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Re: Sehenswerte Münzen des Trajan

BeitragVerfasst: So 02.12.12 19:09
von aquensis
Zwei tolle Münzen 8O Olaf, Glückwunsch !
Das Dupondius Foto ist doch klasse. Die tolle Patina kommt wunderbar zur Geltung !

Gruß Franz

Re: Sehenswerte Münzen des Trajan

BeitragVerfasst: So 02.12.12 22:54
von drakenumi1
Hallo, Olaf

also wirklich, so schlecht sind die Scans nicht, daß Du in Traurigkeit verfallen müßtest.
Ein paar Hinweise seien trotzdem gestattet:

1). Die Bildschärfe sollte optimiert werden. Dazu bitte beachten, den Scan-Ausschnitt so knapp wie möglich um die Münze herum legen. Leerräume möglichst vermeiden, die am Ende doch nur weggeschnitten werden. Ich arbeite mit Auflösungen zwischen 300 bis 800 dpi , das sollte auf alle Fälle reichen, ggf. wird verkleinert.

2). Wenn partout unscharfe Bilder eingestellt werden müssen, diese nie so groß wie möglich, sondern nur so groß wie nötig darstellen. Groß UND unscharf erschreckt eher und nutzt niemendem. Insofern sind Deine Bilder hier wirklich ungünstig.

3). Dunkle Münzen, also besonders alle Bronzen nie gegen einen weißen Hintergrund scannen, sondern wenn möglich gegen einen schwarzen STRUKTURLOSEN oder auch gegen einen farbigen ohne alle Struktur mit mittlerem Grauwert. Die "Scanneroptik" orientiert sich nämlich sonst in seiner Einstellung an dem vorwiegenden Weißanteil des Bildes und nicht vorwiegend an den Mitteltönen der Münze. Du wirst sehen, wie gravierend der Unterschied ist. Die einstellbaren Spielräume für Kontrast und Helligkeit werden wesentlich größer: Im Extrem kannst Du sogar tiefschwarze Münzen in einem freundlichen Mittelgrau scannen, bei erstaunlichem Kontrast. Ich hab's probiert und kann es nur all jenen empfehlen, die besonders bei ebay häufig noch schwarze Flecken statt echter BIlder produzieren.

Ich hab mal zu Deinem ganz vergleichbaren Denar meinen danebengestellt, als Vergleich der Ergebnisse bei Silber. Anscheinend ähneln sich unsere Scanner in ihrer Lichtführung (Winkel des auftreffenden Lichtes zur Scannerebene und Streulichtanteil sowie Lichtrichtung zur Längsachse des Gerätes Scanners), ich habe einen sehr alten und billigen von EPSON, Perfection 1670.

Es grüßt

drake

Re: Sehenswerte Münzen des Trajan

BeitragVerfasst: So 02.12.12 23:43
von klausklage
Hi Drake,

danke für die Tipps. Ich habe es mal auf die Schnelle versucht umzusetzen, jetzt sieht sie so aus :D
Das ist schon besser, aber in der Hand sieht sie immer noch besser aus. Immerhin kann man jetzt fast den ganzen Telefonbuchtext im Avers entziffern.

Olaf

Re: Sehenswerte Münzen des Trajan

BeitragVerfasst: Mo 03.12.12 00:03
von drakenumi1
Prima, Olaf,

Dein Scanner ist zu Hohem fähig. Die Schärfe echt überzeugend und auch das Spiel mit Kontrast und Helligkeit bringt noch etwas mehr zuwege, wenn Du schwarzen Hintergrund wählst. Möglichst glänzend, dann vermeidest Du nebenbei beim Doppelbild diese unschöne Vereinigungs-Mittellinie. Und auch der m.E. noch etwas magere Kontrast stünde dann zur Verfügung.
Das gäbe übrigens eine recht überzeugende Bilderreihe, was die geschickte Wahl des Bildhintergrundes so alles bringen kann .....

drake

Re: Sehenswerte Münzen des Trajan

BeitragVerfasst: Mo 03.12.12 14:14
von drakenumi1
Ich bin wohl zu ungeduldig gewesen und sollte mich nicht vordrängeln, aber es hat mich der Vergleich der beiden extrem unterschiedlichen Hintergründe doch interessiert, wenn auch - pardon - an einem dem Trajandupondius recht unähnlichen Antoninian. Aber es ging nicht anders, habe keinen so rabenschwarzen Trajan, daher hier diese Mutation zum Postumus. Wie gesagt: RABENSCHWARZ!
Ich habe bei beiden Hintergründen versucht, ehrlich das Maximum an Kontrast herauszuholen. Beim schwarzen Hintergrund wäre noch mehr gegangen, aber dann wäre der Kontrast übersteuert gewesen, unnatürlich grell. Ist das Ergebnis nicht umwerfend??

Quod erat demonstrandum: Auch die dunkelsten Bronzen sind noch tadellos scanbar!

