Ist das normal? Nachverkauf deutlich teurer als Ausrufspreis

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Grafdohna
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Ist das normal? Nachverkauf deutlich teurer als Ausrufspreis

Beitrag von Grafdohna » Do 07.03.24 15:55

Hallo liebe Münzfreunde,
Ich wollte vor kurzen im Nachverkauf bei Gorny&Mosch eine Münze kaufen, die in der Auktion nicht verkauft wurde. Ausrufspreis war wie gewohnt unter dem Schätzwert. Nach meiner Anfrage bekam ich aber ein Preis genannt der fast das doppelte des Ausrufpreis widerspiegelte, ohne Gebühren.
Ich habe mich daraufhin natürlich etwas „verarscht“ gefühlt… Hätte ich also in der Auktion mitgeboten, dann hätte ich sie günstiger bekommen (deutlich!). Begründung der Auktionsfirma: Klare Vorgaben des Verkäufers bzw. des Einliefernden…

Jetzt meine Frage: Das ist doch nicht normal oder reagiere ich hier über und das kommt immer wieder bei jedem Auktionshaus vor?

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Erdnussbier
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Re: Ist das normal? Nachverkauf deutlich teurer als Ausrufspreis

Beitrag von Erdnussbier » Do 07.03.24 16:16

Hallo Grafdohna!

Ohne, dass dass ich diesen Fall schonmal hatte kann ich mir vorstellen, dass da ein Mindestpreis hinterlegt wurde der erreicht werden muss und das Auktionshaus vielleicht durch einen niedrigen Ausrufpreis Gebote ködern wollte.

Natürlich macht es dann keinen Sinn den Nachverkaufspreis unverändert so stehen zu lassen.
Die Frage ist eher: Hättest du sie wirklich günstiger bekommen?
Nicht dass du zwar das Los zugeschlagen bekommst aber es nachher dann heißt "Mindestgebot nicht erreicht". Müsste man mal in die AGBs schauen.

Am besten nicht zu viel ärgern :)

Grüße Erdnussbier
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Re: Ist das normal? Nachverkauf deutlich teurer als Ausrufspreis

Beitrag von Xanthos » Do 07.03.24 17:13

Das klingt tatsächlich nach Reservepreis. Hättest Du in der Auktion geboten, hätte das Auktionshaus wohl gegen Dich geboten, bis dieser erreicht gewesen wäre. Du hättest die Münze deshalb wahrscheinlich auch während der Auktion nicht günstiger bekommen.
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Re: Ist das normal? Nachverkauf deutlich teurer als Ausrufspreis

Beitrag von Lackland » Do 07.03.24 17:13

Hallo,

ist zwar schon ein paar Jahre her, aber ich war schon persönlich bei Gorny&Mosch-Auktionen. Da kam es tatsächlich hin und wieder vor, dass der Auktionator sinngemäß sagte: „Hier haben wir ein Limit von 200 € vom Verkäufer.“ Man musste also mindestens 200 € bieten, auch wenn der ‚Schätzpreis‘ tiefer lag. Ich vermute, dass das Rechtens ist.

Ferner glaube ich, dass Gorny & Mosch den Preis nicht künstlich hochtreiben. Das haben die nicht nötig und das hätte sich garantiert auch schon rumgesprochen.

Langer Rede - kurzer Sinn: Ich bin mir sicher, dass das Verkäufer-Limit auch während der Auktion gegriffen hätte und Du die Münze nicht günstiger bekommen hättest. Du wurdest also nicht verarscht und musst Dir jetzt überlegen, wieviel Dir die Münze wert ist…

Viele Grüße

Lackland
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Re: Ist das normal? Nachverkauf deutlich teurer als Ausrufspreis

Beitrag von Grafdohna » Do 07.03.24 17:18

Verstehe halt nicht, das diese Münze dann überhaupt in den Nachverkauf kommt. Und ehrlich gesagt finde ich es auch etwas unverschämt das die Firma dann nicht den Preis dazu schreibt. Zumal der genannte Preis auch weit über dem Schätzwert liegt und vergleichbare Stücke die Hälfte eingebracht haben.
Ein seriöses Auktionshaus müsste den Besitzer doch angemessen beraten oder eventuell dann die Stücke ablehnen…

Naja wie du schon sagst, am besten nicht darüber aufregen. Verschwendete Zeit. :D

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Re: Ist das normal? Nachverkauf deutlich teurer als Ausrufspreis

Beitrag von Numis-Student » Do 07.03.24 21:36

Hallo,

aus eigener beruflicher Erfahrung: Bei uns gibt es die unverkauften Posten nach der Auktion zum Rufpreis + Auktionsgebühr + 2% Nachverkaufsgebühr.

