Mythologisch interessante Münzen

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Lucius Aelius
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Lucius Aelius » Mi 27.01.21 06:21

Altamura2 hat geschrieben:
Di 26.01.21 21:50

Der "Flusspatina" stehe ich eher kritisch gegenüber, in meinen Augen soll das meist nur eine Entpatinierung kaschieren.
Ganz deiner Meinung!
Gruss
Lucius Aelius

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Peter43
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Mo 01.02.21 14:00

Artemis Anaitis

Wir wissen, das insbesondere Phrygien den Einflüssen östlicher Kulte ausgesetzt war. Dafür ist Artemis Anaitis ein ausgezeichnetes Beispiel.

Münze #1:
Phrygien, Apameia, 88-40 v.Chr.
AE 22, 7.52g, 21.59mm, 0°
geprägt unter den Magistraten Heraklei und Eglogistes
Av.: Belorbeerter Kopf des Zeus n.r.
Rv.: re. von oben mach unten AΠAM[E]
li. in 2 Zeilen von oben nach unten HPAKΛE / EΓΛO
Kultstatue der Artemis Anaitis mit bodenlangem Schleier und Polos
frontal stehend
Ref.: SNG von Aulock 3470; BMC 67-71; Weber 7028; SNG Copenhagen 183;
Mionnet VII, 127; SNG München 123; HGC 772
60.-, SS+, feine Sandpatina
Mionne schreibt "Junon Pronuba"!

Anaitis ist die griechische Übersetzung von Anahita, dem Namen einer iranischen Göttin. Wenn wir an die Bedeutung von Anaitis herankommen wollen, müssen wir also bei Anahita anfangen.

(1) Ursprung und Bedeutung
Die Verehrung der Anahita geht bis ins 4.Jht. v. Chr. zurück. In einem avestischen Yasht wird sie Ardvi Sur Anahita genannt. Dieser Name scheint zusammengesetzt zu sein und hat ursprünglich 2 verschiedene Gottheiten gemeint. Ardvi Sura ist der iranische Name für die himmlische Flußgöttin des fruchtbaren Wassers, die in den Rigveda Sarasvati genannt wird. Dies ist der Indus, der Weltfluß, aus dem alles stammt. Es heißt aber auch von ihr, daß sie "gewaltig dahinströmt vom Berge Hukarja zum See Vorukascha", und daß sie "tausend Arme und tausend Kanäle hat" (Roscher), eine Beschreibung, die nur auf das Pamirgebirge und den Oxus (heute Amudarja) paßt (Geiger). Es sind jedenfalls die ungeheuren Berge und die von ihnen strömenden Wasser, die zum Ursprung dieser Naturgottheiten wurden,

Die andere Gottheit ist Anahita. Deren Kult war besonders in Nordostpersien verbreitet, ihr Ursprung ist aber ungewiss. Ihr Name bedeutet "unberührt, rein", sowohl im moralischen als auch im physischen Sinn. In den Yashts wird sie detatilreich geschildert, besonders in Bezug auf ihre Kleidung und ihren Schmuck, als hätte es einen Kleiderkult gegeben. Ungewöhnlich ist die Betonung der Bekleidung mit Biberfell. Jedenfalls gehörte zu jedem ihrer Kultstätten eine Wasserquelle. So galt lange Zeit als ihr größter Tempel der in Kangavar in der Provinz Kermanschah. Dies ist jetzt aber fragwürdig, da u.a. kein Wasserbecken vorhanden ist, was für einen Anahitatempels zwingend erforderlich wäre.

Anmerkung:
Die 21 Yashts bilden den 3. Abschnitt der Avestas, der heiligen Schrift der Zoroastrier. Sie enthalten Hymnen an alt-iranische Gottheiten und fanden Eingang in das Werk des persischen Dichters Firdausi (940-ca. 1020 n.Chr,). Das 5. Yasht (Aban Yasht) besteht aus Hymnen an das Wasser und Anahita.

