DDR-Geldscheine; echt oder gefälscht?

Banknoten / Papiergeld

Moderator: Locnar

mfr
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Beitrag von mfr » Di 08.04.03 15:23

Ehrlich gesagt musste ich auch im Jaeger nachschauen :oops: und der gibt den 01.07.1991 als Stichtag an.

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*ryhk*
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Beitrag von *ryhk* » Mi 09.04.03 00:03

¡Hola!
investans hat geschrieben:... an eine Übergangsfrist für den Umtausch von Scheinen kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich glaube es war so, daß man alles Geld auf ein Konto einzahlen mußte, welches dann auf Antrag (von dem ich noch ein Exemplar habe :D ) automatisch von DDR-Mark auf D-Mark umgestellt worden ist.

So ein Exemplar habe ich auch noch. :-)
Ebenfalls ein solches vom Januar/Februar 1990, bei dem man 200 Westmark umtauschen konnte. Erinnert sich jemand? Die ersten 100 Mark im Verhältnis 1:1, die zweiten 100 Mark im Verhältnis 1:5. Sehr viele haben nur 1:1 getauscht und die zweiten 100 DM wurden dann in der "Wochenpost" angeboten bzw gesucht. :-)
Nochmals zurück zu den Scheinen:
Wenn man nach dem 01.07.1990 noch "alte" Scheine fand, konnte man sie, glaube ich, zur Bank bringen, sie aufs Konto einzahlen und dann wurden sie umgetauscht. 1:1 bis 4.000 Mark (6.000 Mark für Rentner? Oder waren's Eheleute? Irgendwer war's doch?) und was darüberhinausging, wurde 1:2 umgetauscht.
Trügt mich da meine Erinnerung?
Bezüglich der DDR-Münzen von 1 Pfg. bis 50 Pfg. hast Du recht; die waren nach meiner Erinnerung noch ein halbes Jahr, also bis Ende 1990, gültig.
Nur ein halbes Jahr? War das nicht ein ganzes Jahr, wo die Aluchips noch galten? Und wie war das mit dem 20-Pfennig-Stück, wurde das nicht etwas eher für kursungültig erklärt?
Verdammt, erst 13 Jahre her und ich weiss nichts mehr.

Adíos
Ronny

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Beitrag von Münzliebhaber » Mi 09.04.03 17:39

Also ich weiß nicht genau aber im Film "Good Bye, Lenin" wars so dass man nur eine Woche umtauschen konnte, danach nahmen die gar kein Ostgeld mehr an, nicht mal mehr aufs Konto.
Vielleicht entspricht das auch nicht der Realität, aber vielleicht auch doch :roll:

Ja bis zum nächsten Mal dann; MFG Münzliebhaber

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FaulerHund
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Beitrag von FaulerHund » Do 10.04.03 15:06

Kleine Ergänzung zu den 200 und 500 Scheinen.
Die wurden m.W. ab ca. 1984 gedruckt und nach und nach in verplombten Behältnissen in jeder Filiale der Staatsbank der DDR eingelagert. So wäre es möglich gewesen, bei Bedarf innerhalb von einer Woche diese Scheine flächendeckend auszugeben. Und in den Wendezeiten sind diverse Behältnisse abhandengekommen. Und das ist m.E. der Hauptgrund für die vielen bfr. Scheine (und natürlich der Verkauf durch die KfW als einer der Rechtsnachfolger der Staatsbank der DDR)

Zur unterirdischen Anlage in Halberstadt. Dort wurden die Scheine zum verrotten eingelagert. Sie sollten dort verschimmeln. Hier wurden erst nach der Wende Scheine eingelagert.
Nach der Wende wurden diese Scheine aber mit Erde (oder was auch immer) bedeckt, so sie nicht mehr verschimmeln konnten. Und irgendwann hat einer halt den Eingang gefunden.
Aber etliche Tonnen wurden vor der Wende auch in Salzbergwerken vernichtet. Ein Verbrennungsanlage gab es in Leipzig auch, welche aber erst 1989 in Betrieb gehen sollte. Aber da kam die Wende dazwischen.

Zu den Stückelung: 1948 wurde in der DDR ein 1000 Markschein ausgeben.[ externes Bild ]
Zuletzt geändert von FaulerHund am Do 10.04.03 15:10, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von FaulerHund » Do 10.04.03 15:09

Münzliebhaber hat geschrieben:Also ich weiß nicht genau aber im Film "Good Bye, Lenin" wars so dass man nur eine Woche umtauschen konnte, danach nahmen die gar kein Ostgeld mehr an, nicht mal mehr aufs Konto.
Vielleicht entspricht das auch nicht der Realität, aber vielleicht auch doch :roll:

Ja bis zum nächsten Mal dann; MFG Münzliebhaber
Doch, mann konnte auch nach der einen Woche noch Geld umtauschen. Aber nur auf Antrag und mit Begründung, warum erst jetzt usw.
Wielang das aber möglich war, weiß ich auch nicht mehr. Ich glaube bis 31.12.1990

Übrigens: den Film kann ich auch nur empfehlen.

