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Wer könnte das sein?

Verfasst: Mi 15.07.26 12:04
von ELEKTRON
Hallo liebe Münzfreunde

Bei der kleinen Bronzemünze (1,500 g mit der Höhe 17 mm und der Breite 14 mm) habe ich beim Suchen im U. Sommer nichts Passendes finden können.

Ich sehe auf der Aversseite einen Kaiser in Frontalansicht, einen Kreuzglobus in der linken Hand haltend und evtl. in der rechten Hand ein Zepter? Die Rückseite zeigt m.E. keinen Buchstaben, sondern eine stehende Figur (Viktoria ?). Diese Kombination ist mir bei diesen kleinen Bronzemünzen bisher noch nicht begegnet.
Auch wenn die Münze nur gering erhalten ist, würde ich mich trotzdem über Informationen des kleinen Münzchens freuen.

Im Voraus vielen Dank für eure Bemühungen.
Liebe Grüße,
Elektron

Re: Wer könnte das sein?

Verfasst: Mi 15.07.26 13:28
von Theoupolites
Von wegen "Buchstabe" und "Victoria" - eine so frühe byzantinische Münze dürfte es nicht sein. Ich tippe mal auf was Späteres: (Halb-)Tetarteron aus der Zeit der Komnenen, vielleicht Johannes II. oder Manuel I. ? Die Münze ist leider in einem Zustand, in dem eine wirklich exakte Bestimmung unmöglich sein dürfte.

Re: Wer könnte das sein?

Verfasst: Mi 15.07.26 18:43
von ELEKTRON
Hallo Theoupolites
Vielen Dank für Deinen Tipp. Der Zustand der Münze ist natürlich ziemlich erbärmlich, aber der Zeitraum ist schon interessant, da hätte ich in der "byz. Frühzeit" lange weitersuchen können. Es geht mir auch eher um den Lerneffekt und der ungefähren zeitlichen Einordnung.
Viele Grüße,
Elektron

Re: Wer könnte das sein?

Verfasst: Mi 15.07.26 19:31
von Chippi
Definitiv nicht frühbyzantinisch, sondern wie Theoupolites schreibt. Entweder sitzender Christus oder Mutter Gottes.

Gruß Chippi

Re: Wer könnte das sein?

Verfasst: Mi 15.07.26 21:24
von minimee
über dieses Teil gibts keine Informationen, ausser "nicht bestimmbar".
Imho lohnt sich da keine Sekunde Zeit aufzuwenden, das Teil gibt einfach nix her.
LG
minimee

Re: Wer könnte das sein?

Verfasst: Do 16.07.26 10:16
von moneypenny
Der letzte Kommentar ist ja wohl überflüssig und nicht sehr hilfreich für andere Forenmitglieder. Wo würden wir stehen, wenn in der Archäologie so einfach gedacht würde und nur noch Münzen ab sehr schön, am besten vorzüglich oder Stempelglanz bestimmt werden würden.
Gruß moneypenny

Re: Wer könnte das sein?

Verfasst: Do 16.07.26 12:30
von TorWil
Bei dem Gewicht/Größe, Darstellung würde ich eher vorbyzantinisch suchen.
AE3 CONCORDIA-Typ um 400 n.Chr., was genaues habe ich aber nicht parat.

Grüße

TW

Re: Wer könnte das sein?

Verfasst: Do 16.07.26 15:06
von ELEKTRON
Hallo TorWil
Genauso dachte ich auch und habe deshalb nur die ersten 250 Seiten des "U. Sommers" durchsucht und wurde nicht fündig. Theoupolites brachte mich dann aber genau auf die richtige Spur, denn er hatte recht. Ich habe unter Johannes II. Comnenus -Thessalonika die passende Münze dazu gefunden. Im U. Sommer kommt die Nummer 60.15.2 meiner gering erhaltenen Münze sehr nah. Dort ist auf der Vorderseite der stehende Christus und auf der Rückseite die Frontalbüste des Kaisers abgebildet. Auch die Gewichtsklasse dieses Bronze-Halbtetarteron passt auch. Auf der Originalmünze ist trotz des schlechten Zustandes bei verschiedenem Lichteinfall etwas mehr als auf den beiden Bildern zu erkennen.
Ich danke Dir ebenfalls für deine Mail und freue mich, daß doch 99,9% der Forenmitglieder sehr nett und hilfsbereit sind und auch bei geringfügig erhaltenen Münzen keine abfälligen Kommentare erstellen wie ich leider diesmal wieder bei dieser Anfrage erleben musste.
Viele Grüße,
Elektron

Re: Wer könnte das sein?

Verfasst: Sa 18.07.26 11:19
von Wurzel
Mein Gefühl sagt mmir es geht in diese Richtung:

https://labarum.info/lbr/show.php?coin=19220

tatsächlich ist die Münze leider zu schlecht erhalten um hier mit Gewissheit eine Bestimmung machen zu können.

Allen ein schönes Wochenende

Micha

Re: Wer könnte das sein?

Verfasst: Sa 18.07.26 12:04
von ELEKTRON
Hallo Wurzel
Könnte auch sein, der Typ passt mir von den Gewichten nicht so ganz, vergleichbare Münzen sind z.B. im DOC meist mehr als doppelt so schwer.
Die Erhaltung ist wirklich zu schlecht um eine genauere Bestimmung zu machen, aber es ist jedenfalls keine frühbyzantinische Münze.
Das Bronzeteil kommt wieder ins Schrottkästchen, war ein jedenfalls ein Versuch. Die zeitliche Einordnung scheint zwischen 1080 und Mitte 12. Jahrhundert zu liegen.
Danke auch für deinen Tipp.
Gruß Elektron