Künker eLive Premium Auktion

Interessante Auktionen zum Thema Münzen gesichtet?
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Arthur Schopenhauer
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Künker eLive Premium Auktion

Beitrag von Arthur Schopenhauer » Mo 16.01.23 11:02

Hallo allerseits,

ich habe vor, an der nächsten Künker eLive Premium Auktion teilzunehmen und habe mir daher die Auktionsbedingungen angesehen.

Nun scheint man hier "schlechter" gestellt zu sein als bei der normalen eLive Auktion.

Das Aufgeld beträgt 25% und man trägt das Versandrisiko: "Der Versand erfolgt schnellstmöglich nach der Auktion beziehungsweise in Absprache mit dem Käufer und auf seine Kosten und Gefahr.".

Muss ich das "beziehungsweise" in diesem Falle als "oder" verstehen?

Im Berechnungsbeispiel werden Versandkosten von 5,90€ angegeben, jedoch mit Sternchen und der Anmerkung: "Die Kosten für Versand und Versicherung werden nach Aufwand berechnet."

Woher soll ich wissen, wieviel Aufwand man sich dort macht? :lol:

Da ich mir kaum vorstellen kann, dass hier nach der Auktion mit jedem Ersteigerer Rücksprache gehalten wird, wie er den Versand, der auf sein Risiko geht (?), wünscht, wäre es interessant für mich zu wissen, welche Erfahrungen ihr mit den eLive Premium Auktionen in dieser Hinsicht habt.

Danke!

andi89
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Re: Künker eLive Premium Auktion

Beitrag von andi89 » Mo 16.01.23 18:33

Das sind in der Tat recht interessante Fragen und Formulierungen. Mit diesen Fragen würde ich mich auch direkt an Künker wenden. Die sollten dir ja am besten sagen können, was es zu bedeuten hat und ob es eine Grundlage zur Berechnung der tatsächlichen Kosten gibt.
Wegen mangelnder juristischer Kenntnisse würde ich mich zusätzlich wegen des Ausschlusses der Versandrisiken an einen Juristen wenden. Zwar gehe ich grundsätzlich davon aus, dass auch Künker sich an einen Juristen gewandt hat, bevor sie das da reinschreiben, aber man weiß ja nie, wie und mit welchem Hintergrund der so beraten hat.

Beste Grüße
Andreas
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Steffl0815
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Re: Künker eLive Premium Auktion

Beitrag von Steffl0815 » Mo 16.01.23 19:29

Immer der Ärger mit dem Versand. Scheint fast so als würden einige Auktionshäuser nur noch ne Garantie für sicheren Transport geben, wenn man die teuerste Versandoption wählt. Hab grad bei ner Münze die Wahl zwischen Expressversand (17,50€), oder normaler Postversand (12€!). Bei der normalen Option wird das Risiko wegen Verlust oder Diebstahl komplett auf den Käufer abgewälzt, was eigentlich ein Frechheit ist, bei 12€ Versandkosten. Hab nachgefragt wie sie das begründen und leider keine Antwort erhalten…

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antoninus1
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Re: Künker eLive Premium Auktion

Beitrag von antoninus1 » Mo 16.01.23 20:53

Mir kommt es vor, als ob sich die Auktionsbedingungen für E-Auctions von Künker bei Sixbid und auf ihrer Website unterscheiden. Auf der Website lese ich das, was ich kenne, und mir in Rechnung gestellt wurde:

...Für Käufer aus EU-Ländern gilt: Für Verbraucher wird einheitlich ein Aufgeld von 17,5% (im Gesamtbetrag ist die gesetzliche Umsatzsteuer enthalten) erhoben...

...Wir tragen einen Großteil der Kosten für die sorgfältige Verpackung und die zuverlässige Zustellung der Ware. Die Versandkosten werden Ihnen gem. nachfolgender Aufstellung in Rechnung gestellt: Versand innerhalb der BRD: € 5,90 pro Paket, ab € 1.000,-- Bestellwert versandkostenfrei...

https://www.kuenker.de/de/elive-auction ... edingungen

Als Paket sind die Münzen ja schon mal bis 500 € versichert. Ich weiß es nicht, aber ich denke, dass Künker auch eine stille Versicherung für Münzen mit einem Wert von über 500 € hat.
Gruß,
antoninus1

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Arthur Schopenhauer
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Re: Künker eLive Premium Auktion

Beitrag von Arthur Schopenhauer » Mo 16.01.23 21:06

Hallo antoninus1,

das sind die Bedingungen für die "normale" eLive Auktion.

