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von Gast » Mi 20.01.10 19:29
Siehe auch hier:
DIE BILDPOLITIK DES PREUßISCHEN KÖNIGSHAUSES
IM 19. JAHRHUNDERT
Zur Ikonographie der preußischen Königin Luise (1776-1810)
in: Wallraf-Richartz-Jahrbuch 60, Köln 1999, S. 231-262
Der Salzinspektor Pilegaard von Frankfurt, ein Mann von wenig Bildung,
aber mit der Sucht beseelt, sich einiges Ansehen zu verschaffen, gab
dem Künstler zu verstehen, wie es seine Absicht sei, dem Andenken der
unvergeßlichen Königin in Frankfurt, seinem Wohnsitze, ein Monument,
ein Epitaphium, Tempel oder Mausoleum zu errichten. Da müsse dann zu
sehen sein die Weltkugel, worauf der Ort ‘Hohenzieritz’ zu bezeichnen, der
Todesengel, die trauernde Borussia und Brennus als Stammvater des brandenburgischen
Hauses und darüber schwebend die Königin. Nachdem ihm
der Kostenanschlag hievon gemacht wurde, kam er zur Besinnung, ließ aber
seine Invention nicht fahren, und so wurde das wohlfeilste Material, nämlich
der gebrannte Ton, gewählt, in welchem die Ausführung durch den
schon erwähnten sinnreichen Töpfer, Herrn Feiler, recht gut gelang.