Mythologisch interessante Münzen

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Peter43
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » So 29.12.19 20:11

Pax, die römische Friedensgöttin

Pax, die römische Friedensgöttin, ist keine alte Göttin der Römer, dieses kriegerischen Volkes. Sie wurde, wie vieles andere auch, von den Griechen übernommen. Auf Münzen erscheint sie erst 44 v.Chr., nach dem Ende des Bürgerkrieges. Der Paxkult wurde 10 v.Chr. von Augustus in Rom eingeführt (Dio Cassius). 9. v.Chr. wurde auf dem Marsfeld die Ara Pacis errichtet, die die Rückkehr des Kaisers von seinen Feldzügen in Hispania und  Gallien  feierte.

Unter Vespasian wurde 71 ein prächtiger Friedenstem-pel auf dem Friedensforum (Forum Pacis) nördlich der Basilika Aemiliana errichtet. Er war ein Wunderwerk, voll der bedeutendsten Kunstwerke Griechenlands (Roscher). Er feierte den Sieg über die Juden. Unter Commodus wurde er 191 durch ein Feuer zerstört, von Severus aber wieder aufgebaut.

Die Römer kannten wohl nur den Siegfrieden. Nicht umsonst heißt ein römisches Sprichwort "Si vis pacem, para bellum (= Wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor)". Auf Münzen wird die Pax deshalb in der Regel mit Attributen der Victoria, der Fides, des Honor oder  der  Virtus  ausgestattet.

Hierzu eine Reihe von  Bildern der  Pax:

1.  Münze:
Claudius, 41-54
AU - Aureus, 7.71g, 18mm, 180°
          Rom,  46/47
Av.:  TI CLAUD CAESAR.AVG.P.M.TR.P.VI.IMP.XI
          Belorbeerter  Kopf  n.r.
Rv.:  PACI  AVGVSTAE
         Geflügelte Pax-Nemesis, in langem Gewand, n.r,  gehend, hält in der
li. Hand geflügelten Caduceus  und deutet damit auf eine Schlange, die sich
vor ihr n.r. schlängelt; zieht mit der Rechten Gewandzipfel vor das Kinn
Ref.: RIC I, 38; C. 57; BMC 39; v. Känel  628
Nemesis ist die Göttin des gerechten Ausgleichs. Diese Darstellung will zeigen, daß Frieden und ausgleichende Gerechtigkeit die Grundlage für Wohlstand sind.. Der zum Kinn hochgezogene Gewandzipfel ist ein Zeichen der Bescheidenheit. Er bedeutet Zurückhaltung im Sieg (Roßbach  in  Roscher).

2.  Münze:
Philipp I. Arabs,  244-249
AR - Antoninian, 5.10g, 22mm, 80°
         Antiochia, 244, vor der Erhebung on Philipp II. zum Caesar
Av.: IMP C M IVL PHILIPPVS P F AVG P M
         Büste, drapiert und cürassiert, mit Strahlenkrone n.r.
Rv.: PAX FVND - ATA CVM PERSIS
Pax in langem Gewand und diademiert, n.l. stehend, hält in der Linken
transverses Szepter und in der vorgestreckten Rechten Olivenzweig.
Ref.: RIC IV/3, 69; C. 113

Philipps erste große Aufgabe bestand darin, den Krieg im Osten zu beenden. Dazu erkaufte er sich von den Persern unter König Shapur einen Friedensvertrag für 50 Millionen Sesterzen und wahrscheinlich auch noch einen jährlichen Tribut. Hier konnte man wahrlich nicht von  einem  Sieg  sprechen.

3.  Münze:
Carus,  282-283
AR - Antoninian, 3.84g, 21mm, 0°
         Ticinum, 1. Offizin
Av.: IMP CARVS P F AVG
         Büste mit Brustharnisch und Strahlenkrone, n.r.
Rv.: PAX EXERCITI
Pax  in  langem  Gewand  n.l.  Stehend,  hält  mit  der Linken Feldzeichen und in
der vorgestreckten Rechten Olivenzweig.
Ref.: RIC V/2, 75; C. 56

Der Olivenzweig ist das Standardattribut der Pax und steht für wirtschaftliches Wohlergehen. Die Legende und das Feldzeichen sind eher ein Hinweis darauf, daß hier der Frieden zwischen dem Kaiser und seinem Heer gemeint ist. Immerhin ist Carus einer der wenigen Soldatenkaiser, der nicht von seinen Soldaten getötet wurde. Er starb durch einen Blitzschlag bei Ktesiphon.

4.  Münze:
Moesia superior, Viminacium, Trajan Decius, 249-251
AE - Sesterz, 19.19g, 29.14mm, 15°
Av.: IMP CAES C MES DECIVS P F AVG
        Büste, drapiert und cürassiert, belorbeert, n.r.
Rv.: P M S C - OL VIM
Moesia-Pax, in langem Gewand zwischen Stier und Löwe n.l. stehend, hält in der erhobenen Rechten einen Olivenzweig und im li. Arm ein Szepter, von dem eine kleine Victoria mit Kranz und Palmzweig auf sie zuschwebt.
Ref.: AMNG I/1, 123, Taf. I, 12; Varbanov 174 corr.; Jekov/Hristova No. 56 (R6)

Dieser Typ feiert die Wiederherstellung des Friedens an der unteren Donau (Pick). Tatsächlich aber gelang es Decius nicht, die Goten aufzuhalten, sondern zusam-men mit seinem Sohn Herennius fiel er 151 in der Schlacht  von  Abrittus.

(wird fortgesetzt)
Dateianhänge
claudius_38.jpg
philippI_69.jpg
carus_75.jpg
viminacium_trajan_decius_AMNG123.jpg
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Peter43
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » So 29.12.19 20:14

(Fortsetzung)

Friedensstädte:
Die Idee sog. Friedensstädte zu gründen hatte Augustus. Sie sollten die Pax Augusta feiern, die er im Reich ausgerufen hatte. Zu ihnen gehörte Pax Iulia in Lusitanien (Portugal), heute Beja, und die Colonia Pacensis (oder Forum Iulia Pacatum) beim heutigen Frejus  in  der  Provinz  Gallia  Narbonensis.

Diese Sitte nahm Nero wieder auf, nachdem er den allgemeinen Frieden ausgerufen und 64 n.Chr. den Janustempel geschlossen hatte. Dazu hehörten Eirenopolis-Neronias in Kilikien und Sepphoris/Diocaesarea in Galilaia, die beide unter Nero den Namen Eirenopolis erhielten.