Die eLive Premium hat dann wiederum eigene Bedingungen, wie höheres Aufgeld (25%) und die oben genannte Gefahrtragung des Käufers beim Versand (jedenfalls lese ich das so).
Siehe: https://elive-auction.de/agb-elive-premium

Ich werde morgen an die Herrschaften des Auktionshauses schreiben und dann weiter sehen... :lol:

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Re: Künker eLive Premium Auktion

Beitrag von prieure.de.sion » Di 17.01.23 10:56

andi89 hat geschrieben:
Mo 16.01.23 18:33
Wegen mangelnder juristischer Kenntnisse würde ich mich zusätzlich wegen des Ausschlusses der Versandrisiken an einen Juristen wenden. Zwar gehe ich grundsätzlich davon aus, dass auch Künker sich an einen Juristen gewandt hat, bevor sie das da reinschreiben, aber man weiß ja nie, wie und mit welchem Hintergrund der so beraten hat.
Ich bin kein Jurist. Meines Wissens kann man das aber in Deutschland nicht. Gibt da auch ein nettes BGH Urteil dazu - wo ein Verkäufer in seiner Klausel stehen hatte, dass er nur für einen ordentlichen Versand zuständig ist und das rechtzeitige absenden - nicht aber für Verzögerung, Verlust oder Beschädigung nachdem die Ware seinen Betrieb verlassen hat. Das hat das BGH gleich mal einkassiert. Auch ansonsten gilt m.W. in Deutschland - solche Klauseln sind nichtig.

Aber gibt ja aus Kunden im Ausland und da sieht die Lage dann wieder anders aus. Ich biete für US Kunden auch einen Standard Versand an (20 Euro UPS mit Tracking und voller Versicherung) und auf ausdrücklichen Wunsch ein 5 Euro Einschreiben Brief Versand mit Ausschluss des Versandrisikos - wenn der US / Australien / Asien Kunde eine preiswerte Münze bestellt und dafür keine 20 Euro (oder mehr) bezahlen will. Da entscheidet sich der Kunde aus dem Ausland aber explizit dafür und verzichtet bei Verlust auf die Gutschrift.

Wenn ich aber hier innerhalb Deutschlands versende gilt für mich - volle Versicherung. Ohne Wenn und Aber.

Steffl0815 hat geschrieben:
Mo 16.01.23 19:29
Immer der Ärger mit dem Versand. Scheint fast so als würden einige Auktionshäuser nur noch ne Garantie für sicheren Transport geben, wenn man die teuerste Versandoption wählt. Hab grad bei ner Münze die Wahl zwischen Expressversand (17,50€), oder normaler Postversand (12€!). Bei der normalen Option wird das Risiko wegen Verlust oder Diebstahl komplett auf den Käufer abgewälzt, was eigentlich ein Frechheit ist, bei 12€ Versandkosten.
Das ist normal. Wenn Du im Supermarkt eine Packung Haribo kaufst - ist im Verkaufspreis auch der Strom inkludiert, die Heizung, die Kosten für die Putzfrau und so weiter. Wäre auch ein schlechter Kaufmann, wenn er nicht alles inkludieren würde. Dann wäre er ein schlechter Kaufmann.

Was den Versand angeht - ich kenne das, selbst wenn ich privat was kaufe. Viele Käufer sehen nur die reinen nackten Portokosten, die sie im Internet sehen. Wieso kostet der Versand nun 7 Euro, wenn doch die Post nur 5 Euro verlangt? Das ist aber - sorry - eine Milchmädchen Rechnung.

