Goldgulden

Alles was von Europäern so geprägt wurde

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Goldgulden

Beitragvon Princes Polonie » So 16.09.18 11:59

Bitte um Biestimmung,
De-Fr Grenzgebiet?
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Re: Goldgulden

Beitragvon Comthur » So 16.09.18 15:28

Also ich würde mal auf Ungarn tippen ...

Viele Grüße !
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Re: Goldgulden

Beitragvon Princes Polonie » So 16.09.18 15:41

Moin Moin.
Auf dem Anfang dachte ich auch, aber das ist bestimmt keine Ungarische Muenze, trotzt die sieht ganz aehnlich aus. Es muss etwas westeuropeisch sein.
+ LOD . ORIGI DUX
statt
+ LODOVICI REX.
Gruess SS.
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Re: Goldgulden

Beitragvon didius » Mo 17.09.18 12:00

Ich denke schon, dass es bei Ungarn bleiben müsste.
so wie dieser hier
https://www.numisbids.com/n.php?p=lot&sid=1439&lot=949

Hungary, Ludwig I, The Great (1342-82), Goldgulden (Ducat or Florin), 3.49g, undated, +lodov-ici rex, lily, rev. s. ioha-nnes. b, John the Baptist standing (Ch.3; HCz.6991 - R2; F.3), creased and with marks on the edge, very fine, rare.

Verwirrend scheint einzig und allein das "R" statt dem "V". Aus meiner Sicht eine Fehler des Stempelschneiders. Wobei ich den Rest der Münzen ausgesprochen ansprechend finde!

Grüße didius
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Re: Goldgulden

Beitragvon klaupo » Mo 17.09.18 12:37

Im Zusammenhang mit einem Münzgewicht habe ich einen Text von John Porteous, Münzen, Ariel Verlag FFM 1969, p. 184 ff. zitiert, der auf Kopien des ungarischen Dukaten in Holland verweist. Möglicherweise handelt es sich hier um eine solche Kopie.

viewtopic.php?f=63&t=58410&p=495306&hilit=M%C3%BCnzgewicht#p495306

Gruß klaupo
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Re: Goldgulden

Beitragvon Zwerg » Mo 17.09.18 15:20

Es ist sicher nicht Ungarn

Die angegebene Umschrift + LOD . ORIGI DUX stimmt, Titel ist eindeutig DVX - nicht REX
Beizeichen ist eine Krone

Ich habe mir "einen Wolf" in den Datenbanken gesucht und nichts gefunden.
Es kommt so einiges in Frage, da die Florene ja überall nachgeprägt wurden. Ist m.E. ein spannendes Sammelthema!
Vatikan fällt aus, da als Beizeichen eine Mithra
Die frühen Österreicher aus Judenburg sind es auch nicht
Sachsen, Köln etc ebenfalls nicht.

Für Niederlande habe ich zur Zeit keine gedruckte Literatur, wäre möglich.
In Bar gibt es auch diese Typen

Spannend

Grüße
Zwerg
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Re: Goldgulden

Beitragvon Zwerg » Mo 17.09.18 17:44

Habe soeben diesen alten Faden uns unserem Forum gefunden

viewtopic.php?f=7&t=9076

Der gulden von Florenz, wurde ca: 1252 als Goldmünze mit einen Gewicht von 3.5 gr ins lebengerufen.

Dargestellt auf der Vorderseite eine Lille mit der Inschrift: FLORENTIA S.IOANNES B und auf der Rückseite der Hlg Johann Bautista.
Schnell wurde diese Münze überall bekannt und akzeptiert, es war eine sogennanter Dollar der Epoche.
Ab 1297 fingen die ersten nachprägungen oder besser gesagt Nachmachungen anderer Münzherren.

