Kipperpfennige aus Brandenburg

Deutschland vor 1871

Moderator: Salier

Re: Kipperpfennige aus Brandenburg

Beitragvon Firenze » Mo 11.12.17 21:32

Hallo Franor,

ein hübsches Stück hast du da. Zusammen mit den von Nikino gezeigten Drossener Pfennigen haben wir damit alle drei Grundtypen aus Drossen hier in diesem Thema (wobei theoretisch noch 3 einzelne Varianten zur Vervollständigung fehlen). :)

Viele Grüße,
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Re: Kipperpfennige aus Brandenburg

Beitragvon Franor » Mo 11.12.17 22:39

Hallo Firenze,
es freut mich, wenn auch andere Gefallen an hübschen Stücken finden. Es ist beeindruckend, was hier so für
Raritäten gezeigt werden. Ebenso toll ist auch der Brandenburg-Thread im Mittelalter von jot-ka. Hut ab, vor allen Autoren!
Ich werde jetzt schnell noch einen Pfennig aus Cottbus einstellen (ehe es ein anderer tut).
Stadt Cottbus o.J. (1622), das Cottbuser Wappen, der Krebs, wird unten von SC flankiert (Stadt Cottbus).
Es gibt verschiedene Varianten, dieser hier hat, wie es sich gehört, zehn Beine und die Scheren liegen exakt auf dem Ring.
Gewicht 0,41g, ich glaube Bahrfeldt 715g.

Ich wünsche noch einen schönen Abend.
Frank
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Re: Kipperpfennige aus Brandenburg

Beitragvon jot-ka » Di 12.12.17 12:50

Vor ein paar Jahren hatten wir hier im Forum
einen sehr seltenen Pfennig aus Luckau:
viewtopic.php?f=51&t=48062&p=400376&hilit=Luckau#p400358
Luckau gehörte zu der Zeit so wie Guben und Sorau nicht zu Brandenburg,
aber für den Sammler Bahrfeldts »Städtemünzen« ist so ein Stück schon interessant.
SG, jot-ka
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Re: Kipperpfennige aus Brandenburg

Beitragvon Firenze » Di 12.12.17 19:12

Hallo Franor,

auch dein Pfennig aus Cottbus ist ein hübsches Stück. Ich habe ein Stück des gleichen Typs, bei dem sich jedoch die Scheren nur erahnen lassen. (siehe Anhang)

Der von jot-ka angesprochene Luckauer Pfennig ist spannend. Vor wenigen Monaten hatte Olding ein recht ansehnliches Stück aus Luckau bei ma-shops für knapp 345 € eingestellt: https://www.ma-shops.de/olding/item.php5?id=287954 . Edit: Scheinbar wurde das Stück doch nicht verkauft und ist noch zu haben.

Ein weiteres Exemplar wurde bei der WAG Auktion 77 im September 2016 für 310€ zuzüglich Aufgeld zugeschlagen: https://www.numisbids.com/n.php?p=lot&sid=1617&lot=1095

Viele Grüße,
Firenze
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Re: Kipperpfennige aus Brandenburg

Beitragvon Firenze » Fr 09.02.18 22:09

Am vergangenen Wochenende habe ich mich auf der World Money Fair in Berlin nach Kippermünzen aus Brandenburg umgesehen, aber bin leider nicht so richtig fündig geworden. Die Berliner Münzhandlung Brom hatte ein paar Stücke aus Sorau, sowie einen Frankfurter und einen Neuruppiner, die aber allesamt nicht meinen Preisvorstellungen entsprachen.

Am Stand von Herrn Olding gab es eine ganze Reihe von Stücken, unter anderem den auf MA angebotenen Pfennig aus Luckau, sowie Stücke aus Beeskow und Frankfurt/Oder. Der Luckauer Pfennig wäre schon reizvoll, aber diese Stange Geld wollte ich im Beisein meiner Frau lieber nicht für eine einzelne Münze ausgeben. :D

In dieser Woche kam dann allerdings ein neues Stück für meine Sammlung, das ich hier ergänzend zum Stück von jot-ka zeigen möchte. Es handelt sich dabei um einen Neuruppiner Pfennig von 1621, Bahrf. St. 12. Damit habe ich nun zumindest beide Jahrgänge der Neuruppiner Stücke beisammen, wenngleich noch einige Typen fehlen.

Übrigens sind die Kataloge für die Frühjahrsauktionen von Künker online - mit dabei auch zwei Kippermünzen aus Guben und Sorau mit Ausrufpreisen von 100 € bzw. 150 €, die bei Künker aber sicherlich deutlich übertroffen werden.
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Re: Kipperpfennige aus Brandenburg

Beitragvon Firenze » Sa 10.03.18 20:24

Heute konnte ich den ersten Kipperpfennig aus Beeskow in meiner Sammlung begrüßen. Begleitet wurde er von zwei Neuruppinern. Interessant ist bei dem hier gezeigten Neuruppiner Exemplar, dass es im Vergleich zu dem Stück aus meinem vorherigen Beitrag einen Adler mit fünf Federn zeigt. Bei den Ruppiner Pfennigen sind mit nun schon einige Unterschiede bei eigentlich typgleichen Exemplaren aufgefallen.

Hat irgendwer Informationen dazu, wieviele Münzen man damals mit einem Stempel prägen konnte, bis er unbrauchbar war?

Viele Grüße
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Neuruppin_4_klein.jpg
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Re: Kipperpfennige aus Brandenburg

Beitragvon Firenze » Sa 16.06.18 11:01

In dieser Woche ist ein weiterer Kipperpfennig aus Prenzlau eingetroffen. Das Stück ist sicherlich keine Schönheit, aber trotzdem interessant. Es handelt sich um Bahrfeldt (Städte) 19. Im Vergleich zu dem anderen Prenzlauer Pfennig, den ich hier gezeigt hatte ist der Schrötling viel dünner. Trotz zweier Zainenden ein beachtlicher Unterschied: Während dieses Stück hier auf etwa 0,43 Gramm kommt, hat der Prenzlauer Pfennig auf der ersten Seite des Themas ein Gewicht von 0,69 Gramm. Die unterschiedliche Dicke beider Schrötlinge ist mit bloßem Auge erkennbar.
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Prenzlau_Pfennig_2_klein.jpg
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Re: Kipperpfennige aus Brandenburg

Beitragvon moneta argentea » Mo 02.07.18 18:17

Ich möchte mich hier auch anschließen. Mein Kollege besitzt einen Sorauer Kipperpfennig aus dem Jahr 1621, der wurde als ein Hohlpfennig geschlagen. In Bahrfeldt Werk, "Die Städtischen Kippermünzen" wurde das Stück nicht erwähnt. Kann vielleicht jemand etwas mehr über dieses Exemplar sagen ?
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Re: Kipperpfennige aus Brandenburg

Beitragvon jot-ka » Di 03.07.18 12:53

Hallo ma,
der Pfennig ist bei Bahrfeldt (Städtemünzen) gelistet und abgebildet:
Taf. IV, 167.
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Re: Kipperpfennige aus Brandenburg

Beitragvon moneta argentea » Di 03.07.18 19:22

Hallo jot-ka,
ich bedanke mich für die Antwort. Es stimmt, es handelt sich um die Stempel Variante Taf. IV, 167.
Es ist interessant, dass dieses Exemplar mit hohem Rand ausgeschlagen wurde. Weiß ich nicht, ob man die Münze als einen Hohlpfennig, oder wird sie als eine Fehlprägung eingeordnet ?
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