Fälschungsgalerie

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon kijach » Mo 16.04.18 20:09

Warum nur, ich versteh es nicht, es steht doch fett auf den Münzen drauf...


https://www.ebay.de/itm/12-Casaren-12-C ... SwRYtazh-w
Sammlung der Kaiser-/Damen-Galerie (bis 300 n.Chr.) 91/120
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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon Homer J. Simpson » Mo 16.04.18 22:50

Wo steht's drauf?
Ich sehe wohl, daß man hier nicht mit echten Münzen rechnen darf, aber ich sehe nicht, wo's stünde.

Homer
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Homer J. Simpson
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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon Arminius » Mo 16.04.18 23:01

Homer J. Simpson hat geschrieben:Wo steht's drauf?
Ich sehe wohl, daß man hier nicht mit echten Münzen rechnen darf, aber ich sehe nicht, wo's stünde.

Homer


Er bezieht sich wohl auf dies: Ein Stück zeigt den im 1. Jahrhundert nicht seltenen Gegenstempel "PROB".

Das ist aber keine neue Kennzeichnung einer modernen Probe oder Nachprägung sondern die Imitation eines antiken, gegengestempelten Stückes.

(Nicht schlecht nachgemacht diese Serie. Ich vermute die wird in der Bucht der gierigen "Experten" mehrere hundert Euronen bringen)
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Ich habe nicht vor mir durch diese moderne "Ich bin ein Münzsammler und darf kriminalisiert werden" - Paranoia die Freude am Sammeln verleiden zu lassen.
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Re:

Beitragvon Septimus Severus » Di 08.05.18 13:12

chinamul hat geschrieben:Mir ist nicht bekannt, daß es von dieser Münze auch eine Variante mit fehlenden Deichseln gegeben hat, und RIC erwähnt ebenfalls keine derartigen Stücke. Außerdem würde dem Bild dadurch ein entscheidender Teil der Aussage verlorengehen, denn es handelte sich bekanntlich um Spanndienste, zu deren Finanzierung die römischen Bürger innerhalb Italiens nun nicht mehr herangezogen wurden.
Angesichts der hervorragenden Erhaltung des Sesterzen ist es kaum denkbar, daß die Deichseln, auch wenn sie - weil im Hintergrund - nicht auf allen mir bekannten Stücken besonders markant herauskommen, hier etwa einer Abnutzung zum Opfer gefallen sein könnten. Es drängt sich also der Verdacht auf, daß beim in dieser Auktion angebotenen Exemplar in irgendeiner Form in das Münzbild eingegriffen worden sein könnte (konjunktivischer geht's wohl nicht mehr!). Viel deutlicher möchte ich mich dazu an dieser Stelle zunächst nicht äußern, denn jetzt wäre wohl erst einmal das betroffene Münzenhandelshaus mit einer Stellungnahme an der Reihe.
Genau dieses Stück hat im Römerforum übrigens bereits vor einem guten Monat zu einer Diskussion geführt.

Zu diesem Thema hier noch Links:
ftopic14799-15.html&highlight=deichsel
https://www.wertvolle-muenzen-sammeln.d ... r-muenzen/
ftopic6900-90.html

Gruß

chinamul


Servus miteinander,

ich bin selbst leidenschaftlicher Sammler von Römischen Münzen. Deswegen beschäftigt mich das Thema „Münzfälschungen erkennen“ sehr. Nach einigen durchstöbern, bin ich hier auf sehr interessante Inhalte und Vergleiche von Originalen zu Fälschungen gekommen wie diesen hier.

Gerade beim Kauf von römischen Münzen bin ich sehr Vorsichtig und schaue diese mit ganz genau an. Doch leider sind manche so professionell von Münzfälschern hergestellt, dass es schon extrem schwer ist, dies zu erkennen.
Deswegen wollte ich mal in die Runde fragen, nach welchen Attributen ihr eine Münzfälschungen am besten erkennt?

Ich denke vor allen Größe und Gewicht, sowie die tiefe und Qualität der Prägung sind entscheidend. Abgesehen vom Material.

Schöne Grüße
Septimus Severus
 
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Re: Re:

Beitragvon shanxi » Di 08.05.18 15:32

Septimus Severus hat geschrieben:
Ich denke vor allen Größe und Gewicht, sowie die tiefe und Qualität der Prägung sind entscheidend. Abgesehen vom Material.



Gewicht ja, aber auch Stil !, Oberflächen, Patina, Ränder, Schärfe der Prägung, glaubhafte Abnutzung und der Vergleich mit echten Exemplaren.

Fälschungsdatenbanken helfen auch. FAC (kontrolliert) oder Forgery Network (mit etwas Wildwuchs)

Und wenn du genügend echte Münzen gesehen hast, summieren sich all diese Punkte zu etwas, das sich Bauchgefühl nennt.
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Re: Re:

Beitragvon Septimus Severus » Mo 14.05.18 22:03

shanxi hat geschrieben:
Septimus Severus hat geschrieben:
Ich denke vor allen Größe und Gewicht, sowie die tiefe und Qualität der Prägung sind entscheidend. Abgesehen vom Material.



Gewicht ja, aber auch Stil !, Oberflächen, Patina, Ränder, Schärfe der Prägung, glaubhafte Abnutzung und der Vergleich mit echten Exemplaren.

Fälschungsdatenbanken helfen auch. FAC (kontrolliert) oder Forgery Network (mit etwas Wildwuchs)

Und wenn du genügend echte Münzen gesehen hast, summieren sich all diese Punkte zu etwas, das sich Bauchgefühl nennt.



Vielen dank für deine Antwort. Gerade die "glaubhafte Abnutzung" um zu sehen, dass die Münze in Umlauf war ist ein guter Indikator.
Septimus Severus
 
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