(2) Reformierung durch den Zoroastrismus:
Der Zoroastrismus war eine sehr abstrakte Religion, die ohne Bilder oder Statuen auskam. Von allen vorzoroastrischen Gottheiten überlebte nur Anahita die religiösen Reformen des Zoroaster (ca. 1500-1000 v.Chr.), aber eher als eine Emanation des Ahura Mazda als der Göttin, die sie zuvor war. Aber sie wurde auch als seine Tochter ausgegeben. Dies ist ein Beweis dafür, daß die Gläubigen im Religiösen auch eine sinnliche Erfahrung wünschen und nicht nur die blutleere Theorie. Dies ist z.B. auch vom Christentum bekannt, besonders vom Katholizismus mit seinem Marienkult und den vielen Heiligen.

(3) Verbreitung durch die Achämeniden:
Es ist bekannt, daß der Achämenidenkönig Artaxerxes II. (404-358 v.Chr.) nach er Eroberung Babyloniens für ihre Ausbreitung im persischen Reich sorgte. Er ließ viele Bilder von ihr herstellen und im gesamten Reich verbreiten (Berosus). Bedeutende
Tempel wurden errichtet in Susa, Ekbatana und Babylon. Dabei werden Anleihen bei der mesopotamischen Ishtar gemacht worden sein und es auch Beziehungen zur sumerischen Inanna gegeben haben. Ishtar und Anahita besaßen Ähnlichkeiten: Ishtar war die Beschützerin des Palastes und Anahita war besonders in der post-achämenidischen Zeit eng mit dem Königstum verbunden.

Anmerkung:
Berosus, auch Berossos, (ca. 290 v.Chr.), war ein Chaldäischer Priester des Bel in Babylon, der 3 Bücher in Griechisch über die Geschichte und Kultur Babylons geschrieben und sie Antiochos I. (324-261 v.Chr.) gewidmet hat. Sie waren von Bedeutung für das Wissen der Griechen über die Ursprünge Babylons und wurden benutzt z.B. von Eusebius von Caesarea oder Josephus.

(4) Die Parther und die Sassaniden
Unter den Parthern änderte sich der Charakter der Anahita. Von einer Göttin der Fruchtbarkeit, des Wassers und der Weisheit wurde sie zur Kriegsgöttin, der vor Beginn eines Kriegszuges geopfert wurde. Da die Parther ihr Reich nicht so streng zentralistisch wie die Achämeniden regierten, wurde sie zur Göttin, die die Einheit des Reiches anstelle einer Zentralmacht symbolisierte. Diese Rolle spielte sie dann auch unter den Sassaniden.

Münze #2:
Kushan-Sassaniden, Hormizd I. Kushanschah, ca, 265-295 n.Chr.
AE 15, 1.85g, 15.15mm
Münzstätte Harid
Av.: Gekrönte Büste n.r., mit Löwenskalp auf dem Kopf, Mondsichel im li. oberen
Feld
Rv.: Hormizd re. stehend, hält in der re. Hand Krönungskranz über einen Altar und
hat die li. Hand in segnender Gebärde zu Anahita erhoben, die sich nach links
vom Thron erhebt, Krönungskranz in der erhobenen re. Hand und Szepter in der
Linken (sog. Investiturszene)
Ref.: Carter 10; Cribb 23; Mitchiner ACW 1269; Göbl KM 1044, Zeno #30921
selten, SS+

Anmerkung:
Die Kushano-Sassaniden waren sassanidísche Fürsten, die das alte Kushanland in Baktrien, das Kabultal und Gandhara, als sassanidische Vasallen regierten. Eine zeitlang waren diese Kushan-Schahs mehr oder weniger unabhängig, wie z.B. dieser Herrscher, Hormizd I. Kushanshah, der ca. 295-325 n.Chr. (oder nach Cribb 270-295) herrschte. Die Münzstätte wird das Kabultal gewesen sein. Die Darstellung auf der Rückseite zeigt die enge Verbindung der Anahita zum Königtum und zum Schah.

