Nachdem in Teil I und II (Was soll das? / Was ist das?) die Dekonstruktion der „Coseldukaten“ anhand einer quellenkritisch Neubewertung besprochen wurde, soll nun in Teil III (Wie geht das?) die unterhaltsame Rekonstruktion einer Legendenbildung unternommen werden.
In Anlehnung an die Auktion 104 vom 20.4.2024 durch die Leipziger Münzhandlung und Auktion Heidrun Höhn e. K.(Link zum Auktionsergebnis bei Numisbids - https://www.numisbids.com/sale/7818/lot/4074), wo der „Coseldreier“ tatsächlich auftauchte, möchte ich exemplarisch verdeutlichen, wie durch falsche Zuschreibungen völlig neue Münz- bzw. Medaillentypen – also Legenden/Phantome – entstehen können.
Das erzählerische Beispiel soll veranschaulichen, auf welchen Grundlagen sich Münznamen / Münzlegenden entwickeln und über Generationen tradiert werden können. Die hier beschriebene „Erschaffung“ des Medaillentyps „Coseldreier“ in Form eine Erzählung hat sich natürlich nicht wirklich zugetragen (alle Personen und Institutionen sind frei erfunden), das alles könnte aber so oder so ähnlich im 19. bzw. im 20. Jahrhundert tatsächlich passiert sein und auf ähnliche Weise einst den „Coseldukaten“ erschaffen haben.
Die Erfindung des „Coseldreiers“
Als der Nachlass des passionierten Sammlers Meinrad Müntzer („Die sächsischen Silbergepräge Altdeutschlands“) dem Münzhandelshaus Nobilis Numis zugetragen wurde, um diesen zu verauktionieren, staunten die versierten Fachleute. Neben vielen interessanten Stücken der sächsischen Numismatik, fiel ein etwa 15 Millimeter großes Silberstück auf, dessen Motiv in der Fach- und Sammlerwelt seit langem als „Coseldukat“ bekannt ist. Die berühmten Spieljetons liegen vor allem in Gold und Silber vor und zeigen eine frivole Szene, bei dem vorderseitig zwei schnäbelnde Tauben zu sehen sind, wobei rückseitig ein Hahn eine Henne beglückt.
Offensichtlich gibt es, ähnlich wie bei den berühmten „Schmetterlingstalern“, nicht nur unterschiedliche Materialien beim "Coseldukaten", sondern auch verschiedene "nominale" Varianten, denn auf diesem Stück ist „Dreier“ zu lesen. Bekanntlich gibt es nicht nur den berühmten „Sachsen-Dreier“ in der Philatelie, die in Metall geprägten „Dreier“ sind heute ebenfalls bekannt und untrennbar mit der sächsischen Münzgeschichte verbunden, sie wurden lange Zeit als Zahlungsmittel genutzt und breiteten sich rasch aus.
Das in der Sammlung Müntzer vorgefundene Exemplar lässt sich schlussfolgernd den „Coseldukaten“ zuordnen, denn offensichtlich ist das Motiv mit dem der bekannten Serie identisch, nur das bei dieser Variante – wohl wegen des geringeren nominalen Wertes – eine abweichende Beschriftung vorzufinden ist. Statt der üblichen vorderseitigen Umschrift WER SICH AUFS KÜSSEN LEGT und im Abschnitt ANFANG BE DENCKE sowie rückseitig DER LEGT SICH AUCH AUFS BETTE im Abschnitt DAS ENDE, haben wir es hier mit folgendem Text zutun: Av. UNSER SÜSSESTER BERUF - Kerzen; Rv. IST DAS GLÜCK DER LIEBE – Dreier. Konsequenterweise ist daraus abzuleiten, dass es sich hier nicht um einen „Coseldukaten“, sondern eher um einen „Coseldreier“ handelt.
