Schaukasten Weltmünzen

Europa (ohne Euros) und Afrika - ab etwa 1500.
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Atalaya
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Re: Schaukasten Weltmünzen

Beitrag von Atalaya » Mi 21.04.21 10:35

Tja, und da war sie dahin, die schöne Welt von Gestern. Was mich wundert, Wien war doch eins der großen Zentren für Kunst, Handwerk und Kultur, warum gibt es bei den Münzen dort so einen starken Bruch? Sicher, die Mittel standen nicht mehr zur Verfügung, aber die Menschen waren doch noch dieselben, warum also bricht die Münzgestaltung auch qualitätsmäßig teilweise so ein?
1925AVAU.jpg
Wie kommt man bitte auf die Idee, ein wuchtiges klassizistisches Gebäude derart detailreich auf einer kleinen Münze unterzubringen? Diese Art der Darstellung eignet sich vielleicht für einen stattlichen Geschichtsdoppeltaler. Mit reduzierteren, sachlicheren Details hätte das in dem kleinen Format vielleicht viel besser gewirkt. Und dann das Trachtenmädchen, ein Motiv, das auf einer Goldmünze (Vreneli) funktioniert, funktioniert nicht unbedingt in Kupfer-Nickel. Wenig später hat dann Lettland gezeigt, wie es doch geht. Solche einfachen, elementaren Gestaltungsüberlegungen waren doch weiterhin bekannt.

TorWil hat geschrieben:
Di 20.04.21 17:42
und einen Schilling beisteuern.

Mynter hat geschrieben:
Di 20.04.21 21:20
Meine Lieblingsmünze unter den Vorkriegsöstereichern ist das Fünfschillingstück.
Es brauchte seine Zeit, bis man auf den Münzen wieder eindeutige Habsburger-Symbolik prominent abbildete. Anders hingegen in Tschechien. Dort gab es offenbar kein Problem, sich einfach den böhmischen Löwen wieder anzueignen (und auch durch verschiedene politische Systeme hindurch unbekümmert beizubehalten). Hier auf den kleinen Nominalen dann mit einer Wertseite kombiniert - wie oben schon gesagt - die eine wirklich kreative und intelligente Bildlösung darstellt. Überhaupt hatten sie sich in Tschechien in dieser Zeit des Umbruchs einige zeitlose Münzen entworfen, deren Motive lange - natürlich mit Anpassungen - weiter verwendet wurden.
Und Kolumbien? Na, das ist doch auch so ein Fall, wo das schöne Symbol des Granatapfels ein alter Bestandteil des spanischen Wappens war (Granada) und das man nach der Unabhängigkeit unbekümmert einfach weiter verwendete. :)
"...und noch heute ist es in Neapel höchst ergötzlich, die Münzen mit dem Kopfe Murats friedlich neben denen mit dem Kopfe Ferdinands im Gebrauch zu sehen."
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Re: Schaukasten Weltmünzen

Beitrag von Firenze » Mi 21.04.21 12:20

Beim Lesen diverser Wikipedia-Artikel über Albanien (ich weiß nicht mal mehr, wie ich darauf jetzt gekommen bin) musste ich an einige Münzen denken, die ich vor wenigen Jahren in Italien erwarb. Dabei handelt es sich um Stücke, die nach der italienischen Besatzung ab 1939 für Albanien geprägt wurden. Daher prangt auf dem Avers auch das Konterfei des italienischen Königs Victor Emmanuel III. oder Vittorio Emanuele III.

Das 0,10 Lek Stück gab es auf einem Flohmarkt, die 5 Lek bei einem Münzhändler im wunderschönen Florenz. Aus irgendwelchen Gründen gefällt mir die Gestaltung dieser Stücke sehr. Die Typographie des Wortes "Lek" beim kleineren Stück erinnert mich fast an Art Deco. Nachdem ich mir nun auch noch die Prägungen Albaniens aus den 1920er Jahren angesehen habe, befürchte ich, dass sich da ein neues Nebensammelgebiet aufgetan hat...