5.  Münze:
Nero, 54-68
AE - Dupondius, 13.3g, 27mm, 210°
        Rom,  ca.  65
Av.: NERO CLAVD CAESAR AVG GER P M TR P  IMP  P  P
        Kopf  mit  Strahlenkrone  n.r.
Rv.: PACE P R TERRA MARIQ PARTA IANVM CLVSIT
        Tempel des Janus Geminus mit vergittertem Fenster li. und geschlossener
Doppeltür re., über der eine Girlande hängt.
im li. und re. Feld großes S - C
Ref.: RIC I, 284; C. 150; BMC 198 (Var. #1)

Mit diesem Typ wollte Nero zeigen, daß er den Frieden für seine Zeit erreicht hatte.

6.  Münze:
Kilikien, Eirenopolis-Neronias, Domitian, 81-96
AE - AE 19, 3.7g, 45°
         geprägt 93/94 (Jahr 42 der Ära von Eirenopolis)
Av.: KAICAP - ΔOMITIANOC
         Belorbeerter  Kopf  n.r.
Rv.: Pax/Nemesis,geflügelt,nackt bis zur Hüfte, n.r.
        gehend, hält in der Linken gesenktes Kerykeion und zieht mit der Rechten
Gewandzipfel vor das Kinn; re. vor ihr das Rad
        [im re. Feld BM (= Jahr 42)]
Ref.: RPC 1765; SNG Levante 1602; Karbach in JNG 42/43  (1992/93)
Diese Münze nimmt das Motiv von Claudius wieder auf!

Quellen:
(1)  Hesiod,  Theogonie
(2)  Aristophanes,  Der  Frieden
(3)  Plutarch,  Kimon
(4)  Plinius,  Historia  Naturae
(5)  Sueton,  Kaiserbiographien
(6)  Pausanias,  Reisen  in  Griechenland

Literatur:
(1) Wilhelm Heinrich Roscher, Ausführliches Lexikon der  griechischen  und  römischen  Mythologie
(2)  Benjamin  Hederich,  Gründliches  mythologisches Lexikon
(3)  Der  Kleine  Pauly
(4)  Der  Große  Ploetz
(5)  Roman  Imperial  Coins
(6)  Jekov/Hristova,  The  Coinage  of  Viminacium

Online-Quellen:
(1)  theoi.com
(2)  Wikipedia

Mit freundlichem Gruß
Dateianhänge
nero_284.jpg
eirenopolis_domitian_RPC1765.jpg
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » So 29.12.19 20:15

Inhaltsverzeichnis wieder an das Ende des Threads verschoben!
Zuletzt geändert von Peter43 am Do 13.02.20 11:09, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » So 29.12.19 21:55

Ich dachte mir, etwas über den Frieden würde in die Weihnachtszeit passen.

Jochen
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von didius » So 29.12.19 22:48

Auf jeden Fall.
Vielen Dank dafür. Wie immer sehr lesenswert.
Daniel

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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Do 13.02.20 11:06

Selene - die griechische Mondgöttin

1. Münze:
Ägypten, Alexandria, Commodus, 177-192
AE - BI Tetradrachme, 12.44g, 26.5mm
Alexandria, 189/90 (RY 30 des Marcus Aurelius)
Av.: M A KOM ANTΩ - CEB EVCEB
Belorbeerter Kopf n.r.
Rv.: Büste der Selene, diademiert, Mondsichel auf dem Kopf, n.l., li. große Mondsichel
im re. Feld L Λ (Jahr 30)
Ref.: Milne 2686; Köln 2252; Dattari 3889; Emmet 2558.30; BMC 1404; SNG
Copenhagen 582; SNG München 101; SNG Ocford 2686; Demetrio 2286;
Förschner 785
SS
Pedigree:
ex coll. Hermanubis

Etymologie:
Schon in der Antike war bekannt, daß der Name Selene von  griech.  Σελας  (=  Glanz,  Leuchten)  abstammt.

Mythologie:
Der Wechsel von Tag und Nacht bestimmt sein Beginn der Zeiten das Leben der Menschen. So ist es verständ-lich, daß es dafür Gottheiten gab. Nach Hesiod, Apollodor u.a. waren die Eltern der Selene Hyperion und Theia, aber auch Hyperion und Euryphaessa (Homerische Hymnen). Hyperion war auch der Vater des Helios und der Eos und so waren Helios und Selene Geschwister, was gut zu unseren beiden Hauptgestirnen paßt. Theia war eine Tochter des Uranos und der Gaia. Es handelt sich also bei allen um Titaniden. Damit gehören sie dem uralten Göttergeschlecht an aus der Zeit vor den Olympiern, was ihrer Bedeutung auch angemessen ist.

Euryphaessa gilt als ein anderer Name der Theia und bedeutet "die weithin Leuchtende", ist also nahe mit dem Mond verwandt. Theia hatte ein trauriges Schicksal. Sie forderte ihren Anteil an der Titanenherrschaft und wurde dafür bestraft: Hyperion wurde umgebracht und Helios im Eridanos ertränkt, worauf Selene sich in den Tod stürzte. Theia aber fiel in eine tiefe Ohnmacht, in der ihr Helios erschien und verkündete, daß er unter dem neuen Göttergeschlecht der Olympier als Sonne über den Himmel ziehen und Selene als Mond scheinen sollte. Darauf erwachte Theia wieder, zog mit Trommeln und Zymbeln durch das Land, verschwand aber in einem Unwetter, als man sie zu ergreifen versuchte (Kerenyi).
Die Dreiheit der Geschwister Helios, Selene und der Eos beherrschten den Tag, die Nacht und die Morgenfrühe. Eine gleiche Dreiheit ergibt sich, wenn wir die Phasen des Mondes betrachten: Zunehmender Mond, Vollmond, abnehmender Mond. Der Wechsel also ist das  für  den  Mond  Charakteristische.

Abgebildet wird sie in der Regel mit der Mondsichel auf dem Kopf. Da die "Hörner" der Mondsichel an die Hörner eines Stieres erinnern, wird sie oft dargestellt in einer  Stierbiga  oder  sogar  auf  einem  Stier  reitend.

Später rückten Artemis, Diana und Hekate in den Vordergrund, die alle einen Mondbezug haben. Dies ist ein Zeichen dafür, daß das alte Göttergeschlecht jetzt durch die  neuen olympischen  Götter abgelöst  worden  war.

Für Selene gibt es nur spärliche Kultzeugnisse, im Gegensatz zu dem in Kleinasien verbreiteten Mondgott Men, der dort weithin verehrt wurde. Interessant ist natürlich, daß es hier einen männlichen Mondgott gab! Siehe dazu "Hoeft, Münzen und antike Mythologie, Men  -  der  anatolische  Mondgott".