Da die Auktion bevorsteht, setzte man sich bei Nobilis Numis sogleich ans Werk und erstellte einen ansprechenden Katalog für die kommende Versteigerung. Als das Verkaufsverzeichnis schließlich druckfrisch vorliegt, ist auf Seite 47 unter dem Gepräge der Albertiner folgender Text zu diesem Stück zu finden:
Sachsen, albertinische Kurlinie (ab 1547)
Friedrich August I., der Starke 1694-1733
So genannter Coseldreier, Spieljeton ohne Jahresangabe aus der Zeit Anna Constantia Gräfin von Cosel, Maîtresse des sächsischen Kurfürsten und König von Polen, Friedrich August I., der Starke (1694-1733).
Im Verkaufsverzeichnis der ehemaligen Sammlung Merseburger (vgl. „Sammlung Otto Merseburger umfassend Münzen und Medaillen von Sachsen Albertinische und Ernestinische Linie; Zschiesche & Köder, Leipzig, Münzenhandlung, Verleger Zschiesche & Köder Leipzig 1894“) wird ein motivähnliches Stück mit abweichender Beschriftung in Gold erwähnt. Bei vorliegendem Exemplar : Av. zwei schnäbelnde Tauben, UNSER SÜSSESTER BERUF - Kerzen; Rv. Hahn auf Henne, IST DAS GLÜCK DER LIEBE – Dreier.. Es handelt sich hier um einen Exemplar in Silber, 15,4 mm, 0,75g, vz
Die Drei-Pfennig-Gröschlein, auch als „Dreier“ bezeichnet, gelten als wichtiger Teil der sächsischen Münzgeschichte. Ihr Ursprung ist bereits im 16. Jahrhundert zu verorten. Sie gehen auf die Münzordnung von Herzog Georg dem Bärtigen aus dem Jahr 1534 zurück. Der „Dreier“ hat sich über Jahrhunderte hinweg über den gesamten norddeutschen Raum verbreitet und waren bis ins 19. Jahrhundert hinein verbreitetes Zahlungsmittel.
Spieljetons sind zudem ein fester, gut belegter Bestandteil der europäischen Spiel- und Gesellschaftskultur des Barock. Ursprünglich aus dem mittelalterlichen Rechenwesen hervorgegangen, entwickelten sich Jetons ab dem 16. Jahrhundert zunehmend zu Spielmarken, die bei Karten- und Brettspielen als Einsatz-, Zähl- oder Abrechnungshilfen dienten. Sie ersetzten im Spielkontext reales Geld, um Einsätze übersichtlich zu halten, Verluste zu begrenzen oder das gesellschaftliche Spiel vom unmittelbaren Geldverkehr zu entkoppeln. Ihre Verwendung ist im gesamten europäischen Raum nachweisbar – insbesondere in Frankreich, den Niederlanden, England sowie im deutschsprachigen Raum – und reicht vom bürgerlichen Milieu bis in höfische und aristokratische Spielzirkel.
Vorzüglich, äußerst selten besonders in dieser Erhaltung (siehe Foto).
Im Vorfeld der Auktion berichtete, wie üblich, das monatlich erscheinende Fachblatt „Der aktuelle Münzbote“ über bevorstehende deutschlandweite Versteigerungen. Natürlich hat sich der Münzbote auch der Verkaufsveranstaltung der Nobilis Numis gewidmet. Erwähnung findet dabei unter anderem der „Coseldreier“ als Jeton im Wert eines Dreiers aus der Zeit der Gräfin Cosel.
Wenige Wochen später wird der „Coseldreier“, wie die gesamte Sammlung Müntzer, erfolgreich verkauft. Mittlerweile wurde der Bericht im „Münzboten“ als auch die Auktionsergebnisse vielfach gelesen und von Sammlern sowie Fachleuten in ihre Archive gelegt. Der „Coseldreier“ ist in der Welt der Numismatik zur Kenntnis genommen worden.
In den folgenden Jahren wird sich die Sammlergemeinde als auch die Fachwelt an das Stück erinnern und dieses fortan als „Coseldreier“ einordnen - unter anderem mit dem Hinweis vgl. Sammlung Müntzer „Die sächsischen Silbergepräge Altdeutschlands“. Der „Coseldreier“ ist bereit, seinen Siegeszug rund um die numismatische Welt anzutreten...
