Ein paar Fragen an euch Sammler

KMS, Gedenkmünzen, Diskussionen über die div. Prägestätten

Moderator: Sebastian D.

JungeKollegin
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Ein paar Fragen an euch Sammler

Beitrag von JungeKollegin » Fr 10.12.21 09:41

- Warum interessiert euch Prägejahr und Prägestätte?
- Warum reicht es euch nicht, von jedem Motiv eine Münze zu haben?
- Ab wann gilt man als Sammler?
- Wofür gibt es diese Kursmünzensätze?
- Warum können so viele Fehlprägung und Beschädigung nicht unterscheiden?
- Was reizt euch am Sammeln?
- Was ist dieses "Münzrollendurchsuchen"? Ist das so ähnlich, wie das Durchsuchen von Portemonnaies, Sparschweinen, Kassen und Co und brauchbare Münzen in Nominalwert umtauschen?
- Findet ihr diese Token, Medaillen, Proben... im Umlauf und wenn ja, wie kommen sie dahin?
- Wie entstehen die ganzen Fehlprägungen?
- Lichtenrader Prägung: Ich habe gehört, so etwas entsteht, wenn die Stempel ohne Münze aufeinanderprallen. Aber wie kommen die Teile des Motives des einen Stempels auf den anderen?
- Stempelkopplung und Rondenverwechslung: Müsste das Symbol nicht eigentlich nicht ganz bzw. zu klein zu sehen sein, weil die Größe doch nicht stimmt?
Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine,
JungeKollegin

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Re: Ein paar Fragen an euch Sammler

Beitrag von KarlAntonMartini » Fr 10.12.21 09:57

Viele Fragen, zu etlichen würdest Du über die Suchfunktion etwas finden. - Ich gehe mal auf die Frage zu Token, Medaillen etc. ein: Nein, im heutigen Geldumlauf gibt es keine Token, jedenfalls nicht in Europa. Token sind privat hergestellte geldähnliche Marken, die anstelle nicht vorhandenen staatlichen Geldes wie Geld umlaufen. Also eher etwas aus Not- oder Kriegszeiten. In D. zuletzt die Notmünzen so etwa nach 1920. Heute im Münzhandel, auf Flohmärkten oder in Auktionen zu finden. Für Medaillen und Proben gilt, daß sie nie für den Geldumlauf bestimmt waren, die Bezugsquellen sind deshalb die gleichen wie bei Token. Grüße, KarlAntonMartini
Tokens forever!

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Re: Ein paar Fragen an euch Sammler

Beitrag von Erdnussbier » Fr 10.12.21 10:18

JungeKollegin hat geschrieben:
Fr 10.12.21 09:41
- Warum interessiert euch Prägejahr und Prägestätte?
- Warum reicht es euch nicht, von jedem Motiv eine Münze zu haben?
Weil so mancher daran interessiert ist jede Variante in der eignenen Sammlung zu haben.
Man kann auch nach noch mehr als Buchstaben und Jahre sammeln (Stempelvarianten etc.) aber das ist dann wirklich Spezialgebiet.

Im Endeffekt gilt aber: Man sollte das Sammeln was einem Spaß macht.

Grüße Erdnussbier
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Re: Ein paar Fragen an euch Sammler

