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Verhackstückelte Rückseite!

Verfasst: So 11.01.04 17:13
von tournois
Tja, da hat die "Mittelalterfraktion" auch mal wieder eine Frage!! :wink:
Ich kann mir nicht erklären was die folgende für eine Münze ist!
Vor allen Dingen sieht die Rückseite äußerst merkwürdig aus! Ich kann da absolut nichts erkennen. Vielleicht könnt Ihr mir verraten was das für Hyroglyphen sind!

[ externes Bild ]

Verfasst: So 11.01.04 17:36
von Anastasius
Das ist eine recht typische Mehrfach-Überprägung aus dem 7. Jhdt.
Hauptsächlich erkennbar ist ein Constans II mit Frontalbüste
( Sear 1004 ) auf einem früheren Follis des Heraclius. ( Sear 810 )
Es sind weitere Überprägungen dabei, das ist auf die Schnelle
nicht ganz so einfach festzustellen, ohne die Münze in der Hand zu haben.
Interessant ist dieses Stück, bzw. diese Überprägungen weil einige Autoren
diesen Typ ( Sear 1004 ) nicht Constans II, sondern Heraclonas zuordnen und
eine wirkliche Chronologie nur mit Überprägungen nachzuweisen ist.
Gruss
Anastasius

Verfasst: So 11.01.04 17:47
von tournois
Anastasius hat geschrieben:das ist auf die Schnelle
nicht ganz so einfach festzustellen, ohne die Münze in der Hand zu haben.
Das Problem kenne ich auch von Mittelaltermünzen!
Anhand eines Bildes schwer zu entziffern und sobald man die Münze in der Hand hat und sie sich richtig anschauen kann (mit allen denkbaren Lichteinfällen und Drehungen der Münze) kann man die Umschrift entziffern. :roll:
Bin gespannt was noch alles zu der Münze gesagt werden kann!
Auf jeden Fall schon einmal Danke an Dich @Anastasius! :wink:

Ich frage mich nur gerade wie die Leute, ohne etwas erkennen zu können, mit dem Geld umgehen konnten!
Die Schrötlinge weisen ja, von der Größe her, manchmal nicht gerade unterschiedliche Merkmale auf! Oder täusche ich mich jetzt sehr!?

Verfasst: So 11.01.04 18:17
von Anastasius
Ich frage mich nur gerade wie die Leute, ohne etwas erkennen zu können, mit dem Geld umgehen konnten!
Die Schrötlinge weisen ja, von der Größe her, manchmal nicht gerade unterschiedliche Merkmale auf!
Nun, in der Zeit des Constans II waren die Follisteilstücke nicht mehr
sehr gebräuchlich ( jedenfalls sind sie heute schon recht selten )
sodass im Kupfer eigentlich fast nur noch ganze Folles unterwegs waren
und so erledigte sich das Problem von selbst.
Die wenigen noch umlaufenden Teilstücke waren aber schon deutlich kleiner,
man konnte auch stark abgenutzte oder verhackstückte Münzen
noch nach der Grösse beurteilen.

Gruss
Wolfgang