Diese Geschichte, auch wenn sie frei erfunden ist, klingt nicht unplausibel – schließlich begegnet uns der „Coseldreier“ als auch die gesamte Palette der „Coseldukaten“ in der realen Welt. Doch was ist, wenn das, was wir oftmals für real halten, frei erfunden ist? Was hat es mit dem „Coseldreier“ tatsächlich auf sich?
Die Realität hinter dem „Coseldreier“
Öffnen wir einfach unsere Augen und schauen, was wir sehen: Zunächst die Sinnsprüche: UNSER SÜSSESTER BERUF / IST DAS GLÜCK DER LIEBE. Im Abschnitt ist zu erkennen: Kerzen / Dreier. Was soll das bedeuten? Kerzengeld? Geld für Kerzen?
Die sogenannte Münzkerze (candela numata) ist seit dem 14. Jahrhundert im Rahmen kirchlicher Opferbräuche belegt. Beim Opfergang stellte sie zugleich eine symbolische wie auch eine reale Gabe dar: Während die Kerze selbst dem liturgischen Gebrauch diente, waren die angebrachten Münzen für Priester und Mesner bestimmt. Die Münzen konnten auf unterschiedliche Weise befestigt sein – entweder teilweise in das Wachs eingedrückt, auf der Vorderseite angeheftet oder auf Bändern befestigt, die spiralförmig um die Kerze gewickelt wurden.
Seit dem 16. Jahrhundert ist außerdem die Verwendung von Taufkerzen mit Opfermünzen nachweisbar. In diesem Zusammenhang war es üblich, dass der Pate die für den Priester vorgesehenen Münzen direkt in die Kerze steckte. Für Franken ist seit dem 17. Jahrhundert im Umfeld der Taufe der Begriff „Kerzendreier“ überliefert, dessen konkrete Erscheinungsform sich jedoch im Laufe der Zeit erheblich gewandelt haben dürfte. Aus dem ursprünglichen Opferbeitrag entwickelte sich ein Patengeschenk, das der Täufling in Form wertvollerer Münzen – etwa Talern oder Dukaten – erhielt. Diese wurden nicht nur als materielle Gabe verstanden, sondern teilweise auch als eine Art Zaubergeld, dem eine glücksbringende Wirkung zugeschrieben wurde. Die Münzen überreichte man häufig in kunstvollen Döschen; im 19. Jahrhundert wurden sie auch auf kleine Kuchen oder Schokoladenplättchen drapiert, die als Weihegebäck dienten und deren Oberfläche das Münzbild negativ abbildete. Darüber hinaus erhielten offenbar auch andere Teilnehmer der Tauffeier Geldgeschenke, die vom Paten oder von den Eltern des Kindes stammten.
Aus dem 18. Jahrhundert sind kleine silberne „Kerzendreier“ bekannt, die Taufmotive oder Darstellungen mit Bezug zur Dreifaltigkeit zeigen und etwa die Größe eines Kreuzerstücks besitzen. Diese dürften insbesondere in weniger wohlhabenden Bevölkerungsschichten als Taufgabe des Paten Verwendung gefunden haben. Im 19. Jahrhundert war es zudem üblich, an die bei der Taufe anwesenden Kinder kleine Kerzen zu verteilen, die mit einem Band versehen waren, an dem mehrere „Kerzendreier“ befestigt waren.
Vermutlich bestand ursprünglich auch im fränkischen Raum die Praxis, dass der Pate die Taufkerze mit drei Votivmünzen für die Kirche versah. Die Bezeichnung „Kerzendreier“, die zunächst an diesen Opfermünzen haftete, wurde offenbar zu einem späteren, nicht genau fassbaren Zeitpunkt auf Patengaben sowie Geldgeschenke an Verwandte und geladene Gäste übertragen. Schließlich ersetzte man die ursprünglich drei Münzen durch ein einzelnes Geldstück entsprechenden Wertes, nämlich den Dreier, der in Nürnberg zwischen 1560 und 1633 geprägt wurde.
