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1 Kreuzer 1779 G
Verfasst: Do 12.02.09 17:29
von wagner
Hallo, ich hab einige Fragen zu einem Kupfer-Kreuzer 1779 G:
- Wofür steht der Prägebuchstabe G?
- Gibt es mehrere Varianten dieses Kreuzer? - Bei meiner Münze trägt ja
Maria Theresia einen Trauerschleier, oder? (Was hat es mit dem auf sich)?
- Wie wird mein Kreuzer in SS und VZ bewertet?
Inschrift: R I H B, R A AUST, M THERESIA, D G
Bitte, danke.
Gruß
Christian
Verfasst: Do 12.02.09 17:36
von KarlAntonMartini
G= Günzburg; und so sehen solche Münzen in vz aus:
http://www.coinarchives.com/w/lotviewer ... 7&Lot=2086
Bitte reinige deine Münze aber auf einen Fall, die starke Patinierung tut der Erhaltung keinen Abbruch. Den Trauerschleier trug MTh nach dem Tod ihres Mannes Franz von Lothringen 1765. Grüße, KarlAntonMartini
Verfasst: Do 12.02.09 17:39
von Numis-Student
KarlAntonMartini hat geschrieben:
Bitte reinige deine Münze aber auf einen Fall
Bitte reinige deine Münze aber auf
Keinen Fall
Schöne Grüße,
MR
Verfasst: Do 12.02.09 17:43
von wagner
Hallo, dankeschön für die Hilfe.
Wenn G Günzburg ist, was hat dann Graz für einen Prägebuchstaben?
Und wie die Münze in SS und VZ bewertet wird, wär auch noch hilfreich. Die Daten kommen dann auch immer aufs Münzenrähmchen rauf.
Verfasst: Do 12.02.09 20:34
von klosterschueler
Hallo Wagner!
Graz hat GR, G und ab 1766 auch D
Klosterschüler
Verfasst: Do 12.02.09 20:48
von diwidat
Hallo Wagner,
die Münzzeichen in den Habsburger Ländern ist nicht so eindeutig, wie z.B. in Deutschland der letzten 138 Jahre.
Eine Liste der Münzzeichen findest Du im Anhang.
Wenn Du die Daten Deiner Münze auf den Rahmen schreibst, würdest Du dann auch den Wert Deiner Münze in vz mit darauf schreiben?
Verfasst: Do 12.02.09 20:53
von soggi
Numis-Student hat geschrieben:KarlAntonMartini hat geschrieben:
Bitte reinige deine Münze aber auf einen Fall
Bitte reinige deine Münze aber auf
Keinen Fall
Für mich sieht das eher nach was ekligem (Schleim) als nach nschöner Patina aus, mit Aceton könnte man es zumindest mal probieren.
Gruß
soggi
Verfasst: Do 12.02.09 22:31
von wagner
diwidat hat geschrieben:Wenn Du die Daten Deiner Münze auf den Rahmen schreibst, würdest Du dann auch den Wert Deiner Münze in vz mit darauf schreiben?
Ja, denn das hat einen einfachen Grund:
Als ich anfing zu sammeln, waren die meisten Münzen eben SS oder max. VZ, also schrieb ich zum Münznominale inkl. Prägejahr/-ort und Ausgabeland auch immer den Wert in SS und VZ sowie den Betrag den ich bezahlt habe oder Münze(n) die ich dafür getauscht habe.
Und wenn eine Münze noch eine bessere Qualität haben sollte, kommt dieser "Betrag" eben auch noch mit aufs Münzrähmchen.
Naja, und dieses System ist mir eben geblieben.
Auch wenn man von Katalogwerten ("Preise") nicht unbedingt viel halten kann, ist es doch ein kleiner systematischer Anhaltspunkt.
"Wertvollere" Münzen sieht an sich eben noch ein Stückchen länger an
Also vielleicht hat ja jemand einen passenden Katalog wo die Werte der Münze in SS und VZ aufgelistet sind, Ank beginnt ja erst ab 1780 und
www.numismatik.at "bewertet" einen Kupfer-Kreuzer 1779 in SS mit ~85,00.
Dann fehlt mir aber - wenn das wirklich diese Münze ist, außer es gibt noch andere Typen Kupfer-Pfennige mit diesem Jahr und Prägeort, immer noch die Angabe zu VZ.
Bitte, danke.
Liebe Grüße
Christian
Verfasst: Fr 13.02.09 14:21
von payler
@diwidat!
Danke für die Aufstellung!
Habe mir erlaubt diese Aufstellung auzu "leihen"!

Verfasst: Fr 13.02.09 14:39
von KarlAntonMartini
soggi hat geschrieben:Numis-Student hat geschrieben:KarlAntonMartini hat geschrieben:
Bitte reinige deine Münze aber auf einen Fall
Bitte reinige deine Münze aber auf
Keinen Fall
Für mich sieht das eher nach was ekligem (Schleim) als nach nschöner Patina aus, mit Aceton könnte man es zumindest mal probieren.
Gruß
soggi
(Der neue Bildschirm wirkt Wunder.) Ja, das sieht wirklich nach längerer Ruhezeit in einem Plastikalbum aus und nicht nach alter Patina. Da wäre ein Acetonbad kein Schaden. Aber bitte ohne jede mechanische Einwirkung, nicht reiben, nicht abtrocknen..., spülen und trockenfönen.
Verfasst: Sa 14.02.09 16:36
von Gerhard Schön
Diese Aufstellung wurde offensichtlich aus einem amerikanischen Katalog gescannt. Es gibt auch deutschsprachige Literatur zum Thema. Der Jahrgang 1779 G dieses Kreuzers (S#108.3) wurde in der Münzstätte Günzburg zur Verwendung im neu erlangten Innviertel (vorher Bayern, nunmehr Oberösterreich) in Auftrag gegeben. Die Katalogwerte im Deutschen Münzkatalog 18. Jahrhundert (4. Auflage 2008) sind 8 Euro (S), 25 Euro (SS), 60 Euro (VZ).
Verfasst: Sa 14.02.09 16:46
von wagner
Dankeschön für die Hilfe

Verfasst: Sa 14.02.09 20:55
von diwidat
Gerhard Schön hat geschrieben:Diese Aufstellung wurde offensichtlich aus einem amerikanischen Katalog gescannt.
Mir sagte mal ein studierter Numismatiker, dass das Jahr 1779 in Amerika genau das selbe wäre wie in Europa, nur die Uhrzeit wäre unterschiedlich.
Wenn das nicht der Fall ist, müssen wir umlernen.
