Stempeldrehungen bei Euros wirklich so selten?

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Thiesauger
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Beitrag von Thiesauger » Mo 24.03.03 19:12

Ich glaube ich muss was klarstellen!
Es gibt bei den Belgiern STEMPELDREHUNGEN die unheimlich häufig sind!
Bei den 20 Cents SIEHT ES SO AUS als sei es eine STEMPELDREHUNG!
Es ist aber NUR DANN eine, wenn die VORKERBEN NICHT mit den KERBEN ÜBEREINSTIMMEN!
Wenn die Kerben übereinstimmen ist es KEINE Fehlprägung, OBWOHL das MÜNZBILD UM 15° nach links "GEDREHT" ist!

Ich hoffe jetzt ist klarer, was ich meine!
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alex11
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Beitrag von alex11 » Mo 24.03.03 23:31

@ Thiesauger

Danke für das Mail mit den interessanten Scans.

Ich versuche noch einmal meinen Standpunkt darzulegen:

a) Fakt ist, dass die 20 cent-Münze mit der 15 % Grad verdrehten Münzbild nicht SELTEN ist, ganz im Gegenteil. Daher ist so eine Münze im Prinzip mehr oder weniger nur die Nominale wert (im Gegensatz zu der Münze wo die "VORKERBEN NICHT mit den KERBEN ÜBEREINSTIMMEN"), zumindest solange sie nicht durch nachfolgende Umlauf-Prägungen OHNE verdrehtes Münzbild zu der erheblich selteneren Variante wird.

b) Es ist für mich trotzdem eine FP (egal ob der Fehler durch ein falsches Stempelbild oder durch eine "klassische" Stempeldrehung passierte), schon einfach deswegen, weil es kein (zu)treffenderes Wort dafür gibt.
Ich höre gerne Alternativ-Vokabel dafür, aber ob man jetzt sagt "Münze mit Fehler" oder "Fehlprägung" ist für mich gehupft wie gesprungen, da ja die Münze (erst) durch die Prägung gestaltet wird.

c) Die Theorie, dass die Belgier genau so (verdreht) prägen wollten, halte ich für möglich aber nicht wahrscheinlich.

d) Gerade als Österreicher wurde einem heuer wieder einmal bewusst (aufgrund der 5 Cent und 20 Cent 2003 Österreich), wie leicht offensichtlich Fehler beim Prägen passieren können. Allein bei den heurigen 5 cent und 20 cent kam es bisher zu insgesamt mindestens sechs verschiedenen recht markanten Prägefehlern, welche jeweils ganze Prägeserien betrafen.

Wenn man ganz spitzfindig sein will, kann man zwar das Wort "Fehlprägung" in dem erörterterten Zusammenhang in Frage stellen, das führt m. E. aber nur zu mehr Verwirrung statt zu grösserer Klarheit.

Einen ähnlichen Fall gab es übrigens letztes Jahr mit der 2 E-Münze Luxemburg 2002: die war in den meisten KMS (beider Auflagen) um 10 - 15 % (nach links) verdreht und da wurde / wird ja auch von Fehlprägungen dieser Münze gesprochen.
Für mich gibt es keinen wirklich nachvollziehbaren Grund die 20 cent Münze Belgien 2003 substantiell anders zu bewerten.

Alexander

Thiesauger
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Beitrag von Thiesauger » Di 25.03.03 00:00

Da kann man sich wirklich Wochenlang streiten! :D
Ich sehe das so, dass in vielen Ländern überhaupt nicht auf die (angeblichen) Prägeauflagen geachtet wurde - sonst gäbe es nicht so viele Fehlprägungen bzw Sammler!

Fakt ist und bleibt, dass die belgischen 20 Cent nicht so geprägt wurden, wie sie hätten müssen geprägt werden! (meine Güte ist das ein Satz! :roll: )

Ich sammle nur die "ECHTEN" Stempeldrehungen, weil die Serienprägungen mit 15° verdrehtem Münzbild einfach uninteressant sind (egal ob Fehlprägung oder nicht! :D)

Vor allem verstehe ich nicht, dass in unterschiedlichen Ländern unterschiedliche Fehler häufiger auftreten. Damit meine ich z.B. Belgien = Stempeldrehung; Finnland = Prägeschwächen; Österreich = Metallreste/Warzen.

Dennoch bin ich der Meinung, dass diese Fehler zumindest in KMS nicht auftreten sollten - schießlich sind das limitierte Sammlereditionen!