Edit: Weiß irgendwer eventuell auf Anhieb, was das Standardwerk der neuzeitlichen italienischen Numismatik (ab Nationalstaatsgründung) ist, gern auch in italienisch?
DSC08414.JPG
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Re: Schaukasten Weltmünzen

Beitrag von Mynter » Mi 21.04.21 12:33

Atalaya hat geschrieben:
Mi 21.04.21 10:35
Tja, und da war sie dahin, die schöne Welt von Gestern. Was mich wundert, Wien war doch eins der großen Zentren für Kunst, Handwerk und Kultur, warum gibt es bei den Münzen dort so einen starken Bruch? Sicher, die Mittel standen nicht mehr zur Verfügung, aber die Menschen waren doch noch dieselben, warum also bricht die Münzgestaltung auch qualitätsmäßig teilweise so ein?
1925AVAU.jpg
Wie kommt man bitte auf die Idee, ein wuchtiges klassizistisches Gebäude derart detailreich auf einer kleinen Münze unterzubringen? Diese Art der Darstellung eignet sich vielleicht für einen stattlichen Geschichtsdoppeltaler. Mit reduzierteren, sachlicheren Details hätte das in dem kleinen Format vielleicht viel besser gewirkt. Und dann das Trachtenmädchen, ein Motiv, das auf einer Goldmünze (Vreneli) funktioniert, funktioniert nicht unbedingt in Kupfer-Nickel. Wenig später hat dann Lettland gezeigt, wie es doch geht. Solche einfachen, elementaren Gestaltungsüberlegungen waren doch weiterhin bekannt.

TorWil hat geschrieben:
Di 20.04.21 17:42
und einen Schilling beisteuern.

Mynter hat geschrieben:
Di 20.04.21 21:20
Meine Lieblingsmünze unter den Vorkriegsöstereichern ist das Fünfschillingstück.
Es brauchte seine Zeit, bis man auf den Münzen wieder eindeutige Habsburger-Symbolik prominent abbildete. Anders hingegen in Tschechien. Dort gab es offenbar kein Problem, sich einfach den böhmischen Löwen wieder anzueignen (und auch durch verschiedene politische Systeme hindurch unbekümmert beizubehalten). Hier auf den kleinen Nominalen dann mit einer Wertseite kombiniert - wie oben schon gesagt - die eine wirklich kreative und intelligente Bildlösung darstellt. Überhaupt hatten sie sich in Tschechien in dieser Zeit des Umbruchs einige zeitlose Münzen entworfen, deren Motive lange - natürlich mit Anpassungen - weiter verwendet wurden.
Und Kolumbien? Na, das ist doch auch so ein Fall, wo das schöne Symbol des Granatapfels ein alter Bestandteil des spanischen Wappens war (Granada) und das man nach der Unabhängigkeit unbekümmert einfach weiter verwendete. :)
Vielen Dank für den Link zur " Welt von Gestern " , einem der schönsten Bücher Zweigs. Die Transformation der Erbländer in eigenständige Staaten muss sehr rasch vonstatten gegangen sein. Liesst man http://www.lernet-holenia.com/de/die-standarte.html , gewinnt man den Eindruck, als sei die Monarchie förmlich wie Sand durch die Hände zerronnen.
Zuletzt geändert von Mynter am Mi 21.04.21 12:34, insgesamt 2-mal geändert.
Grüsse, Mynter

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Re: Schaukasten Weltmünzen

Beitrag von Zwerg » Mi 21.04.21 12:34

was das Standardwerk der neuzeitlichen italienischen Numismatik (ab Nationalstaatsgründung) ist
Den Montenegro kann ich nur empfehlen.
Der behandelet auch Albanien!

https://numisleo.it/products/nl-catalog ... iane-nuovo

Grüße
Klaus
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Re: Schaukasten Weltmünzen

Beitrag von Atalaya » Mi 21.04.21 12:59

Firenze hat geschrieben:
Mi 21.04.21 12:20
Die Typographie des Wortes "Lek" beim kleineren Stück erinnert mich fast an Art Deco.
Der italienische Faschismus hatte doch wenig Berührungsängste gegenüber aktuellen Strömungen in der Kunst und die italienische Handschrift bei der Münzgestaltung war doch allgemein immer von höchster Qualität, was bei dem großen Erbe auch kein Wunder ist.