Ref.:
(1) M. L. Carter; "A numismatic reconstruction of Kushano-sasanian history", 1985
(2) Joe Cribb; "Numismatic evidence for Kushano-sasanian chronology".

(5) Verbreitung im Westen:
Durch die Ausbreitung des persischen Großreiches verbreitete sich der Kult der Anahita weiter nach Westen. Zahlreiche Tempel und Kultstätten entstanden, besonders in Phrygien, Lydien, Pontus und Armenien. Dabei ist zu bemerken, daß die Ausbildung ihres Kultes starken lokalen Einflüssen unterlag. In Lydien und Kappadokien war sie der Artemis Tauropolis gleichgesetzt, wodurch das Taurobolium nach Europa gekommen ist. In Philadelphia und Hypaipa war ihr Kult mit Spielen verbunden. Die berüchtigte Tempelprostitution, die in Persien unbekannt war, ist nur für Armenien beschrieben. Strabo erzählt: »Wenn die Mädchen eine Zeitlang in dem Tempel der Göttin sich ihrem Dienste gewidmet hätten, würden sie verheiratet, und niemand halte es für eine Schande, solch ein Mädchen, das jahrelang sich einem jeden preisgegeben, zur Gattin zu wählen.«

Als die Griechen Anahita kennenlernten, versuchten sie, wie es üblich war, sie mit einer eigenen Göttin ihres Pantheons zu identifizieren. Das scheint nicht einfach gewesen zu sein. Es gibt Bezeichnungen wie Aphrodite Anaitis, was darauf hinweist, daß sie Merkmale der Ishtar oder der phönikischen Astarte getragen haben muß. Mionnet nennt sie Junon Pronuba. Tacitus (Annalen 62) bezieht sich auf die synkretistische Göttin einfach mit "Persischer Diana", die einen Tempel in Lydien besaß "gewidmet während der Regierung des Kyros" (wahrscheinlich Kyros der Große).

Schließlich wurde sie zur Artemis. Ihr Charakter als jungfräuliche und kriegerische Göttin hatte sich gegenüber der erotischen Fruchtbarkeitsgöttin durchgesetzt. Die Darstellungen auf den griechischen Münzen sind offensichtlich der Artemis Ephesia nachempfunden. Deshalb sehen die unteren Abschnitte ihres bodenlangen Schleiers oft aus wie die Stützen der Ephesia. Die Interpretation als Mondgöttin scheidet damit auch aus. Sie hat aber niemals die Bedeutung und die Verbreitung erfahren wie Mithras.

Angehängt habe ich
(1) Ein Bild des sog. Anahita-Tempels in Kangavar
(2) Ein Bild des Kopfes der Anahita von einer Bronzekultstatue aus Satala, Armenia minor, hellenistisch, ca. 200- 100 v.Chr., heute im Britischen Museum in London. Sie wurde in einem römischen Legionslager bei Satala in Armenia minor gefunden, stammt aber wahrscheinlich aus Artaxata, der Hauptstadt. Dargestellt ist sie hier in der Gestalt der Aphrodite. Dies zeigt, daß in Armenien der (erotisch/sexuelle) Bezug zur Fruchtbarkeitsgöttin vorherrschte.

Quellen:
(1) Tacitus, Annalen
(2) Strabon, Geographie
(3) Pausanias, Periegesis
(4) Plutarch, Biographien
(5) Plinius, Naturalis Historiae

Literatur:
(1) Der Kleine Pauly
(2) Vollmer's Mythologie aller Völker
(3) Realenzyklopädie
(4) Benjamin Hederich, Gründliches mythologisches Lexikon
(5) Wilhelm Heinrich Roscher, Vollständiges Lexikon der griechisch und römischen Mythologie
(6) Wilhelm  Geiger, Ostiranische Kultur im Altertum, 1882
(7) Payam Nabarz, Anahita: Ancient Persian Goddess and Zoroastrian Yazata, 2013
(8) Manya Saadi-nejad, Anahita: Transformations of an Iranian Goddess, Dissertation 2019