Wenn ich bedenke, dass in Deutschland schon ein ITALIENISCHER KMS mit DEUTSCHEM 10 CENT STÜCK!!!!!!!!! in ORIGINAL OBH-VERPACKUNG verkauft wurde, dann zweifel ich langsam an der Kompetenz einiger Leutchen!!!

Hier das Bild:
[ externes Bild ]

Es ist generell unfassbar, was mit dem Euro für ein SCHUND betrieben wird! Schaut Euch doch mal die Zwergstaaten-Münzen an - KMS Vatikan 2500 Euro!!!! TICKTS NOCH?????
Alles nur Geldmacherei meiner Meinung nach - jedenfalls mit dem Begriff SAMMELN hat das überhaupt nichts mehr zu tun! :twisted: :evil:

Ich sammle das, was ich im Umlauf finde und das reicht dann auch!
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mcmanu2
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Re: Stempeldrehungen bei Euros wirklich so selten?

Beitrag von mcmanu2 » Sa 19.02.11 11:13

Falls es noch Jemand Interessiert, Gestern ging eine Deutsche 1 Euro Münze mit 180° stempeldrehung für 330 Euro weg also es bezahlen Oft ebayer solche wucher Preise für Stempeldrehungen, daher denk ich auch das diese sehr selten sind. Welche stempeldrehung natürlich häufig vorkommt sind bei den Belgischen Euro Münzen da ist ja fast jede mit einer Stempeld. Geprägt xD ^^

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preußi
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Re: Stempeldrehungen bei Euros wirklich so selten?

Beitrag von preußi » Sa 19.02.11 11:53

mcmanu2 hat geschrieben:Falls es noch Jemand Interessiert, Gestern ging eine Deutsche 1 Euro Münze mit 180° stempeldrehung für 330 Euro weg also es bezahlen Oft ebayer solche wucher Preise für Stempeldrehungen, daher denk ich auch das diese sehr selten sind. Welche stempeldrehung natürlich häufig vorkommt sind bei den Belgischen Euro Münzen da ist ja fast jede mit einer Stempeld. Geprägt xD ^^
Das gestern war ein 2 Euro Stück BRD 2002 G mit 180° Stempeldrehung. Die 180er sind die mit Abstand begehrtesten und seltensten und erzielen dadurch natürlich auch solch hohe Preise. Wenn das Stück dann noch aus Deutschland kommt sowieso...

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Re: Stempeldrehungen bei Euros wirklich so selten?

Beitrag von mcmanu2 » Sa 19.02.11 11:57

Achso sorry stimmt war 2 Euro ^^
Welche Sind den Wertvoll? sind österreichische Wertvoll also 1 Euro mit 180° zum Beispiel?

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Re: Stempeldrehungen bei Euros wirklich so selten?

Beitrag von preußi » Sa 19.02.11 19:30

Ein österreichisches 1 Euro Stück mit 180er Stempeldrehung wird bei ebay auch einen stolzen Preis erzielen. Mir ist aber erst ein solches Stück bekannt, daher ich hier jetzt keine Zahlen nennen.

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Re: Stempeldrehungen bei Euros wirklich so selten?

Beitrag von Thiesauger » Sa 19.02.11 19:31

Oje, da wird ein Thread nach sage und schreibe fast 8 Jahren wieder aktuell. Faszinierend!

Besagtes Stück habe auch ich vor einigen Jahren bereits im Umlauf gefunden - gleiche Prägestätte, gleiches Jahr.
Die 180er sind mir nur sehr wenige bekannt und 330 Euro erscheint mir als ein würdiger Preis für eines dieser, da mir gerade einmal 3 Stücke davon bekannt sind. 10c F 2002, 50c G 2002, 2€ G 2002 und 2€ Atomium Belgien - das wars. Es soll wohl noch 10c und 20c G 2002 geben, aber das ist mehr ein Gerücht.
Falls Ihr neuere Infos habt, wäre das sicherlich interessant für mich, vor allem da ich in den letzten Jahren sehr inaktiv war/bin.

