Preußische 2/3 Taler 1796-1810 für den Fernhandel

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olricus
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Preußische 2/3 Taler 1796-1810 für den Fernhandel

Beitrag von olricus » Mo 06.07.26 22:36

Im Jahre 1796 wandte sich der Bankier Mendel Oppenheim an den preußischen Staat
mit der Bitte, nach mecklenburgischen Typus Zweidritteltaler auf seine Kosten
prägen zu lassen. Sie sollten nach Leipziger Fuß, 18 Stück aus der feinen kölnischen
Mark geprägt werden und waren bestimmt für den Handel mit Hannover, Mecklenburg
und Schwedisch-Pommern.
König Friedrich Wilhelm II. stimmte zu, so erfolgte 1796 und 1797 die Prägung, die
Vorderseite zeigt den preußischen Adler, umgeben von Lorbeerzweigen, hier als
Beispiel ein Stück von 1797, Durchmesser 34 mm, Gewicht 17,26 Gramm,
(Olding 57, Jäger 184, Schrötter 227)
DSCI0060 - Kopie (4).JPG
DSCI0061 - Kopie.JPG
1797 erhielt auch das Bankhaus Liepmann & Co die Prägeerlaubnis für diese Stücke, Oppenheim
lehnte aber die Verwendung der von ihm bezahlten Stempel ab und so wurden auf Staatskosten
neue gefertigt, die zum Unterschied Palmzweige um den Wappenadler bekamen.
Hier ein Stück von 1797, 34 mm, 17,08 Gramm, Olding 59, Jäger 186, Schrötter 229:
DSCI0062.JPG
DSCI0063 - Kopie (3).JPG
Die Prägung aller 2/3 Taler erfolgte in der Münze Berlin ohne Münzzeichen.
Zuletzt geändert von olricus am Di 07.07.26 00:22, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Preußische 2/3 Taler 1796-1810 für den Fernhandel

Beitrag von olricus » Mo 06.07.26 23:06

In den Jahren 1801 und 1810 wurden weitere 2/3 Taler geprägt, jetzt unter König
Friedrich Wilhelm III., alle mit Lorbeerkranz um den Wappenadler, demnach nur für
Oppenheim.
Die Prägezahlen der einzelnen Typen und Jahrgänge konnte bereits Schrötter nicht
ermitteln, er berichtet aber, dass in den Jahren 1796/97 und 1801/1802 insgesamt
für 1.008.497 Reichstaler 2/3-Stücke geprägt wurden, also ca. 1.344.600 Stück.

Hier ein Stück von 1801, 34 mm, 17,16 Gramm, Olding 177, Jäger 184, Schrötter 125 :
DSCI0058 - Kopie (4).JPG
DSCI0055.JPG
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