Hohenlingen 1297-1348
Böhmen 1309-1651
Brabant 1312-1355
Hlg Deutscher Reich 1314-1378
Burgund 1315-1361
Arles 1317-159
Aquitanien 1317-1362
Deaufné 1319-1364
Flandern 1322-1346
Schweidnitz 1326-1368
Looz 1336-1363
Hainaut 1337-1357
Österreich 1340-1396
Orange 1340-1398
Cambrai 1342-1349
Heide 1342-1373
Eppstein 1342-1391
Provence 1343-1382
Bearnais 1343-1472
Liege 1345-1364
Valence 1345-1374
Montelimar 1346-1360
Lothringen 1346-1389
Cleves 1347-1368
Lignitz-Brieg 1348-1364
Navarra 1349-1387
San Paolo tre castelli 1349-1367
Köln 1349-1368
Toulouse 1350-1364
Montpellier 1350-1364
Mainz 1350-1371
Bamberg 1353-1363
Luxemburg 1353-1383
Plotzk 1353-1383
Nasau 1353-1390
Palatinat 1353-1390
Fauquemont 1354-1388
Trier 1354-1388
Bar 1355-1411
Hornes 1358-1390
Essen 1374-1413
Lübeck 1375
Aragon (barcelona-Valencia-Mallroca-Perpignan) 1344-1480
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Re: Goldgulden

Beitragvon TorWil » Mo 17.09.18 19:19

Hallo,

Vielleicht Liegnitz-Brieg.

Es gibt Goldgulden von Wenzel v. Liegnitz 1348-64.
http://herbison.com/someoldcoins.org/saur/g/r026.htm

Eventuell hat sein Bruder Ludwig I. v Liegnitz 1342-1345 ebenfalls Goldgulden ausgebracht.

Gruß

TorWil
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Re: Goldgulden

Beitragvon jot-ka » Mo 17.09.18 19:40

Hallo Freunde,
beim Betrachten dieser hübschen Münze fällt auf,
daß 2 verschiedene Punzensätze/-Stile verwendet wurden.
Homogen ist nur die 1. H. der Lilienseite: +LO D'OR
Die 2. H. ist echt schwierig: IGIDDX (???)
'D' und 'U' sind nicht unterscheidbar und stammen von anderen Punzen,
als das 'D' der 1. Us.-Hälfte; das 'X' sieht aus wie eine Blume
und könnte auch ein Münzzeichen sein.
Als Buchstabe passt es zu keinem der beiden Punzenstile
(siehe das '+' der 1. Us.-H.).
Geklärt werden müßte, ob Zeichen Nr. 2+3 der 2. H. nicht zusammengehören:
IMDD[Blume] - oder so.
Am einfachsten wäre die Auflösung mit der Münze in der Hand.
Vieleicht sieht unser Freund und Fachmann aus (NL) diesen Faden;
er hat schon viele Härtefälle geklärt.
Schöne Grüße an Alle, die hier geschrieben haben, jot-ka
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Re: Goldgulden

Beitragvon Zwerg » Mo 17.09.18 21:52

Ich habe ihn möglicherweise

Lorraine, Jean I., Friedb.1

Lorraine.jpg


Lorraine1.jpg
Lorraine1.jpg (12.1 KiB) 152-mal betrachtet


Das Foto ist schlecht, aber der Name beginnt mit LOD und die 2. Hälfte sieht auch gut aus
Ein Foto im Internet habe nicht gefunden.

Hier ist eins, Grün 71, 1813

Lorraine2.jpg


Wenns stimmt und zum Verkauf kommt - hätte ich gerne einen Obolus :D

Die Münze ist sehr gut erhalten, und sollte die Bestimmung korrekt sein, äußerst selten

Grüße
Zwerg
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Re: Goldgulden

Beitragvon Princes Polonie » Mi 19.09.18 18:53

Hallo Muenzfreunde.
Wenzel oder der andere schlesiesche Herzog ist das bestimmt nicht. Aufs Wenzel GG ist Zeichen Adler statt Krone. Aber Lothringen konnte schon sein.
Schoene Gruesse aus noch sonnige Polen.
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