* Du darfst eines nicht vergessen - Münzen ist bei allen Standard Paketdiensten immer noch ein heikles Ding. Ja bis 500 Euro versichert - die AGB sind aber so schwammig, dass es nicht 100% garantiert ist, dass Du wirklich den Verlust einer Münze ersetzt bekommst. Ist es jetzt eine wertvolle Münze, ist es eine Antiquität - die Einteilung der Valoren ist da sehr kreativ bei den Versanddienstleister - wenn es am Ende darum geht, nicht bezahlen zu müssen im Versicherungsfall.

* Daher hat eigentlich jeder Händler / Auktionshaus die ich kenne eine extra Versicherung. Und die kostet. Und nicht wenig. Und natürlich schlägt man diesen Betrag in der Kalkulation auf den Paketpreis oben drauf.

* Und was viele auch vergessen - auch das Verpackungsmaterial kostet. Die Umschläge kosten, das Packpapier kostet. Der Karton für die Münzen kostet. Und was viele immer denken - ja die paar Cent da für nen Umschlag und Paketband. Du würdest Dich wundern wie viele Geld ich jeden Monat bei Amazon für Verpackungsmaterial ausgebe das auch bezahlt werden muss. Da, frag mal Nummis-Student, der ja auch an der Quelle sitzt. Verpackungskosten ist kein "paar Euro" Bereich.

* Und das letzte - viele der Händler, Auktionshäuser haben Versandverträge mit entsprechenden Dienstleistern. Sprich Du hast dann die Auswahl zwischen DHL EXPRESS, FedEx, UPS und Co und generierst die Aufträge zum Versand direkt aus dem Verkaufs und Auktionssystemen. Solche Verträge mit den Dienstleistern hat man - damit man mit FedEx nach Asien eben nicht unbezahlbare 100 Euro bezahlen muss - sondern für 40-50 Euro versenden kann. Aber solche Anbieter - ich benutze zum Beispiel JUMINGO - haben billige DHL Pakete gar nicht zur Auswahl. Wenn DHL - muss ich DHL EXPRESS nehmen. Das bekomme ich aber nicht für 5 Euro (wie das normale DHL Paket kostet). Würde ich aber nicht bei JUMINGO sein, müsste ich privat mit UPS nach USA senden und das würde mich statt 20 Euro dann fast 50 Euro kosten.

Nur habe ich als "One-Men-Show" einen Vorteil - ich habe hier keine Auftragssystem - ich kann halt heute was bei JUMINGO buchen und morgen halt auch ein 5 Euro DHL Paket. Aber viele große Häuser haben das eben automatisiert und sind da in der Auswahl des Versenders nicht ganz so flexibel.


Lange Rede - kurzer Sinn.

Das mit den 12 oder 17 Euro passt schon. Von Künker habe ich - wenn ich mich richtig erinnere - meine Pakete immer mit DHL EXPRESS erhalten. Dann passt das auch mit dem Preis. Und bedenke - dass auch andere Dinge in den Versand mit einfließen - Versicherung, der Mensch der packt will auch bezahlt werden, das Verpackungsmaterial etc. Wenn ein Kaufmann überall nur den Rohpreis nehmen würde - wäre er binnen kürzester Zeit pleite. Aber wie gesagt - das ist auch dann der Fall, wenn Du Dir eine Tüte Chips kaufst.

Was natürlich gar nicht geht - und da gebe ich Dir Recht und bekomme selbst einen ganz dicken Hals - wenn ein Händler / Auktionshaus mir 30-50 (oder mehr) Euro für den exklusiven Paketversand abnimmt und am Ende kommt die Sendung in einem billigen Post Einschreiben wo ich weiß, dafür hat man rund 5 Euro bezahlt.

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Re: Künker eLive Premium Auktion

Beitrag von Steffl0815 » Di 17.01.23 11:16

Ich finde 12€ Versandkosten für eine normale „Briefsendung“, ohne jegliche Zusatzleistung, trotzdem unverschämt. Kann ja jeder sehen wie er will. Aber für 12€ schicke ich dir nen Brief an den Nordpol, mal überspitzt gesagt. Da finde ich die Lösung wie es zum Beispiel DEMOS (Polen) macht, schon deutlich Kundenfreundlicher. Die verlangen für zusätzlichen Versicherungsschutz 1% des Kaufpreises extra. Ich denke die Auktionshäuser verdienen sich sowieso ne goldene Nase, wenn ich mir die Diskrepanz zwischen den Ankaufpreisen und den Verkaufpreisen anschaue. Zusätzlich noch bei jedem Verkauf ca. 20-25% Aufschlag da muss ich dann unbedingt noch paar Euro extra beim Versand „verdienen“?! Für mich nicht nachvollziehbar…

