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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon beachcomber » So 28.06.15 19:01

Homer J. Simpson hat geschrieben:Abgesehen davon, daß man die "Kulturgutschützer" zumindest in "" setzen sollte, ist die SZ ohnehin ein ärgerlich linkslastiges Besserwisserblatt.

Homer

'linkslastig', die SZ ? oha! :)
grüsse
frank
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon alexander20 » So 28.06.15 19:33

Sehr geehrte Sammlerkollegen/Innen,

das novellierte Kuturgüterschutzgesetz ist noch nicht in Kraft. Darüberhinaus gibt es in der juristischen Fachliteratur Aufsätze und Kommentierungen dazu. Im Ergebnis tendiere ich dazu, dass es für die Sammler antiker Münzen durchaus zu Änderungen kommen kann, Grund zu größerer Besorgnis sehe ich allerdings nicht. Allerdings rate ich doch an, die Diskussion dazu bei einer derartig komplexen juristischen Materie auch den Juristen zu überlassen.

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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon antoninus1 » So 28.06.15 19:42

alexander20 hat geschrieben:Sehr geehrte Sammlerkollegen/Innen,

das novellierte Kuturgüterschutzgesetz ist noch nicht in Kraft. Darüberhinaus gibt es in der juristischen Fachliteratur Aufsätze und Kommentierungen dazu. Im Ergebnis tendiere ich dazu, dass es für die Sammler antiker Münzen durchaus zu Änderungen kommen kann, Grund zu größerer Besorgnis sehe ich allerdings nicht. Allerdings rate ich doch an, die Diskussion dazu bei einer derartig komplexen juristischen Materie auch den Juristen zu überlassen.

alexander20


Und wir Betroffenen? Wir sollen schweigen und abwarten, was man für uns entscheidet? Woher weiß ich denn, dass "die Juristen" meine Interessen vertreten? Aber ich bin ja nur ein Laie... :wink:
Gruß,
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Homer J. Simpson » So 28.06.15 20:02

Sorry, aber das ist nicht richtig. Aufgabe der Juristen ist es, Gesetze handwerklich korrekt zu verfassen und anzuwenden. Was die Gesetze sagen, kann völliger Unsinn sein. Da kann es um Voraussetzungen fürs Paternosterfahren gehen oder um Gurkenkrümmungsradien. Welche Handlungsrichtung ein Gesetz haben soll, müssen den Juristen die Politiker sagen. Diese sind nicht nur aus Gründen der Wiederwahl, sondern auch ihres Seelenfriedens darauf bedacht, es möglichst vielen Menschen recht zu machen, und verwechseln leider oft die, die am lautesten schreien, mit denen, die etwas zu sagen haben. Deswegen dürfen wir uns aus dieser Diskussion eben KEINESFALLS heraushalten! Unsere fundamentalarchäologischen Feinde liegen andauernd den Politikern im Ohr, anscheinend immer wieder mit Erfolg.

Homer

PS: Ja, ich weiß. Ich bin auch mit dem Wort "Feinde" sehr sparsam, aber habe mich entschieden, es hier anzuwenden.
Wo is'n des Hirn? --- Do, wo's hiig'hört! --- Des glaab' i ned!
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Peter43 » So 28.06.15 21:31

Ich bin auch der Meinung von antoninus1 und Homer. Sonst geht es uns so wie bei der Rechtschreibreform oder Stuttgart 21: Wenn das Ergebnis veröffentlicht wird und die Bürger sich wehren, dann heißt es, jetzt ist es zu spät, das hättet ihr früher machen sollen., und dann werden sie als Wutbürger verunglimpft.

Jochen
Omnes vulnerant, ultima necat.
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Marc » Mo 29.06.15 05:39

alexander20 hat geschrieben:Allerdings rate ich doch an, die Diskussion dazu bei einer derartig komplexen juristischen Materie auch den Juristen zu überlassen.

Nicht grad eine demokratischer Ansatz 'es den Fachleuten zu überlassen', das es eher eine Argumentation in totalitaristischen Staaten. Wenn ein Gesetzt erst mal beschlossen ist, ist es kaum noch rückgänig zu machen. Das sieht man an vielen bescheidenen Gesetzen. So z. B. an dem Gesetzt zum Schutz des geistigen Eigentums. Meines Wissens nutzt kein großer Zeitungsverlag mehr diese Rechte aus Angst weniger klicks bei Suchmaschienen zu haben. Wird es abgeschafft? Nein, es wird verstärkt, bald ist es verboten private Bilder von sich oder antiken Staturen ins I-Net zu laden (Facebook., Foren oder so) wenn im Hintergrund Gebäude zu sehen sind, weil es das geistige Eigentum der Architekten berauben wurde.

