Wie findet Ihr "Quasi-Geld"?

Wie zahlten unsere Vorfahren? Was war überhaupt das Geld wert? Vormünzliche Zahlungsmittel

Moderator: Locnar

vMadai
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Wie findet Ihr "Quasi-Geld"?

Beitrag von vMadai » Sa 07.07.07 12:11

Quasi-Geld: so nenne ich - bis ich eine bessere Idee mitgeteilt bekomme - die nur zum Nutzen der Zentralbanken und Schaden der Sammler emittierten Prägungen, die nicht wirklich für den Umlauf bestimmt sind.

Auch Jahrgänge/Münzzeichen, die nur für Jahrgangssätze und dergleichen angefertigt wurden oder Vatikan-Euros usw., würde ich dazu zählen.

Wie findet Ihr diesen Ausdruck?


(Mein heimlicher Traum wäre, dass in Münzkatalogen solle Gepräge eindeutig gekennzeichnet werden.)


Liebe Grüße,
vMadai

B12
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Beitrag von B12 » Sa 07.07.07 19:28

Die Ami's nennen es Pseudo-Geld - find ich treffend.

Mein Traum wäre, dass in Münzkatalogen solle Gepräge
gar nicht oder nur in einer gesonderten, von echtem Geld
abgetrennten Rubrik geführt werden.

Gruss
Daniel

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Beitrag von Münz-Goofy » Sa 07.07.07 19:37

@Andreas und Daniel,
das gleiche Problem stellt sich mir auch. Nur wer soll entscheiden, was echtes Umlaufgeld oder Pseudo-Geld ist? Die Herren Krause, Mishler und Schön können das aus der Ferne garantiert nicht in jedem Fall.

Viele Grüße
Dietmar
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B12
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Beitrag von B12 » Sa 07.07.07 19:55

Die Auflage gibt deutliche Hinweise.
Aussedem unterschätzt du die Kenntnisse der
Herren Schön, Krause, Mishler u.a. bei weitem....

Die wissen genau, was im Umlauf ist und was nicht!

Gruss
Daniel

mfr
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Re: Wie findet Ihr "Quasi-Geld"?

Beitrag von mfr » Sa 07.07.07 19:58

vMadai hat geschrieben:Quasi-Geld: so nenne ich - bis ich eine bessere Idee mitgeteilt bekomme - die nur zum Nutzen der Zentralbanken und Schaden der Sammler emittierten Prägungen, die nicht wirklich für den Umlauf bestimmt sind.

Auch Jahrgänge/Münzzeichen, die nur für Jahrgangssätze und dergleichen angefertigt wurden oder Vatikan-Euros usw., würde ich dazu zählen.

Wie findet Ihr diesen Ausdruck?
Hallo,
ich nenne solche Prägungen Pseudomünzen (und ziehe mir damit regelmäßig den Zorn entsprechender Sammler zu). Einen treffenderen Ausdruck kenne ich aber auch nicht. ;)

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Beitrag von klosterschueler » Sa 07.07.07 20:08

Ich sage "Medaillen mit Wertaufdruck" dazu.

Euer Klosterschüler
„Was du ererbt von Deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen.“

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Münz-Goofy
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Beitrag von Münz-Goofy » Sa 07.07.07 20:13

B12 hat geschrieben: Aussedem unterschätzt du die Kenntnisse der Herren Schön, Krause, Mishler u.a. bei weitem....
Bist Du da wirklich sicher?
Bei allem Respekt vor diesen Herren. Das kann doch wirklich nicht der Realität entsprechen. Dazu ist das Thema wohl doch zu mehrdimensional.

Grüße aus dem Wochenend
MG :black:
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Beitrag von B12 » Sa 07.07.07 21:37

Es ist Ihr Beruf und Ihre Berufung.
Sie beschäftigen sich seit Jahen ausschliesslich
mit diesem Thema und kennen jede Quelle.
Wie sonst käme sonst ein solcher Katalog zustande.

Daniel

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Beitrag von Münz-Goofy » Sa 07.07.07 21:56

B12 hat geschrieben:Wie sonst käme sonst ein solcher Katalog zustande.
Wie sonst käme es zu solchen Lücken in den Katalogen?

Dietmar
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Beitrag von KarlAntonMartini » Sa 07.07.07 22:23

B12 hat geschrieben:Die Ami's nennen es Pseudo-Geld - find ich treffend.

Mein Traum wäre, dass in Münzkatalogen solle Gepräge
gar nicht oder nur in einer gesonderten, von echtem Geld
abgetrennten Rubrik geführt werden.