Es gibt keine separate Restantenliste, sondern die Kunden suchen sich aus der Ergebnisliste die unverkauften Posten heraus. Wenn also ausnahmsweise ein Stück aufgrund eines hohen Limits seitens des Verkäufers unverkauft geblieben ist, sieht es für den Kunden so aus, dass es zum (deutlich niedrigeren) Startpreis + Gebühren zu haben wäre. In so einem Ausnahmefall wäre aber unsere Auskunft, dass das Stück nicht mehr zur Verfügung steht.
Das betrifft aber kaum 10 Münzen im Jahr bei gut 4000 angebotenen Posten pro Jahr.

Schöne Grüße
MR
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Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Re: Ist das normal? Nachverkauf deutlich teurer als Ausrufspreis

Beitrag von Dittsche » Fr 08.03.24 08:10

Moinsen, "Rechtens" hin oder her....m. E. nicht transparent, somit unseriös und zum Kopf schütteln.

Ich habe bei der Auktion von GM auch mitgeboten, auch eine Münze ersteigert (Fotos folgen nach Erhalt), aber....

Bei der Sichtung des Angebots ist mir eine Provenienz Ex Dr. K. G. aufgefallen, welche bei vielen Stücken angegeben wurde.
Im Netz habe ich dazu nichts gefunden, also kurz per Mail bei GM nachgefragt. Nicht das mich dies bei der Höhe eines Gebotes beeinflusst, aber rein Interessen halber.
Der erste Beantworter konnte auch nicht direkt etwas mit der Angabe anfangen, fragte nach einer Losnummer, gleichzeitig der Hinweis, dass dies aus rechtlichen Gründen vermutlich nicht aufgelöst wird.
Ich habe darauf hin ein Beispiel genannt, mit dem Hinweis....was soll das Rätsel in der Beschreibung, wenn nicht öffentlich gelöst werden darf/soll!?
Keine Anwort, eine erneute Nachfrage (bei sowas bin ich dann auch ein bissel Terrier) meinerseits wurde von einer anderen Person beantwortet: Die Herausgabe sei vom Verkäufer nicht gewünscht. Eine Nachfrage, s. o., wurde bis heute nicht beantwortet.
Der Zweck der vermeintlichen künstlichen Aufwertung ist mir natürlich bewusst, aber das ist doch keine gängige Praxis, anderenfalls belehrt mich bitte.
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Re: Ist das normal? Nachverkauf deutlich teurer als Ausrufspreis

Beitrag von Altamura2 » Fr 08.03.24 08:17

Numis-Student hat geschrieben:
Do 07.03.24 21:36
... Wenn also ausnahmsweise ein Stück aufgrund eines hohen Limits seitens des Verkäufers unverkauft geblieben ist, sieht es für den Kunden so aus, dass es zum (deutlich niedrigeren) Startpreis + Gebühren zu haben wäre. ...
Sehe ich das richtig, dass ein Ausrufpreis niedriger angesetzt sein kann als ein vom Einlieferer gesetztes Limit? Dass ich also die Münze zum Ausrufpreis gar nicht erwerben kann, auch wenn ich der einzige Bieter bin 8O ?
Warum tut man sowas? Das sieht doch irgendwie nach Vorspiegelung falscher Tatsachen aus :? .

Wie ich mir als Bieter dann vorkomme, ist schon klar, oder 8) ?