MfG Stefan

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Zwerg
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Re: Künker eLive Premium Auktion

Beitrag von Zwerg » Di 17.01.23 11:28

Eine Auktion ist kein Direktverkauf, deshalb gelten natürlich auch andere gesetzliche Bedingungen - auch beim Versand.
Dieser ist ein Service des Auktionshauses, der natürlich gesondert bezahlt werden muß.
Ehe hier einmal wieder das grosse Händlerbashing losgeht bzw. Beiträge ohne entsprechendes Wissen gepostet werden als Beispiel die Versandbedingungen eines Kunstauktionshauses (VAN HAM in Köln, ist sicher keine "Klitsche")

https://www.van-ham.com/fileadmin/Redak ... gungen.pdf
V7. Abholung, Gefahrtragung und Export
V7.1 Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme. Abwesende
Kunden sind verpflichtet, die erworbenen Gegenstände unver-
züglich nach Mitteilung des Zuschlages bei VAN HAM abzuholen.
VAN HAM organisiert die Versicherung und den Transport der
versteigerten Gegenstände zum Kunden nur auf dessen schriftliche
Anweisung hin und auf seine Kosten und Gefahr. Da der Kaufpreis
sofort fällig ist und der Erwerber zur unverzüglichen Abholung
verpflichtet ist, befindet er sich spätestens 14 Tage nach Zuschlags-
erteilung oder Annahme des Nachgebotes in Annahmeverzug, so
dass spätestens dann auch, unabhängig von der noch ausstehen-
den Übergabe, die Gefahr auf den Kunden übergeht.
V7.2 Hat der Kunde die erworbenen Gegenstände nicht spätes-
tens drei Wochen nach erfolgtem Zuschlag bzw. nach Mitteilung
hierüber bei VAN HAM abgeholt, wird VAN HAM den Kunden zur
Abholung der Gegenstände binnen einer Woche auffordern. Nach
Ablauf dieser Frist hat VAN HAM das Recht, nach eigener Wahl die
nicht abgeholten Gegenstände auf Kosten und Gefahr des Kunden
an den Kunden zu versenden oder bei einem Lagerhalter einlagern
zu lassen oder selbst einzulagern.
Vor einer Aufbewahrung unterrichtet VAN HAM den Kunden. Bei
einer Selbsteinlagerung durch VAN HAM wird 1 % p.a. des Zu-
schlagpreises für Versicherungs- und Lagerkosten berechnet. Unab-
hängig davon kann VAN HAM wahlweise Erfüllung des Vertrages
verlangen oder die gesetzlichen Rechte wegen Pflichtverletzung
geltend machen. Zur Berechnung eines eventuellen Schadens wird
auf Ziffern V6 und V9 dieser Bedingungen verwiesen.
V7.3 VAN HAM trägt in keinem Fall eine Haftung für Verlust
oder Beschädigung nicht abgeholter oder mangels Bezahlung nicht
übergebener Gegenstände, es sei denn, VAN HAM fiele Vorsatz
oder grobe Fahrlässigkeit zur Last.
Grüße
Klaus
ΒIOΣ ΑΝЄΟΡΤAΣΤΟΣ ΜΑΚΡΗ ΟΔΟΣ ΑΠΑNΔΟKEYTOΣ
Ein Leben ohne Feste ist ein langer Weg ohne Gasthäuser (Demokrit)

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Re: Künker eLive Premium Auktion

Beitrag von prieure.de.sion » Di 17.01.23 12:06

Steffl0815 hat geschrieben:
Di 17.01.23 11:16
Ich finde 12€ Versandkosten für eine normale „Briefsendung“, ohne jegliche Zusatzleistung, trotzdem unverschämt. Kann ja jeder sehen wie er will. Aber für 12€ schicke ich dir nen Brief an den Nordpol, mal überspitzt gesagt.
Per Briefsendung Einschreiben (denn man muss wegen der Versicherung das Ganze als Einschreiben / Tracking) senden - sendest Du für exakt 7,20 Euro den Brief zum Nordpol. Es sind 3,70 Euro für den Großbrief international (auf Gewicht und Versandtasche achten) plus 3,50 Euro für das Tracking. Kein Tracking - keine (Zusatz) Versicherung zahlt. Zu den 7,20 Euro kommen dann die Versandtasche, das Packband, die anständige Verpackung innen, das Papier für das Versandlabel, die teure Druckertinte und der Mensch der das verpacken muss.

