Gallisches Sonderreich - Münzen und anderes

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Beitragvon Pscipio » So 23.11.08 14:20

@Peter43: das mag für andere Münzen gelten, aber bei Postumus ist es so, dass Diana normalerweise einen Köcher trägt, siehe:

http://www.coinarchives.com/a/results.p ... +and+diana

Für einen Postumussammler ist das also durchaus etwas Besonderes!
Nata vimpi curmi da.
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Beitragvon Peter43 » So 23.11.08 14:23

Danke für die Aufklärung! Das kommt davon, wenn man sich auf unbekanntes Terrain begibt.

Mit freundlichem Gruß
Omnes vulnerant, ultima necat.
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Beitragvon agrippa1 » So 23.11.08 14:26

Aber auf die DIANAE LVCIFER(A)E Antoniniani von Postumus ist Diana immer abgebildet mit einen Kocher. Deswegen ist es in jedem fall fur mich etwas Besonderes
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Beitragvon beachcomber » So 23.11.08 16:27

wie ich gerade feststellen musste, hat mein 'diana luciferae'-exemplar auch keinen köcher!
war mir noch gar nicht aufgefallen :oops:
gibt es irgendein werk, dass diese variante erwähnt und mit einer eigenen nummer versieht?
grüsse
frank
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postumus dianae luciferae2.jpg
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Postumus mit ORIENS AVG

Beitragvon selinunte01 » So 23.11.08 17:47

Ich wage mich mal als "einjähriger Sammler" mit einem neuen Postumus in dieses Spezialforum.

IMP C POSTVMVS PF AVG
ORIENS AVG, Sol mit Peitsche nach links, Hand zum Gruß erhoben
19 mm, 3,5 g, RIC 77

Habe die Münze ersteigert, da mir das Portrait sehr gut gefallen hat. Als ich sie dann in den Händen hielt und im RIC nach der Referenz suchte, fiel mir auf, daß Postumus und ORIENS AVG geographisch und historisch eigentlich weit auseinander liegen.

Wie kommt der Postumus zu so einem Revers ?? Hat man da die Stempel z.B. für Gallienus-Münzen verwendet?

Beste Grüße, selinunte01
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Beitragvon Faramir » So 23.11.08 21:16

@Beachcomber

Die Variante ohne Köcher ist durchaus bekannt, und seltener als Diana mit Köcher, allerdings in der Literatur nicht erwähnt.

Hier ein weiteres Exemplar:
http://www.vcoins.com/ancient/sondermann/store/viewItem.asp?idProduct=510

@selinunte01
Ein schönes Portrait. Zur Rückseite ORIENS AVG gibt es verschiedene Interpretationen. Alföldi leitet von diesem Rückseitentyp Bestrebungen des Postumus zur Beherrschung des Orients ab. Allerdings ist es meiner Meinung nach zutreffender, von einer Übernahme aus dem Prägeprogramm des Gallienus auszugehen. Rückseitenstempel des Gallienus wurden hierfür allerdings nicht weiterverwendet.

Gruß
Sebastian
Zuletzt geändert von Faramir am So 23.11.08 22:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon agrippa1 » So 23.11.08 21:48

Hallo Sebastian,

war ganz vergessen das du schon mal so ein exemplar hattest!

MfG

Jos
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Beitragvon agrippa1 » Sa 29.11.08 13:44

Anbei meine erster Postumus sesterz (ja, wirklich meine erster; gekauft in 2002 fur GBP 90 !)

Æ Sestertius (15.35 gm)
Obv: IMP C M CASS LAT POSTVMVS P F AVG, radiate, draped and cuirassed bust right.

Rev: FELICITAS AVG, Triumphal arch surmounted by trophy, captives and palms.

References: R.I.C. 188, Cohen 47 (hat jemand ein Bastien zitat fur mich?)

Frage mich noch immer ab ob ich die Rev. reinigen muss; euhre meinungen sind willkommen.

MfG

Jos
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Postumus - FELICITAS AVG.jpg
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Beitragvon beachcomber » Sa 29.11.08 14:45

hallo jos,
mit reinigen, fürchte ich, ist da nicht viel.
allerdings würde ich die grüne patinaschicht entfernen, da sie in diesem fall eher störend wirkt!
grüsse
frank
p.s. glückwunsch zu dem schönen und seltenen stück!
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Beitragvon Faramir » So 30.11.08 00:38

Hallo Jos,

Ein hübsches und interessantes Stück. Ich würde ihn als Bastien 236 (Atelier II) zitieren. Die Vorderseite scheint vom selben Stempel zu sein.

Gruß
Sebastian
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Beitragvon agrippa1 » So 30.11.08 12:32

Hallo Sebastian,

danke fur das zitat!

Frank,

hasst du tips und tricks um auf diese munze die patinaschicht zu entfernen? Selber habe ich eigentlich noch nie eine gute munze gereinigt (ausser einige fundlots).

MfG

Jos
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Beitragvon beachcomber » So 30.11.08 15:20

hallo jos,
ich würde es mechanisch unter dem mikroskop machen. es soll zwar eine relativ schonende methode mit apfel-essig geben, die die patina entfernt ohne die bronze anzugreifen, habe ich aber noch nicht ausprobiert!
grüsse
frank
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Beitragvon Pscipio » Mo 01.12.08 00:50

Ich weiss, es ist die Rückseite, die die Münze selten macht, aber ich finde vor allem den Vorderseitenstempel super!
Nata vimpi curmi da.
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Beitragvon beachcomber » Mi 17.12.08 16:54

zwei neue postumi haben den weg in meine sammlung gefunden.
der eine ist tatsächlich ein subaerater, barbarisierter antoninian (kaum zu glauben, das sich sowas gelohnt hat- die originale hatten ja auch schon nicht so viel silbergehalt).
und der andere ist der kleinste 'doppelsesterz' den ich je gesehen habe-19mm im durchmesser!(ich habe antoniniane, die sind grösser!)
ausserdem scheint er keinen gefangenen zu füssen der victoria zu haben. gibt's für sowas noch ein bastien-zitat, oder ist der unter barbar abzuhaken?
grüsse
frank
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Beitragvon beachcomber » Fr 19.12.08 18:12

auf sebastians schöner, neuer web-seite habe ich gesehen, das AGK nicht , wie Zschucke, nach verschiedene emissionen unterscheidet.
so sind die rvs HERC DEUSONIENSI, VICTORIA AVG und LAETITIA bei Zschucke jeweil mit 3 bzw 2 verschiedenen nummern versehen, abhängig von ihrem av-porträtstil.
zugegebenermassen nicht immer einfach zu unterscheiden, aber man sieht doch eine entwicklung.
deutlicher zu unterscheiden sind allerdings die beiden ausgaben für FELICITAS AVG. da gibt es eine frühe version aus (relativ) gutem silber, und eine späte auf kleineren schrötlingen und (fast) nur aus bronze.
ist Zschucke der einzige der diese unterscheidungen macht?
grüsse
frank
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