Fälschungsgalerie

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

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Submuntorium
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Beitrag von Submuntorium » Di 19.05.09 16:06

Erst neulich habe ich bei diesem Verkäufer einen Philippus-Antoninian erstanden:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... 0403736605

die ist doch schon echt, oder? 8O
viele grüße,
Submuntorium

emieg1
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Beitrag von emieg1 » Di 19.05.09 16:17

Also ich habe da auf den ersten Blick keine Bedenken...

Obwohl es gerade von den Philippus-Ants ganz fiese fakes gibt, guckst du bleistiftsweise konkret hier:

http://www.forgerynetwork.com/asset.asp ... d36dOEZJU=

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Submuntorium
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Beitrag von Submuntorium » Di 19.05.09 16:45

Danke nummis durensis!
Das ist beruhigend.
Meiner Meinung nach ist das wichtigste Echtheitszeichen bei dieser Münze noch die leichte Dreckverkrustung an den Rändern der Prägung und die Stempelrisse der Umschrift von einem verschlissenen Stempel.
viele grüße,
Submuntorium

emieg1
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Beitrag von emieg1 » Di 19.05.09 16:57

Submuntorium, bitte nicht so voreilig, da sollten noch andere Stimmen gehört werden :-)

Die Dreckverkrustungen bedeuten gar nichts.. ich habe in der Vergangenheit bei den hier vorgestellten Philippianern ( http://www.numismatikforum.de/viewtopic ... vater+sohn ) auch den "Dreck" herauskratzen müssen; und trotzdem hat sie hier auch niemand als falsch entlarvt, sie sind es aber...

Stempelrisse eignen sich ebenso wenig für das Zeugnis der Echtheit.. und übrigens noch weniger "Fliesslinien". Beide treten wohl auch bei den Pressfälschungen auf!

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Submuntorium
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Beitrag von Submuntorium » Di 19.05.09 17:24

Vielen Dank für deine Erklärungen!
Oft zeichnet sich bei Münzen, bei denen kaum mehr Stempelglanz mehr vorhanden ist ,ein leichter "Schatten" am Rand des Reliefs ab, der einen helleren glänzenden Silberton aufzeigt. Wird der auch gefälscht?
viele grüße,
Submuntorium

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beachcomber
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Beitrag von beachcomber » Di 19.05.09 18:51

Oft zeichnet sich bei Münzen, bei denen kaum mehr Stempelglanz mehr vorhanden ist ,ein leichter "Schatten" am Rand des Reliefs ab, der einen helleren glänzenden Silberton aufzeigt.
für mich ein absolutes echtheits-merkmal!
grüsse
frank

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Beitrag von emieg1 » Di 19.05.09 20:18

Submuntorium hat geschrieben:Vielen Dank für deine Erklärungen!
Oft zeichnet sich bei Münzen, bei denen kaum mehr Stempelglanz mehr vorhanden ist ,ein leichter "Schatten" am Rand des Reliefs ab, der einen helleren glänzenden Silberton aufzeigt. Wird der auch gefälscht?
Puuh, ich muss jetzt ganz dolle nachdenken, was du damit meinst!

Ein leichter Schatten, der einen helleren Silberton aufweist. Das widerspricht sich erstmal ein wenig.

Vielleicht ist es bzw. meinst du folgendes:

Die Ränder des Reliefs, egal ob die des Portraits oder der Buchstaben der Legenden sind wohl die ersten, wo sich im Laufe der Zeit der Dreck derselbigen sammelt. Die übrigen Partien der Silbermünze dunkeln. Wird dann irgendwann dieses Silberstückchen "gereinigt" - wenn auch nur durch sanftes Bereiben oder Wasser, verschwindet der "Reliefdreck" und darunter findet sich naturgemäß eine hellere Färbung des Metalls!

So ein Effekt ist IMHO mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unfälschbar :-)

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Submuntorium
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Beitrag von Submuntorium » Di 19.05.09 20:57

Nummis, du bist einsame Spitze!
Damit bringst du meine wage Beschreibung auf den Punkt! :P
viele grüße,
Submuntorium

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Beitrag von emieg1 » Di 19.05.09 21:14

Nee du, Spitze bin ich hier ganz bestimmt nicht, aber ich versuche meinen hoffentlich halbwegs klaren Verstand einzusetzen.. Ich lese hier viel, lerne jeden Tag neu dazu, und stelle hin und wieder unbequeme Fragen (oder Thesen auf)...

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Beitrag von Submuntorium » Di 19.05.09 21:48

Da geht es mir genauso!
Ich sammle noch nicht so lange römische Münzen,
und bin deshalb um jede Information hier im Forum dankbar!
viele grüße,
Submuntorium

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Beitrag von emieg1 » Di 19.05.09 22:19

Submuntorium, schön das zu lesen!

Auch wenn du am Anfang einige Rückschläge erleiden wirst, ist dies auf die lange Sicht gesehen ein äusserst befriedigendes Hobby :-)

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Beitrag von Homer J. Simpson » Di 19.05.09 22:50

Heute ging mal wieder ein Schnitzwerk bei Iii-Bäh für ein Heidengeld weg:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... 0387631245

Homer
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Beitrag von klausklage » Mi 20.05.09 00:31

Das ist wenigstens handwerklich einigermaßen anständig gemacht worden. Vielleicht sammelt der Erwerber gar keine römischen Münzen, sondern moderne Kunst? Die erzielt ja oft Preise, die keiner so recht nachvollziehen kann.
Olaf
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Beitrag von richard55-47 » Mi 20.05.09 08:10

Wer bei dem ebay-Kampfnamen des Anbieters (Nomen est omen) und bei diesem "Erhalt" der Münze nicht alle Alarmglocken hört, kann nicht vor sich selbst geschützt werden.
do ut des.

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Beitrag von quisquam » Mi 20.05.09 09:59

Weshalb nomen est omen? Nicht nur dieses moderne Machwerk ist ein Artefakt, sondern auch alle authentischen antiken Münzen.

Grüße, Stefan
Eigentlich sammle ich nicht Münzen, sondern das Wissen darüber.

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