Antoninus Pius und seine "Familie"

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Re: Antoninus Pius und seine "Familie"

Beitragvon curtislclay » Fr 06.01.17 22:30

Du drückst dich klar aus, nur ist deine Beweisführung falsch.

Oder möchtest du behaupten, dass auch auf diesem zweiten Exemplar die kleinen Lorbeerblätter unten moderne Schnitzerei sind?
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APiusSestXXIII3kidsSmallLeaves.jpg
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Re: Antoninus Pius und seine "Familie"

Beitragvon shanxi » Fr 06.01.17 22:44

Bei Künker wurde die Münze übrigens für 410 Euro zugeschlagen:

https://www.kuenker.de/de/archiv/stueck/141122
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Re: Antoninus Pius und seine "Familie"

Beitragvon Homer J. Simpson » Fr 06.01.17 22:52

Also: Hier gibt's keinen Papst, niemand ist unfehlbar.

Aber: Man sollte jemandem, der 50 Jahre Numismatikerfahrung auf professionellem Niveau hat, nicht zum Einsetzen von Sachverstand raten.

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Re: Antoninus Pius und seine "Familie"

Beitragvon antoninus1 » Fr 06.01.17 23:45

Man könnte auch einfach einen höflichen Ton anschlagen.
Oder muss man das nicht mehr, wenn man mehr Sachverstand als die anderen hat 8O
Gruß,
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Re: Antoninus Pius und seine "Familie"

Beitragvon Homer J. Simpson » Sa 07.01.17 00:07

Das sollten wir alle tun, da hast Du recht.

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Re: Antoninus Pius und seine "Familie"

Beitragvon curtislclay » Sa 07.01.17 02:25

Die Münze wurde überall zu scharf gereinigt, wie Künkers Foto besser zeigt.

Falsch oder umgeschnitten ist sie aber meiner Meinung nach nicht.
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Re: Antoninus Pius und seine "Familie"

Beitragvon Retroriese » Sa 07.01.17 10:27

Woran erkennt ihr die viel zu scharfe Reinigung? Vielleicht an den leicht "pinken/rötlichen" Flecken bzw der ungleichen Patina?
Zuletzt geändert von Retroriese am Sa 07.01.17 12:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Antoninus Pius und seine "Familie"

Beitragvon mike h » Sa 07.01.17 11:06

Ich finde, ihr übertreibt ein wenig.

Natürlich ist die Münze mechanisch gereinigt und geglättet. Das sieht man ja an den rot-braunen Flecken.

Meiner Meinung nach kann man erkennen, das die Reinigung stellenweise noch zu vorsichtig war.

Das sieht man an den Übergängen der Cuprit-Flecken zur Patina. Da könnte noch etwas mehr Cuprit weggehobelt werden.

Aber da das auch ein Risiko birgt, sollte man anhand des Fotos zunächst mal akzeptieren, das man bei der Reinigung nicht bis ans Äußerste gegangen ist.

Wenn man das Teil unter dem Mikroskop liegen hat, und mit der Nadel herangeht, kann man seine Meinung ja nochmal überdenken.

Mir gefällt die Münze sehr gut.

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Re: Antoninus Pius und seine "Familie"

Beitragvon areich » Sa 07.01.17 11:57

Ich finde diese starke Glättung unattraktiv. Ob ein weniger starkes Glätten eine für mich attraktivere Münze produziert hätte ist aber zumindest zweifelhaft. Ich würde so eine Münze für meine Sammlung nicht kaufen aber wer's mag...
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Re: Antoninus Pius und seine "Familie"

Beitragvon mike h » Sa 07.01.17 12:19

8O

Sammelst du nur ungeglättete Münzen?

aMaximinusar01.jpg


JulIIRR.JPG


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Re: Antoninus Pius und seine "Familie"

Beitragvon Redditor Lucis » Sa 07.01.17 19:42

Auch mir mag der Antoninus Pius nicht gefallen; in solcher Preisklasse würden mich diese extreme Glättung und der Doppelschlag definitiv vom Bieten abhalten.
Ich glaube aber auch, dass da zusätzlich am Portrait ein bisschen Hand angelegt wurde.
Sei´s drum - alles über 300 € hielte ich für übertrieben, aber sie wird das 2-3fache bringen.


Viele Grüße

Stefan
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Re: Antoninus Pius und seine "Familie"

Beitragvon Ariminum » So 08.01.17 13:09

Hallo Sammlerkollegen
Hier wird wieder über das glätten gesprochen und (selbst) ich erkenne die Glättung einer Münze.
Doch wollte ich gerne mal fragen, wie so eine Glättunge ausgeführt wird... allein mit der Nadel wohl nicht.

Vielleicht können grad die Kollegen, die sich viel mit der Restaurierung der Münzen beschäftigen mir da mal auf die Sprünge helfen.

Vielen Dank
Silvio
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Re: Antoninus Pius und seine "Familie"

Beitragvon chinamul » So 08.01.17 14:22

Dies ist mein erstes Posting im neuen Jahr, und ich möchte es benutzen, um allen Forumsfreunden für 2017 von Herzen Glück, Erfolg und Gesundheit zu wünschen. Besonders Schicksalsschläge mögen Euch erspart bleiben!

Der folgende Sesterz des Antoninus Pius war mir bisher unbekannt, und deshalb habe ich zugegriffen, als er jetzt bei eBay angeboten wurde. Gekostet hat er mich 166 € brutto.

a pius sest strahlennimbus.jpg

a pius sest strahlennimbus detail.jpg

ANTONINUS PIUS 138 - 161
Æ Sesterz Rom 145 – 161
Av.: ANTONINVS AVG PIVS P P TR P - Belorbeerter Kopf rechts
Rv.: COS - IIII S C - Antoninus Pius nach links stehend; auf dem Kopf Nimbus mit
Strahlenkranz; in der Rechten Zweig, in der Linken Speer
RIC 765; C. 318
Ø 29 - 31 mm / 29,31 g ; Stempelachse 11 h

Gruß

chinamul
Nil tam difficile est, quin quaerendo investigari possit
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Re: Antoninus Pius und seine "Familie"

Beitragvon mike h » So 08.01.17 14:29

@ Arminivs

Interessante Frage! Mir ist bisher kein geeigneteres Werkzeug als meine Nadel bekannt. Vielleicht gibt es ja Verbesserungspotential.

@ Chinamul

Ein sehr attraktives Stück hast du da. Glückwunsch zu Deinem Fang.

Martin
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Re: Antoninus Pius und seine "Familie"

Beitragvon beachcomber » So 08.01.17 17:05

Ariminum hat geschrieben:Hallo Sammlerkollegen
Hier wird wieder über das glätten gesprochen und (selbst) ich erkenne die Glättung einer Münze.
Doch wollte ich gerne mal fragen, wie so eine Glättunge ausgeführt wird... allein mit der Nadel wohl nicht.

Vielleicht können grad die Kollegen, die sich viel mit der Restaurierung der Münzen beschäftigen mir da mal auf die Sprünge helfen.

Vielen Dank
Silvio

das hängt natürlich auch vom grad der verkrustung ab! aber im prinzip ist auch bei mir die nadel das hauptinstrument. ans sonste geht (gerade für flächen) auch ein skalpell ganz gut, und zum absprengen durch druckausübung nehme ich manchmal einen polierstah,l wie ihn die goldschmiede benützen.
grüsse
frank
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