Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

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Beitragvon Chippi » Do 16.07.09 19:52

nummis durensis hat geschrieben:nephrurus, was schlägst du vor? Die Löwen oder mal wieder eine schicke Steinigung? :mrgreen:


Gegenvorschlag: Kreuzigung! :wink:

nummis durensis hat geschrieben:Schmerz beiseite, Chippi hat nicht ganz unrecht! Ich kann mich noch ganz schwach an die Zeiten erinneren, als ich beseelt auf dem Rummel im Kreis gefahren bin... allerdings hab ich damals die vierrädigen Untersätze vorgezogen ;-)


Ja, schon paradox. Man bewegt sich die ganze Zeit nur im Kreis und freut sich noch darüber... :roll: :wink:

Gruß Chippi
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)

Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.
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Beitragvon nephrurus » Do 16.07.09 19:55

nummis durensis hat geschrieben:nephrurus, was schlägst du vor? Die Löwen oder mal wieder eine schicke Steinigung? :mrgreen:



man schleife ihn in die Arena !
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Beitragvon emieg1 » Do 16.07.09 20:05

Linke Reihe anstellen.. und jeder nur ein Kreuz! ;-) Aber jetzt ist erstmal 3sat angesagt!!
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Beitragvon chinamul » Do 16.07.09 20:39

Chippi hat geschrieben:Ja, schon paradox. Man bewegt sich die ganze Zeit nur im Kreis und freut sich noch darüber... :roll: :wink:

Das ist im Prinzip auch das, was einige Menschen dazu bringt, dabei Kopf und Kragen zu riskieren. Man nennt das dann Formel 1.

Gruß

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Beitragvon quisquam » Do 16.07.09 21:15

Autsch, mir als Rennsport-Fan tut der Vergleich von Kinderkarussell und Formel 1 richtig weh!

Oh, dieses vermalledeite Zitat von Niki Lauda aus dem Jahr 1976, es wäre ihm zu blöd immer im Kreis herum zu fahren.

Er hat diese Äußerung später selber wieder zurückgenommen, als er 1984 in die Formel 1 zurückkehrte und promt wieder Weltmeister wurde (von wegen "they never come back"!) . Was leider nichts daran ändert, dass dieser Spruch nicht aus der Welt zu kriegen ist. :roll:

Grüße, Stefan
Eigentlich sammle ich nicht Münzen, sondern das Wissen darüber.
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Beitragvon nephrurus » Do 20.08.09 21:21

nicht, dass mir dieser thread einschläft :lol:

hier mal eine meiner letzten Anschaffungen:
Ich mag die Prägungen aus Antiochia besonders - die haben ihren ganz eigenen Stil.

Vespasian Antiochia
Antiochia 72/73.
Av.: IMP CAES VESP AVG PM COS IIII
Rv.: CONCORDIA AVGVSTI,
3,2 gr.
RIC² 1554 (R2)
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Beitragvon Submuntorium » Fr 21.08.09 10:16

Besonders die Rückseite ist herausragend genau-1
viele grüße,
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Beitragvon chinamul » Fr 21.08.09 14:11

Den folgenden Dupondius des Domitianus hätte ich mir auch noch ein bißchen schöner erhalten gewünscht, aber ein besseres Stück zu einem erschwinglichen Preis ist mir bisher nicht über den Weg gelaufen.
Die Bewertung der Häufigkeit im RIC II neu mit C2 sagt nach meiner Beobachtung nicht viel aus über die Verfügbarkeit des Stückes am Markt, was übrigens auch für viele andere Münzen gilt. Ich würde es als eher selten einstufen, denn das Vorhandensein in den großen Sammlungen kann nicht der alleinige Maßstab sein. Folgerichtig stuft auch Ursula Kampmann die Münze im Preis deutlich höher ein als andere Bronzen des Domitianus.

DOMITIANUS 81 – 96
Æ Dupondius Rom 85
Av.: IMP CAES DOMITIAN AVG GERM COS XI - Büste rechts mit Strahlenkrone und Aegis
Rv.: (ohne Legende) S C - Vexillum, gekreuzte germanische Schilde, Trompeten und Speere
RIC II neu 296; C. 537
12,88 g

Gruß

chinamul
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domit germ schilde2.jpg
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Beitragvon klausklage » Fr 21.08.09 15:55

Den gab es mal in einer Auktion:
http://www.hdmhg.de/katalog48/ga48.htm
Dort als Lot 217. Ich habe mir in den Allerwertesten gebissen, als ich den Zuschlagpreis gesehen habe: 105 €!
Ups, ist nicht genau der gleiche, aber zumindest ähnlich.

Gruß,
Olaf
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Beitragvon Julianus v. Pannonien » Di 01.09.09 17:58

Hallo zusammen,

Um auch mal hier bei den Flaviern mitreden zu können,
möchte ich euch gerne folgenden Sesterzen des Domitian zeigen.
Diese gefällt mir bessonders wegen seiner Rückseitendarstellung, der wohl zu Domitians Germanenfeldzug geprägt wurde.
Der Avers ist etwas korrodiert, was aber der Revers wieder gut macht, finde ich.

Das Sesterzen des Domitian zu den grösseren Stücken gehören ist allgemein bekannt, dieses Stück hier hat satte 37 mm Durchmesser.

Viele Grüsse
Simon
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Domitian Germane.jpg
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Beitragvon nephrurus » Di 01.09.09 19:22

Julianus v. Pannonien hat geschrieben:Hallo zusammen,

Um auch mal hier bei den Flaviern mitreden zu können,
möchte ich euch gerne folgenden Sesterzen des Domitian zeigen.
Diese gefällt mir bessonders wegen seiner Rückseitendarstellung, der wohl zu Domitians Germanenfeldzug geprägt wurde.
Der Avers ist etwas korrodiert, was aber der Revers wieder gut macht, finde ich.