Sehen wir einmal von den "Kopfstehern" ab und widmen uns anderen Stempeldrehungen, so ist ganz klarer Spizenreiter natürlich die 2 Euro Atomium. Ich glaube das ist die einzige Münze, wovon es fast jede Drehung (in 5° Schritten) zum sammeln gibt. Die Preise haben sich so um die 15€ eingependelt. Mir selbst fehlt leider noch ein perfekter 180er.
Neben ein paar Italienern und Österreichern und den Benelux-Staaten ist mir aber im Allgemeinen nicht sehr viel bekannt. Es sind hauptsächlich die "ersten" Münzen, die Dreher aufweisen. Es fehlen aber vor allem Griechen - und zwar nicht nur auf Stempeldrehungsebene! Von griechischen Fehlprägungen habe ich sogut wie nichts gehört. Franzosen lassen wir aufgrund alter Geschichten lieber komplett aus dem Spiel (NICHT wegen dem Franc!!!
:) ). Spanier "drehen" ab und zu mal, aber nicht so viel -> max. 20°. Von den Finnen ist drehtechnisch auch Funkstille -> passt zu den Griechen! Zu den 10 neuen Staaten kann ich leider nichts sagen, da ich das Geschehen schon länger nicht mehr verfolgt habe.
Belehrt mich eines Besseren!

Euer Thiesauger
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Re: Stempeldrehungen bei Euros wirklich so selten?

Beitrag von preußi » Sa 19.02.11 19:39

Thiesauger hat geschrieben: Sehen wir einmal von den "Kopfstehern" ab und widmen uns anderen Stempeldrehungen, so ist ganz klarer Spizenreiter natürlich die 2 Euro Atomium. Ich glaube das ist die einzige Münze, wovon es fast jede Drehung (in 5° Schritten) zum sammeln gibt. Die Preise haben sich so um die 15€ eingependelt. Mir selbst fehlt leider noch ein perfekter 180er.

Euer Thiesauger
Ah, hätte ich das gewusst! Ich habe erst letzte Woche einen 180er verkauft!

Aber ich habe mal wieder einiges an anderen Stücken abzugeben. Eventuell trudelt im Laufe des Abends noch eine eMail in deinem Postfach ein. :D

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Re: Stempeldrehungen bei Euros wirklich so selten?

Beitrag von mcmanu2 » Sa 19.02.11 20:00

Hi,
Danke für die ganzen Infos ^^
Es wird gerade eine Österreichische Stempeldrehung angeboten, leider keine 180° aber immer hin eine 90° Drehung, Finde den Preis dafür sehr Krank xD 880 Euro. Da spar ich noch 300 Euro
und Kaufe mir eine 50 Cent 2002 G mit Bundesadler (falls die noch jemand zum verkauf anbieten sollte und ich des geld zusammen hab xD).
Thx noch mal für die Infos.
Mfg
Manuel

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Re: Stempeldrehungen bei Euros wirklich so selten?

Beitrag von eurosimon » Mi 22.01.20 19:33

Hallo Leute,

Ich habe gerade eine Belgische 2 Eure Münze von 2004 mit 180° Stempeldrehung gefunden.

Bin daher auf dieses Forum gestoßen und habe mich hier mal ein wenig informiert.

Nachdem was ich der bisherigen Einträge entnehmen konnte, nehmen es die Belgier nicht ganz so genau mit dem Prägen und Stempeldrehungen kommen eher häufig vor.
Auf der anderen Seite wird mehrmals erwähnt das Drehungen um 180 ° eher selten oder bzw. wünschenswert sind.

Daher meine Frage an die Experten:

Hat die oben genannte Münze einen nennenswerten Sammlerwert oder ist sie dazu einfach zu häufig zu finden?

Danke im Voraus!

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Re: Stempeldrehungen bei Euros wirklich so selten?

Beitrag von Numis-Student » Mi 22.01.20 20:25

Hallo Simon,
Belgien mit 180 Grad Stempeldrehung ist sicher interessanter und gesuchter als die normalen Belgier mit meist 10 bis 45 Grad Drehung, preislich aber nicht mit Deutschland, Österreich oder anderen Ländern zu vergleichen.
Bedenke: die Preise oben sind auch schon fast 10 Jahre alt...

Ich schätze, Du wirst irgendwas zwischen 10 und 50€ dafür bekommen.

Schöne Grüße,
MR

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Re: Stempeldrehungen bei Euros wirklich so selten?

Beitrag von eurosimon » Mi 22.01.20 21:23

Vielen Dank für deine schnelle Antwort und deine Einschätzung.

Ich denke ich werde die Münze mal beiseite legen und zukünftig noch genauer darauf achten was so in meiner Geldbörse landet.

Sollte ich mich mal dafür entscheiden die Münze versuchen zu verkaufen, wo werden diese normalerweise gehandelt bzw. wo hab ich gute Chancen einen Abnehmer zum guten Preis zu finden? Ist Ebay hierzu die erste Wahl?

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