alte wahrscheinlich römische Münze - wer hilft ?

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

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quisquam
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Beitrag von quisquam » Di 19.05.09 11:33

Hier ein paar ähnliche Münzen in besserer Erhaltung:
http://www.coinarchives.com/a/results.p ... esults=100

Grüße, Stefan
Eigentlich sammle ich nicht Münzen, sondern das Wissen darüber.

justus
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Beitrag von justus » Di 19.05.09 11:54

Pscipio hat geschrieben:Die Rückseite zeigt evtl. Hispania, vgl. http://www.coinarchives.com/a/lotviewer ... 5&Lot=2007 Ich halte das Stück aber für einen modernen Nachguss, so flau ist eine Echte auch dann nicht, wenn sie stark gereinigt wurde.
Ein Vergleich der beiden nebeneinander gestellten Münzen zeigt meiner Meinung nach, dass Pscipio eben doch Recht hatte. Es dürfte sich also tatsächlich um einen Sesterz des Hadrian mit Rückseite "HISPANIA / S C" handeln. Sorry!

Was die Echtheit der Münze anbetrifft, so bin allerdings nach wie vor der Auffassung, dass es sich um keine moderne Fälschung handelt. Vor vielen Jahren hab' ich mal ein Lot ungereinigte "Limesfalsa" gekauft. Nach meiner "unprofessionellen" Reinigung sahen sie schließlich genauso aus, wie der Gegenstand unserer Diskussion. Ich meine sogar einen Gussansatz auf 5 Uhr zu sehen. Das sehr flaue Gesamtbild, die Risse auf Vorder- und Rückseite, sowie die rauhe, porig wirkende, aber nur wenig von saurem Bodenmilieu "zerfressene" Oberfläche könnten daraufhindeuten, dass es sich um ein Limesfalsum handelt, der in einem Limeskastell (Aalen, rätischer Limes) gefunden wurde.

mfg Justus
mit freundlichem Gruß

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Beitrag von justus » Di 19.05.09 12:24

Nachtrag:

Die Stationierung spanischer Hilfstruppen und Reitereinheiten ist sowohl für Germania inferior, als auch superior nachweisbar.

Cohors II Hispanorum, ein gemischter Verband aus Infanterie und Kavallerie, gehört z. B. in flavischer Zeit zum niedergermanischen Heer (exercitus inferior), wo sie sich beim Saturninusaufstand 89 n. Chr. den Beinamen "pia fidelis" (die getreue, zuverlässige) erwarb.
In Obergermanien ist die Einheit durch Ziegelfunde und Inschriften belegt in Wimpfen, Stockstadt, Heddesdorf und Rottweil. In Wimpfen ist die Einheit zwischen 90 und 122 n. Chr. Sie wird um 122 n. Chr. nach Stockstadt verlegt und später wahrscheinlich nach Heddesdorf.
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Beitrag von beachcomber » Di 19.05.09 12:55

limesfalsa aus aurichalcum? eher unwahrscheinlich.
grüsse
frank

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quisquam
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Beitrag von quisquam » Di 19.05.09 13:27

Sind Limesfalsa nicht so gut wie immer aus gelblichem Metall?
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Beitrag von Frank043 » Di 19.05.09 20:30

Justusmagnus also die Münze sieht meines erachtends genauso aus wie die von Dir gezeigte... müßte Sie echt sein!
Nur die Farbe, meine wirkt wie Messing bzw. Bronze und die von Dir eher silbern<<<
Was bedeutet Limes falsum ???

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Beitrag von areich » Di 19.05.09 20:33

Die muß nicht echt sein, wenn die eine moderne Gußfälschung ist, dann von einem antiken Original.

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quisquam
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Beitrag von quisquam » Di 19.05.09 20:46

Frank043 hat geschrieben:Was bedeutet Limes falsum ???
Limesfalsa (Einzahl Limesfalsum) sind vermutlich offiziell geduldetes Notgeld aus Gegenden, in denen die offizielle Versorgung mit Münzen nicht richtig funktionierte, also vorwiegend den Grenzgebieten (daher Limes). Diese waren gegossen und nicht geprägt und in aller Regel deutlich leichter als ihre offiziellen Vorbilder.

Grüße, Stefan
Zuletzt geändert von quisquam am Di 19.05.09 20:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Frank043 » Di 19.05.09 20:47

mit "echt" meinte ich die schlecht zu erkennende Prägung!
war mir ja seither nichtmal sicher um welche Münze es sich handelt....
aber wie gesagt, meine wirkt messing Farben

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Beitrag von areich » Di 19.05.09 20:50

das ist einfach ein Schwarz-Weiß Bild, die andere Münze sieht sicher nicht silberfarben aus.

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Beitrag von quisquam » Di 19.05.09 20:50

Das obige Foto ist schwarzweiß, tatsächlich ist auch das rechte Vergleichsstück aus Messing (Orichalcum).

Grüße, Stefan
Eigentlich sammle ich nicht Münzen, sondern das Wissen darüber.

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Beitrag von Frank043 » Di 19.05.09 21:04

ach so, dann schätze ich mal das es sich in der Tat um die dargestellte Münze handelt<<<
schon faszinierend so eine fast 2000 Jahre alte Münze

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Beitrag von Frank043 » Di 19.05.09 21:06

was heisst denn "deutlich" leichter ?
reicht eine Küchenwaage, oder muß etwas genaueres her ?

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Beitrag von emieg1 » Di 19.05.09 21:21

Frank043, sach ma', jetzt beschäftigt man sich auf der vierten Seite mit deiner Münze, und das ist doch schon ganz beachtlich...

Dann wirf' mal deine Münze in die Waagschale im Kochstudium und teile uns das Ergebnis mit!

PS. Zehn Gramm plus/minus zehn Gramm ist echt zu ungenau!!

PPS. Geh' mal einfach zu deiner Apotheke des Vertrauens... die haben genaue Waagen und da kannst du auch ohne Investition in ein präzises Eichgerät das Gewicht ergattern... sorry, für eine genauere Bestimmung ist letzteres echt unabdingbar!

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Beitrag von justus » Di 19.05.09 21:28

Na, na nummis durensis! Ist es nicht schön, dass ein "Newbie" dermaßen fasziniert davon zu sein scheint, eine 2000 (!) Jahre alte Münze in den Händen zu halten. Wie war das denn bei unserer ersten? Da stellt man halt - voller Wissbegier - auch mal etwas "ungelenke" Fragen. Das Wissen kommt schon mit der Zeit.

mit freundlichen Grüßen aus dem POTT

Justus
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