Das hört sich alles nach Cent Beträge an - aber glaube mir - ich mache das täglich - und das ist ein nicht zu verachtender Posten. Es gibt auch Auktionshäuser - wie Du sagst - die das "billiger" versenden. Habe ich diese Woche auch bekommen - da waren die Münzen dann in Brotpapier eingewickelt und das wiederum in Plastikfolien Abfällen - die der Versender irgendwo noch im Müll gefunden hatte. Ja solche preiswerten Versandmethoden kenne ich auch.

Das Ganze sieht dann so aus:
https://www.numisforums.com/topic/233-w ... ment=29698

Die Münzen waren in einer Paketband Rolle und darum jede Menge Plastikabfall. Die Flips sahen dann auch entsprechend aus. Wären das dünne Antoniniane oder Denare gewesen - oder gar ein Solidus - dann hätte ich jetzt gebogene Münzen bekommen.

Daher - Firmen wie Naumann, Roma, Künker, Leu etc... die versenden halt auch im Paket anständig und sicher. Und das kostet eben auch und muss berechtigter Weise dazu gerechnet werden. Wenn ich also für 12 Euro an den Nordpol sende und im Endeffekt die Post 7,20 Euro dafür verlangt - sind die rund 4 Euro Aufschlag für Versicherung, Material und Sorgfalt gerechtfertigt.

Und die 1% Aufschlag bei DEMOS. Vielleicht - ich weiß es aber nicht! - haben die keine echte Versicherung. Vielleicht kassiert er die 1% für sich als Abfederung, falls mal was verloren geht. Kann auch sein er kalkuliert das anders, nimmt keine echte Versicherung und legt den Betrag dann für den Versicherungsfall für sich beiseite. Wer weiß. Jeder Verkäufer kalkuliert Risiken und Kosten anders. Und kann aufgrund seiner Unternehmensgröße auch anders kalkulieren! Oder eben nicht zwangsweise.

Meine Meinung ;)
Aber es soll halt immer alles 100% i.O. sein - aber darf dann bloß nix kosten ;)

Steffl0815 hat geschrieben:
Di 17.01.23 11:16
DEMOS (Polen) macht, schon deutlich Kundenfreundlicher. Die verlangen für zusätzlichen Versicherungsschutz 1% des Kaufpreises extra.
Das mag durchaus sein, dass manch einer aus Deiner Sicht "kundenfreundlicher" ist. Aber - ist echt nicht böse gemeint - Du vergleichst da Äpfel mit Birnen und zwar gewaltig. DEMOS und Künker vergleichen - das ist nicht böse gemeint gegenüber DEMOS. Aber Du könntest auch meinen Shop mit Künker vergleichen - oder meinen Shop mit dem Kölner Münzkabinett oder Ritter vergleichen - das ist Äpfel mit Birnen verglichen.

Schaust mal die Email Adresse und die Geschäftsräume von manchen Händlern / Auktionshäuser an und vergleichst die miteinander. Manche / viele Händler und vor allem neue(!) Auktionshäuser sind 1-Men-Shows. Wenn ein Händler oder Auktionshaus nur eine @gmx.net Adresse haben, weißt Du, dass das vom eigenen Wohnzimmer aus geschieht als 1-Men-Show. Das muss nichts schlechtes sein!