Gruß

Altamura
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Re: Ist das normal? Nachverkauf deutlich teurer als Ausrufspreis

Beitrag von Altamura2 » Fr 08.03.24 08:23

Dittsche hat geschrieben:
Fr 08.03.24 08:10
... Der Zweck der vermeintlichen künstlichen Aufwertung ist mir natürlich bewusst, aber das ist doch keine gängige Praxis, ...
Das wird es aber langsam. Eine Provinienz à la "Samlung XYZ" findet man immer häufiger, ohne dass man das "XYZ" auflösen könnte oder man mehr darüber erfahren würde. Man sollte sich davon halt nicht beeindrucken lassen, so einfach ist das :D .
(Irgendwo hatten wir hier auch mal eine Diskussion darüber, finde ich jetzt aber nicht mehr :? .)

Gruß

Altamura

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Re: Ist das normal? Nachverkauf deutlich teurer als Ausrufspreis

Beitrag von didius » Fr 08.03.24 10:11

Also ich halte das so...
Finde ich etwas zur angegebenen Provenienz, dann super und das kann mich veranlassen etwas mehrbzu bieten
Finde ich nix, buche ich das als Marketing Gag

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Re: Ist das normal? Nachverkauf deutlich teurer als Ausrufspreis

Beitrag von Grafdohna » Fr 08.03.24 10:14

Mich hat vor allem so verblüfft, dass das Auktionshaus solche Summen vom Einlieferer akzeptiert. Um das zu verdeutlichen nenne ich hier jetzt mal die Zahlen…

Ausruf: 4200 (kein Gebot in der Auktion)
Schätzwert: 6000
Kaufpreis Nachverkauf exkl. Gebühren: 7800

Als ich das gelesen habe ist mir auch die Kinnlade runter gefallen:D naja so muss ich keine meiner teuren Münzen verkaufen. Hat auch was gutes!

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Re: Ist das normal? Nachverkauf deutlich teurer als Ausrufspreis

Beitrag von didius » Fr 08.03.24 10:52

Grafdohna hat geschrieben:
Fr 08.03.24 10:14
Mich hat vor allem so verblüfft, dass das Auktionshaus solche Summen vom Einlieferer akzeptiert. Um das zu verdeutlichen nenne ich hier jetzt mal die Zahlen…

Ausruf: 4200 (kein Gebot in der Auktion)
Schätzwert: 6000
Kaufpreis Nachverkauf exkl. Gebühren: 7800

Als ich das gelesen habe ist mir auch die Kinnlade runter gefallen:D naja so muss ich keine meiner teuren Münzen verkaufen. Hat auch was gutes!
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Re: Ist das normal? Nachverkauf deutlich teurer als Ausrufspreis

Beitrag von Numis-Student » Fr 08.03.24 19:42

Altamura2 hat geschrieben:
Fr 08.03.24 08:17
Numis-Student hat geschrieben:
Do 07.03.24 21:36
... Wenn also ausnahmsweise ein Stück aufgrund eines hohen Limits seitens des Verkäufers unverkauft geblieben ist, sieht es für den Kunden so aus, dass es zum (deutlich niedrigeren) Startpreis + Gebühren zu haben wäre. ...
Sehe ich das richtig, dass ein Ausrufpreis niedriger angesetzt sein kann als ein vom Einlieferer gesetztes Limit? Dass ich also die Münze zum Ausrufpreis gar nicht erwerben kann, auch wenn ich der einzige Bieter bin 8O ?
Warum tut man sowas? Das sieht doch irgendwie nach Vorspiegelung falscher Tatsachen aus :? .

Wie ich mir als Bieter dann vorkomme, ist schon klar, oder 8) ?

Gruß

Altamura
Ja, das ist ja genau die Funktion eines Limits. Sonst bräuchte man ja kein Limit ;-) Die Münze steht mit Startpreis 4000€ im Katalog, wird aber in der Auktion zB nicht unter 7000€ verkauft. Für den Kunden sieht es so aus, als ob er gegen ein schriftliches Gebot steigert (was es ja auch irgendwie auch ist, nämlich ein schriftliches Gebot des Einlieferers.) Wenn die Münze das Limit übersteigt, geht sie ganz normal an den Höchstbieter, manchmal streiten sich auch noch mehrere Bieter oberhalb des Limits, so dass es überhaupt keine Funktion hat. Ansonsten zahlt der Einlieferer eine recht hohe Limitgebühr, weil er ja das Stück durch sein eigenes Limit "unverkäuflich" gemacht hat, wir aber trotzdem die Arbeit damit hatten.