Vergil erzählt, daß Pan, von dem bekannt ist, daß er die Nymphen verfolgte, die Mondgöttin mit besonderer Liebe bedrängte. Selene aber wies ihn ab. Da versteckte Pan seine haarige und ziegenhafte Gestalt unter einen weißen Schafspelz. Sie erkannte ihn nicht und so konnte er die Geliebte zu sich locken. Sie ritt auf seinem Rücken und er konnte mit ihr tun, was er wollte. Ranke-Graves schreibt, daß sich die Verführung der Selene auf die Mondlicht-Orgie am Vorabend der Maifeier bezieht, bei der die junge Maikönigin auf dem Rücken ihres Erwählten in die Wälder ritt, um die Waldhochzeit  zu  feiern.

Ihre berühmteste Liebesgeschchte aber handelt von ihrer Liebe zu Endymion. Endymion war ein hübscher Jüngling, der als Hirte in Karien lebte. Seine Eltern waren Aethlios (oder Zeus selbst) und Kalyke. Wegen seiner Gerechtigkeit (Ibykos) liebte ihn Zeus und gewährte ihm eine Bitte. Und Endymion bat um Unsterblichkeit und ewige Jugend. So versetzte Zeus ihn in immerwährenden Schlaf. Während ihrer nächtlichen Reisen über den Himmel sah Selene den schlafenden Jüngling und verliebte sich unsterblich in ihn und versteckte ihn in einer Höhle auf dem Berg Latmos in Karien. Dort besuchte sie ihn jede Nacht und habe ihn immer  scheu  geküßt,  ohne  daß  er  erwacht  sei.

Die Mythe von Endymion ist so schön, weil sie so rein ist und das zarte Bild eines vom Mondenstrahl geküßt-en Schlummernden mit so lieblichem Götterzauber um-kleidet.

Und das ruft mir einen meiner Lieblingsdichter in Erinnerung, den tragischen Friedrich Hölderlin, der in seinem  Ode "Da  ich  ein  Knabe  war"  schreibt:

"Und wie du das Herz / Der Pflanzen erfreust, / Wenn sie  entgegen  dir  Die zarten Arme strecken, / So hast du mein Herz erfreut  Vater Helios! und, wie Endymion, / War  ich  dein  Liebling,  /  Heilige  Luna!"

Andere aber erzählen, daß Selene mit ihm 50 Töchter gezeugt  habe.

Pausanias schreibt, daß Endymion König von Elis gewesen sei und mit seiner Gemahlin Asterodia (oder Chromia, Tochter des Iton) die Söhne Aitolos, Paion und Epeios gehabt habe. Um seine Nachfolge zu regeln, habe er in Olympia ein Wettrennen zwischen ihnen ausrichten lassen, das von Epeios gewonnen wurde. Paion wanderte daraufhin aus und gründete Paionien. Aitolos hingegen wurde wegen eines selbst-verschuldeten Unfalls mit tödlichem Ausgang verbannt und ging nach Kuretien. Eine Tochter Eurykyda habe mit dem Meeresgott Poseidon einen Sohn Eleios gezeugt, der nach der Flucht seines Onkels Aitolos dessen Nachfolger als König von Elis geworden sei.

Aber diese Mythologie paßt überhaupt nicht zum Selene-Endymion-Mythos, so daß ich glaube, daß es sich bei diesem Endymion um eine andere Figur handeln muß. Dies wird bereits bei Hederich erwähnt. Man sollte ihn als Endymion(2) bezeichnen, im Unterschied zum Endymion(1) des Selenemythos.

In der Antike tauchte Selene als Epitheton zweier Königinnen aus dem Hause der Ptolomäer auf. Kleopatra II. Selene, Tochter des Ptolemaios VIII. und der Kleopatra III. war von 82-69 v.Chr. Königin von Syrien. Sie war verheiratet mit Antiochos VIII., Antiochos IX. und Antiochos X. und war ein Symbol für die Kontinuität der seleukidischen Herrschaft bis zu derem Ende.

Die berühmte Kleopatra VII. (69-30 v.Chr.) hatte mit Marcus Aurelius 3 Kinder: Ptolemaios Philadelphos und die 40 v.Chr. geborenen Zwillinge Akexander Helios und Kleopatra Selene, also "Sonne" und "Mond". Man erkennt die hohen Ansprüche! Kleopatra Selene wurde verheiratet mit Juba II. von Mauretanien, die beide im Haushalt der Octavia in Rom aufgewachsen waren. Sie gründeten dort ein blühendes Gemeinwesen, das als römisches Klientelreich diente,

2. Münze:
Mauretanien, Juba II., 25 v.Chr. - 23 n.Chr.
AR - Drachme, 3.24g, 17.83mm, 180°
geprägt 11 n.Chr,(?)
Av.: REX IVBA
Diademierter Kopf des Juba n.r.
Rv.: BACIΛ - ICC - A KΛEO[ΠA]TPA.
Isiskrone mit Getreideähren, darunter Mondsichel
Ref.: SNG Copenhagen 574
Pedigree:
ex Harlan J. Berk.

Der französische Name Celine (Ferdinand Celine, Celine Dion) soll von Selene stammen.

Kunstgeschichte:
Die hellenistische Kunst hat die Mythologie von Selene und Endymion eigentlich nicht dargestellt. Erst die Römer nahmen sich dieses Themas an. In Pompeji finden sich die ersten Wandgemälde. Auf Sarkophagen war es verständlicherweise wegen des ewigen Schlafes und der ewigen Jugend ein beliebtes Motiv.

Ich habe folgende Bilder hinzugefügt:

(1) Selene, Attisch rotfigurige Kylix, frühklassisch, ca. 500-450 v.Chr., dem Brygos-Maler zugeschrieben, heute in der Antikensammlung Berlin. Auf einem Tondo sehen wir die Mondgöttin Selene in einer Biga, die von 2 geflügelten Pferden gezogen wird. Die Göttin trägt eine Nachtmütze und ist mit der Mondscheibe gekrönt.

(2) Selene und Endymion, Apulische rotfiguriger Volutenkrater, Spätklassisch-Früh-hellenistisch, ca. 4.Jh. v.Chr., dem Unterwelt-Maler zugeschriebenn, heute im Museum of Art, Dallas, USA. Das obere Panel der Vase zeigt den Hirten Endymion, der Selene, die Mondgöttin, vom Himmel abwärts führt. Die Göttin steht in einer Quadriga und ist gekrönt mit der Mondsichel und einer strahlende Aureole.

(3) Selene und Endymion, Sarkophag, römisch, 3. Viertel des 3. Jh. n.Chr., Sarkophagrelief aus parischem Marmor, Fundort: Saint-Medard-d'Eyrans, Gironde, Frankreich. Heute im Musee du Louvre, Paris.