... und von Albanien ist es nicht weit nach Jugoslawien, für das Percy Metcalfe auch mal tätig war. :)
1931AVYu.jpg
1931RVYu.jpg
Jugoslawien, Königreich, Alexander I, 10 Dinara, 7 g, 24 mm, KM 10.
Zuletzt geändert von Atalaya am Mi 21.04.21 13:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schaukasten Weltmünzen

Beitrag von Atalaya » Mi 21.04.21 13:16

Mynter hat geschrieben:
Mi 21.04.21 12:33
einem der schönsten Bücher Zweigs
Das finde ich auch. Ich kann es nur jedem empfehlen. Aber auch seine anderen Bücher sind ja sehr lesenswert und für uns Nachgeborene mittlerweile frei zugänglich. Wie wäre es denn mit seinen Sternstunden?
1904AVPan.jpg
1904RVPan.jpg
Panama, Republik, 2,5 Centésimos, 1904, 1,25 g, 10 mm, 'Panama Pill', KM 1.
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Re: Schaukasten Weltmünzen

Beitrag von Mynter » Do 22.04.21 10:16

Atalaya hat geschrieben:
Mi 21.04.21 13:16
Mynter hat geschrieben:
Mi 21.04.21 12:33
einem der schönsten Bücher Zweigs
Das finde ich auch. Ich kann es nur jedem empfehlen. Aber auch seine anderen Bücher sind ja sehr lesenswert und für uns Nachgeborene mittlerweile frei zugänglich. Wie wäre es denn mit seinen Sternstunden?

1904AVPan.jpg
1904RVPan.jpg
Panama, Republik, 2,5 Centésimos, 1904, 1,25 g, 10 mm, 'Panama Pill', KM 1.
Sternstunden it is.

Der Kampf um den Südpol.
Kapitän Scott, 90. Breitengrad
16. Januar 1912

Der Wettlauf zum Südpol ist eine der grossen norwegischen Heldensagas , eine menschliche Tragödie und ein Lehrstück darüber, dass Imperien an ihrer Arroganz scheitern können.

Das Stück über Scott und Amundsen gehörte zu den ursprünglichen fünf Schilderungen der Erstausgabe.

Englische und norwegische Münzen aus dem Jahr 1912 habe ich leider nicht, doch addiert man 16 und 8 und teilt die Summe durch zwei, erhält man 12.
011.JPG
012.JPG
2 Kr N 1908 Av - Kopi.JPG
2 Kr N 1908 Av - Kopi.JPG (30.7 KiB) 417 mal betrachtet
2 Kr N 1908 Re - Kopi.JPG
2 Kr N 1908 Re - Kopi.JPG (33.37 KiB) 417 mal betrachtet
Grüsse, Mynter

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Re: Schaukasten Weltmünzen

Beitrag von Atalaya » Do 22.04.21 15:11

:D
Mynter hat geschrieben:
Do 22.04.21 10:16
Sternstunden it is.

Der Kampf um den Südpol.
Kapitän Scott, 90. Breitengrad
16. Januar 1912
...
Das Stück über Scott und Amundsen gehörte zu den ursprünglichen fünf Schilderungen der Erstausgabe.
Das könnte man doch ein bisschen systematisieren:
Bekommen wir passende Münzen zu allen Anlässen zusammen? :)
Zuletzt geändert von Atalaya am Mo 26.04.21 12:48, insgesamt 16-mal geändert.
"...und noch heute ist es in Neapel höchst ergötzlich, die Münzen mit dem Kopfe Murats friedlich neben denen mit dem Kopfe Ferdinands im Gebrauch zu sehen."
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Re: Schaukasten Weltmünzen

Beitrag von ischbierra » Do 22.04.21 15:43

Zu den Anlässen sicherlich nicht, aber zu den entsprechenden Jahren. Wir sollten chronologisch vorgehen. Wer beginnt mit der Republik im Jahr 43 v. Chr.?

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Re: Schaukasten Weltmünzen

Beitrag von Mynter » Fr 23.04.21 16:15

Die Vorstellung der Sternstunden muss ja nicht unbedingt chronologisch erfolgen. Ich mache mal mit Genossen Lenin weiter : https://de.wikipedia.org/wiki/Sternstun ... egelte_Zug

Von der Schweiz aus gelangte Lenin über Schweden und Finnland nach Russland. Die letzte Etappe seiner Reise soll er angeblich als Heizer verkleidet von Helsinki im damals noch formell russisch kontrollierten Grossfürstentum Finnland auf dem Tender einer Lokomotive zurückgelegt haben. Die Lokomotive ist heute noch im Finnischen Bahnhof in St. Petersburg zu sehen.

