich fast 1:1 dem Printartikel zu diesem Thema entspricht? Und daß der jetzt nur als Reaktion auf den gestrigen NZZ-Artikel online gestellt wurde? (Besseres als dort von dem kenntnisreichen Philosophen und Numismatiker Andreas Urs Sommer ist zu diesem Thema bisher nicht gesagt worden und wird wohl auch kaum gesagt werden können: http://www.nzz.ch/feuilleton/kunst_arch ... 1.18696818 )

raeticus hat geschrieben:Deprimierend.
Die Bundestagsabeordneten (zB die Linke) informiert sich nur über rezente Spiegelartikel...

Auch das ist doch Tradition. Je nach Zeitebene bzw. Region galt das ebenfalls mal für den Völkischen Beobachter oder das Neue Deutschland: "Leitmedien" eben. Und was braucht jede Hammelherde?! Einen Leithammel...
Numismatische Grüße,

Euer Chandra
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Re: Sammlung interessanter Pressemeldungen

Beitragvon stampsdealer » Fr 19.02.16 17:56

Geändert, weil ich SPON-Text mit Printausgabe Der Spiegel verwechselt habe.

Heute schreibe ich noch an leserbriefe@spiegel.de sowie der Redakteurin via artikel@spiegel.de.

Da nur wenige Leserbriefe veröffentlicht werden, bitte ich auch andere Forenten darum solche zu schreiben, danke.
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Re: Sammlung interessanter Pressemeldungen

Beitragvon Homer J. Simpson » Fr 19.02.16 23:40

raeticus hat geschrieben:auch Teil der Pressearbeit ?
http://www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 78043.html


So, da steht jetzt ein Kommentar drunter:
http://www.spiegel.de/forum/kultur/kult ... 772-1.html
Wo is'n des Hirn? --- Do, wo's hiig'hört! --- Des glaab' i ned!
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Re: Sammlung interessanter Pressemeldungen

Beitragvon docisam » Fr 19.02.16 23:44

Verleumde nur dreist, etwas bleibt immer hängen (Francis Bacon frei nach Plutarch):

http://www.tagesschau.de/inland/kulturgutschutzgesetz-109.html

Beste Grüße,
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Re: Sammlung interessanter Pressemeldungen

Beitragvon raeticus » Sa 20.02.16 04:46

Homer, ein sehr sehr guter Kommentar den Du unter den MK Artikel im Spiegel geschrieben hast ! Traurig aber wahr !
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Re: Sammlung interessanter Pressemeldungen

Beitragvon stampsdealer » Sa 20.02.16 07:59

Ein wirklich sehr guter Kommentar. Ich werde den Link zu diesem Kommentar verbreiten.

Eben habe ich mir erstmals den Text bei SPON angeschaut.

Ich war zuvor der irrigen Annahme es müßte ein identischer Text wie in der Printausgabe sein.

Ich habe dem Spiegel wegen dem Artikel Raubkunst, Archäologen kritisieren, das neue Kulturgutschutzgesetz begünstige den Schmuggel des IS, Seite 124,Nr. 7/13.2.2016, geschrieben.

Ich meine der Redakteurin Frau Ulrike Knöfel auch in der Vergangenheit geschrieben zu haben.


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#Kulturgutschutzgesetz wichtiger Leserkommentar zu Interview mit Müller-Karpe

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Re: Sammlung interessanter Pressemeldungen

Beitragvon docisam » Di 01.03.16 22:24

Dieser Text gibt offenbar Stellungnahnmen verschiedener Buntestagsabgeordneter in der Debatte um das Kulturgutschutzgesetz wieder:

http://www.stadtkultur-hh.de/2016/02/bundestag-das-neue-kulturgutschutzgesetz-kommt/ (vom 22.02.2016)

und hier wäre das Plenarprotokoll der 155. Sitzung, Berlin, Donnerstag, den 18. Februar 2016 (zum Kulturgutschutzgesetz ab S. 88 der pdf-Datei):

http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/18/18155.pdf (vom 18.02.2016)

sowie noch ein Artikel von Alexander Weinlein, mit dem Titel Schutzbedürftig:

http://www.das-parlament.de/2016/8/kultur_und_bildung/-/409272 (vom 22.02.2016)

Viele Grüße,
Docisam
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Re: Sammlung interessanter Pressemeldungen

Beitragvon Chandragupta » Di 01.03.16 23:29

Danke - insbesondere für den Link auf "Merkels Claqueurbude" (derzeitiger Tarntitel "Das 'Parlament'"): Echt Starker Toback! Mit/in diesem Staat ist leider Hopfen und Malz verloren.... :evil:

Sogar die SED-Typen haben vergessen, daß in "ihrem" Staatsgebilde das Sammeln von antiken Münzen nicht etwa eine "Unterstützung des Terrorismus" und/oder der "Kulturzerstörung" darstellte, sondern sogar als Kulturgutbewahrung galt, und damit staatlich geförderter "Ausdruck einer entwickelten sozialistischen Persönlichkeit" war: Das konnte dann sogar als sog. "Gesellschaftliche Aktivität" abgerechnet werden, anstatt z.B. von "Subbotnik"-Zwangsarbeitseinsätzen. Lang ist's her!!