(4) Das Motiv von Diana und Endymion war in der Renaissance und im Barock sehr beliebt und es gibt eine Unzahl von Gemälden mit diesem Thema. Ich habe dieses ausgesucht: Diana y Endimion, 1780, von Domingo Alvarez Enciso (1737-1800), heute im Museo Provincial de Bellas Artes in Cadiz, Spanien

Quellen:
(1) Hesiod, Theogonie
(2) Pseudo-Apollodor, Bibliotheke
(3) Pausanias, Reisen in Griechenland
(4) Vergil, Georgica

Literatur:
(1) Benjamin Hederich, Gründliches mythologisches Lexikon
(2) Wilhelm Heinrich Roscher, Lexikon der griechischen und römischen Mythologie
(3) Robert von Ranke-Graves, Griechische Mythologie
(4) Karl Kerenyi, Die Mythologie der Griechen
(5) Der Kleine Pauly
(6) Hans-Joachim Hoeft, Münzen und antike Mythologie, 2017
(7) Echtermeyer/von Wiese, Deutsche Gedichte

Online-Quellen:
(1) https://www.theoi.com/Titan/Selene.html
(2) Wikipedia

Mit freundlichem Gruß
Jochen
Dateianhänge
alexandria_commodus_Milne2686.jpg
mauretanien_jubaII_SNGcop574.jpg
T18_1Selene.jpg
T18_4Selene&Endymion.jpg
AKG398751.jpg
Selene y endimion.jpg
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Do 13.02.20 11:07

Pelops und Hippodameia

Über Pelops und den Fluch der Atriden hatte ich bereits einmal einen Artikel geschrieben. Nachdem ich diese wunderschöne Münze meiner Sammlung hinzufügen konnte, möchte ich hier meinen Fokus mehr auf Hippodameia richten.

Münze:
Ionien, Smyrna, Antoninus Pius, 138-161
AE 35, 25.20g, 34.91mm, 0°
geprägt unter dem Strategos Theidianos, ca.147 n.Chr,
Av.: [AV KAI T]I AI.AΔPI - ANTΩNEINOC
Belorbeerter Kopf n.r.
Rv.: ΘEV[ΔIANOC) CTPA [ANEΘHKE] CMVP - NAIOIC
Hippodameia, in langem Gewand und verschleiert, n.r. stehend, lüftet ihr
Gewand an der li. Schulter, hält mit der re. Hand die re. Hand des Pelops, der re.
frontal neben ihr steht, nackt bis auf Chlamys über der li. Schulter, Kopf n.l.
gewendet, mit der erhobenen Linken auf langes Szepter gestützt, beide in Biga
stehend, die n.r. fährt
im oberen re. Feld ΠEΛO[Ψ]
Ref.: BMC Ionia, 342; SNG von Aulock 2213; Mionnet 3, p.230, nr. 1289; Klose
Series A (Sechser)
S+, gestrippt

Anmerkung:
(1) Die Münze zeigt den Augenblick, in dem Pelops und Hippodameia den Wagen besteigen, um das Wettrennen mit Oinomaos zu beginnen. Diese Münze erwähnt bereits Roscher, Band I, S.2670, 1884. A. von Sallet bezieht die Darstellung auf die Feier der Olympischen Spiele in Smyrna (Ztschr.. f. N. 14, 1887). Dieses Motiv erscheint auf zahlreichen Darstellungen.
(2) Bei ANEΘHKE handelt es sich um eine Standardformel: Der Stratege Theudianos (hat dies) den Einwohnern von Smyrna geschenkt.

Mythologie:
Hippodameia (griech. = die Rossebezwingerin) war die wunderschöne und vielumworbene Tochter des Oinomaos, des Königs von Pisa in Elis,einer fruchtbaren Landschaft im Westen der Peloponnes, und der Pleiade Sterope (oder der Danaide Euryrthoe). Oinomaos selbst war ein Sohn des Ares und der Harpina, der Tochter des Flußgotts Asopos. Er war ein großer Pferdeliebhaber. So verbat er seinen Untertanen bei Strafe der Verfluchung, Pferde mit Eseln zu paaren. Dem Oinomaos war vom Orakel prophezeit worden, daß er von seinem Schwiegersohn getötet werden würde. Es wird aber auch erzählt, daß er in seine Tochter verliebt war und mit ihr in einem unziemlichen Verhältnis gelebt hätte (Hyginus). Jedenfalls wollte er sie keinem Freier geben, es sei denn, der würde ihn im Wagenrennen besiegen. Anderenfalls würde er es mit seinem Leben bezahlen.

Das Ziel des Rennens war der Poseidonaltar am Isthmos von Korinth, und es ging nicht nur um Hippodameia, sondern um das ganze Land, durch das die Bahn führte. Der Freier mußte dabei Hippodameia in seinem Wagen mitnehmen, natürlich, um seine Aufmerksamkeit vom Gespann abzulenken. Oinomaos gab ihm aber einen Vorsprung von einer halben Stunde, da er vor dem Rennen dem Zeus Areios (nach anderen dem Ares oder dem Hephaistos) einen Widder opferte. Er hatte aber von seinem Vater Ares 2 Pferde geschenkt bekommen, Psylla, der Floh und Harpinna, die Raffende, die man sich wohl geflügelt vorstellen muß. Diese waren schneller als der Nordwind und wurden von dem geschickten Myrtilos gelenkt, so daß kein Freier gegen ihn eine Chance hatte. Er holte sie ein und durchbohrte sie von hinten mit einem Speer, den er auch von Ares bekommen hatte. 12 (einige sagen 13) Freier hatten ihre Bewerbung bereits mit dem Tod bezahlt. Ihre Köpfe nagelte er über die Tore seines Palastes.

