Fälschungs - Galerie Altdeutschland

Deutschland vor 1871
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Amentia
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Re: Fälschungs - Galerie Altdeutschland

Beitrag von Amentia » Mi 26.03.25 09:27

Gerade ist eine dieser Fälschungen in einer Auktion.
Ich kann nicht ausschließen, dass eine daovn die echte Mutter ist.
Die unteresten zwei gehören mir

Katz Coins Notes & Supplies Corp. Premium Auction 150 Los 32

https://www.numisbids.com/sale/9164/lot/32

https://www.acsearch.info/search.html?id=1378279

https://www.acsearch.info/search.html?id=5920037

https://www.acsearch.info/search.html?id=7257734

https://www.acsearch.info/search.html?id=9646460

https://www.acsearch.info/search.html?id=12930973
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Katz Coins Notes & Supplies Corp. Premium Auction 150 Los 32.jpg
1378279.jpg
5920037.jpg
7257734.jpg
9646460.jpg
12930973.jpg
Kratzer 1.jpg
Kratzer 2.jpg
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Re: Fälschungs - Galerie Altdeutschland

Beitrag von Amentia » Mi 26.03.25 09:29

Die nächste, gleicher Kratzer auf Avers, die unten gehört mir

Katz Coins Notes & Supplies Corp. Premium Auction 150 Los 33

https://www.numisbids.com/sale/9164/lot/33
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Katz Coins Notes & Supplies Corp. Premium Auction 150 Los 33.jpg
Kratzer.jpg
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Re: Fälschungs - Galerie Altdeutschland

Beitrag von Amentia » Mi 26.03.25 09:37

Die ist besonders interessant, da wir hier die echte Mutter kennen und die tiefe und schärfe der Kratzer der Mutter mit 2 Transferstempel-Fälschungen vergleichen können. Das Limit von 100kb ist suboptimal, da man viele Kratzer auch auf den Auktionsbilder nicht oder schwer erkennen kann und wenn man die Auflösung und größer noch stärker verkleinert sieht man halt noch weniger. Ich habe die Kratzer markiert als ich meine und die Katz Fälschung vergleiche habe und ich gemeinsame Kratzer gesucht habe. Manche Kratzer, welche tief und stark sind bei der Mutter sieht man bei den Fälschungen kaum.

Katz Coins Notes & Supplies Corp. Premium Auction 150 Los 16

https://www.numisbids.com/sale/9164/lot/16

in der Mitte meinen Fälschung.

Die echte Mutter (unterstes Bild)

https://www.acsearch.info/search.html?id=11619929
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Katz Coins Notes & Supplies Corp. Premium Auction 150 Los 16.jpg
Kratzer.jpg
11619929.jpg
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Re: Fälschungs - Galerie Altdeutschland

Beitrag von Lackland » Mi 26.03.25 10:39

Rein optisch wäre ich wohl nicht in der Lage, diese Fälschungen zu erkennen. Wie sieht hier jeweils die Randschrift aus? Und passt das Gewicht bei den Fälschungen?

Viele Grüße
Lackland
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Re: Fälschungs - Galerie Altdeutschland

Beitrag von Amentia » Mi 26.03.25 10:54

Gewicht ist normal bei den 19 Fälschungen, die ich habe und liegt zwischen 36,93g und 37,27g.
Rand kann ich nicht beurteilen, da ich nicht weiß wie der bei echten aussieht, sieht für einen Laien wie mich eigentlich überzeugend aus.

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Re: Fälschungs - Galerie Altdeutschland

Beitrag von Erdnussbier » Mi 26.03.25 11:13

Okay ohne die anderen daneben würde ich die auch als gefährlich einstufen 8O
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Re: Fälschungs - Galerie Altdeutschland

Beitrag von coin-catcher » Mi 26.03.25 20:01

Danke fürs Zeigen und aufbereiten @Amentia!

Die Thematik der altdeutschen Fälschungen, insbesondere der Transferfälschungen, wird doch irgendwie nie alt!
Es gab mal eine regelrechte Schwemme von sehr guten Doppeltalerfälschungen aus Kanada. Ich meine das war um 2008 herum.
Amentia hat geschrieben:
Mi 26.03.25 09:37
Katz Coins Notes & Supplies Corp. Premium Auction 150 Los 16

https://www.numisbids.com/sale/9164/lot/16
Bei dem Stück sollte doch spätestens bei den Gusspickeln jeder Sammler ins Grübeln kommen?!

Auffallend bei allen Stücken ist auch der Randfehler über dem R von "FÜRST" auf dem Avers.

