Gelbe Flächen / braune Flecken auf Denar

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Re: Gelbe Flächen / braune Flecken auf Denar

Beitragvon sammlealles » Fr 24.03.17 14:42

mike h hat geschrieben:Betatschen bringt über längere Zeit den momentan angesagten "USED_LOOK".

In der Mode sehr gefragt :wink:

Martin

Nur das in der Mode dazu Steinwaschungen, Drahtbürsten und Schleifpapier genutzt wird.
Ich stell mir gerade die entsetzten Gesichter vor, wenn die ersten Münzen im "USED_LOOK" bei Ebay auftauchen! 8O :mrgreen:

Aber mal zurück zu den Denaren.
Da ich als Sondengänger leider zumeist mit zu grob gereinigten oder blanken Münzen zu tun habe, fiel mir auf, wie schnell gerade mit Chemie gereinigte Denare nachtönen.
Selbst für mich zu blank gereinigte Stücke, entwickelte nach vergleichsweise kurzer Zeit, zumeist bei Lagerung in Beba-Kästen eine schön gleichmäßige Tönung. Das konnte man innerhalb von 1-5 Jahren teilweise schön beobachten. Ich muss dazu aber sagen, dass sich meine Aussagen, natürlich auf die guthaltigen Silberstücke bezieht. Bei Billion oder Silbersud wird es meist schwieriger.
Bei Lagerung in den Münzrähmchen und eventuell nicht restlos entfernter Chemie, entstand oftmals eine nicht so schöne und ungleichmäßige Tönung.

Mein Fazit bei solchen Münzen:
Unsere Stücke in der Sammlung lagen Großteils knapp 2 Jahrtausende im Boden und wurden danach auf uns unbekannter Art und Weise gereinigt.
Lasst doch einfach den Stücken mal 1-5 Jahre Zeit bei vernünftiger Lagerung und schaut euch das Ergebnis an.
Gerade bei gutem Silber kann nicht viel passieren und man kann jeder Zeit eingreifen, wenn einem das Ergebnis nicht zusagt.
LG Thomas
sammlealles
 
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Re: Gelbe Flächen / braune Flecken auf Denar

Beitragvon B555andi » Mi 29.03.17 15:16

Retroriese hat geschrieben:ich hoffe die Münzrähmchen von LEUCHTTURM sind frei von Weichmacher.


Weichmacher sind nur eine mögliche Gefahrenquelle.

Kunststoffe (z.B. auch Hart PVC) beinhalten so genannte Stabilisatoren. Die stehen zum Beispiel im Verdacht, bei alten Briefmarken mit in deren Farben enthaltenen Bleiverbindungen zu reagieren. Ob Stabilisatoren für Münzen eine Gefahrenquelle darstellt, vermag ich nicht zu sagen.

Leuchtturm ist im Übrigen meiner Meinung nach vorbildlich in Bezug auf die Angaben bezüglich der verwendeten Matrialien. Über die Homepage kann man sich ein entsprechendes pdf Dokument herunterladen.

Leider habe ich für Münzrähmchen keine Angabe gefunden. Benutzt Du selbstklebende Rähmchen? Bei diesen würde ja noch ein Kleber zum Einsatz kommen. Dir Kunststoffhüllen für die Unterbringung von Münzrähmchen jedenfalls sind für das Grande-System aus Weich-PVC. Schreib doch Leuchtturm wegen der Münzrähmchen mal an? Polyester und Polystyrol wären nach heutigem Kenntnisstand unproblematisch und werden auch in Archiven verwendet.

Wie dem auch sei: ich schließe mich Maltes Auffassung an und rate ebenfalls zum Beba-System. Vorteil: man kann ab und an seine Schätzchen in die Hände nehmen und deren Geschichte ohne Schutzfolien drumherum "erfühlen"... :wink:
Viele Grüße
Andreas
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Re: Gelbe Flächen / braune Flecken auf Denar

Beitragvon Retroriese » Sa 16.09.17 10:52

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Antworten! Ich dachte der Thread wäre nicht mehr besucht, dabei hatte ich lediglich eure Antworten verpasst. :oops:

Im Anhang findet ihr die aktuelle Aufbewahrungsweise von mir. Ich finde das wirklich schick, bin mir allerdings unsicher, ob es wirklich das Beste für die Münzen ist. Die Münzen können nicht atmen und damit keine Patina bilden (oder?), außerdem besteht das Restrisiko unbekannter Klebstoffe dieser Münzrähmchen (ich habe mal bei Leuchtturm nachgefragt).

Deshalb habe ich ein wenig weiterrecherchiert und bin auf diese wunderschönen Abafil Trays aus Holz gestoßen: http://www.abafil.com/coin-collecting/t ... 24-spaces3
Nun frage ich mich aber auch hier: Wo bringe ich da meine Referenzierung unter, die bei mir aktuell unterhalb der Münzen im Album steckt? Ich hatte woanders gesehen, dass ein Stückchen bedrucktes Papier in den Rahmen gelegt wird – aber ist das nicht auch bedenklich wegen den Chemikalen der Druckfarbe?

Grüße!
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Re: Gelbe Flächen / braune Flecken auf Denar

Beitragvon Numis-Student » Sa 16.09.17 13:30

Hallo,
da wäre mir viel zu viel Plastik um die Münzen herum... (nach meinem Geschmack): Mann kann die Münzen nicht ohne größeren Aufwand fotografieren, wiegen... Die Rückseite wird teilweise kopfstehend oder sonstwie ausgerichtet sein...
Umsortieren stelle ich mir auch mühsamer vor als bei einem Bebakasten.

Zum gelegentlichen Betrachten möchte ich die Münzen schon gerne in die Hand nehmen, im Licht bewegen etc. (Das auch noch als Ergänzung zu dem Kommentar, dass dauerndes Anfingern problematisch ist: Bei uns am Institut gibt es eine Lehrsammlung, und normale ss-Stücke werden vielleicht 1 bis 2x im Jahr von vielleicht 20 Studenten angefasst, und auch da gibt es keine Probleme. Und als Sammler wird man ja zumindest Spitzenqualitäten auch ehe nur am Rand anfassen ;-) ).

Schöne Grüße,
MR
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Re: Gelbe Flächen / braune Flecken auf Denar

Beitragvon mike h » Sa 16.09.17 16:10

Und für übervorsichtige Angsthasen gibt es billige Baumwollhandschuhe, mit denen man die Münzen gefahrlos anfassen kann.

Mach ich aber nur bei modernen Goldmünzen.

Bei meinem eben vergangen Frankreich-Urlaub habe ich ständig einen Commodus-Sesterzen mit mir herumgetragen (Damit ich nicht so alleine bin... ;-)

Und er ist dadurch nur noch schöner geworden.

Martin
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