Reinigungsübungen

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Re: Reinigungsübungen

Beitragvon mike h » Mo 26.10.15 20:20

@Münzschreck

was empfiehlst du als Elektrolyt?

Das übliche, alkalische Elektrolysemittel oder was besonderes?
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Re: Reinigungsübungen

Beitragvon Münzschreck » Di 27.10.15 00:30

Ich bin da der "low budget" Typ, Kaisernatron und Leitungswasser. ;)

Pass aber auf, diese Methode greift logischerweise auch das Silber an. Also immer nur ca. 10-20 Sekunden eintauchen und dann abreiben, sonst wird die Oberfläche schnell rau.
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Re: Reinigungsübungen

Beitragvon mike h » Di 27.10.15 19:36

Preisfrage:

Welches Erscheinungsbild gefällt Euch besser?

IMG_6504.JPG
IMG_6505.JPG


Martin
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Re: Reinigungsübungen

Beitragvon Homer J. Simpson » Di 27.10.15 19:45

Mich würden jedenfalls die kupferfarbenen Flecken auf der linken Münze nicht stören.

Homer
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Re: Reinigungsübungen

Beitragvon mike h » Di 27.10.15 22:10

Hallo Homer,

die linke Münze hab ich nach der sauren Reinigung nicht weiter bearbeitet. Die rechte Münze war durch den Fehler (Faulheit bei der Zwischenreingung) dermaßen rot, das ich zuerst an eine Fälschung dachte.
Das konnte nicht so bleiben.
Also hab ich gem. Münzschrecks Vorschlag eine kurze umgekehrte Elektrolyse angewendet. Der Kupferbelag ist weitestgehend verschwunden, aber die Oberfläche ist tatsächlich auch ein wenig rauher geworden.

Ich denke, ich werde mich mit beiden Stücken zufriedengeben.

@ Münzschreck

Du hättest mir auch einen Hinweis geben können, das die Münze sich schlagartig schwärzt. Ich hab mich ziemlich erschrocken! Glücklicherweise hab ich das fast rückstandslos entfernen können.
Oder hab ich was falsch gemacht?

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Re: Reinigungsübungen

Beitragvon Münzschreck » Mi 28.10.15 02:14

Warum? Sieht doch super aus, gefällt mir besser als die linke Münze. :D
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Re: Reinigungsübungen

Beitragvon mike h » Mi 28.10.15 07:01

Münzschreck hat geschrieben:Warum? Sieht doch super aus, gefällt mir besser als die linke Münze. :D


Nur wegen des Schreckens. Ansonsten bin ich ja ebenfalls mit dem Ergebnis zufrieden.
Jetzt ist auf der rechten Münze nur noch ein tolerierbarer Hauch von Kupfer in begrenzten Arealen.

@ all

Was mich jedoch immer wieder überrascht:
Es gibt zwar nur eine begrenzte Anzahl an Wortmeldungen in diesem Thema, die Menge an Mitlesern erstaunt mich immer wieder.

Die beiden Denare haben bisher zu mehr als 750 "Klicks" geführt.

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Re: Reinigungsübungen

Beitragvon mike h » Mi 28.10.15 18:40

Korrektur: 850 "Klicks" auf die beiden Denare... hätt ich nicht mit gerechnet.

Und jetzt mal was "reizendes" zum Thema Sandstrahlen:

IMG_6506.JPG
IMG_6507.JPG


IMG_3371.JPG
IMG_3372.JPG


Airbrush-Sandstrahl-Pistole mit Düse 0,5 mm
Aluminium-Oxyd Strahlgut
Arbeitsdruck zwischen 2 und 3 bar

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Re: Reinigungsübungen

Beitragvon beachcomber » Mi 28.10.15 18:46

dem armen titus mit dem sandstrahl die fresse zu polieren hat's ja wohl nun wirklich nicht gebracht! :mrgreen:
grüsse
frank
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Re: Reinigungsübungen

Beitragvon mike h » Mi 28.10.15 18:50

Hab ich ja auch nicht behauptet....