Als Pelops, der aus seiner Heimat, dem Berg Sipylos in Lydien, kam, bei Elis landete, bat er seinen Liebhaber Poseidon ihm für seine Werbung um Hippodameia den schnellsten Wagen der Welt zu geben. Poseidon verschaffte ihm einen geflügelten Wagen, der von 2 unsterblichen geflügelten Pferden gezogen wurde. Es gibt zwei unterschiedliche Versionen::
(1) Pelops hatte sich in Hippodameia verliebt und kam, um um sie zu freien. Er brachte Myrtilus, den Wagenlenker des Oinomaos auf seine Seite, indem er ihm eine Nacht mit Hippodameia versprach. Myrtilos war ein Sohn des Hermes und der Kleobule. Auch er hatte sich in Hippodameia verliebt, wagte es aber nicht, an einem Wagenrennen teilzunehmen. Oder Hippodameia hatte sich beim ersten Anblick in Pelops verliebt und überredete Myrtilos, ihr zu helfen, indem sie ihm eine Nacht mit ihr versprach.
(2) Die andere Version: Tatsächlich kam Pelops nach Elis, um das Reich des Oinomaos zu erringen. Dann wäre Hippodameia sozusagen nur ein schöner Nebenerwerb gewesen. Zu dieser Version paßt, daß er dem Myrtilos die Hälfte des Reiches versprochen haben soll.
Jedenfalls manipulierte Myrtilos die Räder am Wagen des Oinomaos, indem er die Nägel an der Achse durch Wachsnägel ersetzte, Als Oinomaos gerade am Isthmos den Pelops eingeholt hatte, lösten sich die Räder vom Wagen, Oinomaos verwickelte sich in die Zügel und wurde zu Tode geschleift. Vorher aber verfluchte er noch Myrtilos und betete zu den Göttern, daß er durch Pelops getötet werde. Pelops aber erhielt durch diesen Betrug Hippodameia und das Königreich von Elis. Er wurde zu einem der größten Gründungsväter der Griechen und gab der "Peloponnes" (= Insel des Pelops) ihren Namen Übrigens wurde die Peloponnes im Mittelalter nach ihrer Form auch Morea (Maulbeere) genannt!

Auf der Rückfahrt versuchte Myrtilos sich der Hippodameia zu nähern, wie es ihm versprochen war. Aber sie wehrte sich und Myrtilos wurde von Pelops am geraistischen Vorgebirge ins Meer gestoßent, das nach ihm das Myrtoische heißt.
Es gibt aber auch das Phaidramotiv: Hippodameia hatte Durst vorgetäuscht und Pelops nach Wasser geschickt. So konnte sie in seiner Abwesenheit den Myrtilos verführen. Als dieser sie aber abwies, verleumdete sie ihn bei Pelops der Vergewaltigung. Vor seinem Tod aber verfluchte Myrtilos das Geschlecht des Pelops. Dies ist der eigentliche Fluch der Atriden! Da half es auch nichts, daß Pelops ihm zur Sühne einen Kenotaph in Olympia errichtete. Hermes blieb ein erbitterter Feind der Pelopiden.

Zunächst war ihr Glück mit Pelops so groß, daß sie der Hera in Olympia besondere Spiele stiftete, die Hereia, die alle 5 Jahre stattfanden, und bei denen junge Mädchen um die Wette liefen. Pelops zeugte mit Hippodmeia u.a. den Hippalkos, den Atreus und den Thyestes.

Pelops aber hatte noch einen Sohn, den hübschen Chrysippos (= der mit den goldenen Pferden) von Danais, der sein Lieblingssohn war. Laios, der Sohn des Labdakos und spätere Vater des Oidipous, war aus Theben geflohen und von Pelops als Gast aufgenommen worden. Hier wurde er mit der Erziehung des Chrysippos beauftragt. So brachte er ihm z.B. das Wagenlenken bei. Dabei verliebte er sich in Chrysippos und entführte ihn nach Theben, als ihm die Rückkehr wieder erlaubt war. Atreus und Thyestes aber gelang es, ihn und Laios zurückbringen. Pelops verzieh ihm, als er sah, wie sehr Laios den Chrysippos liebte. Euripides nennt ihn in seinem "Chrysippos" den Erfinder der Knabenliebe.

Hippodameia aber haßte den Chrysippos über alles, weil sie befürchtete, daß er ihre Kinder um deren Erbe bringen würde. So versuchte sie, Atreus und Thyestes zu überreden, ihn zu töten. Als die sich weigerten, schritt sie selbst zur Tat. Sie begab sich nachts in das Schlafgemach des Laios, in dem er mit Chrysippos schlief. Dort stieß sie ihm das Schwert des Laios in den Leib. Natürlich wurde Laios des Mordes verdächtigt, aber mit seinem letzten Atemzug konnte Chrysippos Hippodameia als Mörderin benennen. Pelops verbannte sie und sie floh nach Midea in der Argolis (Pausanias). Dort starb sie oder tötete sich selbst. Pausanias erzählt, daß Pelops auf Anordnung des Orakels, ihre Gebeine wieder zurückbringen ließ und sie in Olympia bestattete. Dort hatte sie bereits ein Heiligtum, das Hippodameion, das die Frauen alljährlich einmal betreten durften.

Hintergrund:
Es gibt in dieser Mythologie Hinweise darauf, daß dieses Wettrennen woanders stattgefunden haben muß, als in der Mythe erzählt wird. Allein die Strecke von Pisa in Elis bis zum Isthmus von Korinth ist zu lang für ein Wagenrennen. Die Beschreibung der Pferde des Oinomaos als auch der des Pelops als geflügelt passen eher für ein Rennen über das Meer. So wird beschrieben, wie Pelops seine Pferde vor dem Rennen ausprobierte, indem er vom Sipylos nach Griechenland fuhr (eher flog!), so schnell, daß die Pferdehufe das Wasser nicht berührten und sein Wagenlenker Kylas dabei ums Leben kam. Im "Orestes" des Euripides wird Myrtilos aus dem Flügelroßwagen ins Meer geschleudert. Das geschah am geraistischen Vorgebirge und das liegt im Süden der Insel Euböa. Im Scholion C und bereits bei Pherekydes von Syros war Oinomaos König von Lesbos. Das paßt auch geographisch besser; denn der Geraistos liegt in der Luftlinie ziemlich genau in der Mitte zwischen Lesbos und dem Isthmus von Korinth. Hier spielt die Entfernung keine Rolle, da es sich um einen Flugwettbewerb mit Flügelrossen handelte. Das Motiv der Liebe des Vaters zu seiner Tochter paßt kulturell auch eher zu Lesbos als zu Elis. Kylas, der Wagenlenker des Pelops, wird bei Theopompos von Chios als Killas geschrieben und das ist der eponyme Heros der lesbischen Stadt Killa, wo er einen Grabhügel hatte, den Pelops ihm errichtet haben soll. Daher gibt es die Meinung, daß die Mythologie der Entführung der Hippodameia ursprünglich aus Kleinasien stammt und erst mit der Übersiedlung der Pelopiden nach Griechenland nach dort verpflanzt worden ist.