Beitrag von Numis-Student » Fr 10.12.21 14:26

JungeKollegin hat geschrieben:
Fr 10.12.21 09:41
1- Warum interessiert euch Prägejahr und Prägestätte?
2- Warum reicht es euch nicht, von jedem Motiv eine Münze zu haben?
3- Ab wann gilt man als Sammler?
4- Wofür gibt es diese Kursmünzensätze?
5- Warum können so viele Fehlprägung und Beschädigung nicht unterscheiden?
6- Was reizt euch am Sammeln?
7- Was ist dieses "Münzrollendurchsuchen"? Ist das so ähnlich, wie das Durchsuchen von Portemonnaies, Sparschweinen, Kassen und Co und brauchbare Münzen in Nominalwert umtauschen?
8- Findet ihr diese Token, Medaillen, Proben... im Umlauf und wenn ja, wie kommen sie dahin?
9- Wie entstehen die ganzen Fehlprägungen?
10- Lichtenrader Prägung: Ich habe gehört, so etwas entsteht, wenn die Stempel ohne Münze aufeinanderprallen. Aber wie kommen die Teile des Motives des einen Stempels auf den anderen?
11- Stempelkopplung und Rondenverwechslung: Müsste das Symbol nicht eigentlich nicht ganz bzw. zu klein zu sehen sein, weil die Größe doch nicht stimmt?
1.) Wenn es verschiedene Jahre (und evtl. Münzstätten) gibt, will man alle haben. Nennt sich wahlweise "systematisches Sammeln" oder "Vollständigkeitswahn" ;-)
2.) Kann man auch machen, dann ist man Typensammler, gibt es bei den Weltmünzen genauso. Was behält man ? Den ältesten ?/ Den schönsten ?/ Den seltensten ? (Oder alle 3 ? Dann ist man auf dem besten Weg zu Punkt 1 ;-) )
3.) Ab dem Zeitpunkt, wo man eine Sammlung hat ;-) Also einen irgendwie geordneten Haufen Münzen, den man nicht wieder ausgibt.
4.) Einerseits sind die Münzen darin besonders gut erhalten, andererseits gibt es manche Jahrgänge nur im Kursmünzsatz, drittens verdient der Staat sehr gut daran.
5.) Weil sie nicht das Interesse aufbringen, sich intensiv damit zu beschäftigen, sondern nur den schnellen Reichtum erhoffen.
7.) Bei Banken bekommt man Kleingeld in der Regel nur in Rollen; damit kann man in kurzer Zeit besonders viel Kleingeld durchsuchen. 2x Achtung: einerseits kosten die Rollen inzwischen oft Gebühren. Bei mir 50 Cent pro Rolle, bei einer Rolle 2€ fällt das kaum ins Gewicht, 50,50€ statt 50€, die Rolle 1-Cent-Münzen kostet dann aber 1€, oder jeder Cent 2 Cent !! Und: man muss den ganzen durchsuchten Kram, den man nicht braucht, wieder loswerden, Banken verlangen da teilweise wieder Gebühren. Und beim Rollendurchsuchen kommt man schnell auf hunderter- bis tausender-Zahlen, die gibt man auch nicht mehr so schnell beim Einkaufen aus...

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Re: Ein paar Fragen an euch Sammler

Beitrag von JungeKollegin » Fr 10.12.21 15:00

Numis-Student hat geschrieben:
Fr 10.12.21 14:26
JungeKollegin hat geschrieben:
Fr 10.12.21 09:41
1- Warum interessiert euch Prägejahr und Prägestätte?
2- Warum reicht es euch nicht, von jedem Motiv eine Münze zu haben?
3- Ab wann gilt man als Sammler?
4- Wofür gibt es diese Kursmünzensätze?
5- Warum können so viele Fehlprägung und Beschädigung nicht unterscheiden?
6- Was reizt euch am Sammeln?
7- Was ist dieses "Münzrollendurchsuchen"? Ist das so ähnlich, wie das Durchsuchen von Portemonnaies, Sparschweinen, Kassen und Co und brauchbare Münzen in Nominalwert umtauschen?
8- Findet ihr diese Token, Medaillen, Proben... im Umlauf und wenn ja, wie kommen sie dahin?
9- Wie entstehen die ganzen Fehlprägungen?
10- Lichtenrader Prägung: Ich habe gehört, so etwas entsteht, wenn die Stempel ohne Münze aufeinanderprallen. Aber wie kommen die Teile des Motives des einen Stempels auf den anderen?
11- Stempelkopplung und Rondenverwechslung: Müsste das Symbol nicht eigentlich nicht ganz bzw. zu klein zu sehen sein, weil die Größe doch nicht stimmt?
1.) Wenn es verschiedene Jahre (und evtl. Münzstätten) gibt, will man alle haben. Nennt sich wahlweise "systematisches Sammeln" oder "Vollständigkeitswahn" ;-)
2.) Kann man auch machen, dann ist man Typensammler, gibt es bei den Weltmünzen genauso. Was behält man ? Den ältesten ?/ Den schönsten ?/ Den seltensten ? (Oder alle 3 ? Dann ist man auf dem besten Weg zu Punkt 1 ;-) )
3.) Ab dem Zeitpunkt, wo man eine Sammlung hat ;-) Also einen irgendwie geordneten Haufen Münzen, den man nicht wieder ausgibt.
4.) Einerseits sind die Münzen darin besonders gut erhalten, andererseits gibt es manche Jahrgänge nur im Kursmünzsatz, drittens verdient der Staat sehr gut daran.
5.) Weil sie nicht das Interesse aufbringen, sich intensiv damit zu beschäftigen, sondern nur den schnellen Reichtum erhoffen.
7.) Bei Banken bekommt man Kleingeld in der Regel nur in Rollen; damit kann man in kurzer Zeit besonders viel Kleingeld durchsuchen. 2x Achtung: einerseits kosten die Rollen inzwischen oft Gebühren. Bei mir 50 Cent pro Rolle, bei einer Rolle 2€ fällt das kaum ins Gewicht, 50,50€ statt 50€, die Rolle 1-Cent-Münzen kostet dann aber 1€, oder jeder Cent 2 Cent !! Und: man muss den ganzen durchsuchten Kram, den man nicht braucht, wieder loswerden, Banken verlangen da teilweise wieder Gebühren. Und beim Rollendurchsuchen kommt man schnell auf hunderter- bis tausender-Zahlen, die gibt man auch nicht mehr so schnell beim Einkaufen aus...
Meine Frage wäre da jetzt: kann man der Bank die nicht gebrauchten Münzen zusammen mit eigenen als Ersatz zurückgeben?