Ich hab nur mal den Reinigungsvorschlag eines anderen Forumsteilnehmers aufgegriffen.

Aber Obacht! Das ist ein Suchbild. :twisted:
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Re: Reinigungsübungen

Beitragvon Homer J. Simpson » Mi 28.10.15 18:59

Aluminiumoxyd --- im Klartext ist das Korundstrahlen! Das ist ja nun das Härteste, womit man strahlen kann. Daß da nicht viel übrigbleibt, ist klar. Gut, daß es hier nichts mehr zu ruinieren gab.

Die Idee mit Strahlen hatte ich schon lange, habe aber leider keinen praktischen Bezug zu dieser Technik. Daher meine Frage:
Es gibt ja auch seh schonende Strahlmedien (Walnußschale, Glas- oder Kunststoffperlen etc.); ist das eine Technik, mit der man sinnvoll Auflagen von Münzen entfernen könnte, und zwar auf eine Weise, daß die Münze hinterher besser ausschaut als vorher? Oder ist das Ganze eine absurde Idee?

Homer
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Re: Reinigungsübungen

Beitragvon mike h » Mi 28.10.15 19:14

Hallo Homer,

du hast natürlich Recht. An diesem Stück gab es nichts zu ruinieren.
Zum Strahlgranulat: Granulat und Werkzeug müssen irgendwie zusammenpassen. Die Airbrush-Pistole hat mit 0,5 mm den kleinsten mir bekannten Durchmesser. Das einzige dazu passende Granulat, das ich gefunden hab, war Aluminium-Oxid. Man kann ja auch noch den Strahldruck variieren....

Vor der Airbrush-Ausrüstung hab ich mal mit einem Feinstrahl-Gerät aus der Industrie versucht. Kleinste Düse war nach meiner Erinnerung 3mm.....Granulat war Glaskugel von 0,25mm Durchmesser.
Das Ergebnis war noch brutaler!

Ob es Walnussschalen oder Kunsstoffperlen in der für Airbrush passenden Körnung gibt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Nach meiner Einschätzung ist Sandstrahlen eher zum entpatinieren geeignet. Aber ich lasse mich da gerne eines Besseren belehren.

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Re: Reinigungsübungen

Beitragvon mike h » Mi 28.10.15 20:18

Nach 60 Zugriffen noch eine Anmerkung zu den Bildern.

Die sind in der falschen Reihenfolge eingestellt. (Siehe auch Dateinamen)

Der sandgestrahlte Titus ist nicht das Ergebnis, sondern der AUSGANGSZUSTAND

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Re: Reinigungsübungen

Beitragvon Firenze » Mi 28.10.15 20:23

Ich breche mal eine Lanze für diejenigen, die nicht antworten:

Ich schaue mir deine Reinigungsdokumentationen sehr gern an, auch wenn ich mit antiken Münzen nicht so viel am Hut habe (manchmal kann ich meinem Drang etwas so altes zu kaufen aber auch nichts entgegensetzen). Ich finde es aber faszinierend, was du aus diesen verkrusteten Teilen, die auf den Münzbörsen in irgendwelchen Schalen zu Hunderten rumliegen machst.

Chapeau und Danke für die stets eindrucksvollen Vorher-/Nachher-Fotos.

Viele Grüße

Firenze
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Re: Reinigungsübungen

Beitragvon mike h » Mi 28.10.15 23:16

Hallo Fierenze,

Freut mich, das dir meine Dokumentationen gefallen.
Aber ich zeige ja nicht nur Erfolge, sondern auch Mißerfolge. Ich dokumentiere Verfahren, die funktionieren, und welche, die nicht funktionieren.

Manchmal kenne ich den Ausgang bereits, manchmal nicht.

Mein Hobby ist ja nicht nur das Münzen Sammeln, sondern in erster Line das Reinigen und Konservieren. Und da muß ich noch viel lernen und üben!

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