Das tut man, wie gesagt: in Ausnahmefällen, wenn ein Kunde darauf besteht. In aller Regel versuchen wir alles, um das zu verhindern, eben weil es eine blöde Optik erzeugt und nachher meist mehr Probleme bringt, als es mit dieser Münze nötig wäre... Also entweder versuchen wir, dem Kunden mit einem höheren Startpreis entgegenzukommen, der dann aber auch ohne Gegengebote ein echter Verkaufspreis ist, und gelegentlich lehnen wir solche Stücke auch sofort ab, besonders dann, wenn diese Münze "immer" zwischen 3000€ und 5000€ bringt und der Kunde ein Limit von zB 12.000€ fordert.
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Salier (So 10.03.24 12:27)
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Re: Ist das normal? Nachverkauf deutlich teurer als Ausrufspreis

Beitrag von Altamura2 » Fr 08.03.24 19:55

Numis-Student hat geschrieben:
Fr 08.03.24 19:42
... Ja, das ist ja genau die Funktion eines Limits. ...
Was jetzt, dass ich mir als Bieter veräppelt vorkomme :D ?
Numis-Student hat geschrieben:
Fr 08.03.24 19:42
... Für den Kunden sieht es so aus, als ob er gegen ein schriftliches Gebot steigert ...
Nein, weil er die Münze nämlich hinterher bei den Unverkauften findet und sieht, dass er gegen Windmühlen geboten hat :? .

Warum geht man da nicht gleich mit dem Limit als Startpreis in die Auktion? Weil man wohl hofft, dass sich jemand im Eifer des Gefechts dann über das Limit ziehen lässt, der beim Limit als Startpreis erst gar nicht eingestiegen wäre. Ganz geradlinig finde ich das nicht :? .
Numis-Student hat geschrieben:
Fr 08.03.24 19:42
... Ansonsten zahlt der Einlieferer eine recht hohe Limitgebühr ...
Wenigstens etwas, dass solch ein Einlieferen dann Strafe zahlen muss :D .

Gruß

Altamura

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Re: Ist das normal? Nachverkauf deutlich teurer als Ausrufspreis

Beitrag von Numis-Student » Fr 08.03.24 19:59

Dittsche hat geschrieben:
Fr 08.03.24 08:10
Bei der Sichtung des Angebots ist mir eine Provenienz Ex Dr. K. G. aufgefallen, welche bei vielen Stücken angegeben wurde.
Im Netz habe ich dazu nichts gefunden, also kurz per Mail bei GM nachgefragt. Nicht das mich dies bei der Höhe eines Gebotes beeinflusst, aber rein Interessen halber.
Der erste Beantworter konnte auch nicht direkt etwas mit der Angabe anfangen, fragte nach einer Losnummer, gleichzeitig der Hinweis, dass dies aus rechtlichen Gründen vermutlich nicht aufgelöst wird.
Ich habe darauf hin ein Beispiel genannt, mit dem Hinweis....was soll das Rätsel in der Beschreibung, wenn nicht öffentlich gelöst werden darf/soll!?
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Es gibt immer wieder Einlieferer, die einerseits wollen, dass eine Sammlung als zusammengehörig erkennbar ist und für die Nachkommen, Verwandte und persönlich bekannte Sammler auch problemlos auflösbar ist, gleichzeitig soll aber nicht jeder wissen, dass Gotthilf Müller, Müllergasse 38, 89 Jahre jung, den Banken misstrauend, gerade eine Sammlung für 460.000€ versteigert hat ;-)
Da gibt es dann verschiedenste Wünsche, viele nehmen Titel und Initialen (so wie hier ein gewisser Dr. K. G.), manche nehmen "Tarnnamen" (wie bei uns zuletzt die "Sammlung Josefstadt", letztens aus dem Umkreis unseres Forums die Sammlung "ROMA AETERNA" und leider auch so oft zu lesende und wirklich wohl gar nicht mehr aufzulösende Dinge "Sammlung eines Gentlemans" o.ä.
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