Liebe Forumulaner,
das Stück ist aus Kupfer (statt Silber), wiegt 1,22 gr. (statt 1,5), hat einen Riffelrand (statt glatt) ist aber im Prägebild stimmig, ebenso wie der Durchmesser von 17 mm. Ist das nun eine Fälschung (modern, denn damals wußte man, dass das Ding silbrig aussehen muß) oder evtl. eine Probeprägung. Kann ein Kundiger Auskunft geben?
Gruß ischbierra
Sachsen-Coburg-Gotha, 3 Kreuzer 1833 aus Kupfer
- ischbierra
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bayreuth
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Re: Sachsen-Coburg-Gotha, 3 Kreuzer 1833 aus Kupfer
Die Originalmünze wäre aus Billon (243er Silber). Das Stück müsste also auch etwas dünner sein als ein Original, weil nur Silber durch Cu Austauschen nicht 0,28 g Gewicht kostet.
Ein Riffelrand ist typisch für billige Chinesische Fälschungen, wobei da eigentlich eher wertvolle Silbermünzen mit gefälscht werden. Müsste man mal schauen ob auch Kleinmünzen zu haben sind mittlerweile.
Bei altdeutschen Kleinmünzen sind ja Riffelränder eher selten (aber durchaus vorhanden).
Interessanterweise hat just der 1 Pfennig aus dem Nachbarland Bayern in den 1830er Jahren einen Riffelrand gehabt, und auch ca. 1,2 g Gewicht und ca. 17 mm Durchmesser würden passen.
https://en.numista.com/34320
Entweder war hier ein Chinese am Werk oder jemand hat mal eine Bayerische Ronde getestet (oder einen Bayerischen Pfennig überprägt). Da die Münzen aus unterschiedlichen Prägestätten stammen, ist eine Rondenverwechslung in der Prägestätte ausgeschlossen.
Ein Riffelrand ist typisch für billige Chinesische Fälschungen, wobei da eigentlich eher wertvolle Silbermünzen mit gefälscht werden. Müsste man mal schauen ob auch Kleinmünzen zu haben sind mittlerweile.
Bei altdeutschen Kleinmünzen sind ja Riffelränder eher selten (aber durchaus vorhanden).
Interessanterweise hat just der 1 Pfennig aus dem Nachbarland Bayern in den 1830er Jahren einen Riffelrand gehabt, und auch ca. 1,2 g Gewicht und ca. 17 mm Durchmesser würden passen.
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Re: Sachsen-Coburg-Gotha, 3 Kreuzer 1833 aus Kupfer
Vielen Dank für Deine Überlegungen. An eine chinesische Fälschung würde ich eher nicht denken. Das Stück ist präzise geprägt und ist stimmig in der Anmutung. Es stammt aus einem seriösen Auktionshaus (Lagerliste). Die Stärke ist tatsächlich 0,75 mm. Leider habe ich keine Angabe für das Silberstück gefunden. Ich habe das Stück mal mit einem bayr. Pfennig von 1835 verglichen. Das mißt 17,75 im Durchmesser, das 3-Kreuzerstück 16,65. Auch die Riffelung ist unterschiedlich. Bei dem Kreuzerstück sind die einzelnen Stege dichter beieinander. Aber vielleicht gibt es noch eine andere Ronde, die hier verwendet worden ist.
Gruß ischbierra
Gruß ischbierra
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Kronenblick
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Re: Sachsen-Coburg-Gotha, 3 Kreuzer 1833 aus Kupfer
Die unterschiedliche Riffelung finde ich hier fast am spannendsten. Damit wird die Idee mit einem einfach überprägten bayerischen Pfennig ja zumindest etwas unwahrscheinlicher.
Für eine moderne Fälschung wirkt das Stück auf den Bildern auf mich auch nicht gerade „billig gemacht“. Ohne Vergleichsstück bzw. genauere Untersuchung des Metalls würde ich mich aber weder auf Probe noch auf Fälschung festlegen.
Falls sich noch ein originales 3-Kreuzer-Stück von 1833 zum direkten Vergleich findet, wären Dicke und Rand sicher interessant.
Für eine moderne Fälschung wirkt das Stück auf den Bildern auf mich auch nicht gerade „billig gemacht“. Ohne Vergleichsstück bzw. genauere Untersuchung des Metalls würde ich mich aber weder auf Probe noch auf Fälschung festlegen.
Falls sich noch ein originales 3-Kreuzer-Stück von 1833 zum direkten Vergleich findet, wären Dicke und Rand sicher interessant.
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