Eine Münze mit interessantem historischen Hintergrund: 1826 formierte die EIC aus den neuerworbenen Gebieten Penang, Malacca und Singapur eine neue Presidency mit Sitz zunächst in Penang und ab 1836 in Singapur. Diese stand gleichberechtigt mit Bengalen, Bombay und Madras unter der Zentralverwaltung in Delhi. Das Experiment endete schon 1845 und die Gebiete wurden Madras unterstellt. Als neue Währung an Stelle des spanischen Dollars wurde die Calcutta sicca rupee eingeführt, die 1835 durch die EIC-rupee ersetzt wurde. Allerdings konnte sich diese Währung in der Praxis nicht durchsetzen, ein Versuch auch indisches Kleingeld einzuführen, scheiterte. Ohne daß sich an der Rupie als offizieller Währung etwas änderte, wurde 1845 beschlossen, Kupfermünzen zu 1, 1/2 und 1/4 Cent als Teilstücke des Dollar einzuführen. Diese wurden 1847 offiziell eingeführt. Geprägt wurden die Münzen in Calcutta und zuletzt in Madras. Die Jahreszahl 1845 bezieht sich auf das Münzgesetz, sie wurde als "eingefrorene" Jahreszahl bis 1858 benutzt. Vom Halben Cent wurden in diesem Zeitraum 18.737.498 Stück geprägt. Trotzdem sind diese Stücke selten, sie waren gut hundert Jahre im Umlauf und sind schon in "sehr schön" kaum zu finden. Pridmore (1965) 3. Sollte am unteren Rand des Porträts noch ein WW im Relief erkennbar sein (William Wyon, der Stempelschneider), wäre es Pridmore (1965) 4. Grüße KarlAntonMartini
"Die Münzen des britischen Empire"
- KarlAntonMartini
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Re: "Die Münzen des britischen Empire"
- Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor KarlAntonMartini für den Beitrag (Insgesamt 2):
- Chippi (So 01.03.26 13:49) • Atalaya (So 01.03.26 15:59)
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Chippi
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Re: "Die Münzen des britischen Empire"
Danke für die geschichtliche Erklärung! Es ist noch ein W im Relief erkennbar und damit Pridmore 4.
Gruß Chippi
Gruß Chippi
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)
Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.
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