Achtet auf Porto Kosten

Interessante Auktionen zum Thema Münzen gesichtet?
Benutzeravatar
Kesezwerg
Beiträge: 125
Registriert: Fr 13.03.20 19:27
Hat sich bedankt: 50 Mal
Danksagung erhalten: 95 Mal

Achtet auf Porto Kosten

Beitrag von Kesezwerg » Sa 04.05.24 06:02

Hallo zusammen,

ich habe schon viel und überall gekauft aber wenn ich wie bei der letzten Münze von Stack's Bowers erhebliche Porto Kosten habe lohnt es sich nicht.
Die Münze habe ich für 65 Dollar + Aufgeld ersteigert und das Porto soll 50,5 Dollar betragen :?: .
Verrückt aber ich wohne in Deutschland und nicht auf dem Mond :-)

Benutzeravatar
prieure.de.sion
Beiträge: 478
Registriert: Di 07.06.22 10:39
Hat sich bedankt: 286 Mal
Danksagung erhalten: 240 Mal

Re: Achtet auf Porto Kosten

Beitrag von prieure.de.sion » Sa 04.05.24 10:28

Einen ähnlichen Thread gibt es im US Forum - manche Verkäufer scheinen eine dritte Verdienstquelle gefunden zu haben.

Erst einmal gilt aber - man ist selber schuld - denn in 99% der Fällen stehen die Versandkosten irgendwo in den Bedingungen. Gibt aber auch welche, da sucht man vergeblich - aber dann kann man ja vorher Fragen. Es wäre also vermeidbar. Dummerweise bin ich so blöde, an das "gute im Menschen" zu glauben und gehe meist davon aus "der wird schon normale Versandkosten nehmen". Ich fasse mich daher an die eigene Nase.

Aber dennoch - sind manche Verkäufer, das muss ich so sagen, einfach unverschämt geworden.

Ich habe letztens bei Bucephalus eine Münze ersteigert. Kenne die Versandpreise ja selber. Von den Niederlanden nach Deutschland mit FedEx für 50 Euro, das ist einfach frech. Ich habe nichts dagegen, wenn ein Verkäufer die Versandkosten nimmt plus einen kleinen Obolus für Verpackung, Packband und seinen Aufwand. Aber wenn man nochmals 100% zu den eigentlichen Versandkosten drauf schlägt.

Mir fällt auf die Schnelle nicht der Name des Auktionshauses ein, müsste ich nachschauen, die wollten 30 Euro für ein Einschreiben Brief innerhalb der EU haben.

Das nimmt dann schon Dimensionen an. Aber wie geschrieben. Ich weiß es selbst, könnte man ja vermeiden. Dennoch ist es ärgerlich, wenn mit Versandkosten auch noch Reibach gemacht wird.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor prieure.de.sion für den Beitrag:
Kesezwerg (Sa 04.05.24 11:25)
Veritas? Quid est veritas?

Benutzeravatar
coin-catcher
Beiträge: 1624
Registriert: Sa 05.04.08 12:54
Hat sich bedankt: 27 Mal
Danksagung erhalten: 64 Mal

Re: Achtet auf Porto Kosten

Beitrag von coin-catcher » Sa 04.05.24 12:19

Kesezwerg hat geschrieben:
Sa 04.05.24 06:02
Hallo zusammen,

ich habe schon viel und überall gekauft aber wenn ich wie bei der letzten Münze von Stack's Bowers erhebliche Porto Kosten habe lohnt es sich nicht.
Die Münze habe ich für 65 Dollar + Aufgeld ersteigert und das Porto soll 50,5 Dollar betragen :?: .
Verrückt aber ich wohne in Deutschland und nicht auf dem Mond :-)
Moin,
ich meine, ich habe um 2012 schon ähnlich hohe Versandkosten bei denen bezahlt ;-)
Aber wenn man bedenkt, dass es mit DHL/ Fedex/ UPS Express kommt, zudem versichert ist, die einen kleinen Mehraufwand haben, ist das für mich vollends legitim.
"Kleinkrams" lohnt sich im Ausland überhaupt nicht, wenn man dort keine postalische Anschrift hat.
Ist ärgerlich, ja, aber versuche ggfs. einen guten Kontakt in einem Land aufzubauen, in dem du recht viel ersteigerst.
Ich habe befreundete Sammler in Drittländern, zu denen ich es teils schicken lassen kann. Die bekommen von mir dann ein kleines Dankeschön für den "Aufwand". Wenn ich dadurch 3-400 Euro an Versandkosten im Jahr sparen kann, die dafür noch etwas bekommen, ist das ein Win-Win für beide Seiten. Manko: kannst du nur machen, wenn du diesen Personen zu 100% traust.
(hier zahle ich übrigens je Sendung ca. 50 Euro aufwärts für den Expressversand!)