Tragödien:
Die Hippodameiamythe wurde dramatisch behandelt von Sophokles in seinem "Pelops oder Hippodameia", das verloren ist, von Euripides in dessen "Oinomaos", das in Fragmenten erhalten ist, und im gleichnamigen Stück des Lucius Accius (um 170 v.Chr.-um 90 v.Chr,)

Kunstgeschichte:
Viele Einzelheiten der Mythe finden sich auf den zahl-reichen Abbildungen. Ich habe folgende Bilder hinzu-gefügt:
(1) Pelops und Hippodameia in einer Quadriga n.r. Attische rotfigurige Amphora, um 410 v.Chr., heute im Museo Archaeologico in Arezzo
(2) Pelops und Hippodameia in einer Biga n.r. Terracotta-Tafel mit Relief, römisch, Augusteisch oder Julisch-Claudisch, 27 v.Chr.-68 n.Chr., heute im Metropolitan Museum of Art, New York
(3) Das Rennen und der Unfall, bei dem Oinomaos ums Leben kam, wurde gerne auf römischen Sarkophagen dargestellt. Dieser ist römisch, ca. 230-240 n.Chr., 1615 in der Villa Borghese/Rom, seit 1808 im Louvre in Paris. Dieser Ausschnitt zeigt den Tod des Oinomaos. Der König liegt mit angezogenen Knien unter dem Pferd und hält mit der li. Hand die Zügel.

Quellen:
(1) Apollodor, Epitome 2, 3-10
(2) Apollonius Rhodios, Argonautika
(3) Hyginus, Fabulae
(4) Pausanias, Periegesis
(5) Pindar, Olympische Oden

Sekundärliteratur:
(1) Benjamin Hederich, Gründliches mythologisches Lexikon
(2) Wilhelm Heinrich Roscher, Ausführliches Lexikon der griechischen und
römischen Mythologie
(3) Der Kleine Pauly
(4) Karl Kerenyi, Die Mythologie der Griechen
(5) Robert von Ranke-Graves, Griechische Mythologie

Online-Quellen:
(1) theoi.com
(2) Wikipedia

Mit freundlichem Gruß
Jochen
Dateianhänge
smyrna_ant_pius_BMC342_1.jpg
Arezzo 9e749fad40.jpg
Terracotta Pelops_and_Hippodamia_racing.jpg
Sarkophag Louvre 2.jpg
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Sa 15.02.20 22:45

Exkurs: Einige  Bemerkungen  zur  Aussprache  und Betonung  griechischer  Götternamen

Es wird wohl kein Geheimnis sein, daß die alten Griechen ihre Götternamen anders ausgesprochen haben als wir heute. Dabei geht es insbesondere um die Betonung. Wo-her wollen wir das wissen? Es gab doch keine Tonaufzeichnungen? Aber wir kennen die Versmaße der antiken Dichtungen wie Hexameter, Pentameter, Heptameter usw. Diese Versmaße sind zusammengesetzt aus Versfüßen wie Daktylus (— ◡ ◡), Anapäst (◡ ◡ —), Trochäus (— ◡) oder Jambus (◡ —). Und diese bestehen aus Hebungen (Arsis —) und Senkungen (Thesis ◡), d.h. an diesen Stellen werden die Silben lang und betont ausgesprochen oder kurz und unbetont. Allerdings haben die alten Griechen diese Silben nicht lauter oder leiser ausgesprochen, wie wir es heute tun, sondern tatsächlich höher oder tiefer. Wir nennen diesen Akzent heute den "musikalischen Akzent" im Gegensatz zu unserem "exspiratorischen Akzent". Dabei beträgt der Unterschied zwischen einer hoch- und einer tiefbetonten Silbe  etwa  eine  Quinte.

Wir sollten aber bedenken, daß zuerst die Verse waren, dann erst die Versmaße! D.h. zuerst waren die Verse der Dichter, dann erst erfanden die ordnenden und klassifizierenden Grammatiker der alexandrinischen Zeit die Versmaße.

Aus der Anordnung der Götternamen in diesem System können wir nun leicht auf die antike Betonung der Namen schließen. Wir werden sehen, daß einige uns sehr ungewöhnlich vorkommen. Ich habe sie hervorgehoben. Man sollte aber nicht vergessen, daß in der antiken Literatur verschiedene griechische Dialekte vorkommen. Die wichtigsten sind attisch, dorisch, ionisch und äölisch. Hier habe ich die attischen Namen gewählt..

deutsch......…...griechisch...…...Betonung
Aphrodi'te……... Ἀφροδίτη………...Aphrodi'te
Apo'llon………….. Ἀπόλλων………...Apo'llon
A'res………………..Ἄρης………………..A'res
A'rtemis…………..Ἄρτεμις...……...A'rtemis
Askle'pios………..Ἀσκληπιός ……...Asklepio's
Asta'rte…………..Ἀστάρτη………….Asta'rte
Athe'na…………..Ἀθηνᾶ…...……...Athena'
De'meter………..Δημήτηρ…………..Deme'ter
Dio'nysos--------Διόνυσος………….Dio'nysos
Eire'ne…………...Εἰρήνη……………..Eire'ne
E'ros……………...Ἔρως ……………...E'ros
Ha'des……….…...Ἅιδης…………....Hai'des
He'lios……………..Ἥλιος……………..He'lios
Hephai'stos……..Ἥφαιστος……...He'phaistos
He'ra ………………..Ἥρα……………...He'ra
He'rakles………….Ἡρακλῆς………..Herakle's
He'rmes…………...Ἑρμῆς…………...Herme's
He'stia……………...Ἑστία……………. Hesti'a
Homonoi'a………..Ὁμόνοια……….. Homo'noia
Hygiei'a…………...Ὑγίεια…………...Hygi'eia
Ky'bele…………….Κυβέλη…………...Kybe'le
Le'da ……………...Λήδα………………..Le'da
Ne'mesis………... Νέμεσις…………...Ne'mesis
Ni'ke………………..Νίκη………………...Ni'ke
Perse'phone…... Περσεφόνη……...Persepho'ne
Posei'don………...Ποσειδῶν………..Poseido'n
Sele'ne……………..Σελήνη…………...Sele'ne
Tha'natos………...θάνατος…………..Tha'natos
Ty'che……………...Τύχη………………..Ty'che

Zu beachten ist dabei, daß η (wie ä) und ω lang ausge-sprochen  werden,  ε  und  ο  aber  kurz.

Referenzen:
(1)  Adolf  Kaegi,  Kurzgefaßte  griechische  Schulgrammatik,  1957
(2)  Wilhelm Gemoll, Griechisch-deutsches Schul- und Handwörterbuch,  1959
(3)  Sophokles,  Oidipus  Tyrannos,  Schöninghs  griechische  Klassiker
(4)  Wikipedia

Mit freundlichem Gruß
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Mi 11.03.20 17:11

Inhaltsverzeichnis ans Ende des Threads verschoben.
Zuletzt geändert von Peter43 am Do 12.03.20 20:55, insgesamt 12-mal geändert.
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von justus » Mi 11.03.20 17:57

ab >Astarte, oder Ba'alat Gebul, die Herrin von Byblos< funktionieren bei mir die Links nicht mehr! :(
mit freundlichem Gruß

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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Mi 11.03.20 22:52

Stimmt! Bei mir auch nicht. Ich werde mich an den Forenbetreiber wenden müssen.

