geht es noch kleiner/filigraner ? Ja !

Griechische Münzen des Altertums

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Re: geht es noch kleiner/filigraner ? Ja !

Beitrag von Altamura2 » Mo 26.11.12 21:08

Schwarzschaf hat geschrieben:... Beim download wird facebook verlangt ...
Nein, das ist nicht notwendig, es geht auch ohne Facebook :D . Man muss sich zwar registrieren, aber außer einer Mailadresse und Namen wollen sie nicht viel, wenn ich mich da recht erinnere.
Und wer registriert und angemeldet ist, kann die Artikel dann als pdf herunterladen.

Gruß

Altamura

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Re: geht es noch kleiner/filigraner ? Ja !

Beitrag von Numis-Student » Mo 26.11.12 21:14

ich habe mich dort nicht registriert und kein facebook 8O

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Re: geht es noch kleiner/filigraner ? Ja !

Beitrag von Altamura2 » Mo 26.11.12 21:37

Numis-Student hat geschrieben:ich habe mich dort nicht registriert und kein facebook 8O
Nur zum Runterladen von pdf-Dateien muss man sich registrieren. Nur kucken geht auch ohne :wink: .

Und mit den 0,13 g (so interpretier' ich jetzt die Waagenanzeige) passt das gerade noch zu einem Tetartemorion. Laut SNG Kayhan dann ein Tetartemorion äginetischen Standards.
Auf acsearch und bei CNG wiegen die eher mehr, so zwischen 0,2 und knapp über 0,3 Gramm. Vielleicht ist da Deine Waage doch kein Präzisionsinstrument :wink: .

Schaut man im Balcer-Artikel ( findet man hier: http://retro.seals.ch/digbib/voltoc?rid ... 5&id3=3#n2 , Tafeln dazu hier http://www.wildwinds.com/coins/pdfs/Teo ... Plates.pdf ), dann laufen die dort unter "Tritemorion" und wiegen eher um die 0,3 Gramm.

Gruß

Altamura

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Re: geht es noch kleiner/filigraner ? Ja !

Beitrag von Numis-Student » Mo 26.11.12 21:57

Hallo,
ich denke schon, dass die Waage ok ist ;) problematisch ist es halt nur, wenn sie nicht exakt waagerecht steht...

Danke für deine Literaturhinweise... Das finde ich einfach irre, zu jedem Teil findest du irgendwelche Links :)

MR

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Re: geht es noch kleiner/filigraner ? Ja !

Beitrag von divus » Mo 07.01.13 18:40

Hallo liebe Kleinsilber-Gemeinde,

nachdem die spannende Diskussion um die milesischen Löwen abgetrennt wurde (was sehr sinnvoll war wie ich denke) now something completely different - und zurück zum eigentlichen Thema: Filigrane Kleinkunstwerke!

Diese beiden hübschen Stücke möchte ich heute vorstellen:

Hemiobol, ca. 4. Jhdt., unbekannte Münzstätte und/oder unbekannter Münzherr/Satrap (in Kilikien?)

Av.: Weiblicher Kopf mit Sakkos n.l.
Rv.: Männlicher Kopf mit Kyrbasia v.v. und leicht n.r.

A) Die erste hat 7mm und 0,36.
B) Die zweite 6-8mm und 0,38g.

Die einzige Referenz, die ich finden konnte ist SNG Keckman II 793
(A ist beidseitig stempelgleich, bei B ist die Rückseite stempelgleich)

Besonders fasziniert mich die perspektivische Ansicht des Satrapenköpfchens mit seinen gerade mal 5mm Höhe.

Grüße!
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Re: geht es noch kleiner/filigraner ? Ja !

Beitrag von Altamura2 » Sa 12.01.13 09:07

Interessante Münzen, hatte ich noch nie gesehen (und hab' ich auch nichts dazu gefunden :? ).

In der Tat ist der Revers sehr schön ausgearbeitet, die Dreiviertelansicht macht den Kopf recht lebhaft.

Aber sind die Rückseiten wirklich stempelgleich?
Die obere Münze ist ja deutlich schlechter erhalten als die untere, so dass man das gar nicht mehr so genau sehen kann.
Auf der oberen scheint es auch links neben dem Kopf Reste einer Legende zu geben (sieht zumindest so aus), die fehlen auf der unteren (bis auf vielleicht ein paar Krümel). Die könnte natürlich auch später in den vorhandenen Stempel graviert worden sein.
Oben scheint auf der linken Seite die Mütze auch in zwei Zipfel auszulaufen, unten nur in einen.

Gruß

Altamura

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Re: geht es noch kleiner/filigraner ? Ja !