Gruss
Daniel
Es gab meiner Erinnerung nach solche Versuche im KM, ich habe das nicht aktuell weiterverfolgt. Aber es ist schon schwierig, solche Abgrenzungen zu definieren: Gedenkmünzen sind selten im Umlauf, Aufpreise für spezielle Fertigungsarten sind auch häufig, also wie willst du Pseudo-Geld von normalen Gedenkmünzen ernsthaft abgrenzen? Jeder Sammler muß sich da selbst definieren, was er sammeln will. Ob es richtiger wäre, wenn der Katalog-Autor da den Zensor gibt? Grüße, KarlAntonMartini
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Beitrag von B12 » Sa 07.07.07 22:32

wer ist frei von Fehlern?

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Beitrag von B12 » Sa 07.07.07 22:38

Es gab meiner Erinnerung nach solche Versuche im KM,
Stimmt, der war recht untauglich :(
Ob es richtiger wäre, wenn der Katalog-Autor da den Zensor gibt?
Nicht den Zensor, den Informanten. Es ist festzustellen,
was im Umlauf ist/war und was nicht.

Daniel

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Beitrag von Lutz12 » Sa 07.07.07 23:19

Die Kritiken in Richtung aller möglichen Staaten, die Pseudogeld ausgeben, ist sicher richtig, aber auch ein Deutsches 100 Euro-Stück ist in meinen Augen nichts anderes.
Die Spitzfindigkeiten, mit der man das eine zu medaillenartigen Ausgaben und das andere zu ja immerhin von offiziellen Stellen ausgegebenen Stücken deklariert ist nichts anderes, als das was die profitsüchtigen Ausgabestellen machen. Der Unterschied ist für mich lediglich derjenige der den Profit einsteckt - privat oder staatlich.
Die Abgrenzung des Sammelgebietes ist deshalb für mich eher eine persönliche Sache, als dass eine genau zu definierende Grenze existiert.
Auch ein Blick in die numismatische Vergangenheit der letzten Jahrhunderte klärt für mich das Problem nicht, eine Medaille im Talergewicht, ein Gedenktaler, ein Prämientaler etc. stellen immer wieder Grenzfälle dar. Das Verwunderliche ist nur, dass sobald so ein Teil als Zahlungsmittel in Katalogen auftaucht der Preis ein mehrfaches beträgt.
Gruß Lutz12
"Wenn Sie glauben, mich verstanden zu haben, dann habe ich mich falsch ausgedrückt" ( Alan Greenspan)

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Beitrag von KarlAntonMartini » Sa 07.07.07 23:44

B12 hat geschrieben:
Es gab meiner Erinnerung nach solche Versuche im KM,
Stimmt, der war recht untauglich :(
Ob es richtiger wäre, wenn der Katalog-Autor da den Zensor gibt?
Nicht den Zensor, den Informanten. Es ist festzustellen,
was im Umlauf ist/war und was nicht.

Daniel
Aber das weiß man doch, wenn man sammelt, daß Jahrgangssätze zB der Pobjoy-Mint im jeweiligen Land nicht auftauchen. Ich kann mich aber auch nicht erinnern, je ein 5-DM-Stück Germ. Museum im Umlauf gesehen zu haben. Gut, das konnte immerhin zum Nominalwert am Bankschalter gekauft werden. Es gibt Länder, die übertreiben es. 50.000 Einwohner nd jedes Jahr zig Ausgaben, ich sag nur Isle of Man. Das muß man ja nicht sammeln. Ich sammel von dort nur, was wirklich mit Gebrauchsspuren aus dem Umlauf kommt und alles andere nur, wenn es aus einer Ramschkiste kommt, aber niemals zum Neupreis. Grüße, KarlAntonMartini
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Beitrag von wpmergel » So 08.07.07 09:53

Hallo,

ist dabei nicht der rechtliche Status einer Münze viel aussagekräftiger? Alle Umlaufmünzen sind ja eigentlich Scheidemünzen. Der Staat garantiert für das angegebene Nominal.

Natürlich hättest Du wohl kaum eine Goldmark aus dem damaligen Umlauf fischen können, sehr wohl aber für 1 DM bei jeder Bank eintauschen können (um einmal das aberwitzigste Beispiel herauszugreifen).

Bei dieser Klassifizierung habe ich nur mit den Euro-Gedenkmünzen so meine Probleme. Irgendwie funktionieren die ja wie die berühmten Perlenketten im "Club Med".
Herzliche Grüße aus Waldeck
Wolfgang M.

www.Waldecker-Münzen.de
www.Waldecker-Münzfreun.de

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