Erzbistum Trier Sechsteltaler 1757 - Keine Abbildung ?
Verfasst: Fr 20.12.24 14:45
Hallo liebe Münzfreunde,
ich möchte mich zuerst kurz vorstellen, ich bin passionierter Sammler der Münzen des Erzbistums Trier.
Ich habe schon einige Erfahrung im Sammelgebiet und nutze auch die Fachliteratur (JJ Bohl und v. Schrötter etc.)
Zu meiner Frage:
Vor ein paar Wochen bekam ich folgende Variante (anderer Stempel) eines Sechstel-Taler des Erzbistums Trier (Walderdorff)
aus dem Jahr 1757 in die Hand, den ich zwar bei Bohl Nr.33 in der Beschreibung gefunden habe, jedoch nirgendwo ein Bild des Stücks.
Auch im Internet, in den Archiven und vergangenen Auktionen (ich bin zurück bis in die 1940er Jahre gegangen) konnte ich keine Abbildung des Sechsteltalers finden.
Die Geschichte zu diesem Sechstel:
Bohl hat 1823 in seinem Katalog ("Die Trierischen Münzen - Chronologisch geordnet und beschrieben" - Hölscher / Koblenz)
die Beschreibung dieser Münze unter der Nummer 33 aufgenommen, er hat diese Münze aber nicht selbst besessen,
sondern in der Sammlung Renesse-Breidbach gesehen.
Die Sammlung des Grafen von Renesse-Breidbach wurde 1836 in Antwerpen von seinen Erben versteigert.
Es gibt bis heute keine Zeichnung oder Foto von dem Stück und auch in den Auktionskatalogen (auch von der Auktion in Antwerpen 1836)
ist kein Bild oder Zeichnung vorhanden.
Auch im Standardwerk für die Münzen von Trier, "Die Münzen von Trier - zweiter Teil", Friedrich Freiherr von Schrötter Bonn 1908,
gibt es nur die von Bohl übernommene Beschreibung, aber auch kein Foto oder Bild.
Bei der weiteren Recherche stellte sich heraus, das das Stück weder im Berliner Münzkabinett,
(Bohl`s Sohn hat in den 1860er Jahren nach seines Vaters Tod die Bohlsche Sammlung für 2000 Thaler an das damals königliche Münzkabinett verkauft)
noch im Trierer Landesmuseum (zusammen mit Berlin die größte und umfangreichste Sammlung von Münzen des Erzbistums Trier) vorhanden ist.
Mit großer Wahrscheinlichkeit war es das hier vorliegende Stück, was damals in Antwerpen versteigert wurde.
Deshalb ist dieses Sechstel das heute wahrscheinlich einzig erhaltene Exemplar dieser Variante und die Beschreibungen bei Bohl und v.Schrötter beziehen sich auf das hier vorliegende Stück !
Wenn jemand diese Münze (Initialen auf Postament mit 100) schonmal irgendwo gesehen hat - bitte PN
Ich freue mich sehr auf Eure Hilfe !
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ich möchte mich zuerst kurz vorstellen, ich bin passionierter Sammler der Münzen des Erzbistums Trier.
Ich habe schon einige Erfahrung im Sammelgebiet und nutze auch die Fachliteratur (JJ Bohl und v. Schrötter etc.)
Zu meiner Frage:
Vor ein paar Wochen bekam ich folgende Variante (anderer Stempel) eines Sechstel-Taler des Erzbistums Trier (Walderdorff)
aus dem Jahr 1757 in die Hand, den ich zwar bei Bohl Nr.33 in der Beschreibung gefunden habe, jedoch nirgendwo ein Bild des Stücks.
Auch im Internet, in den Archiven und vergangenen Auktionen (ich bin zurück bis in die 1940er Jahre gegangen) konnte ich keine Abbildung des Sechsteltalers finden.
Die Geschichte zu diesem Sechstel:
Bohl hat 1823 in seinem Katalog ("Die Trierischen Münzen - Chronologisch geordnet und beschrieben" - Hölscher / Koblenz)
die Beschreibung dieser Münze unter der Nummer 33 aufgenommen, er hat diese Münze aber nicht selbst besessen,
sondern in der Sammlung Renesse-Breidbach gesehen.
Die Sammlung des Grafen von Renesse-Breidbach wurde 1836 in Antwerpen von seinen Erben versteigert.
Es gibt bis heute keine Zeichnung oder Foto von dem Stück und auch in den Auktionskatalogen (auch von der Auktion in Antwerpen 1836)
ist kein Bild oder Zeichnung vorhanden.
Auch im Standardwerk für die Münzen von Trier, "Die Münzen von Trier - zweiter Teil", Friedrich Freiherr von Schrötter Bonn 1908,
gibt es nur die von Bohl übernommene Beschreibung, aber auch kein Foto oder Bild.
Bei der weiteren Recherche stellte sich heraus, das das Stück weder im Berliner Münzkabinett,
(Bohl`s Sohn hat in den 1860er Jahren nach seines Vaters Tod die Bohlsche Sammlung für 2000 Thaler an das damals königliche Münzkabinett verkauft)
noch im Trierer Landesmuseum (zusammen mit Berlin die größte und umfangreichste Sammlung von Münzen des Erzbistums Trier) vorhanden ist.
Mit großer Wahrscheinlichkeit war es das hier vorliegende Stück, was damals in Antwerpen versteigert wurde.
Deshalb ist dieses Sechstel das heute wahrscheinlich einzig erhaltene Exemplar dieser Variante und die Beschreibungen bei Bohl und v.Schrötter beziehen sich auf das hier vorliegende Stück !
Wenn jemand diese Münze (Initialen auf Postament mit 100) schonmal irgendwo gesehen hat - bitte PN
Ich freue mich sehr auf Eure Hilfe !
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