Ich bin der Meinung, dass selbst das Stacks&Bowers Stück falsch ist! Das ist für mich nicht stimmig und viele Details sind schwammig/ flau.

Hier, wohl das "Mutterstück" aus Deutschland:
https://www.acsearch.info/search.html?id=1417472
Zumindest hats die gleichen Fehler. Das Stacks Stück hat eine fast identische Patina! Unterschied s. z.B. auf Avers zwischen "FÜRST ZU". Man beachte zudem unbedingt den Randfehler auf dem Revers vom Heidelbergerstück beim I von "VEREINS".
An einigen Reversstellen wurde bei Stacks nachgearbeitet (unteres Gitternetz (beide diagonalen Kratzer fehlen, die man beim Heidelberger definitiv sieht)). Am Ohr vom Fürsten hat sich auch etwas getan. ;-)

Hier ist sicher jemand am Werk, der sein Handwerk bestens versteht.
Man muss definitiv verdammt gut aufpassen, wenn man sich auf sehr teuren Terrain bewegt bzw. bewegen will.
Da ist ruck zuck viel Geld verloren.

Gruß
cc

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Re: Fälschungs - Galerie Altdeutschland

Beitrag von Amentia » Mo 29.12.25 13:57

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Kratzer.jpg
7310738.jpg
12955185.jpg
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1828-GERMANY-Bavaria.jpg
1828-GERMANY-Bavaria..jpg

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Re: Fälschungs - Galerie Altdeutschland

Beitrag von Amentia » Mo 29.12.25 14:18

Weiter die Fälscher haben anscheinend die Transferstempel miteinander kombiniert, das merkt man halt nur, wenn man sich die Kratzer anschaut und feststellt, dass diese identisch sind also gleicher Avers Transferstempel und alle falsch, außer eine davon ist die echte Mutter.

NGC hat zwei diese Fälschungen mit diesem Aversstmpel aber unterschiedlichen Reversstempeln verdammt aber nicht gemerkt, dass es der gleiche Vorderseitentransferstmepel ist.
Besonders hervorzuheben ist der lange halbkreisförmige Kratzer auf dem Avers zwischen dem Y und dem E.

https://www.ngccoin.com/news/article/61 ... eit-taler/

https://www.ngccoin.com/news/article/93 ... ty-thaler/

Der Averstransferverstempel existiert mit Rückseiten der Jahre 1825, 1826, 1828, 1830, 1832 und 1835

Ich fange chronologisch an mit 1825 Bilder NGC

1826 als Fälschung Ebay

dann 1828

https://www.acsearch.info/search.html?id=7310737

und Ebay 1828

1830 NGC

1832 Ebay als Fälschung

1835 NGC hat auch eine eingekapselt, ob das die echte Mutter von diesem Aversstempel ist oder auch eine Transferstempel-Fälschung kann ich nicht sicher sagen.

https://www.acsearch.info/search.html?id=3029603
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Kratzer.jpg
1825-bavaria-thaler-noncertified-1r.jpg
1826-GERMANY-Bavaria-1-Thaler-High-Quality-Copy.jpg
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Bayern-Ludwig-I-Geschichtstaler-1828-Prachtexemplar-Stempelglanz...jpg
20210825_Counterfeit-German-States-1830-Bavarian-Loyalty-Thalers.jpg
1832-GERMANY-Bavaria-1-Thaler-High-Quality-Copy.jpg
3029603.jpg
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Re: Fälschungs - Galerie Altdeutschland

Beitrag von QVINTVS » Di 30.12.25 15:53

Wie kann ausgeschlossen werden, dass es sich um einen fehlerhaften regulären Münzstempel handelt? Auf den Bildern deines vorletzten Beitrags kann ich auch keine Gussblasen erkennen.
Viele Grüße

QVINTVS

Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen,
und wer sie aufzuheben versteht,
hat ein Vermögen.

Jean Anouilh (franz. Dramatiker, 1910 - 87)

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Re: Fälschungs - Galerie Altdeutschland

Beitrag von coin-catcher » Di 30.12.25 16:30

QVINTVS hat geschrieben:
Di 30.12.25 15:53
Wie kann ausgeschlossen werden, dass es sich um einen fehlerhaften regulären Münzstempel handelt? [...]
Moin,
aus meiner Sicht erfordert das tatsächlich viel Arbeit, Hingebung und Aufklärung, so wie sie Amentia betreibt.
Bei den hier gezeigten Fakes handelt es sich wohl um Fälschungen aus übertragenen Stempeln; sog. "transfer dies".
Damit kannst du im Prinzip gleich ganze Serien von Fälschungen anfertigen.
Diese dann zu entlarven kostet viel Zeit und vor allem viele Vergleiche!