Beitrag von divus » So 20.01.13 21:15

Hallo Altamura,

ich habe mir eben die beiden Herren mit Mütze genauer angeschaut, und ich denke, die Vorderseiten sind schon stempelgleich. Das Bild mag etwas täuschen, und auch ist der Stempel von Münze A deutlich vernutzter und stellenweise vielleicht etwas ausgebessert worden, aber man sieht es noch recht gut am "Gesichtsausdruck" (Augen- und Nasen-Partie) und an den Umrissen von Mütze und Kopf. Wenn ich die Bilder betrachte ist es leider nicht so deutlich wie in der Hand.
Diese "Legendenreste" sind wohl leider keine. Ich hatte zuerst auch Hoffnung, weil es ja sehr interessant gewesen wäre. Aber ich glaube, entweder sind das Stempelverletzungen, oder eine Schlaufe oder ein Band, welches zur Kappe gehört. Zumindest sieht es unter der Lupe nicht nach Buchstaben aus...

Grüße! :)

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Re: geht es noch kleiner/filigraner ? Ja !

Beitrag von antisto » Fr 15.02.13 11:55

Noch einmal zu diesem netten Thema:
Auf der Suche nach Belegexemplaren zu meinem (bereits vorgestellten) hübschesten Winzling aus Kyme habe ich in der Vergangenheit einiges gefunden, aber immer auch Details, die nicht passten: Mal war der Pferdekopf anders gestaltet, mal andersherum, dann war das Inkusum vierfach, usw. (Vgl. bes. Auktionen von Helios)
Jetzt fand ich durch Zufall erstmals ein Vergleichsstück - http://www.coinarchives.com/a/lotviewer ... 636556b9b9 - wenn nicht das Gewicht wäre: Mein Winzling wiegt mit 0,33 g knapp die Hälfte. Findet vielleicht jemand von euch diesen Kleinen auch als Hemiobol belegt?
Zusatzfrage: Wie kriegt man Zugriff zu der erwähnten Hauck und Aufhäuser Auktion 17?
AS
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Re: geht es noch kleiner/filigraner ? Ja !

Beitrag von Altamura2 » Fr 15.02.13 18:13

Was suchst Du denn jetzt eigentlich genau? 8O
In dem Thread damals (http://www.numismatikforum.de/viewtopic ... 49&t=38361) hast Du doch selbst auf ein passendes Exemplar verwiesen: http://www.vcoins.com/en/stores/ancient ... fault.aspx (das es immer noch gibt :D ).

Dann hab' ich noch den hier gefunden: http://www.cngcoins.com/Coin.aspx?CoinID=83998 , der Deiner Münze stilistisch doch sehr nahe kommt, aber eben auch ein Obol ist (und außerdem der thrako-makedonischen Region zugeschrieben wird).

Wenn denn Deine Waage stimmt, dann solltest Du davon ausgehen, dass es von diesem Münztyp Hemiobole gibt, Du hast ja einen vor Dir liegen :wink: .
Und die Herkunft scheint eben nicht ganz klar.

Was den Auktionskatalog betrifft, so gibt's den beispielsweise hier:
http://www.ma-shops.de/jacquier/item.php5?id=707
http://www.zvab.com/displayBookDetails. ... 349827&b=1
Wobei Auktion 17 2003 war, 1998 war Auktion 14. Vielleicht ist da bei Jacquier was durcheinander geraten :? .

Online hab' ich da nichts gefunden :? .

Gruß

Altamura

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Re: geht es noch kleiner/filigraner ? Ja !

Beitrag von antisto » Fr 15.02.13 19:39

Wie immer vielen Dank für die perfekte Recherche, Altamura.
Natürlich erinnere ich mich an den Thread von damals (habe ich ja selber veranlasst), aber mein Problem ist nach wie vor, dass ich finde, der Winzling von Ancient Delights ist stilistisch anders. Der jetzt gefundene Obolus und der, den du noch ausgegraben hast (ich halte da die Zuordnung für falsch - das ist auch Aiolis), ist dagegen wie meiner, und hier erwachte erneut mein Ehrgeiz nach einer Onlinerecherche mit meinem Gewicht (d. h. Mit dem Gewicht meiner Münze).
Aber du hast Recht, ich habe ja bereits ein Belegexemplar...
So Long,
AS
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Re: geht es noch kleiner/filigraner ? Ja !

Beitrag von divus » Mi 13.03.13 20:16

Hallo und schönen Abend! :)

Eine interessante "Kollateralinformation" ist mir heute über den Weg gekommen, die ich hier gerne weitergeben wollte.


