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Blei oder Zinn ?
Verfasst: Mi 02.04.03 18:33
von Thomas
Gibt es eine einfache Methode festzustellen ob ein Gegenstand aus Blei oder Zinn ist? Wäre über Tips sehr dankbar.
Gruß Thomas
Verfasst: Mi 02.04.03 21:01
von mumde
Hallo Thomas, Blei ist schwer, Zinn ist leichter. Außerdem: Wenn Du Deinen Daumennagel hineindrücken kannst, ist es Blei (aber hinterher die Finger waschen, denn Blei ist giftig). Die Klangprobe erfordert ein bißchen Erfahrung: Blei klingt überhaupt nicht, große Zinnmedaillen klingen ein wenig, aber nicht viel. Aber bei großen Medaillen wäre der Gewichtsunterschied von Zinn zu Blei so stark, daß die Klangprobe schon nicht mehr erforderlich wäre.
Verfasst: Do 03.04.03 14:11
von chaoschemiker
Folgendes könnte theoretisch gehen, wenn Du ein Auto/Motorrad und einen Säureprüfer hast:
1-viele Tr. Batteriesäure aus dem Akku holen und auf das Metall tropfen
Blei löst sich nicht auf, es entseht nur eine Sulfatschicht, eben wie in der Autobatterie. Die ist innen mit Blei gefüllt.
Zinn löst sich auf (bei 1 Tr. natürlich nicht). Jedenfalls müsste es bei Zinn leicht schäumen. Wenn man das Metall dann mit Wasser abwäscht müssten anschliessend deutlich Ätzspuren sichtbar sein.
Vorsicht:
Schwefelsäure (Batteriesäure) ist ziemlich ätzend. Vor allem Klamotten sind extrem gefährdet. Kleinste Spritzer verursachen beim anschliessenden Wäschewaschen Löcher in dem Kleidungsstück. Die Haut ist weniger gefährdet. Es brennt halt ein wenig, so dass man sich fast ganz von selbst die Spritzer mit viel kaltem Wasser abwäscht
P.S.: Da fällt mir gerade ein: Mit modernen Gelgefüllten Battreien klappt das nicht. Man braucht schon Schwefelsäure. Gibt es evtl. bei Bosch. Keine andere Säure nehmen, denn da löst sich Blei auch auf.
@Tips
Verfasst: Sa 05.04.03 04:46
von Thomas
Vielen Dank für Eure Tips, wenn ich die "Nagelprobe" mache, sieht es so aus als wäre es Zinn. Bei den Stücken handelt es sich um Bodenfunde von malaiischen Zinnkegeln (13.-18.Jahrh.)
Gruß Thomas