Bezahlt wurde Lenins Staatsstreichabenteuer von der deutschen Regierung. Man kann sagen, dass der Kommunismus mit deutsche Gold errichtet wurde, vielleicht mit Münzen der 1915 als letzten Jahrgang in Berlin geprägten Zwanzigmarkstücken, den einzigen deutschen Goldmünzen ( abgesehen von den 15- Rupien Stücken ), die nach der Aufhebeung der Goldeinlösepflicht noch geprägt wurden.
J 253 1915 A Av (2) – Kopi.JPG
J 253 1915 A Re (2).JPG
Grüsse, Mynter

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Re: Schaukasten Weltmünzen

Beitrag von Atalaya » Fr 23.04.21 17:33

Solche hatte Goethes Diener bestimmt in der Tasche auf der Rückreise nach Weimar. :)
DSC_0926_1_1.jpg
DSC_0925_1_1.jpg
Sachsen-Weimar-Eisenach, Karl August, 2 Pfennig, 1821, Koppe 616.

PS Ich aktualisiere dann oben die Liste. Also bis jetzt 2 Sternchen für Mynter und mich ;)
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Re: Schaukasten Weltmünzen

Beitrag von ischbierra » Sa 24.04.21 17:34

Auf Seiten Wellingtons haben in der Schlacht von Waterloo auch braunschweigische Verbände teilgenommen. Hier ein 2-Pfennig-Stück aus diesem Jahr:
Dateianhänge
1806-1815 Friedrich Wilhelm, 2 Pfennig 1815, KM 1056 (1).JPG
1806-1815 Friedrich Wilhelm, 2 Pfennig 1815, KM 1056 (2).JPG

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Re: Schaukasten Weltmünzen

Beitrag von ischbierra » Sa 24.04.21 19:14

Das erste Trasatlantikkabel wurde 1858 von England nach den USA verlegt. Vielleicht haben die Arbeiter auf dem Schiff nach ihrer Ankunft sich mit diesem 1/4 Dollar von 1857 im Hafen eine Mahlzeit gekauft.
Dateianhänge
1857, Quarter (1).JPG
1857, Quarter (2).JPG

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Re: Schaukasten Weltmünzen

Beitrag von Atalaya » Sa 24.04.21 19:27

Toll, jetzt sind wir schon bei 6/14 :). Da geht doch noch was.
Die einzige römische Münze, die ich habe, ist leider mehr als 100 Jahre älter :?
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Re: Schaukasten Weltmünzen

Beitrag von ischbierra » Sa 24.04.21 23:08

Zur Marseillaise würde eine französische Münze gehören aus dem Jahr 1792 - habe ich aber nicht. Deshalb schlage ich mal einen Bogen. Wenn sich doch noch eine Münze der Zeit findet, kann die ja dazukommen. Die Marseillaise wurde zu Ehren des Marschalls von Frankreich, Nikolaus Graf Luckner, gedichtet. Luckner wurde 1722 als Sohn eines Gastwirts in Cham geboren, das damals zu Bayern gehörte. Ich zeige deshalb eine Münze aus Bayern von 1723. Nach hohen Ehren - er wurde Generalissimus - kam der tiefe Fall. Am 4.1.1794 wurde er auf dem Schafott hingerichtet. Sein Urenkel ist der bekannte Felix Graf Luckner, Kreuzerkommandat der Seeteufel im 1.WK und Schriftsteller. In den 20 er Jahren zog er mit großem Erfolg lesereisend durch die USA. Dies soll ihm geholfen haben, die US-Truppen, die Halle/S. belagerten, seine Heimatstadt, zu überzeugen, sich auf die Kapitulation der Stadt einzulassen. Geboren wurde Felix Luckner allerdings in Dresden.
Dateianhänge
1679-1726 Maximilian II. Pfennig 1723 München, KM 381 (1).JPG
1679-1726 Maximilian II. Pfennig 1723 München, KM 381 (2).JPG

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