Auf den Bildern deines vorletzten Beitrags kann ich auch keine Gussblasen erkennen.
Tatsächlich schwierig zu erkennen - aber schau mal auf die Stirn vom Ludwig. Dort ist vor dem Haaransatz eine erhabene Stelle, aus meiner Sicht ein Gusspickel, die dort nicht hingehört.

Gruß
cc
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Re: Fälschungs - Galerie Altdeutschland

Beitrag von Amentia » Di 30.12.25 19:03

Das sind Transferstempel Fälschungen keine Güsse und die Transferstempel in dieser Qualität werden ausschließlich mit galvanischer Beschichtung hergestellt.
Man kann Abdrücke von echten Münzen nehmen (Avers und Revers) und dann durch Gießen (schlechte Detailqualität) oder mit galvanischer Beschichtung (gute Qualität), Transferstempel herstellen.

Die Transferstempel haben alle die gleichen individuellen Charakteristikas wie die echte Mutter.

Wenn jamand zu Spaß in die Münze ein Maus eingeritzt hat und Mikey Maus drauf geschrieben hat, dann werden diese Details der echten Mutter Münze in die Transferstempl kopiert und dann auf die Fälschungen.

Es ist so, dass diese Transferstempel Fälschungen moderner Münzen in der Regel AUSSCHLIEßLICH über identische KRATZER NGC sagt "contact marks" also Kontaktspuren überführt werden.

Es ist so, dass die Wahrscheinlichkeit dass zwei echte stempelgleiche Münzen mehrere absolut identische Kratzer haben 0% beträgt besonders wenn diese Kratzer sehr individuell sind. Das hängt damit zusammen wie Kratzer entsehen, die Entstehung ist so individuell, man braucht den gleichen Gegenstand der den Kratzer verursacht, den gleichen Winkel die gleiche Kraft und die absolut gleiche Startposition und gleiche Richtung. Also sehr sehr viele Variablen und alle müssen 100% gleich sein sonst ist der Kratzer ganz anders. Das dann für mehrere Kratzer.

Jeder kann mal gerne versuchen auf normalen gleichen Umlaufmünzen absolut identische individuelle Kratzer zu erzeugen.
Gleiche Form, Position, Größe, Teife !!!!
Und je individueller der Kratzer desto schwerer ist eine 100% exakte Kopie.

Mehrere identische Kratzer bei 2 Münzen bedeutet zu 100% zweifelsfrei, dass zumindest eine davon entweder ein Guss, ein Galvano oder eine Transferstempel Fälschung ist.

WOHER ich zu 100% sicher weiß, dass das Kratzer sind und keine Stempelbeschädigungen sind?

Zunächst Stempelbeschädigungen sind in den Stempeln und damit auf allen echten damit geprägten Münzen aus diesem und späteren Stempelzuständen zu finden!!!!!!!

Wenn ich einen Stempel verkratze also Material hier Metall entferne bzw verschiebe, dann dann ist diese Stelle nachher auf der Münze erhöht, also höher als das umgebende Feld. Negativ wird zu positiv.
Wenn ich jetzt eine Münze mit dem Stempel präge, dann erscheint der Kratzer im Stempel auf der Münze höher als das Feld.
Wenn ich jetzt eine Münze verkratze dann ist die Stelle, da ich Metall entferne bzw. verschiebe tiefer als das Feld.

Kratzer Stempel = Auf Münze höher als das Feld
Kratzer Münze= Kratzer ist tieder als das Feld.
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Re: Fälschungs - Galerie Altdeutschland

Beitrag von Amentia » Di 30.12.25 19:35

Nochmal ganz einfach, hier mit Beispielen aus meiner Sammlung , man nimmt einen Silikonabdruck vom Avers und einen vom Revers.
Das Blaue sind Silikon Abdrücke bei manche sieht man noch Graphit und links daneben sind die damit herstellten Stempel.
Da Silikon nicht leitfähig ist muss man es erst leifähig machen indem man z.B. mit dem Bleistift darüber reibt (Graphit leitet Strom) und dann macht man mit galvanischer Beschichtung damit Nickel Stempel.

Ganz unten Reverssilikonabdruck, Stempel und eine damit geprägte Transferstempel Fälschung.
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01_DSC_6252.JPG
DSC_5871.JPG
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