Für mein Gefühl sind wir immer noch viel zu nachsichtig mit den Münzverderbern!
Es heißt, der Hehler sei kein bißchen besser als der Stehler, und
mutatis mutandis trifft das auch auf den Handel mit manipulierten Münzen zu. Indem einst renommierte Händler solche Machwerke durch deren Vermarktung zu sammelnswerten Objekten adeln, machen sie sich in hohem Maße mitschuldig nicht nur gegenüber dem Sammler, sondern vor allem gegenüber der numismatischen Wissenschaft. Nicht mehr die Freude an Münzen und die Verpflichtung zur Bewahrung historischer Substanz ist dann ihr Motiv, sondern plattes Gewinnstreben, und das sollte man fortwährend mit deutlichen Worten anprangern.
Wenn ich mir so den "aufgewerteten" Mamaea-Sesterz anschaue, gefällt mir mein eigenes Exemplar dieses Typs immer besser (2005 für 50 € bei Cichos gekauft):
Allerdings frage ich mich angesichts der erzielbaren Preise allmählich, ob es zu Anlagezwecken nicht doch vielleicht klug wäre, auch solche manipulierten Stücke zu sammeln. Man könnte sie dann ja separat irgendwo lagern, wo man nicht ständig ihren Anblick ertragen muß.
Gruß
chinamul