Danke für den Hinweis
Jochen
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Do 12.03.20 10:06

Die Links waren "broken". Wahrscheinlich deswegen, weil ich das Inhaltsverzeichnis nach jedem neuen Artikel wieder ans Ende kopieren muß. Ich habe alle repariert. Jetzt gehen sie wieder.

Jochen
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Perinawa » Do 12.03.20 10:23

Jochen, vielleicht kannst du den Beitrag #1 hinten anhängen, und dafür das Inhaltsverzeichnis ganz nach vorne nehmen. Dann ist es auch schneller abrufbar und braucht nur noch ergänzt werden.

Grüsse
Rainer
Manche Antworten sind zwar nicht nützlich, aber weniger schädlich als manche nützlichen.

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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Do 12.03.20 18:40

Hallo Perinawa!

Das hatten wir uns zu Begin dieses Threads auch überlegt. Ich weiß allerdings nicht, wie lang das Inhaltsverzeichnis werden darf. Bei einigen Artikeln hatte ich schon Probleme bekommen, weil sie zu lang waren, und mußte sie zweiteilen und eine Fortsetzung anfügen. Das würde aber mit dem Inhaltsverzeichnis nur gehen, wenn es am Ende steht.

Jochen
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Do 12.03.20 21:23

Luna Lucifera - Die römische Mondgöttin

Luna ist die römische Mondgöttin, und entspricht der griechischen Selene. Etymologisch kommt ihr Name von "lat. lucere = leuchten, scheinen", was schon in der Antike bekannt war (Varro), so wie ihr griechische Name von selas kommt, das dieselbe Bedeutung hat. Lucifera ist ein Epitheton mit der Bedeutung Lichtträgerin, ebenfalls von "lat. lucere = leuchten, scheinen, und lat. fere = tragen, bringen". Luna Lucifera ist also die lichtbringende Luna (Ich werde jetzt anstatt Mond immer Luna schreiben, um das störende germanische Masculinum von "der Mond" zu umgehen.) Deshalb wird Luna Lucifera in der Regel mit einer oder 2 Fackeln dargestellt.

1  Münze:
Julia Domna, 193-211
AR - Antoninian, 4.67g, 22.88mm, 210°
        Rom, 211-217, geprägt unter Caracalla
Av.: IVLIA PIA - FELIX AVG
       Büste, drapiert, mit Stephane, auf Mondsichel, n.r.;        
Haare kunstvoll in 6 Reihen gewellt und nach        
unten in den Nacken hängend, hinten ein flacher        
Knoten, mit Wangenlocke
Rv.: LVNA LVCIFERA
       Luna/Diana, in langem Gewand, Mondsichel auf        
dem Kopf, in Pferdebiga n.l. jagend, hält in der re.
       Hand die Zügel und in der li. Szepter; über ihr       
 bläht sich ihr Schleier
Ref.: RIC IV/1, Caracalla 379 (a); C. 106 (Diana?); BMC V, 432, 10, Pl.67, 11
VZ

Anmerkungen:
(1) Luna lenkt immer eine Biga über den Himmel, während Sol in einer Quadriga fährt. Pausanias erzählt, daß ihre Biga von einem Maultiergespann gezogen werde, und Festus Pompeius erklärt auch warum: Es solle anzeigen, daß sie unfruchtbar sei wie diese Tiere auch. Properz erzählt, daß sie in einer Pferdebiga fahre, so wie auf dieser Münze. Das eine Pferd sei weiß, das andere schwarz, weil der Mond sowohl tags als auch nachts zu sehen sei. Auf den meisten Münzen aber handelt es sich um eine von Rindern gezogene Biga. Die sechspännige war übrigens dem Jupiter vorbehalten.

(2) Im Anschluß an diese mythologischen Vorstellungen war sie bei den Rennen im Zirkus die Schutzherrín der Bigae, Sol der Schutzherr der Quadrigae. Gemeint sind dabei natürlich die Kaiserin und der Kaiser (Pauly).

Das Epitheton Lucifera wird aber noch von anderen Lichtgottheiten getragen, z.B. von Diana, und es gibt eine Reihe von Gottheiten, die Fackeln tragen und griechisch als Dadophoroi (= Fackelträger) bezeichnet werden. Sogar Hermes ist darunter! Aber wenn wir uns mit Luna Lucifera beschäftigen wollen, scheiden wohl alle Gottheiten ohne Mondsichel auf dem Kopf aus. Übrig bleiben dann Luna/Selene, Artemis/Diana und Hekate. Selene, die griechische Mondgöttin habe ich bereits in dem betreffenden Artikel behandelt. Sie war eine Titanin. Nach der Ablösung des uralten Titanengeschlechts durch die neuen olympischen Götter über-nahmen auch Diana/Artemis und Hekate ihre Rolle, ohne daß sie als Himmelsgestirn ganz verschwand.

2  Münze:
Julia Domna, 193-211
AR - Denar, 19.5mm, 3.3g, 180°
         geprägt in Rom 211-217, unter Caracalla
Av.: IVLIA PIA - FELIX AVG
       Büste, drapiert, ohne Diadem, n.r.; Haar kunstvoll        
gelegt in 5 breiten horizontalen Wellen und        
mehreren schmalen horizontalen Wellen; hinten ein        
flacher Knoten, im Nacken als Zopf nach oben        
gebogen; mit Wangenlocke
Rv.: DIANA - LVCIFERA
        Diana, drapiert, frontal stehend, n.l. blickend, hält
mit beiden Händen eine brennende Fackel, die         
etwas n.l. aufwärts zeigt
Ref.: RIC V/1, (Caracalla) 373; C. 32; BMCR V, 431, 2, Pl. 67, 6; RCV 6578
fast VZ, leicht getönt

Anmerkung:
Bei diesem Frisurentyp handelt es sich um den Typ "Leptis" nach dem Bild auf dem Tetrapylon in Leptis. Nach Fitschen taucht dieser Frisurentyp ab 206 n.Chr. auf. Und schon haben wir eine Lucifera ohne Mondsichel. So einfach ist die Unterscheidung also nicht!