Jetzt bevor es zu spät ist muss man seine Meinung in die Presse bringen.
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon raeticus » Mo 29.06.15 06:25

....bringt es zur Presse UND zu Eurem Bundestags und Landtagsabgeordneten. (Landtag da es bestimmt ein Gesetz mit Bundesratszustimmung wird).
Was schon eine schreckliche Bürokratie und Willkür für Kunstwerke bedeutet, wird für jede einzelne Münze zu einem absurden Alptraum. Keiner bringt dies bisher über Münzen zur Sprache... Auch die Welt schreibt nur über "Kunst".
Dabei gibt es Millionen von Münzsammlerm in Deutschland. Aber leider alle desorganisiert.
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon justus » Mo 29.06.15 08:34

raeticus hat geschrieben:Dabei gibt es Millionen von Münzsammlerm in Deutschland. Aber leider alle desorganisiert.

Wieso "desorganisiert" ? Es gibt jede Menge Münzsammlervereine in Deutschland. Dort kann man sich organisieren und die sind alle Mitglied in der "Deutschen Numismatischen Gesellschaft". Und ... dort läßt sich durch aktive Mitarbeit auch jedweder Widerstand gegen entsprechende Gesetzgebungen organisieren. Also nicht immer nur jammern und picheln ... ! :lol:

Aber dazu sind ja die meisten Sammler zu faul. Münzen kaufen und im Forum die entsprechende Bewunderung einstreichen, dazu reicht es noch, aber mehr eben nicht, seufz ... :cry:

Fragt doch mal hier im Forum, wer Mitglied eines Münzsammlervereins oder der DNG ist. Ihr werdet unter Hunderten von Mitgliedern kein halbes Dutzend zusammen bekommen. Eigentlich ist das eine Schande !
mit freundlichem Gruß

IVSTVS
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http://www.muenzfreunde-trier.de/
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon areich » Mo 29.06.15 09:41

Also hat Raeticus doch recht, wenn er sagt, Sammler wären desorganisiert.
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon antoninus1 » Mo 29.06.15 09:58

justus hat geschrieben:
raeticus hat geschrieben:Dabei gibt es Millionen von Münzsammlerm in Deutschland. Aber leider alle desorganisiert.

Wieso "desorganisiert" ? Es gibt jede Menge Münzsammlervereine in Deutschland. Dort kann man sich organisieren und die sind alle Mitglied in der "Deutschen Numismatischen Gesellschaft". Und ... dort läßt sich durch aktive Mitarbeit auch jedweder Widerstand gegen entsprechende Gesetzgebungen organisieren. Also nicht immer nur jammern und picheln ... ! :lol:

Aber dazu sind ja die meisten Sammler zu faul. Münzen kaufen und im Forum die entsprechende Bewunderung einstreichen, dazu reicht es noch, aber mehr eben nicht, seufz ... :cry:


Du kannst es nicht wissen, aber da sprichst Du mit raeticus genau den Falschen an. Wenn er nicht wäre (und ein zweiter), dann sähe es ganz duster für uns Münzensammler aus.
Und von der DNG (bei der ich über die BNG Mitglied bin) kam lange Zeit überhaupt nichts zu dem Thema. Da war bis vor kurzem die Meinung: das betrifft doch nur die Kunsthändler und das wird doch alles gar nicht so schlimm, warten wir mal ab (!).
Das hat sich Dank raeticus Gott sei Dank geändert.
Gruß,
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Hansa » Mo 29.06.15 15:50

Das mit der Linkslastigkeit der SZ ist ein Versehen, oder Homer? :wink:

Gruß Hans
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon beachcomber » Mo 29.06.15 16:08

Hansa hat geschrieben:Das mit der Linkslastigkeit der SZ ist ein Versehen, oder Homer? :wink:

Gruß Hans

ich fürchte nicht, für einen gestandenen bayern ist die SZ wirklich schon des teufels! :mrgreen:
grüsse
frank
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Iulia » Mo 29.06.15 21:57

Aktueller Überblick zum Thema "Kulturgut in Gefahr. Zum Stand der Diskussionen um die Veränderung der Kulturgüterschutzgesetzgebung aus numismatischer Sicht":
https://www.academia.edu/12352166/Kultu ... icht_2015_
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon shanxi » Mo 29.06.15 22:57

Die Sache mit der Objekt-ID klingt zwar nach Arbeit, davon abgesehen aber ganz vernünftig, vor allem wenn die Münzen für alle digital zugänglich wären.
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon areich » Mo 29.06.15 23:19

Das ist doch Unsinn, genausogut könnte man versuchen, sämtliche existierenden Sammeltassen in so einer Datenbank zu erfassen.
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