Spätestens in der Barockzeit scheint sich die Praxis dahingehend verändert zu haben, dass das für den Priester bestimmte Geldopfer von der Kerze getrennt wurde und einen höheren Wert erhielt. Gleichzeitig ging die Bezeichnung „Kerzendreier“ zunehmend auf außerkirchliche Taufgaben über.
Ein vergleichbares Phänomen zeigt sich im Hochzeitsbrauchtum: Seit dem 15. Jahrhundert ist die Münzkerze im niederländischen und schwäbischen Raum auch als Hochzeitskerze belegt. Im Nürnberg des 18. Jahrhunderts existierten zudem sogenannte „Kerzendreier“ in Form kleiner Medaillen, die mit anzüglichen Umschriften sowie Darstellungen von schnäbelnden Tauben und kopulierendem Hahn und Henne versehen waren – Motive, die sich ebenfalls an Brauttüren älterer Kirchen finden lassen. Diese Stücke sind im 18. Jahrhundert klar dem außerliturgischem Gebrauch zuzuordnen. Ihre Größe entspricht dabei etwa dem historischen Dreier, der einst im Umlauf war und wohl auch an Hochzeitskerzen Verwendung fand.
Die fachliche Einordnung des „Kerzendreiers“ basiert unter anderem auf den Ausführungen und Exponaten des Germanisches Nationalmuseum Nürnberg im Rahmen der 1982 stattgefundenen Ausstellung „Münzen in Brauch und Aberglauben“ zur 100-Jahrfeier des Vereins für Münzkunde Nürnberg. Hier findet sich das Exponat: Nürnberg „Kerzendreier“ aus Silber 18. Jhr., Auf die Hochzeit, Vs. Zwei schnäbelnde Tauben: UNSER SÜSSESTER BERUF – Kerzen. Rs. Hahnentritt: IST DAS GLÜCK DER LIEBE – Dreier. GNM
Der „Coseldreier“ ist somit als „Kerzendreier“ in der Realität angekommen. Es ergibt sich kein belastbarer Hinweis darauf, dass es sich bei dem „Coseldreier“ um einen Spieljeton, ein Gepräge Augusts des Starken oder um ein Objekt mit Verbindung zur Gräfin Cosel oder zum sächsischen Hof handelt.
Vielmehr handelt es sich um einen süddeutsch-fränkischen „Kerzendreier“- eine Hochzeitsgabe des Barock, deren ikonographisches Repertoire – etwa schnäbelnde Tauben oder erotische Tierallegorien – über die Numismatik hinaus verbreitet war und sich auch an kirchlichen und profanen Objekten nachweisen lässt. Das zugrunde liegende Bildprogramm (Tauben/Hahn und Henne beim Vergnügen) ist somit kein exklusives Phänomen des Dresdner Hofes oder der August-Cosel-Episode, sondern Teil einer barocken Symbolkultur.
Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, die tradierten personalhistorischen Zuschreibungen kritisch zu hinterfragen bzw. abzulehnen und die betreffenden Stücke stärker in ihrem allgemeinen kultur- und emblemgeschichtlichen Kontext zu betrachten. Sie sind nicht das, für was man sie hält.
Vielleicht sollte man die Cosel und den Kurfürsten ein für allemal von diesen pikant-amourösen Stücken befreien und sie in Frieden ruhen lassen...
Wie geht das? Die Erfindung des „Coseldreiers“
- ebring
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Re: Wie geht das? Die Erfindung des „Coseldreiers“
Was ein Jeton so alles auslöst?
Ich hatte mir den Kerzendreier vor geraumer Zeit für nahezu 50 Oironen gekauft und zu einer Hochzeit verschenkt.
Hätte ich gewusst was für ein geschichtsträchtiges Teil das ist hätte ich ihn behalten.
https://www.ma-shops.de/kalchhauser/item.php?id=903
Ich hatte mir den Kerzendreier vor geraumer Zeit für nahezu 50 Oironen gekauft und zu einer Hochzeit verschenkt.