Rückblickend gab es wohl nie ein toitsches Staatswesen, das kulturpolitisch liberaler und bürgerorientierter war als der sog. "Unrechtsstaat" DDR! Erstaunlich zwar, aber "vario"... :roll:
Numismatische Grüße,

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Re: Sammlung interessanter Pressemeldungen

Beitragvon Iulia » Mi 02.03.16 15:57

Chandragupta hat geschrieben:Rückblickend gab es wohl nie ein toitsches Staatswesen, das kulturpolitisch liberaler und bürgerorientierter war als der sog. "Unrechtsstaat" DDR! Erstaunlich zwar, aber "vario"... :roll:


Nein, da machst Du Dir leider etwas vor. War der Verkauf von Kunst und Antiquitäten der KoKo an den Westen aus Sicht eines DDR Bürgers "bürgerorientiert"?
https://de.wikipedia.org/wiki/Kommerzie ... rdinierung
"Die Kunst und Antiquitäten GmbH exportierte Kulturgüter aus staatlichem und privatem Besitz gegen harte Devisen. Zum Aufspüren dieser Kunstwerke bei Privatleuten und zur Absicherung der Geschäfte wurde eng mit den Fachabteilungen des MfS, der Zoll- und Steuerfahndung zusammengearbeitet."
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Re: Sammlung interessanter Pressemeldungen

Beitragvon Chandragupta » Mi 02.03.16 21:59

Diese - inhaltlich im übrigen durchaus korrekten! - Aussagen der Wikipedia bezweifle ich nicht, im Gegenteil! Ich schrieb aber oben ganz bewußt, "daß in 'ihrem' Staatsgebilde das Sammeln von antiken Münzen [...]". Okay, ich hätte vielleicht besser schreiben sollen, daß "innerhalb" der DäDäRä das Sammeln von Münzen recht problemlos möglich war.

Und nochmal: Das KGSG regelt bekanntlich jegliches "Inverkehrbringen" von "altem Zeug". Also auch Tauschen unter Sammlern, ja selbst bloßes Verschenken. Sogar im Inland! (§ 2 Abs. 1Nr. 8 und §§ 40 und 41.)

In der Zone war in der Tat jegliches "Verbringen" von Kulturgut ins Ausland (nicht nur in den Westen, sondern auch in den Ostblock!) extrem(stens) reglementiert. Wobei aber "Kulturgut" sehr eng gefaßt war - d.h. genau so, wie auch das KGSG der BRD derzeit im allgemeinen "in der Öffentlichkeit" wahrgenommen wird: Also Kulturgut von überragender nationaler Bedeutung! Ja, das konnte auch Numismatisches sein: z.B. die Originalprägestempel von "5 Mark Friedrich der Weise 1917" im Münzkabinett Dresden. Ja, und auch einzelne Rarissima der Antike, Größenordnung des Handelswertes so etwa eines halben Jahres-Nettos eines Akademikers. Heute also kaufkraftmäßig vergleichbar ca. 25.000,- € pro Stück.

Aber alles was darunter lag, konnte völlig locker gehandelt, getauscht, verschenkt, ... werden. Das einzige Problem war: Das mußte umfangmäßig im Rahmen bleiben. Wer jedoch mit dem (auch privaten) Kaufen/Verkaufen von Münzen "seinen Lebensunterhalt bestritt", bekam in der Tat massiv Ärger wegen "unerlaubter Handelstätigkeit" und damit "Steuerhinterziehung". Auch hier galt die Regel: der "unterstellte Gewinn" sollte ca. 1/4 bis 1/3 eines durchschnittlichen Monatseinkommens möglichst nicht überschreiten. Vor allem war man dann außen vor, wenn dieser "durch private Handelstätigkeit erzielte Gewinn" ausschließlich wieder in die Sammlung floß, und nicht etwa z.B. in einen Hauskauf...