Hier die Beweise von

drake

Re: Sehenswerte Münzen des Trajan

BeitragVerfasst: Do 13.12.12 17:20
von klausklage
Denar, 103-104 n. Chr.;
Av: IMP TRAIANO AVG GER DAC P M TR P COS V P P
Laur. r., dr. and cuirassed.
Rev: S P Q R OPTIMO PRINCIPI
Felicitas standing l., holding caduceus and cornucopiae.

3,27 g, 18 mm
RIC 172, Woytek 213 f (10 Exemplare)

Hübsch, oder? Den gab es zweimal nacheinander auf eBay, beim ersten mal habe ich nicht geboten und mich anschließend geärgert, aber zum Glück ging wohl was schief und Helios hat ihn gleich wieder eingestellt. Mit COS V bei weitem nicht so häufig wie mit COS VI. :D

Olaf

Re: Sehenswerte Münzen des Trajan

BeitragVerfasst: Do 13.12.12 17:42
von klunch
Ja, Helios hat qualitativ teils bessere Münzen als G&N und Lanz zusammen!

Gruß klunch

Re: Sehenswerte Münzen des Trajan

BeitragVerfasst: Do 13.12.12 17:43
von beachcomber
wirklich hübsch, glückwunsch! :)
grüsse
frank

Re: Sehenswerte Münzen des Trajan

BeitragVerfasst: Do 13.12.12 18:44
von aquensis
Glückwunsch Olaf ! Da hab ich nicht genau hingeschaut und wohl COS VI gelesen :? !

Grüsse Franz

Re: Sehenswerte Münzen des Trajan

BeitragVerfasst: Do 13.12.12 20:20
von curtislclay
Mit COS V: Prägedatum c. 105, Woytek 213 (15 Ex.), Reka Devnia 3 Stück.

COS VI: 113 n. Chr., Woytek 422 (96 Ex.), RD mehr als 58 Stück (58 in Sofia, die Exemplare in Varna wurden offenbar falsch bestimmt).

Re: Sehenswerte Münzen des Trajan

BeitragVerfasst: Do 13.12.12 20:48
von klausklage
Danke, Curtis, auf die Unterschiede zwischen RIC und Woytek in der Datierung hatte ich gar nicht mehr geachtet. Bei meinem Stück bist Du im Woytek aber in der Zeile verrutscht, es ist 213 (15 Ex., davon 10 mit dieser Büste).
Olaf

Re: Sehenswerte Münzen des Trajan

BeitragVerfasst: Do 13.12.12 21:01
von curtislclay
Danke, habe ich ausgebessert.

Re: Sehenswerte Münzen des Trajan

BeitragVerfasst: Di 18.12.12 12:31
von Invictus
Aus diesem "Krustentierchen" für 11,40 € ...
lupa.JPG

... hat sich letztendlich das hier herausgeschält:
Semis
Prägestätte: ROM
Prägezeit: TPQ 109 AD
3,45 g / 16 mm
RIC 694var., C 340, BMC 1061, Woytek 600

Büste mit leichter Schulterdrapierung und Lorbeerkranz n.r.
IMPERATOR CAESAR NERVA TRAIANVS AVGVSTVS

Die römische Wölfin n.l. / S C im Abschnitt

lupa a.JPG

lupa r.JPG

Am 26. Mai (oder 25. Juni) 107 traf der aus dem Krieg heimkehrende Trajan in Rom ein, feierte den zweiten Triumph über Dakien und gab sein drittes Congiarium (Geldspende von 650 Denaren pro Person). Anschließend folgten 123 Tage dauernde Spiele, auf drei Jahre verteilt. Bei dem Spektakel wurden etwa 11.000 teils wilde, teils zahme Tiere niedergemetzelt und 9.882 Gladiatoren mussten gegeneinander antreten.

Neben den beiden niedrigsten stadtrömischen Nominalen (Quadrans und Semis) kursierten auch viele östliche Kleinmünzen im öffentlichen Zahlungsverkehr der Stadt Rom. 107 n.Chr. brachten Trajans Congiarium, der große Besucherstrom aus Italien und den Provinzen anlässlich der Spiele sowie das gewaltige kaiserliche Bauprogramm (Forum Traiani, Therme Traiani u.s.w.) sicherlich so viel zusätzliches Geld in die Hauptstadt, dass die Ausgabe dieser Semisprägung wohl unerlässlich für den Geldwechselverkehr wurde.

Re: Sehenswerte Münzen des Trajan

BeitragVerfasst: Di 18.12.12 13:03
von aquensis
Das hat sich wirklich gelohnt :D !

Grüsse Franz

Re: Sehenswerte Münzen des Trajan

BeitragVerfasst: Di 18.12.12 15:37
von klunch
Respekt und Glückwunsch!

Warst Du da mit Kanüle und viel Gefühl unterwegs?

Gruß klunch