Die Spinnen die NICHT-Münzsammler: Münz-NFTs

Alles was nichts mit Münzen zu tun hat

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Perinawa
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Re: Die Spinnen die NICHT-Münzsammler: Münz-NFTs

Beitrag von Perinawa » Sa 29.01.22 11:50

richard55-47 hat geschrieben:
Sa 29.01.22 09:33
Ich bin empört. Ich habe keine Lackschäden, ich habe Patina.
Hättest du lieber Lackschäden? :P

Klar, die könnte man ausbessern, und anschliessend neu patinieren. Dann hätten wir gleich einen neuen Trööt...

"Gemeuchelte Menschen"

Grüsse aus der nieseligen Eifelsuppe
Rainer
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Homer J. Simpson
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Re: Die Spinnen die NICHT-Münzsammler: Münz-NFTs

Beitrag von Homer J. Simpson » Mo 31.01.22 13:44

Gemeuchelte Menschen? Harald Glöööckler ist ja zur Zeit im Dschungelcamp. Den könnte auch Lanz verkauft haben...

Homer
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Chandragupta
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Re: Die Spinnen die NICHT-Münzsammler: Münz-NFTs

Beitrag von Chandragupta » Mo 07.02.22 23:21

Altamura2 hat geschrieben:
Fr 28.01.22 12:03
KaBa hat geschrieben:
Fr 28.01.22 08:02
... Einen halben Tausender für ein Stück bemaltes Plastik ist schon beeindruckend. ...
Das könnte man über manches Stück geprägtes Buntmetall auch sagen :D .
Eine Blaue Mauritius ist letztlich nur 'n Stück bedrucktes Papier ...
Numismatische Grüße,

Euer Chandra

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Re: Die Spinnen die NICHT-Münzsammler: Münz-NFTs

Beitrag von Numis-Student » Di 29.03.22 20:27

Ich habe da doch noch eine Verständnisfrage zu den NFT: :oops:

Bisher habe ich das so verstanden: ein Renoir (oder "anderen Maler nach eigenem Geschmack einfügen") wird eingescannt, das Digitalisat wird auf zB 10.000 einzelne Quadratzentimeter aufgeteilt, ich kaufe mir einen Quadratzentimeter und kann mir den zuhause ausdrucken... Oder ich kaufe alle 10.000, muss damit zum Copyshop und kann mir den gesamten Renoir auf A4 bunt ausdrucken lassen.

Im Spiegel war das jetzt angeschnitten und klang eher so, dass ich mit den 10.000 NFT-Schnipseln auch Eigentümer von dem echten Renoir bin, mir den abholen darf und überm Sofa aufhängen.


Also wenn mein Verständnis von NFT richtig sein sollte, sehe ich das einfacher an, auf dem Flohmarkt für 2€ ein Buch über Renoir zu kaufen, gerade diese Kunstdrucke tauchen ja häufig auf :roll:
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Re: Die Spinnen die NICHT-Münzsammler: Münz-NFTs

Beitrag von Andechser » Mi 30.03.22 06:39

Bei den NFTs auf Kunstobjekte ist ein NFT eher mit einer Aktie zu vergleichen. Du kaufst mit dem NFT einen Eigentumsanteil an dem Kunstwerk, welches über NFTs zum Verkauf angeboten wird, während das Original an einem gesicherten Ort, das kann sogar ein Museum sein, aufbewahrt wird. Ich befürchte, dass in Zukunft einige Museen, vor allem in den USA, auf die Idee kommen könnten auf diese Art Geld in die Kassen zu spülen und die Kunstwerke trotzdem behalten zu können.

Beste Grüße
Andechser

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Re: Die Spinnen die NICHT-Münzsammler: Münz-NFTs

Beitrag von Numis-Student » Mi 30.03.22 06:52

D.h., wenn ich alle NFT-Anteile von dem Kunstwerk kaufe, gehört tatsächlich das echte Bild mir ??? Ich darf ins Museum, den Schinken abhängen und mitnehmen ???

Das würde bedeuten, Museen können das nur machen, weil es unmöglich sein dürfte, alle Teile zu erwerben, oder das Museum selber ein symbolisches NFT behält ?
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
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Re: Die Spinnen die NICHT-Münzsammler: Münz-NFTs

Beitrag von Altamura2 » Mi 30.03.22 08:39

Numis-Student hat geschrieben:
Mi 30.03.22 06:52
... wenn ich alle NFT-Anteile von dem Kunstwerk kaufe, gehört tatsächlich das echte Bild mir ??? ...
Nein!!!