Auch wer in die BRD übersiedeln durfte, durfte eigentlich immer seine private Münzsammlung mitnehmen. Ich kenne nur eine Ausnahme, wo das nicht so war: Der betreffende mußte ein paar Spitzenstücke seiner Sammlung in der DDR lassen, ehe er raus durfte (sie befinden sich übrigens noch heute im Münzkabinett Berlin: ich bezweifle hier aber, daß die für Grütters Mannen heute als "belastete Objekte" gelten, im Unterschied zu dem, was ein privater Liebhaber seinerzeit gekauft hat, denn da die DDR ja BRD-amtlich ganz pauschal ein "Unrechtsstaat" war, sind auch alle vor dem 03.10.1990 von Privaten getätigte Käufe heute "illegal"). Aber sagen wir mal so: für einen Denar von Hadrian, Antoninian des Gallienus oder einen Follis von Constantin I, etc. pp. interessierte sich in der DäDäRä keiner. Das lief fernab jeglichen "Kulturgut"-Begriffes.

Was allerdings gegenüber den (aufgrund fehlender Fachliteratur/Kataloge in Unwissenheit gehaltenen) Erben von Sammlern passierte (besonders im Zusammenhang mit Gemälden/Druckgrafiken, wertvollen Möbeln oder bibliophilen Büchern), ist wirklich nicht mehr als die "Feine Englische Art" zu bezeichnen. Denen wurden von Schalcks Leuten wertvollste Schätze z.T. für einen Pappenstiel abgeluchst. Aber freut sich nicht auch heute noch jeder Händler, wenn er "billig einkaufen und teuer verkaufen" kann?!? Denn bekanntlich liegt im Einkauf der Gewinn... und genau das war Schalcks Erfolgsgeheimnis! Wegen dieses urkapitalistischen Lebensprinzips war er ja im Westen auch so gut gelitten. Offiziöse Kritik wurde - wenn überhaupt - nur sehr, sehr verhalten geübt...
Numismatische Grüße,

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Re: Sammlung interessanter Pressemeldungen

Beitragvon Peter43 » Sa 12.03.16 01:15

Chandragupta hat geschrieben:Der betreffende mußte ein paar Spitzenstücke seiner Sammlung in der DDR lassen, ehe er raus durfte (sie befinden sich übrigens noch heute im Münzkabinett Berlin: ich bezweifle hier aber, daß die für Grütters Mannen heute als "belastete Objekte" gelten, im Unterschied zu dem, was ein privater Liebhaber seinerzeit gekauft hat)

Kann man das nicht mal öffentlich machen?

Jochen
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Re: Sammlung interessanter Pressemeldungen

Beitragvon Chandragupta » Sa 12.03.16 11:11

Jein ... mit Tendenz zum Nein.

a) Ich kenne den Fall auch nur "um drei Ecken" (nämlich über zwei Sammler, die ihre gesamte Sammlung mitnehmen durften, als ihr "Ausreiseantrag" genehmigt wurde).

b) Die "böse-böse KoKo" von Schalck-Golodkowski war eben nur mittelbar beteiligt. Denn - das hätte ich oben natürlich schreiben sollen, aber ich neige eh schon etwas zum "Romanstil" ;) - der gute Mann hat die Münzen nämlich "freiwillig" (oder wie man in der DäDäRä in solchen Fällen feinsinnig-sarkastisch sagte: "freimüssig") dem Museum "gespendet", eben damit sie vor allem die Drecks** ( <--- darf man BRD-Idole eigentlich so "beleidigen", auch noch postum? @Mods: ggf. das Wort zuvor ganz löschen...) Schalck nicht in die Pfoten bekommen sollte. Ziviler Ungehorsam, getarnt als scheinbarer Hyper-Gehorsam: Er hat damit halt das kleinere Übel gewählt; so wie auch viele in eine "Blockpartei" eingetreten sind aus dem einzigen Grund, daß die penetrant-permanenten Anwerbeversuche für die SED aufhören sollten (was dann auch stets sofort passierte: "Nischengesellschaft DDR"). Im Eingangsbuch des Bodemuseums stehen die besagten Münzen (hochwertige Griechen aus Süditalien/Sizilien) bestimmt nur als "ganz normale Privatspende" verzeichnet. An Museumsware - die hatte auch in der DDR definitiv "Kulturgutcharakter" - kam Schalck dann nicht mehr ran. Es gab sogar einen Fall, wo ich am False-Memory-Syndrome litt und felsenfest überzeugt war, daß da Herr Mader (der "Chefaufkäufer" von Schalck auf Münzauktionen) den Zuschlag bekommen hätte - diese Bieterschlacht aber seinerzeit wohl doch vom Bodemuseum gewonnen wurde, weshalb die Münze auch heute noch in der BRD ist: viewtopic.php?f=6&t=26098&p=203172 ... und wohl auch bleiben wird, es sei denn, die Franzosen erobern einestages Köln zurück und wollen dann alle Kulturgüter aus der "urfranzösischen Stadt" CCAA "zurückgegeben haben" (immerhin war die ja mal die Hauptstadt des Gallischen Reiches)... ;)
Numismatische Grüße,

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