Online-Quellen:

Mit freundlichen Grüßen
(1) Wikipedia
Dateianhänge
apameia_SNGaulock3470_klein.jpg
Artemis Anaitis
Psc4G6Qf7iSSRz2qxEt35nFYM9oK8Z.jpg
Anahita
Anahita_temple_Iran.jpg
sog. Anahita-Tempel von Kangavar
satala_anahita_aphrodite.jpg
Anahita Aphrodite
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Mo 01.02.21 14:02

Inhaltsverzeichnis

Beiträge in kursiv beziehen sich auf römische Mythologien!

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Apollo Smintheus
Amphilochos
Apollo Sauroktonos - der Eidechsenkiller
Apollo Lykeios
Apollo Lykeios - oder nicht?
Marsyas
Die zwei Nemeseis von Smyrna
Der Raub der Persephone
Der Schlangenkult des Alexander von Abounoteichos
Agathodaimon
Haimos

http://www.numismatikforum.de/viewtopic ... 6&start=15
Astarte, oder Ba'alat Gebul, die Herrin von Byblos
Baetyl, der heilige Stein
Ein seltener Denar Elagabals
Erichthonius, König von Athen
Triptolemos
Dionysos
Kantharos und Thyrsos
Dionysos und der Panther

viewtopic.php?f=6&t=11926&start=30
Aphrodite Pudica
Priapos
Die Stymphalischen Vögel - eine antike Vogelgrippe?
Einige Bemerkungen zu Liber.
Asklepios und Telesphoros
Die Unterweltgötter
Die Ägis
Das Gorgoneion

viewtopic.php?f=6&t=11926&start=45
Harpokrates
Der Reichtum Thrakiens
Hercules Deusoniensis und Hercules Magusanus
Der 'Nabel der Welt'
Die Schlacht der Giganten

viewtopic.php?f=6&t=11926&start=60
Ma-Enyo - die archaische Kriegsgöttin
Vulcanus (griech. Hephaistos)
Ares, der blutrünstige Schlächter
Hermes - der Grenzgänger
Dea Caelestis - die alte Stadtgöttin von Karthago
Kybele - die große Erdmutter
Men - der anatolische Mondgott
Eine seltsame Darstellung des Asklepios
Der Schwerttanz der Kureten
Dionysos als Säugling
Der Argaios - der heilige Berg Kappadokiens

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Die Dioskuren - das göttliche Bruderpaar
Melikertes und die Isthmischen Spiele
Die Catanischen Brüder I
Omphale - Besitzerin und Geliebte des Herakles
Der Herakles Farnese
Das Erbe der griechischen Mythologie in der modernen Literatur
Der Wahnsinn des Aias
Kronos - der Vater der Götter
Asteria - die Sternengöttin
Perseus und Andromeda

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Der ephesische Eber
Der kalydonische Eber
Einige Bemerkungen zu den Flußgöttern
Der Garizim - der heilige Berg von Samaria
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Herakliskos Drakonopnigon - Der junge Herakles erwürgt die Schlangen
Hercules (Herakles) und die Äpfel der Hesperiden
Atargatis oder Dea Syria, die Große Syrische Göttin

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Orpheus zähmt die wilden Tiere
Telephos - der Sohn des Herakles
Dionysos und Nikaia - Die Gründersage von Nicaea
Dido - Die Gründerin von Karthago
Battos - der untreue Hirt
Kadmos - Gründer von Theben
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Melqart-Herakles

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Artemis Ephesos
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Herakles und der Nemeische Löwe
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Venus Cloacina
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Juppiter Optimus Maximus
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Protesilaos
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Diomedes
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Skylla
Apollo mit Doppelaxt
Nachtrag zur Gigantomachia
Die Amazonen
Cheiron, der weise Kentaur
Die Kentauren
Apollo Patroos
Hekate Triformis