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Re: Ein paar Fragen an euch Sammler

Beitrag von Numis-Student » Fr 10.12.21 15:46

Theoretisch ja, aber einzahlen am Automaten ist teils mit Gebühr verbunden. Handgefertigte Rollen werden nicht mehr akzeptiert, da alles durch Prüf- und Rolliermaschinen laufen muss.

Insgesamt ist es so, dass sich die Banken heutzutage nicht mehr so gern mit Bargeld und Kunden beschäftigen, wie es vor 20-25 Jahren noch war...

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Re: Ein paar Fragen an euch Sammler

Beitrag von JungeKollegin » Fr 10.12.21 15:50

Numis-Student hat geschrieben:
Fr 10.12.21 15:46
Theoretisch ja, aber einzahlen am Automaten ist teils mit Gebühr verbunden. Handgefertigte Rollen werden nicht mehr akzeptiert, da alles durch Prüf- und Rolliermaschinen laufen muss.

Insgesamt ist es so, dass sich die Banken heutzutage nicht mehr so gern mit Bargeld und Kunden beschäftigen, wie es vor 20-25 Jahren noch war...
In meinen "Projekten" (Portemonnaie Mutter, einige Münzen von meiner Klasse, Sparschweine Mutter, einige Münzen meines Lehrers und einer Integrationshelferin eines Schülers meiner Klasse, Geld einer Freundin meiner Mutter...) mache ich das nämlich immer so: Was ich toll finde, nehme ich mir und derjenige bekommt deutsche oder doppelte Symbole zurück!

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Re: Ein paar Fragen an euch Sammler

Beitrag von Numis-Student » Fr 10.12.21 17:48

ja, im privaten Bereich ist das ohne Probleme möglich, da ja diese Privatpersonen auch nur relativ wenig Münzen haben, und diese lose aufbewahrt werden, bzw. in der Geldbörse landen und ausgegeben werden.

Wenn man mal 20 Rollen durchsucht, hat man bis zu 1000 lose Münzen, und 1000 2- oder 5-Cent-Stücke lassen sich in dieser Form weder sinnvoll ausgeben, noch nimmt die gern jemand an. Also ist da die einzige Möglichkeit, diese in die Zählmaschine zu schütten und den Betrag aufs Konto einzuzahlen. Nur, wenn dieser Weg wieder mit Gebühren verbunden ist, ist das ziemlich :evil:

Das schlimmste Beispiel wären 1-Cent-Rollen: 20 Rollen enthalten 1000 Münzen, also 10€. Mit den Gebühren für die Rollen kosten diese Münzen schon 20€. Und wenn das Einzahlen noch einmal 3€ kostet, hat man 20€ bezahlt, bekommt 7€ zurück :mad: Da müssten dann schon ein paar sehr spannende Sachen drin sein, dass sich so etwas lohnen würde.

Und aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen: in 20 Rollen sind dann 4 oder 5 Jahrgänge drin, die noch fehlen, aber auch nur spanische, italienische, französische, belgische und sowas.

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Re: Ein paar Fragen an euch Sammler

Beitrag von JungeKollegin » Mo 27.12.21 09:44

Ich hätte da noch eine Frage: Woher kommen die deutschen Münzzeichen? Die Anfangsbuchstaben der Prägestätten sind das zumindest nicht!

Perinawa
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Re: Ein paar Fragen an euch Sammler

Beitrag von Perinawa » Mo 27.12.21 11:28

Nach der Deutschen Reichsgründung 1871 ging das Münzrecht von den einzelnen deutschen Staaten an das Reich über. Per Beschluss des Bundesrats vom 7. Dezember 1871 wurden Großbuchstaben des Alphabets als Münzzeichen (Münzbuchstaben) verwendet – und zwar in der Reihenfolge, wie die Bundesstaaten in Artikel 6 der Reichsverfassung rangmäßig aufgezählt waren.

https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnz ... 4geanstalt

(Quelle: Wikipedia)
Unanfechtbare Wahrheiten gibt es überhaupt nicht, und wenn es welche gibt, so sind sie langweilig

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