Goldgulden aus Waldeck oder Neuprägung?

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ille
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Goldgulden aus Waldeck oder Neuprägung?

Beitrag von ille » Mi 11.03.26 19:07

Hallo liebe Münzkenner, heute möchte ich diesen Golddukaten zur Diskussion stellen, es handelt sich um einen Golddukaten der vermeintlich aus Waldeck stammt. Ein vergleichbares Stück mit ähnlichem Brustbild findet sich auf der Internetseite Waldecker Münzen de mit der Kennzeichnung „ 27-83-11-1“ unter der Rubrik Regentschaft WA-Fürstentum, Regent Nr.27.

--> http://www.waldecker-muenzen.de/index2. ... =&seite=23

Meine Münze hat allerdings den Stempel 986 und das grob eingeschlagene Jahr 1977 unterhalb des Wappens (nachträglich?) aufgeprägt.
Ist dies eine Neuprägung, die 1977 angefertigt wurde? Gibt es vergleichbare Neuprägungen? Oder wurde das Jahr 1977 nach Prüfung des Goldgehalts mit der Punze 986 zusammen geschlagen?

Ich danke euch für Informationen im Voraus!
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Re: Goldgulden aus Waldeck oder Neuprägung?

Beitrag von ille » Mi 11.03.26 19:10

Wenn es sich um eine Neuprägung handelt bitte ich den Beitrag in die passende Rubrik zu schieben.

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Re: Goldgulden aus Waldeck oder Neuprägung?

Beitrag von Numis-Student » Mi 11.03.26 21:00

Hallo,
ich denke, das ist hier unter Altdeutschland schon richtig aufgehoben. Ich halte es für ein Original, dass irgendein Vollidiot 1977 mal in die Hände bekommen hat, geprüft und dann mit seinen Punzen so verunstaltet hat :-(

Schade drum !

Schöne Grüße
MR
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Re: Goldgulden aus Waldeck oder Neuprägung?

Beitrag von TorWil » Do 12.03.26 06:50

Also ich finde das gibt dem Stück doch eine Zusätzliche Geschichte, die Stempel sind ja auch nicht störend angebracht.
So ein Stück hat doch viel zu erzählen wie ein Kabinett-Stück das seit hunderten Jahren in einer dunklen Ecke gehaust hat und sich sträubt angefasst zu werden.

Grüße

TW

PS: Bei Briefmarken sind doch alle froh wenn sie einen Prüfstempel haben.
Jede identifizierbare Münze ist Sammelwürdig. Eine Münze ist immer soviel Wert wie man bereit ist dafür auszugeben.

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Re: Goldgulden aus Waldeck oder Neuprägung?

Beitrag von Numis-Student » Do 12.03.26 07:35

Gebrauchsspuren stören ja nicht, ein Gegenstempel aus der Zeit wäre ebenfalls spannend.

Aber wenn ich bei einer höchst seltenen Briefmarke mit Kugelschreiber draufschreibe: 2023 geprüft ! viereckig ! und jede der 4 Ecken noch mal abhake, ist das weder interessant, noch erzählt das wirklich Geschichte, und für den Wert ist das auch nicht förderlich.

Wenn ich mir das Vorderseitenfoto anschaue, dürften die Punzen so kräftig eingeschlagen sein, dass die gesamte Münze verbogen ist.

Ich finde übrigens auf coinarchives kein Marktvorkommen in Auktionen der letzten +/- 25 Jahre !

Schöne Grüße
MR
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Re: Goldgulden aus Waldeck oder Neuprägung?

Beitrag von Hessen62 » Do 12.03.26 12:06

Wie ist das Gewicht der Münze. ?

Grüße Hessen62
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Re: Goldgulden aus Waldeck oder Neuprägung?

Beitrag von ille » Do 12.03.26 12:52

3,8 Gramm

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Re: Goldgulden aus Waldeck oder Neuprägung?

Beitrag von Hessen62 » Do 12.03.26 12:55

Da spricht für meine These zu der Münze
Es ist eine moderne Nachprägung

Das Gewicht ist für den Dukaten 3,49 gr meist sind diese etwas leichter wie 3,49 gr
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Re: Goldgulden aus Waldeck oder Neuprägung?

Beitrag von Hessen62 » Do 12.03.26 12:56

Brustbild paßt auch nicht zu den mir bekannten Stücken dieses Dukaten mit der Jahreszahl 1731 ua Sammlung Henning Button 89 (1942)
Die Goldlegierung dieses Dukaten aus der Zeit = 986 , aber niemand hat in dieser Zeit ein Punze mit 986 eingeschlagen :D
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Re: Goldgulden aus Waldeck oder Neuprägung?

Beitrag von ille » Do 12.03.26 13:54

Ja die Punze ist wahrscheinlich mit den Ziffern 1977 zusammen eingeschlagen worden.
Welche anderen Stücke sind dir denn außer dem von Henning Button bekannt?

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Re: Goldgulden aus Waldeck oder Neuprägung?

Beitrag von Lackland » Do 12.03.26 15:54

ille hat geschrieben:
Do 12.03.26 12:52
3,8 Gramm
Bist Du Dir hier sicher? Im Zweifelsfall würde ich vorschlagen, dass Du die Münze in einer Apotheke nachwiegen lässt!

Der Dukat sieht einfach zu echt aus… Er darf aber nicht mehr als 3,50 Gramm wiegen!

Viele Grüße

Lackland
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Re: Goldgulden aus Waldeck oder Neuprägung?

Beitrag von ille » Do 12.03.26 16:43

Ich habe den Metallpreis gezahlt.
Der Verkäufer hat vor meinen Augen gewogen, 3,79Gramm.

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Re: Goldgulden aus Waldeck oder Neuprägung?

Beitrag von Atalaya » Do 12.03.26 17:17

Dann sollte vielleicht noch mal nachgewogen werden.
Et tant pis pour ceux qui s′étonnent // Et que les autres me pardonnent // Mais les enfants ce sont les mêmes // À Paris ou à Göttingen.
Barbara, 1964.

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Re: Goldgulden aus Waldeck oder Neuprägung?

Beitrag von ille » Do 12.03.26 18:20

Hab ich gemacht. 3,79 Gramm.

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