Aber ganz ehrlich - ich zum Beispiel muss keine Angestellten bezahlen, habe keine Büro oder Verkaufsräume und so weiter. Natürlich kann ich alles billiger anbieten als Künker und Co. Auch Händler wie Ritter oder das Kölner Münzkabinett müssen ganz anders kalkulieren. Du kannst doch sowas nicht mit einem Kleinhändler vergleichen und verlangen, dass die großen Häuser gefälligst auch so kalkulieren müssen, ansonsten wäre das nicht kundenfreundlich. Vor allem... diese etablierten Häuser haben auch eine gewisse Verantwortung - gegenüber aAngestellte und Kunden - dass es sie auch noch in 10 Jahren gibt. Während die 1-Men-Show auch morgen bereits wieder alles zusammen gepackt haben kann.

Steffl0815 hat geschrieben:
Di 17.01.23 11:16
Ich denke die Auktionshäuser verdienen sich sowieso ne goldene Nase, wenn ich mir die Diskrepanz zwischen den Ankaufpreisen und den Verkaufpreisen anschaue. Zusätzlich noch bei jedem Verkauf ca. 20-25% Aufschlag da muss ich dann unbedingt noch paar Euro extra beim Versand „verdienen“?! Für mich nicht nachvollziehbar…
Wie gesagt - ist echt nicht böse ;) ... aber Du erinnerst mich an einen "Kumpel" - der dachte auch immer, so Händler / Betriebe verdienen sich immer dumm und dämlich an ihren Kunden und Geld verdienen wäre so einfach im Handel. Ich empfehle Dir - mach mal selber einen Handel auf - und Du würdest ganz schnell merken, dass das nicht alles Gold ist was glänzt.

Manche sehen immer nur den Brutto Gewinn und wissen nicht - was man da alles rein kalkulieren muss, damit von den 25% die Du da erwähnst am Ende auch ein paar % echten Gewinn übrig bleiben. Wenn das alles so einfach wäre und man im Geld schwimmen würde ;)


Wie geschrieben - echt nicht böse gemeint. Aber manche "Kunden" haben da echt die völlig falschen Vorstellung.

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Re: Künker eLive Premium Auktion

Beitrag von prieure.de.sion » Di 17.01.23 12:15

Zwerg hat geschrieben:
Di 17.01.23 11:28
Eine Auktion ist kein Direktverkauf, deshalb gelten natürlich auch andere gesetzliche Bedingungen - auch beim Versand.
Das würde mich allerdings wirklich interessieren - ob hier in D auch beim Versand und dem Versandrisiko gesetzlich (!) unterschieden wird zwischen einem "normalen Kauf" durch Bestellung in einem Shop - und dem Erwerb der Ware in einer Auktion und dem anschließenden Versand.

Wenn dem so wäre - liegt dann ein Unterschied durch die Art des Kaufes vor - Auktion versus Onlinekauf?

Oder könnte das auch ein Händler so formulieren, indem er seine Waren nur zur Abholung (nach dem Onlinekauf) anbietet und den Versand als einen Extra Service anbietet. Und dadurch der extra Service (rechtlich) gesondert gehandelt wird (und nicht mehr in direkter Verbindung zu dem Onlinekauf) steht?

Ich bin aber kein Jurist und kann daher null dazu sagen, was die Rechtslage angeht.

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Re: Künker eLive Premium Auktion

Beitrag von Arthur Schopenhauer » Di 17.01.23 12:45

So, ich habe jetzt mal eine eMail geschrieben und werde sehen, ob man mir hinsichtlich der Versand- und Versicherungskosten Angaben macht, mit denen ich auch kalkulieren kann.

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Re: Künker eLive Premium Auktion

Beitrag von Steffl0815 » Di 17.01.23 13:37

Steffl0815 hat geschrieben:
Di 17.01.23 11:16
Ich denke die Auktionshäuser verdienen sich sowieso ne goldene Nase, wenn ich mir die Diskrepanz zwischen den Ankaufpreisen und den Verkaufpreisen anschaue. Zusätzlich noch bei jedem Verkauf ca. 20-25% Aufschlag da muss ich dann unbedingt noch paar Euro extra beim Versand „verdienen“?! Für mich nicht nachvollziehbar…
Wie gesagt - ist echt nicht böse ;) ... aber Du erinnerst mich an einen "Kumpel" - der dachte auch immer, so Händler / Betriebe verdienen sich immer dumm und dämlich an ihren Kunden und Geld verdienen wäre so einfach im Handel. Ich empfehle Dir - mach mal selber einen Handel auf - und Du würdest ganz schnell merken, dass das nicht alles Gold ist was glänzt.