Aber vorher noch ein rasches Wort zu dem feinen Hemiobol von antisto: Ein wirklich besonders schönes Stück, von ganz ausgezeichnetem Stil, sehr fein gezeichnet und sehr kraftvoll. Gerade unter den kleinen Münzen mit den Pferdeköpfen gibt es außerordentlich hübsche kleine Kunstwerke.
Als typisch für diese Variante würde ich das nach vorne gerichtete, spitze Ohr (fast wie ein Horn), die wehende, wellige Mähne und die Punktleiste am Halsabschnitt betrachten. Damit unterscheidet sich diese sicher sehr frühe Variante von den meisten anderen der sehr vielfältigen "kleinen Pferdeköpfe". Die beiden oben verlinkten Exemplare sind m.E. bestimmt vom selben Typus. Die meisten der Pferdeköpfchen sind wohl aus Kyme, aber andere Münzstätten kann man wohl nicht ausschließen.
Vielleicht können wir einmal die verschiedenen Typen zusammentragen? :wink:



Zu einem anderen Thema, die Hemiobole mit dem Satrapenköpfchen von etwas weiter oben: Heute habe ich im SNG Levante zufällig eine Münze entdeckt, die meiner Meinung nach ganz eng mit den Hemiobolen zusammenhängt:
nagi1.jpg
nagi1.jpg (3.63 KiB) 1272 mal betrachtet
Das Interessante ist, neben dem sehr verwandten Stil (von der selben Hand?) findet sich auf diesem Obol beidseitig der Buchstabe N (für Nagidos) - etwa an selber Stelle, wo sich bei den Satrapenmünzen die unklaren Erhebungen befinden, und die auf den ersten Blick wie eine Legende aussehen. Wird es dort dann doch auch ein N für die Münzstätte Nagidos sein?
nagi2.jpg
nagi3.jpg
Grüße!

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Re: geht es noch kleiner/filigraner ? Ja !

Beitrag von quinctilius » Fr 22.03.13 12:17

Dieses kleine Münzlein habe ich eben für EUR 20,- bei VCoins erstanden.

Mysia, Pergamon. Circa 310-284 BC. AE 10mm (0.94 gm). Obv.: Head of Heracles in lion’s skin. Rev.: ΠΕP, Helmeted head Athena right. SNG Copenhagen 323; SNG France 1595. Very fine.

Seit ich letztes und vorletztes Jahr in Pergamon war, habe ich eine gewisse Affinität zu den Münzen dieser antiken Metropole. :-)
Auch den Besuch des Pergamon Museums mit dem Multivisions Turm letztes Jahr fand ich überaus spannend.

VG
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Re: geht es noch kleiner/filigraner ? Ja !

Beitrag von Altamura2 » Fr 22.03.13 16:07

Du machst wohl derzeit eine kleine Einkaufstour :wink: .

Nach Berlin hab' ich es damals leider nicht geschafft :| (und nach Pergamon auch noch nicht :( ).

Diesen Münztyp gibt es übrigens auch aus Lampsakos, hab' ich neulich zufällig gesehen: http://www.acsearch.info/record.html?id=2610 , http://www.acsearch.info/record.html?id=482991
Scheint aber ziemlich selten zu sein.

Gruß

Altamura

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Re: geht es noch kleiner/filigraner ? Ja !

Beitrag von quinctilius » Fr 22.03.13 17:47

Altamura2 hat geschrieben:Du machst wohl derzeit eine kleine Einkaufstour :wink: .
Hallo Altamura,
eigentlich will ich gar nicht so viel einkaufen, aber bei solchen Schönheiten für kleines Geld, da kann man doch nicht nein sagen :wink:
Den Typ aus Lampsakos hatte ich auch schon gesehen, scheint wirklich selten zu sein.
Pergamon ist sehr sehenswert, allein der Blick vom Burgberg auf das heutige Bergama ist schon atemberaubend.
Hier mal das Theater, in 85 KB kommt leider nicht mehr viel rüber.

VG
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Re: geht es noch kleiner/filigraner ? Ja !

Beitrag von quinctilius » Do 28.03.13 16:46

ein Winzling aus Smyrna. Gerade mal 1 cm im Durchmesser.

Bei acsearch.info gibts ein Vergleichsstück (Dr. Busso Peus Nachfolger):

http://www.acsearch.info/record.html?id=614385

Ionien Smyrna
Kleinbronze 2./1. Jhdt. v. Chr., Magistrat Gerry.... 0.95 g. Kopf des Apollon / Kithara. Milne in NC 1927, S. 88, 299 Braungrüne Patina Sehr schön


Die Münzen dieser Serie sind alle sehr fein geschnitten, oben habe ich schon ein Exemplar vorgestellt.

VG
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