Hallo Forumfreunde,
B 12 hat ja die Reinigung von Münzen und darin den lästigen grünen Belag umfassend beschrieben. Ich habe damit einige leidige Erfahrung, nachdem ich einen Teil meiner Sammlung vor ca. 15 Jahren fehlerhaft in ungeeigneten Hüllen (Diahüllen) eingelagert habe.
Der grüne "Schlaaz" ist Kupferchlorid mit Kristallwasser (CuCl2 · 2 H2O), das durch die freigesetzten Weichmacher entsteht und in einer "Fettschicht" (Kohlenwasserstoffe aus dem Kunststoff?) gebunden ist. Diese Schicht lässt sich nach meiner Erfahrung ziemlich leicht und schnell durch Waschbenzin (Apotheke, Drogerie) lösen und entfernen. Am besten in einem zweiten Bad mit sauberem Benzin nachspülen. Das Benzin löst nur das Fett und lässt die sonstige (anorganische) Patina unberührt. Die Münzen werden nicht angegriffen.
Wenn das Kupferchlorid das Wasser verliert (Anhydrat - CuCl2 ohne H2O), wird es ziemlich unlöslich. Löslich ist CuCl2 aber in Ammoniakwasser, das ist Salmiakgeist. Salmiakgeist wird außerdem in der Industrie zum Entfetten von Metallen eingesetzt. Wie wahrscheinlich ein solches Trocknen in einer Münzsammlung ist, weiß ich nicht. CuCl2 ist ziemlich hygroskopisch (zieht Wasser an sich).
Meine Frage: Gibt es Erfahrungen mit der Behandlung mit - schwachem - Salmiakgeist? Ich habe das noch nicht probiert, will das aber an einem einfachen Stück gerne versuchen, falls jetzt nicht ein Entrüstungssturm auf mich hereinbricht.
Nur eine Anmerkung: Ich werde meine Münzen nie mit Säure (egal welche) behandeln. Alle Säuren greifen Metalle an. Ammoniak dagegen ist basisch, also das Gegenteil einer Säure.
Viele Grüße
MS
Der grüne Belag ... (Stickies Reinigungsmethoden...)
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Re: Der grüne Belag ... (Stickies Reinigungsmethoden...)
Hallo,
Du schreibst so, dass chemisches Wissen vorhanden zu sein scheint
Also, probiere Ammoniak an einigen Versuchsstücken gerne aus, Du wirst merken, es hilft
Schöne Grüße
MR
Du schreibst so, dass chemisches Wissen vorhanden zu sein scheint
Also, probiere Ammoniak an einigen Versuchsstücken gerne aus, Du wirst merken, es hilft
Schöne Grüße
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Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
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Re: Der grüne Belag ... (Stickies Reinigungsmethoden...)
Ich habe bei dem grünen Belag gute Erfahrungen mit Waschbenzin gemacht. Jetzt habe ich leider ein paar Kupfermünzen wahrscheinlich zu lange drin gelassen, wodurch einige Münzen stellenweise so einen unnatürlichen, leicht schillernden Glanz bekommen haben. Ist dieser Glanz reversibel? Wie könnte man ihn abmildern?
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Leonard Cohen, 1967.
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Stadtmynz
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Re: Der grüne Belag ... (Stickies Reinigungsmethoden...)
Ich möchte hier nur kurz anmerken, dass auch Basen korrosiv wirken können. Dementsprechend ebenfalls Ammoniak
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