Manche sehen immer nur den Brutto Gewinn und wissen nicht - was man da alles rein kalkulieren muss, damit von den 25% die Du da erwähnst am Ende auch ein paar % echten Gewinn übrig bleiben. Wenn das alles so einfach wäre und man im Geld schwimmen würde ;)


Wie geschrieben - echt nicht böse gemeint. Aber manche "Kunden" haben da echt die völlig falschen Vorstellung.
[/quote]

Auch nicht böse gemeint ;-) aber ich frage mich dann schon wie zum Beispiel Fritz Rudolf Künker so ein großzügiger Mäzen sein kann, wenn er doch angeblich fast nix verdienen soll am Münzhandel?

Zitat aus MünzenWoche:

„Es dürfte wohl keinen Autor, keinen
Münzverein, kein Museum geben, das nicht
wüsste, dass man sich vertrauensvoll an Fritz
Rudolf Künker wenden kann, wenn man für
eine numismatische Unternehmung Förderung
braucht. Die Liste der Projekte, die mit Geld
der Firma Künker mitfinanziert wurden, ist
endlos. Das numismatische Leben im
deutschsprachigen Raum käme zwar nicht zum
Erliegen ohne die Firma Künker, aber es gäbe
größere finanzielle Engpässe, und das bei
zahlreichen Institutionen.“

https://muenzenwoche.de/fritz-rudolf-ku ... uerdigung/

Wie dem auch sei, vielleicht hänge ich mich auch an Kleinigkeiten auf. Niemand zwingt mich irgendwo zu kaufen. Ich werde mir halt dann überlegen, ob ich bei Häusern mit überdurchschnittlich hohen Zusatzkosten nochmals kaufe. Also alles gut :lol:

MfG Stefan

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Re: Künker eLive Premium Auktion

Beitrag von prieure.de.sion » Di 17.01.23 13:55

Steffl0815 hat geschrieben:
Di 17.01.23 13:37
Ich werde mir halt dann überlegen, ob ich bei Häusern mit überdurchschnittlich hohen Zusatzkosten nochmals kaufe.
Manchmal merkt man den Unterschied dann erst Wochen, Monate oder jähre nach dem Kauf - wenn es etwas zu beanstanden gibt ;)

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Re: Künker eLive Premium Auktion

Beitrag von Arthur Schopenhauer » Di 17.01.23 17:40

Man hat mir mitgeteilt, dass die Kosten für Verpackung, Versand und Versicherung für Privatbieter aus Deutschland pauschal bei 5,90€ liegen und ab 1000€ entfallen.

Insofern ist das dann identisch zur normalen eLive Auktion.

Warum man dies nicht auch in die AGB der eLive Premium Auktionen eingepflegt hat, erschließt sich mir nicht.

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Re: Künker eLive Premium Auktion

Beitrag von edsc » Do 19.01.23 21:30

Ein Münzenhändler muss seinen Ertrag mit MÜNZEN und nicht mit Versandkosten erwirtschaften. Die mit dem Versand verbundenen Aufwände muss er dabei in diesem Ertrag berücksichtigt haben. Ein leichter Aufschlag für Verpackung und ggf. für ebay-Provisionen auf Versandkosten ist zwar noch angemessen, aber 12€ für eine normal Briefsendung (!!) oder wenn ein Auktionshaus plötzlich Versandkosten von 9€ auf 19€ erhöht und das dann mit dem Ukraine-Krieg begründet, das ist einfach ... !!!!!!!!! ... mir fehlen die Worte...
Ein Händler, der auf Mehreinnahmen aus Versandkosten angewiesen ist, hat seinen business case schlecht geplant und ist deswegen (zurecht!) zum Scheitern verurteilt. Um solche mache ich persönlich einen großen Bogen. Aber nicht, weil ich diese Kosten nicht tragen kann, sondern weil solche Händler unseriös sind.
Zuletzt geändert von edsc am Fr 20.01.23 10:26, insgesamt 1-mal geändert.

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