NFTs sind (zumindest auch) entstanden, um für rein digitale Werke den Begriff des Originals herzustellen. Wenn ein Künstler z.B. mit MS Paint auf seinem Computer ein Bild malt und das abspeichert, dann existiert dieses ausschließlich digital, als Datei. Davon kann man dann beliebig viele Kopien ziehen, die sich in nichts voneinander unterscheiden. Mit der Blockchain-Technologie kann man dann eine dieser Dateien zum Original erklären und die teuer verkaufen. (Vermutlich kann man aber auch eine Kopie wiederum zum NFT machen und die ebenfalls teuer verkaufen. Wartet mal ab, das kommt bestimmt auch noch, wie bei Auflagendrucken :D .)

Eine leicht pervertierte Variante davon ist nun, reale Objekte digital abzubilden (Foto oder Video) und das Digitalisat als NFT zu "vereinmaligen" und teuer zu verkaufen. Besitz am NFT (oder an Anteilen daran) hat erstmal rein gar nichts mit dem Besitz am physischen Objekt zu tun. Ich bin mir nichtmal sicher, ob man mit dem Erwerb eines NFTs auch die Bildrechte am Dargestellten erwirbt oder nicht (ich vermute eher nicht).

Der Verkauf von Anteilen dient nun dazu, noch mehr Geld zu generieren. Das ist eher wie bei einer Aktiengesellschaft. Als Aktionär besitzt Du einen Anteil an einer (hoffentlich realen :D ) Firma. Diese Idee wurde irgendwann auf sehr teuere Sammlerstücke übertragen, da kann man sich einen Anteil an einem Schuh von Michael Jordan kaufen (hab' ich mal gehört), der physisch irgendwo in einem Tresor lagert (der Schuh, nicht Michael Jordan :wink: ). Das hat aber mit NFTs erstmal nichts zu tun, da kann man, wie bei Aktien, auch Anteilsscheine auf Papier drucken.
Das hat man dann auf NFTs übertragen, wo dann Anteile am digitalen Objekt, also gegebenenfalls an einer spezifischen Darstellung eines realen Objekts, verkauft werden.

Es kommen also gegebenenfalls zwei voneinander unabhängige Prinzipien zusammen:
- "Vereinmaligung" von digitalen Objekten als NFT mittels Blockchain-Technologie und
- Verteilung von Besitz (an was auch immer) über Ausgabe von Anteilen an viele.

Was Du am Ende des Tages besitzt, ist hochgradig abstrakt. Du kannst das im Grunde nur dazu verwenden, um anderen davon zu erzählen, dass Du es hast :D . Das digitale Objekt kannst Du Dir natürlich auch anschauen, dazu brauchst Du aber kein NFT.
Und wieder verkaufen kannst Du es natürlich auch 8) .

Steht auch schön hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Non-Fungible_Token

Und wartet mal ab, bestimmt gibt es bald eine Grading Company für NFTs :D .

Gruß

Altamura

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Re: Die Spinnen die NICHT-Münzsammler: Münz-NFTs

Beitrag von Zwerg » Mi 30.03.22 10:17

Altamura2 hat geschrieben:
Mi 30.03.22 08:39
Und wieder verkaufen kannst Du es natürlich auch 8) .
Auch nur bedingt.
Die teuerste Briefmarke der Welt wurde von dem Geldgeber von Stanley Gibbons gekauft und wird mit keinem guten Erfolg als NFT vermarktet
https://showpiece.com/
Das Handeln der Anteile und der Besitz ist aber nicht sichergestellt
When you buy part of a Showpiece you become a true beneficial owner of the physical item
Grüße
Klaus
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Re: Die Spinnen die NICHT-Münzsammler: Münz-NFTs

Beitrag von Chippi » Mi 30.03.22 11:18

Ich fasse zusammen: Brauchen wir nicht!

Gruß Chippi
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)
Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.

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Re: Die Spinnen die NICHT-Münzsammler: Münz-NFTs

Beitrag von Altamura2 » Mi 30.03.22 11:40

Zwerg hat geschrieben:
Mi 30.03.22 10:17
... Die teuerste Briefmarke der Welt wurde von dem Geldgeber von Stanley Gibbons gekauft und wird mit keinem guten Erfolg als NFT vermarktet ...
Nicht als NFT, sondern im AG-Modell als gesplittete Anteile. Da ist nirgendwo von NFT oder Blockchain die Rede, oder?

Man kann jetzt solche Anteilsscheine an realen Objekten als NFTs gestalten, um sie quasi fälschungssicher zu machen. Dann ist das NFT aber der durch Blockchain geschützte Anteilsschein, nicht der Anteil selbst.

Wenn wir auf den Goldpenny von Heinrich III zurückkommen, sieht man schön die beiden Aspekte. Das NFT davon wurde völlig unabhängig von der Münze selbst versteigert. Der Besitz des einen hat mit dem Besitz des anderen nichts zu tun.
Chippi hat geschrieben:
Mi 30.03.22 11:18
... Ich fasse zusammen: Brauchen wir nicht! ...
Sehr scharf erkannt :D .

Gruß

Altamura

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