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Beitrag von mfr » Do 10.04.03 15:14

Wie ich schon weiter oben geschrieben habe konnte man die höheren Nominale nur eine Woche umtauschen (es gab natürlich auch Ausnahmen, z.B. Leute die zu der Zeit im Ausland waren o.ä.).
Die kleinen Nominale von 1 - 50 PF blieben bis zum 30.6.1991 neben der DM als Zahlungsmittel im Umlauf.

Warum glaubt mir das eigentlich keiner ? :roll:

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Beitrag von Münzliebhaber » Do 10.04.03 17:16

@ Muenzenfreund: Ich glaube das schon, weil ich es selber so mitgekriegt habe und ich muss das ja wissen -> habe Verwandte in der ehemaligen DDR.

MFG Münzliebhaber.

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Beitrag von FaulerHund » Do 10.04.03 23:26

Muenzenfreund hat geschrieben:Wie ich schon weiter oben geschrieben habe konnte man die höheren Nominale nur eine Woche umtauschen (es gab natürlich auch Ausnahmen, z.B. Leute die zu der Zeit im Ausland waren o.ä.).
Die kleinen Nominale von 1 - 50 PF blieben bis zum 30.6.1991 neben der DM als Zahlungsmittel im Umlauf.

Warum glaubt mir das eigentlich keiner ? :roll:
Ich hab Dir doch im Grundsatz nicht widersprochen!

Na klar konnte man die höheren Nominalen nur eine Woche lang problemlos umtauschen. Danach war es aber immer noch möglich, aber ebend nur nicht mehr so einfach. Die Beispiele sind nicht nur Auslandsaufenthalt, sondern auch "Dachbodenfund", Krankheit, Erbschaft, aber auch einfach vergessen. Du mußtest nur glaubhaft nachweisen, das du nicht bescheissen willst. Mein Kollege hat mir übrigens gesagt, dass der Zeitraum 1 Jahr gewesen sein soll.
Buchgeld wird m.W. immer noch umgetauscht.

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Beitrag von investans » Fr 11.04.03 13:49

Hallo,

wer einen informativen Überblick über den Werdegang der DDR-Geldscheine haben möchte, dem sei

http://www.kfw.de/DE/Service/OnlineBibl ... 203-02.pdf

empfohlen.

Schönes Wochenende ! :D

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Beitrag von Münzliebhaber » Fr 11.04.03 14:41

Jaja, die alte DDR *in Nostalgie schwelg*

Wie ist eigentlich EURE Meinung zu der Wiedervereinigung?

Ich persönlich finde, sie war schon eine Notwendigkeit, weil alle DDR-Bürger unterdrückt waren. Wer nicht machte, was die Regierung wollte, kam ins Gefängnis. Kein schönes Leben, find ich.

Ich schätze mal, es würde die DDR es heute noch geben wenn es keine Unterdrückung vom Staat gegeben hätte.

Denn: einiges war ja in der DDR ja auch gut; z. B. :
-es gab keine Arbeitslosen
-der Staat kümmerte sich sehr um die Familiengemeinschaft.

Und heutzutage gibt es zwar Redefreiheit in der ehemaligen DDR, dafür gibt es viele Arbeitslose.

Wie ihr seht (und warscheinlich auch selber wisst) hat der Zerfall der DDR zwar sicherlich viel gutes aber auch viel schlechtes gebracht.

MFG Münzliebhaber.

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Beitrag von investans » Sa 12.04.03 15:25

...schwer, dazu etwas zu sagen. Ich habe sicherlich den überwiegenden Teil meines Lebens in der DDR verbracht. Da gab es eine "Agitpropgruppe" mit dem Namen Oktoberklub. Die haben gesungen: "Du kannst nicht bei uns und bei denen genießen ... Du mußt dich entscheiden". Oder so ähnlich jedenfalls. So isses. Also, es ging nicht anders. Insofern war die Wiedervereinigung ein Glücksfall, der, glaube ich, nur zu diesem Zeitpunkt und in dieser Situation möglich war. Meine DDR-Jahre möchte ich trotzdem nicht missen; sie waren für mich eine Bereicherung. Man sieht die Welt doch etwas anders. :?

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Beitrag von Münzliebhaber » Sa 12.04.03 20:19

Die Wiedervereinigung war ja eigentlich nur möglich weil
a) Gorbatschow es geduldet hat
und b) weil der Staat pleite war.

Wären diese 2 Faktoren nicht gewesen, gäb es die DDR sicherlich heute noch.

MFG, Münzliebhaber.

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Beitrag von Münzliebhaber » Sa 12.04.03 20:21

...ach ich habe versehentlich Faktor c) vergessen:
c) wenn der Staat den Großteil seiner Staatsbürger nicht unterdrückt hätte, dann wären sie nicht auf die Barrikaden gegangen.

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Beitrag von investans » Sa 12.04.03 21:26

... im Nachhinein gesehen sind a., b. und c. ziemlich richtig. :?

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Randydererste
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Beitrag von Randydererste » Sa 12.04.03 21:44

ich gebe euch im großen und ganzem Recht aber der Teil der nicht pleite war(ehemalige DDR) wurde nach der Wende leider gezielt pleite gemacht und das ist ein sehr trauriger Teil der deutschen Geschichte

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