Das Sesterzen des Domitian zu den grösseren Stücken gehören ist allgemein bekannt, dieses Stück hier hat satte 37 mm Durchmesser.

Viele Grüsse
Simon


Glückwunsch zu diesem Stück! ich selbst habe vor ein paar Wochen mal auf ein Stück dieses Typs geboten, war allerdings nicht erfolgreich. Übrigens, die Sesterze dieser Zeit waren alle recht groß - ich habe einen Vespasian mit 38mm, ebenso einen Titus und selbst in Krisenzeiten gab es Sesterzen mit 37-38mm - Galba.
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Beitragvon nephrurus » Mo 07.09.09 20:28

der thread muss wieder nach oben :lol:

heute mal eine besondere Münze - weil sicher kein Museumsstück- dafür aber (für die Flavier) ein seltenes Nominal:

AR Quinar, geprägt 75 n. Chr. in Rom. ; 1,45gr. , 15mm
Vs.: IMP CAESAR VESPASIAN AVG, belorbeerter Kopf des Vespasianus nach rechts.
Rs.: VICTORIA AVGVSTI, Victoria mit Kranz in der rechten Hand und Palmzweig in der linken Hand nachr rechts schreitend.
RIC² 796 (R); RIC¹ 130
Romanatic 3668
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vesp.quinar.jpg
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Beitragvon drakenumi1 » Di 08.09.09 13:12

Julianus v. Pannonien hat geschrieben:
Das Sesterzen des Domitian zu den grösseren Stücken gehören ist allgemein bekannt, dieses Stück hier hat satte 37 mm Durchmesser.




Mal ganz unabhängig von dem hier vorgestellten Domitian:
Ich weiß nicht, wie es Euch geht, wenn Ihr Durchmesserangaben zur Kenntnis nehmt: Aber ich schwanke dann immer, ob nun der Perlkreisdurchmesser oder der absolute Außendurchmesser der Münze gemeint sind. Abgesehen davon, daß vielfach der Perlkreis überhaupt nicht oder nur über wenige Winkelgrade sichtbar ist und der absolute Durchmesser außen wegen Unrundheit stark schwankt (man also höchstens ein "von - bis" angeben sollte), wäre es nicht korrekt, stets nur den Perlkreis-Durchmesser zu zitieren, sofern er aus den möglicherweise Resten noch rekonstruiert werden kann, anderenfalls jedoch die Außenabmessung zB. mit dem Vermerk "über alles" oder "Gesamtdurchmesser ca." zu ergänzen? Dann wüßte man, was tatsächlich gemeint ist.
Schließlich gehe ich davon aus, daß in einem gewissen zeitlich oder auch örtlich umgrenzten Rahmen die Perlkreisdurchmesser konstant waren (was sicherlich schon von klugen Köpfen bereits umfänglich untersucht und aufgelistet worden ist). Und ich meine, erst wenn man im Besitz solcher Listen wäre, könnte man auch von Über- oder Untergröße bzw. von einer Abart sprechen, denkt

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Beitragvon justus » Di 08.09.09 14:12

Und was soll man angeben, wenn kein Perlkreis vorhanden ist, weil die Münze gewichtsreduziert ist oder gar keinen Perlkreis besessen hat?
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Beitragvon drakenumi1 » Di 08.09.09 17:13

justusmagnus hat geschrieben:Und was soll man angeben, wenn kein Perlkreis vorhanden ist, weil die Münze gewichtsreduziert ist oder gar keinen Perlkreis besessen hat?



Diesen Fall meinte ich ja gerade, für den ich vorschlug, eine Größenangabe mit dem Zusatz über alles" oder auch "Gesamtdurchmesser ca ...." zu versehen.
Wie das auch gerade aus einem anderen thread hervorging, ist der Durchmesser ja stark von Unterschieden der Prägeparameter abhängig: Kann sein, der endgültige Außen-Durchm. wird bei zu schwachem Prägeschlag oder zu geringer Vorwärmtemperatur des Schrötlings sogar kleiner, als der Perlkreis, oder aber auch wesentlich größer als dieser, zB. wenn der Schrötling zu heiß und schon zähplastisch war.
Beispielsweise habe ich da 2 Antoniniane des Phil. I. bzw. der Otacilia mit dem zu dieser Zeit wohl im Reich üblichen Perlkreis von 21 mm, die "über alles" jedoch 26 mm messen. Eine Angabe von 26 mm als Zitat wäre m.E. nonsens, denn diese Größe ist ja lediglich durch eine Prägezufälligkeit entstanden.

Übrigens ist dieser Perlkreis eine sehr kluge "Erfindung", die schon bei den ältesten römischen Prägungen in der Republik anzutreffen ist (wie es bei den Provinzlern ausschaut, kann ich nicht sagen) und auch fast immer über die kommenden Jahrhunderte beibehalten wurde, letzten Endes in Form eines umlaufenden Ringes bis heute: Er schützt die am Außenrand befindliche Umschrift vor zu schnellem Verschleiß und gewährleistet ein sozusagen dekoratives Aussehen.

Dein Schluß, der Perlkreis könne wegen einer Gewichtsreduzierung fehlen, ist aber nicht zwingend. Deshalb kann selbst bei einem leichteren Schrötling die Münze doch völlig ausgeprägt sein, einschließlich des Perlkreises, sie ist eben dann lediglich etwas dünner, meint

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