3. Münze:
Caracalla, 198-217
AR - Denar, 3.13g, 19mm, 180°
        Rom, 217
Av.: ANTONINVS PIVS AVG GERM
       Belorbeerter Kopf, bärtig, n.r.
Rv.: P M TR P XX COS IIII P P
       Diana/Luna, in langem Gewand, Mondsichel auf        
dem Kopf, in Biga mit 2 Stieren n.l. stürmend, hält
       Zügel mit beiden Händen, Schleier bläht sich über        
ihrem Kopf
Ref.: RIC IV/1, 284; cf. C. 395; BMC V, 483, 185, Pl. 72, 15
Selten, VZ+, herrliche Tönung

Anmerkungen:
(1) Eigentlich war die Darstellung der Diana/Luna den weiblichen Mitgliedern der kaiserlichen Familie vorbehalten. Daß sie hier auf einer Münze für Caracalla erscheint, ist ein Zeichen für die ausgeprägte Vorliebe des Caracalla für Astralreligionen, zu denen auch der Mond gehört. So soll er sich, als er einem Mordkomplott zum Opfer fiel, bezeichnenderweise auf dem Weg zu einem Mondheiligtum in Carrhae befunden haben,

(2) Der Gewandbausch über ihrem Kopf gilt als ein celestiales Zeichen. Die Bullenhörner sind ein altes Symbol für die Mondsichel, bei der es auch "Hörner" gibt.

(3) Die Parabiago-Platte:
Diese große Silberplatte wurde 1907 auf einem antiken römischen Friedhof bei Parabiago in der Nähe von Mailand gefunden. Nach neuen technischen Analysen stammt sie aus dem 4. bis 5. Jahrhundert n.Chr., obwohl ihre stilistischen Merkmale aus der Klassik stammen. Dargestellt ist auf ihr als Hochrelief die gesamte kosmologische Mythologie. Hier ist re. oben die Mondgöttin in genau der Darstellung wie auf unserer Münze zu sehen: In einer Stierbiga n.r., vor ihr herfliegend der geflügelte, fackeltragende Abendstern Hesperos. Li. oben Sol in Pferdequadriga n.r., geführt vom fackeltragenden, geflügelten Morgenstern Phosphoros.

Mythologie:
Die bekannten Erzählungen von den Beziehungen der Mondgöttin zu Endymion und Pan beziehen sich nur auf die griechische Selene. Siehe dazu den betreffenden Artikel. Diese Geschichten passen nicht zur römischen Luna. Dies hatten wir bereits bei den Liebesgeschichten des Zeus gesehen, die es beim staatstragenden römischen Jupiter nicht gibt. Und das gilt auch für andere Gottheiten, wie hier der Luna.

Wir sollten im Gedächtnis behalten, daß anders als die griechischen Götter die römischen Götter ursprünglich als Numen betrachtet wurden: Göttliche Wirkkräfte, die nicht unbedingt eine physische Gestalt haben mußten. Die Vorstellung, daß Götter anthropomorphe Eigenschaften haben und wie Menschen agieren, entwickelte sich erst später unter griechischem und etruskischem Einfluß.

Das Alter ihrer Verehrung ist unsicher. Der sagenhafte Sabinerkönig Titus Tatius, der zusammen mit Romulus über Rom geherrscht haben soll, habe einen gemeinsamen Altar für Luna und Sol gestiftet, schreibt Varro. Von einem alten Gestirn-Kult, der vielleicht aus Campanien eingeführt worden war, gibt es nur Spuren, so daß dieser altitalische Kult nicht bedeutend gewesen sein kann (Pauly).

Am Aventin soll ein Heiligtum gestanden haben, daß nach Tacitus von Servius Tullus erbaut worden sei. Nach der Eroberung und Zerstörung von Korinth sei es von L. Mummius mit Weihgeschenken geschmückt worden. Nach dem großen Brand von Rom unter Nero wird es nicht mehr erwähnt.

Varro beschreibt noch einen nachts beleuchteten Tempel auf dem Palatin, der der Luna Noctiluca (= der nachts Leuchtenden) geweiht war und die am 24. August ein Fest gehabt haben soll.

Im Circus maximus gab es einen templum Solis et Lunae. Dieser wird wohl das von Tacitus erwähnte aventinische Heiligtum gewesen sein. Daneben wird dort auch noch ein Altar der Luna erwähnt.

Bei der späteren Verschmelzung des Sol mit Mithras zum Sol Invictus nahm Luna auch teil als Luna aeterna. Diese findet sich in den Mithräen

Zusammfassend muß man aber feststellen, daß es in Rom keinen eigenen Luna-Kult mit einer eigenen Priesterschaft gegeben hat. Bei den erwähnten Heiligtümern sollte man erwähnen, daß im Pomerium später auch fremde Gottheiten Tempel haben durften.

Wegen der Beziehung des weiblichen physiologischen Zyklus' zu den Mondphasen der Luna wurden eine Reihe von Geburtsgottheiten mit ihr identifiziert. Dazu gehören Diana, Iuno Lucina, Latonia und Trivia. Diese Vorstellungen sind sicherlich griechisch, wobei auch die Gleichsetzung der Geburt mit Ans-Licht-Bringen eine wichtige Rolle spielt. Ursprünglich war Lucina eine eigene italische Geburtsgöttin, die später aufgegangen ist in Juno Lucina. Bei Vergil (4. Ekloge, 10) wird sie mit Diana gleichgesetzt. Diese hatte als Erstgeborene ihrer Mutter Leto sofort nach ihrer Geburt geholfen, ihren Bruder Apollo zur Welt zu bringen. Hier überschneiden sich also die Auffassungen der Diana mit denen der Juno.

Anmerkungen:
(1) In der Botanik heißt eine Pflanzengattung Lunaria = Mondviolen, weil nach der Blüte die Früchte eine silberglänzende Scheidewand besitzen (auch Judassilberlinge). 
(2) Wegen des silbernen Glanzes des Mondes nannten die Alchemisten im Mittelalter das Silber Luna.
(3) Auf englisch heißt lunatic mondsüchtig und dann erweitert geistesgestört
(4) Noctiluca (= die Nachtleuchtende) tritt auf als Epitheton einiger Dinoflagellaten, die das sog. Meeresleuchten auslösen (Noctiluca scintillans und Procystis noctiluca).

Mit freundlichem Gruß
Dateianhänge
julia_domna_379(a).jpg
iulia_domna_373_2.jpg
caracalla_284_2.jpg
9596_-_Milano_-_Museo_archeologico_-_Patera_di_Parabiago_-_Foto_Giovanni_Dall'Orto_13_Mar_2012_#3.jpg
Parabiago-Platte
01Luna.jpg
Luna mit Hesperos
Mondviole.jpg
Mondviole
Zuletzt geändert von Peter43 am Fr 13.03.20 19:43, insgesamt 2-mal geändert.
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