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Poseidon und die Nymphe Beroe
Ino-Leukothea
Einige Anmerkungen zu Mithras
Hektor - der Held von Troja
Juno Caprotina
Der Thrakische Reitergott Heros
Triptolemos II
Der unglückliche König Kyzikos

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Hylas - der Liebling des Herakles
Aphrodite Urania
Sandan von Tarsos
Diana Nemorensis
Acca Larentia
Apollo Smintheus und der Hirte Ordes
Hera Lakinia
Euthenia/Abundantia
Die ägyptische Sphinx
Der Nil

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Agathodaimon und Uräus-Schlange
Die Kronen Ägyptens
Zeus Olbios und das Priesterkönigtum Olba
Einige Anmerkungen zu Nemesis
Der Stern von Bethlehem: Mythologie oder nicht?
Tellus
Die Sage von Tereus und Prokne
Mars und Rhea Silva
Faustulus und die Zwillinge
Romulus und der erste Triumph

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Byzas - der Gründer von Byzanz
Die Sibylle Herophile
Der Stimmstein der Athena
Der Garten der Hesperiden
Der Dionysoskult in Nysa-Scythopolis
Eshmun - der phönikische Heilgott
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Hestia
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Doros - Sohn des Poseidon
Ares und Aphrodite
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Der trunkene Hephaistos
Leto - Mutter der Zwillinge Apollo und Artemis
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Androklos
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Veiovis und Amaltheia
Die Sibylle Mantho
Die geheimnisvollen Pygmäen
Poseidon und Troja

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Saturn - der römische Gott des Ackerbaus
Herakles und der Kretische Stier
Artemis Perasia, die alte Kubaba
Apollo Philesios und der bewegliche Hirsch des Kanachos
Fortuna muliebris
Die griechische Sphinx

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Derketo und Triton(?)
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Der Sothische Zyklus
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Aphrodite Stratonikis
Gordios - der Gründer von Gordion
Minos

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Die Greife
Tyche Euposia
Apollo Karinos, ein steinerner Apollo
Apollon Iatros - Apollon der Arzt
Apollon Klarios und das Orakel von Klarios

viewtopic.php?f=6&t=11926&start=420
Silen und Dionysos
Wer steht zwischen Asklepios und Hygieia?
Zeus Syrgastes
Pelops und der Fluch der Atriden
Einige Bemerkungen zur Aeternitas

viewtopic.php?f=6&t=11926&start=435
Aphrodite Aphrodisias
---------------------------------------------------------- bis hierher befinden sich die Artikel im Mythologiebuch -------------------------------------------
Thoth, Hermes Trismegistos
Exkurs: Die Orphiker
Der Caduceus (das Kerykeion)
Die Mythologie von Tenedos
Tyana
Maron - der Eponym von Maroneia
Die Heimkehr des Odyssseus
Exkurs: Die Insel der Phäaken - das Atlantis Homers?
Die sog. Tyche von Antiochia
Das schreckliche Schicksal der Tarpeia

viewtopic.php?f=6&t=11926&start=450
Janus - der Gott mit den 2 Gesichtern
Exkurs: 'Die Trauernde Penelope' - Ein Nachtrag zur 'Tyche'
Phrixos und Helle
Exkurs: Die Dardanellen
Der stehende Wassergott von Savatra
Zeus Olybrios
Philoktetes - die Geschichte eines Einsamen und Gequälten
Midas (und Mida)
Athena Itonia
Herakles und der Kerberos

viewtopic.php?f=6&t=11926&start=465
El/Kronos von Byblos
Pygmalion
Exkurs: ELIZA von Joseph Weizenbaum
Theseus, der Nationalheld der Athener
Rhodope und das Kaninchen - Eine Schönheit aus Markianopolis*
Die Ichthyokentauren
Otreus und Aineas