Wenn du ganz nett fragst, versenden manche Händler aus Drittländern auch aus EU-Ländern, da sich Personal ohnehin von denen beruflich in der EU aufhält. Umgekehrt gibt es diesen Service zum Einliefern auch.
Wird aber i.d.R. fast nur für teure Stücke bzw. für langjährige Kundschaft angeboten.

Ich ärgere mich viel mehr über einige deutsche Händler... Nehmen teilweise mittlerweile um 10-15 Euro für ein normales (DHL-) Paket (Abrechnung über das DHL Portal, d.h. die kalkulieren im Schnitt unter 0,5-1kg je Paket und bekommen dafür richtig gute Tarife, da Masse!!). Dann kommt es in einem gebrauchten (Lebensmittel-) Karton...Füllmaterial irgendwelch zusammengewürfelter Müll aus Plastik, Zeitungen, Schnipseln, etc. - damit hätte ich auch kein Problem, aber für das Geld erwarte ich "Professionalität" von vorne bis hinten... Ja, mir ist bewusst, dass das Personal, Zusatzversicherungen etc. kostet, aber in einem wirtschaftlich geführten Betrieb wird so etwas sauber kalkuliert (Kalkulation wird spätestens in der 10./11. Klasse gelehrt). Das ist für mich Gewinnmaximierung par Excellence.

Und jetzt kommt das Gemeckere auf hohem Niveau: die Giveaways bleiben mittlerweile immer öfter aus - selbst zu Weihnachten gab es letztes Jahr so gut wie nichts mehr. :wink: Verlange ich auch gar nicht, aber wenn man bei diversen Händlern langjähriger Kunde ist und immer eine Kleinigkeit im Paket hatte, gewöhnt man sich schon daran. 8)

Viele Grüße
cc
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor coin-catcher für den Beitrag:
Kesezwerg (Sa 04.05.24 13:11)

andi89
Beiträge: 1778
Registriert: Mo 10.01.05 20:12
Wohnort: Augusta Vindelicum
Hat sich bedankt: 393 Mal
Danksagung erhalten: 723 Mal

Re: Achtet auf Porto Kosten

Beitrag von andi89 » Mo 06.05.24 10:53

Seit ich bei einem Auktionshaus in Frankreich mal die Erfahrung gemacht habe, dass die gar keinen Versand anbieten, lese ich die Bedingungen der Auktionshäuser immer ganz genau und frage im Zweifel auch einfach nach, was der Versand zu mir kostet.
"...nam idem velle atque idem nolle, ea demum perniciosa amicitia est." (frei nach C. Sallustius Crispus)

guardsman
Beiträge: 30
Registriert: Do 07.03.19 09:28
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: Achtet auf Porto Kosten

Beitrag von guardsman » Mo 13.05.24 06:32

Eine neue "Masche" bei Ebay z.B. für Großbritannien oder USA ist auch die Versandkosten für jede einzelne Münze zu addieren. Auf meine Nachfrage beim Verkäufer/Händler, warum ich die zuviel gezahlten Versandkosten nicht erstattet bekommen, heißt es dann: Sorry, Ebay lässt einmalige Versandkosten für mehrer Münzen nicht zu... da könne man angeblich nichts machen. Als Beweis wird einem dann der Bildschirmausdruck einer angeblichen von Ebay berechneten Kalkulation präsentiert, die erheblich von der eigenen in EUR abweicht.
Du weißt nicht, welchen Wert das Geld hat und wozu es dient? Brot soll man dafür kaufen und Gemüse und einen Schoppen Wein. Horaz (65 - 8 v. Chr.), eigentlich Quintus Horatius Flaccus, römischer Satiriker und Dichter

