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Mecklenburg - Praegeort ???
Verfasst: Di 15.01.19 13:40
von Wechselgeld
Hallo,
ich habe 2 Mecklenburger Muenzen (Witten, Teilstuecke?) als Beikauf erworben.Durchmesser 11mm. Leider habe ich fuer Norddeutschland keine entsprechenden Nachschlagewerke um sie selber zu bestimmen. Aehnliche Stuecke, bei google und MA shops, haben einen z. Bsp. Stern im Kreuz. Keine hat diese bluetenartigen Punkte. Weiss jemand genaueres ueber den Praegeort ?
mit freundlichen Sammlergruessen
Wechselgeld
Re: Mecklenburg - Praegeort ???
Verfasst: Do 17.01.19 12:14
von Radealex
Hallo,
im Kunzel finde Ich sie nicht!
Also wohl Mecklenburgische Witten vor 1492.
Ich meine aber auf der Seite mit dem Kreuz die Umschrift "MONETA GOSTROWO" erkennen zu können.
Also Prägeort: Güstrow?
Ich habe leider weder die Kataloge von W.Jesse, "Der Wendische Münzverein, Braunschweig 1927" noch
O.Oetzen "Die Mecklenburgischen Münzen des Großherzoglichen Münzkabinetts, Schwerin 1900" zur verfügung.
In diesen Büchern aber kann man sie vielleicht finden!
Mit freundlichen Grüßen,
Alex
Re: Mecklenburg - Praegeort ???
Verfasst: Do 17.01.19 21:53
von Tube
Ich denke das ist ein 1/4 Witten der Stadt Güstrow von 1389.
Ähnlich wie dieser:
https://www.sixbid.com/browse.html?auct ... ot=1976535
Viele Grüße
Tube
Re: Mecklenburg - Praegeort ???
Verfasst: Fr 18.01.19 15:39
von Radealex
Ein Witten hatte meines Wissens einen Wert von 4 Pfennigen.
also hat ein viertel Witten wohl einen wert von einem Pfennig!
Nur mal so nachgerechnet
Ich frage mich, warum sie ihn 1/4 Witten und nicht Pfennig nannten?
Gruß,
Alex
Re: Mecklenburg - Praegeort ???
Verfasst: Sa 19.01.19 22:50
von arnold_hille
Bei Wikipedia findet man zur Begriffserklärung einen Eintrag zum Thema Witten. Dort steht, dass in Urkunden der Witten „penningh van veer penninghen“ genannt wurde. Die Bezeichnung Pfennig wäre somit nicht falsch. Ich habe auch schon Händler gesehen die den Begriff Wittenpfennig verwendet haben.
Zur Bestimmung:
Die Vorderseiten zeigen den Werleschen Stierkopf mit heraus hängender Zunge. Ich kann folgende Umschrift erkennen: CIVITAS DNI DWERLE
Auf den Rückseiten steht: NONETA oder MONETA GVSTROWE. Befußtes Kurzkreuz, in der Mitte ein Kreis, darin Rosette aus 7 Punkten.
Referenzen (Reihenfolge entsprechend der wissenschaftlichen Wichtung aus meiner Sicht): Kunzel 6a, Jesse 395, Oertzen 476-477;
Kunzel legt die Entstehung in die Zeit zwischen 1380/84 bis 1392. Diese Münzen wurden durch die Herrschaft Werle in Güstrow geprägt.
Re: Mecklenburg - Praegeort ???
Verfasst: Di 22.01.19 12:35
von Wechselgeld
Herzlichen Dank ...fuer die vielen ausfuerlichen Informationen.
mit freundlichem Gruss