viewtopic.php?f=6&t=11926&start=480
Apollo Karneios
Pallor - Die Göttin der Blässe und der Furcht
Einige Bemerkungen zum Hahn
---------------------------------------------------------- bis hierher befinden sich die Artikel im Ergänzungsband -------------------------------------------
Phemios und die Ainianen
Jupiter Stator

viewtopic.php?f=6&t=11926&start=495
Die Vergil-Münzen des Carausius

viewtopic.php?f=6&t=11926&start=510
Talos - Der erste Roboter der Geschichte
Exkurs: Mensch und Maschine
Der phrygische Reitergott Sozon
Astakos - Gründermythe von Nikomedeia
Dione und das Orakel von Dodona
Themis
Exkurs: Deukalion und Pyrrha
Apollo Lairbenos
Sobek - der ägyptische Krokodilsgott
Die Lernäische Hydra
Exkurs: Die Hydra als Allegorie des Feindes
Eirene - Die griechische Friedensgöttin

viewtopic.php?f=6&t=11926&start=525
Pax - Die römische Friedensgöttin
Selene - die griechische Mondgöttin
Pelops und Hippodameia
Exkurs: Einige Bemerkungen zur Aussprache und Betonung griechischer Götternamen
Luna Lucifera – die römische Mondgöttin

viewtopic.php?f=6&t=11926&start=540
Lucifer (Phosphoros) – der Morgenstern
Elagabal - Der Sonnengott von Emesa
Demeter

viewtopic.php?f=6&t=11926&start=555
Exkurs: Die Prozession des Kalathos der Demeter
Ahura Mazda - Der Herr der Weisheit
Exkurs: Nietzsche, Also sprach Zarathustra
Herakles und der Erymanthische Eber
Exkurs: Das Schwein in der Antike
Die Familie des Maiandros

viewtopic.php?f=6&t=11926&start=570
Artemis Anaitis

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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Altamura2 » Mo 01.02.21 17:44

Peter43 hat geschrieben:
Mo 01.02.21 14:00
...
Phrygien, Apameia, 88-40 v.Chr.
AE 22, 7.52g, 21.59mm, 0°
geprägt unter den Magistraten Heraklei und Eglogistes
...
Auf diesem Münztyp aus Apamea steht immer nur der Name eines einzelnen Magistraten. Das kann in Form eines Namens alleine sein, eines Namens mit Patronym (also dem Vatersnamen) oder eines Namens mit der Amtsbezeichnung.
(edit: Es gibt auch ein paar wenige Münzen aus Apameia, auf denen nur die Amtsbezeichnung steht, ohne weiteren Namen.)

Du hast hier den letzteren Fall erwischt, denn Eglogistes (auch Eklogistes geschrieben) war die Amtsbezeichnung eines mit der Steuer oder Finanzen befassten Magistraten. Das findet man z.B. schon in Rudolf Münsterberg, "Verkannte Titel auf griechischen Münzen", Jahreshefte des Österreichischen Archäologischen Institutes in Wien XVIII 1915, Beiblatt Seite 311: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/digli ... 320/scroll
Ein ganzes Kapitel dazu gibt es in Pierre Fröhlich, "Les cités grecques et le contrôle des magistrats (IVe-Ier siècle avant J.-C.)", Paris 2004, von dem man ein paar Schnipsel hier sehen kann: https://books.google.de/books?id=W2-oXo ... &q&f=false
Peter43 hat geschrieben:
Mo 01.02.21 14:00
...
Ref.:
(1) M. L. Carter; "A numismatic reconstruction of Kushano-sasanian history", 1985
(2) Joe Cribb; "Numismatic evidence for Kushano-sasanian chronology".
...
Die findet man auch beide online hier:
https://archive.org/details/ANSMusNotes ... 7/mode/2up
https://www.academia.edu/542387/Numisma ... tes_I_VIII

Gruß

Altamura

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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Mo 01.02.21 21:40

Herzlichen Dank für die Information über Eglogistes.

Jochen
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