Frage zu Maßtoleranzen bei deutschen Talern (19. und frühes 20. Jahrhundert)
Verfasst: Mo 22.06.26 23:13
Hallo zusammen,
ich bin neu im Forum und beschäftige mich erst seit kurzer Zeit intensiver mit der deutschen Numismatik. Ich bin kein Muttersprachler, daher bitte ich um Nachsicht für mögliche sprachliche Fehler.
Ich habe eine allgemeine Frage, die sich mir beim Studium verschiedener deutscher Taler aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert gestellt hat.
In Katalogen wie dem AKS oder dem Jaeger-Katalog finde ich in der Regel recht klare Angaben zu Gewicht und Feingehalt der Münzen, jedoch nur selten oder gar nicht verlässliche Angaben zum Durchmesser.
In Online-Datenbanken wie Numista oder Ucoin werden dagegen oft Durchmesser angegeben, jedoch teilweise mit deutlichen Unterschieden. Zum Beispiel habe ich für den Taler von Hannover 1856 bei Numista einen Durchmesser von 34,0 mm gefunden, während Ucoin 34,6 mm für dieselbe Münze angibt.
Das hat mich zu folgender Frage geführt:
Wie sind die Maßtoleranzen bei Talern dieser Zeit tatsächlich zu verstehen?
War der Durchmesser bei der Prägung ein streng kontrollierter Wert oder eher ein Richtwert?
Gab es Unterschiede zwischen den verschiedenen deutschen Staaten (Preußen, Hannover, Sachsen usw.) hinsichtlich der Fertigungstoleranzen?
Ist es normal, dass gut erhaltene Stücke leichte Abweichungen zu modernen Katalogangaben aufweisen?
Wurde dem Gewicht und dem Feingehalt mehr Bedeutung beigemessen als den physischen Abmessungen?
Ich frage, weil mein eigenes Stück (ein Taler aus Hannover von 1856) einen Durchmesser von etwa 34,41 mm mit einem digitalen Messschieber aufweist, während die modernen Quellen unterschiedliche Werte angeben. Gewicht und Erhaltungszustand erscheinen plausibel, aber diese Abweichung hat bei mir Fragen zur Interpretation dieser Maße aufgeworfen.
Vielen Dank im Voraus für jede Einschätzung und Erfahrung aus der Praxis!
Viele Grüße
Nicknumis
ich bin neu im Forum und beschäftige mich erst seit kurzer Zeit intensiver mit der deutschen Numismatik. Ich bin kein Muttersprachler, daher bitte ich um Nachsicht für mögliche sprachliche Fehler.
Ich habe eine allgemeine Frage, die sich mir beim Studium verschiedener deutscher Taler aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert gestellt hat.
In Katalogen wie dem AKS oder dem Jaeger-Katalog finde ich in der Regel recht klare Angaben zu Gewicht und Feingehalt der Münzen, jedoch nur selten oder gar nicht verlässliche Angaben zum Durchmesser.
In Online-Datenbanken wie Numista oder Ucoin werden dagegen oft Durchmesser angegeben, jedoch teilweise mit deutlichen Unterschieden. Zum Beispiel habe ich für den Taler von Hannover 1856 bei Numista einen Durchmesser von 34,0 mm gefunden, während Ucoin 34,6 mm für dieselbe Münze angibt.
Das hat mich zu folgender Frage geführt:
Wie sind die Maßtoleranzen bei Talern dieser Zeit tatsächlich zu verstehen?
War der Durchmesser bei der Prägung ein streng kontrollierter Wert oder eher ein Richtwert?
Gab es Unterschiede zwischen den verschiedenen deutschen Staaten (Preußen, Hannover, Sachsen usw.) hinsichtlich der Fertigungstoleranzen?
Ist es normal, dass gut erhaltene Stücke leichte Abweichungen zu modernen Katalogangaben aufweisen?
Wurde dem Gewicht und dem Feingehalt mehr Bedeutung beigemessen als den physischen Abmessungen?
Ich frage, weil mein eigenes Stück (ein Taler aus Hannover von 1856) einen Durchmesser von etwa 34,41 mm mit einem digitalen Messschieber aufweist, während die modernen Quellen unterschiedliche Werte angeben. Gewicht und Erhaltungszustand erscheinen plausibel, aber diese Abweichung hat bei mir Fragen zur Interpretation dieser Maße aufgeworfen.
Vielen Dank im Voraus für jede Einschätzung und Erfahrung aus der Praxis!
Viele Grüße
Nicknumis