"Parion" (Bizya oder Olbia ?) - Zuordnung unsicher
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Re: "Parion" (Bizya oder Olbia ?) - Zuordnung unsicher
Ich finde es sehr schwierig, meine Münze zu beurteilen. Das Avers scheint mir in Ordnung zu sein, allgemein gibt sie mir einen guten Eindruck, auch vom Gewicht her. Aber der Revers ist so wubbelig; ich kann mir nicht erklären, warum er so wubbelig ist. Könnte es sein, dass das Metall bei der Prägung noch sehr heiß und weich war? Die Schliere auf 7 Uhr … hmmm.
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- Lampsakos
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Re: "Parion" (Bizya oder Olbia ?) - Zuordnung unsicher
@ Tiziana
soweit ich weiß, wurden antike Münzen kalt geprägt - der Grund ist, daß Silber (und auch Bronze) bei Erhitzung bis vor den Schmelzpunkt nicht "weicher" und damit besser formbar wird, - anders als man denkt, wenn man nur Erfahrung mit Wachs oder Blei hat.
Ich habe heute mein Exemplar genauer betrachtet (und endlich fotografiert) - eindeutig eine "Plattnase":
Und dabei entdeckt, daß die beiden Haarsträhnen oben links eindeutig einen scharfen Rand gegenüber dem Feld haben. Auch der Revers hat kleine Stauchungen und Brüche, wie sie unter Druck entstehen. Beides klare Indizien für Prägung.
Auch bei Tizianas Münze kann man sowas beobachten. Auf dem Avers ist sogar (wenn das Foto nicht trügt) eine Art "Prägeglanz" zu sehen .... Ich finde, das ist eine recht überzeugende Münze für diesen Typus!
Die Stempel müssen extra so bearbeitet worden sein ("geschmirgelt"?), wenn das Ergebnis durchweg, konsistent über alle drei Varianten, immer so "flau" ausfällt. Warum auch immer ... vielleicht wollten sie ihren Gorgonen ein etwas irreales, gespenstisches Aussehen geben?
Interessant ist auch, daß ein Jahrhundert später die Münzmeister von Parion bei ihren Hemidrachmen (auch Gorgoneia, auf dem Revers eine Kuh) ganz anders verfahren sind, genau umgekehrt: nicht rund und klumpenhaft, sondern extrem flach, und dazu noch mit ungewöhnlich flächigem Münzbild.
soweit ich weiß, wurden antike Münzen kalt geprägt - der Grund ist, daß Silber (und auch Bronze) bei Erhitzung bis vor den Schmelzpunkt nicht "weicher" und damit besser formbar wird, - anders als man denkt, wenn man nur Erfahrung mit Wachs oder Blei hat.
Das ist richtig.Altamura2 hat geschrieben: ↑Di 10.02.26 18:17Bei diesen Gorgonenhauptmünzen sehe ich keine der üblichen Spuren, die man sonst an antiken gegossenen (Bronze-)Münzen sieht, wie Reste von Gusskanälen oder leicht gegeneinander verschobene Ober- und Unterseite mit entsprechenden Nähten aus herausgequollenem Metall.
Ich habe heute mein Exemplar genauer betrachtet (und endlich fotografiert) - eindeutig eine "Plattnase":
Und dabei entdeckt, daß die beiden Haarsträhnen oben links eindeutig einen scharfen Rand gegenüber dem Feld haben. Auch der Revers hat kleine Stauchungen und Brüche, wie sie unter Druck entstehen. Beides klare Indizien für Prägung.
Auch bei Tizianas Münze kann man sowas beobachten. Auf dem Avers ist sogar (wenn das Foto nicht trügt) eine Art "Prägeglanz" zu sehen .... Ich finde, das ist eine recht überzeugende Münze für diesen Typus!
All das heißt ja, daß das verwaschene Aussehen intendiert war!
Die Stempel müssen extra so bearbeitet worden sein ("geschmirgelt"?), wenn das Ergebnis durchweg, konsistent über alle drei Varianten, immer so "flau" ausfällt. Warum auch immer ... vielleicht wollten sie ihren Gorgonen ein etwas irreales, gespenstisches Aussehen geben?
Interessant ist auch, daß ein Jahrhundert später die Münzmeister von Parion bei ihren Hemidrachmen (auch Gorgoneia, auf dem Revers eine Kuh) ganz anders verfahren sind, genau umgekehrt: nicht rund und klumpenhaft, sondern extrem flach, und dazu noch mit ungewöhnlich flächigem Münzbild.
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