Hätte ich gewusst was für ein geschichtsträchtiges Teil das ist hätte ich ihn behalten.
https://www.ma-shops.de/kalchhauser/item.php?id=903
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doktor
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Re: Wie geht das? Die Erfindung des „Coseldreiers“
CoselDreier - Coseldukat,
- es leben, wie Numiscus aufzeigt, die die Geschäfte fördernden Märchenbildungen (Narrative) im Münzhandel.
Die Gebrüder Grimm Jakob und Wilhelm (Kinder- und Hausmärchen, 1812) wussten auch schon, bereits vorhandenen Erzählstoff aus volkstümlichen Überlieferungen in ihre Kunstmärchen umzuformen;
die noch heute erzählt werden wie z.B. "Schneewittchen und die Sieben Zwerge". Und hier also Friedrich August I. von Sachsen, die Cosel, die Cosel-Dukaten und die Cosel-Dreier: wer's glaubt, den kostet's seine "Dukaten".
Um echte Dukaten und Dreier geht es jetzt bei den Geprägen aus der Münzstätte der ostschwäbischen Freien Reichsstadt Kaufbeuren. Kaiser Karl V. verlieh der Stadt Kaufbeuren das Münzprivileg am 9. November 1530. Geschäftige Münzprägung sämtlicher Münznominale erfolgte in den Jahren 1540 bis 1555. Hierunter Golddukaten 1542/43. Und Dreikreuzer-Prägungen 1552 bis 1555. (Siehe: E. Nau, Die Münzen und Medaillen der oberschwäbischen Städte, Freiburg 1964 und: M. Bernhard, Die Münzen und Medaillen der Stadt Kaufbeuren, Halle/S. 1923).
Das sind dann die wahren Münz- und Medaillen-Geschichten, - und sind das Geld wert - und darüber darf im Handel verhandelt werden.
Die kleinformatigen und dünnwandigen Dreierkreuzer der Münzstätte Kaufbeuren könnten dann auch als DreierKerzenSpenden in Taufkerzen hineingesteckt worden sein. - Hier kehre ich wieder zu den Erzählungen und Aufklärungen von NUMISCUS zurück ! Vielen Dank.
- es leben, wie Numiscus aufzeigt, die die Geschäfte fördernden Märchenbildungen (Narrative) im Münzhandel.
Die Gebrüder Grimm Jakob und Wilhelm (Kinder- und Hausmärchen, 1812) wussten auch schon, bereits vorhandenen Erzählstoff aus volkstümlichen Überlieferungen in ihre Kunstmärchen umzuformen;
die noch heute erzählt werden wie z.B. "Schneewittchen und die Sieben Zwerge". Und hier also Friedrich August I. von Sachsen, die Cosel, die Cosel-Dukaten und die Cosel-Dreier: wer's glaubt, den kostet's seine "Dukaten".
Um echte Dukaten und Dreier geht es jetzt bei den Geprägen aus der Münzstätte der ostschwäbischen Freien Reichsstadt Kaufbeuren. Kaiser Karl V. verlieh der Stadt Kaufbeuren das Münzprivileg am 9. November 1530. Geschäftige Münzprägung sämtlicher Münznominale erfolgte in den Jahren 1540 bis 1555. Hierunter Golddukaten 1542/43. Und Dreikreuzer-Prägungen 1552 bis 1555. (Siehe: E. Nau, Die Münzen und Medaillen der oberschwäbischen Städte, Freiburg 1964 und: M. Bernhard, Die Münzen und Medaillen der Stadt Kaufbeuren, Halle/S. 1923).
Das sind dann die wahren Münz- und Medaillen-Geschichten, - und sind das Geld wert - und darüber darf im Handel verhandelt werden.
Die kleinformatigen und dünnwandigen Dreierkreuzer der Münzstätte Kaufbeuren könnten dann auch als DreierKerzenSpenden in Taufkerzen hineingesteckt worden sein. - Hier kehre ich wieder zu den Erzählungen und Aufklärungen von NUMISCUS zurück ! Vielen Dank.
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