Benutzeravatar
hegele
Beiträge: 531
Registriert: Di 30.04.02 14:00
Wohnort: Strohgäu
Hat sich bedankt: 72 Mal
Danksagung erhalten: 148 Mal

Re: Achtet auf Porto Kosten

Beitrag von hegele » Mo 13.05.24 07:17

prieure.de.sion hat geschrieben:
Sa 04.05.24 10:28
………….
Mir fällt auf die Schnelle nicht der Name des Auktionshauses ein, müsste ich nachschauen, die wollten 30 Euro für ein Einschreiben Brief innerhalb der EU haben.
………….
Das ist mir bei Schulmann, Niederlande, passiert.
hegele

Benutzeravatar
coin-catcher
Beiträge: 1624
Registriert: Sa 05.04.08 12:54
Hat sich bedankt: 27 Mal
Danksagung erhalten: 64 Mal

Re: Achtet auf Porto Kosten

Beitrag von coin-catcher » Di 14.05.24 09:26

guardsman hat geschrieben:
Mo 13.05.24 06:32
Eine neue "Masche" bei Ebay z.B. für Großbritannien oder USA ist auch die Versandkosten für jede einzelne Münze zu addieren. Auf meine Nachfrage beim Verkäufer/Händler, warum ich die zuviel gezahlten Versandkosten nicht erstattet bekommen, heißt es dann: Sorry, Ebay lässt einmalige Versandkosten für mehrer Münzen nicht zu... da könne man angeblich nichts machen. Als Beweis wird einem dann der Bildschirmausdruck einer angeblichen von Ebay berechneten Kalkulation präsentiert, die erheblich von der eigenen in EUR abweicht.
Moin,

bei Festpreisangeboten einfach die gewünschten Münzen in den Warenkorb legen und dann eine Gesamtanfrage inkl. Versand starten. Dann zahlt man nicht zigfache Versandkosten. Kaufst du die Festpreisangebote alle einzeln, zahlst du mehrfach Versandkosten. Eine Rückzahlung ist tatsächlich schwierig bis unmöglich, da ebay den Händlern auch auf Versandkosten Gebühren berechnet und eine Rückerstattung auf zuviel gezahlte Versandkosten im System nicht zu lässt!!
Zudem darfst du die Währungsumrechnung nicht vergessen (GBP zu EUR und USD zu EUR). Bei ebay bist du bei Währungsumrechnungen als Käufer immer schlechter gestellt - du zahlst immer ordentlich auf den Umrechnungskurs drauf (auf einigen wenigen anderen Handelsplattformen kann man dieses Dilemma umgehen, indem man per Kreditkarte in der Fremdwährung bezahlt - der KK-Kurs auf der Abrechnung ist i.d.R. deutlich besser!).

Bei Käufen aus einer laufenden Auktion heraus ebenfalls immer den Gesamtpreis anfragen...hast du alles einzeln bezahlt, ebenfalls ein Problem für den Verkäufer bzgl. einer Erstattung...
Ein Verkäufer kann dir vor Bezahlung immer eine Gesamtrechnung senden - und wenn "angeblich" unmöglich, dann ist in den Rechnungen ein Artikel mit Versandkosten und der Rest mit Null oder anteilig...

Das hat nichts mit Masche durch den Verkäufer zu tun, dass ist seit der letzten größeren ebay-Umstellung so - gut, schwarze Schafe gibt es immer mal wieder, die das ausnutzen - aber das Gros der Verkäufer hat keine Absicht, zahlende Kundschaft zu verprellen.
Gleiches Spiel übrigens auch bei ebay-Deutschland ;-)

Auf Nachfrage zum zusammenfassenden Kombi-Versand etc. hatte ich bislang (fast) immer positive Antworten erhalten.

Gruß
cc

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste