Mythologisch interessante Münzen

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Peter43
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Sa 31.12.22 10:53

Der letzte Artikel in diesem Jahr:

Numa  Pompilius

Numa Pompilius war nach Romulus der zweite mythische König von Rom. Deshalb gehört dieser Artikel in den mythologischen Thread, auch wegen der Nymphe Egeria.

Die  Münze:
Römische Republik, L Pomponius Molo, gens Pomponia
AR – Denar, 3.97g, 19.41mm, 210°
       Rom, 97 v.Chr.
Av.: L.POMPON.MOLO
     Kopf des Apollo, belorbeert, n. r.
Rv.: Numa Pompilius mit Lituus n. r. stehend, vor ihm  brennender  Altar, an den der Victimarius, eine Ziege heranführt
       im Abschnitt NVMA.POMPIL (MA und MP ligiert)
Ref.: Crawford 334/1; BMCRR (Italy) 733; Sydenham 607
nicht häufig, part. Prägeschwäche
L_Pomponius_Molo_Crawford334_1.jpg
Anmerkung
Victimarius ist der Opferdiener

Die gens Pomponia
Die Pomponia (von etruskisch pumpu) ist eine plebejische gens, die wie mehrere ihren Ursprung auf einen der Söhne des Numa Pompilius zurückführt. Diese Abstammung ist erst später konstruiert worden und drückt sich durch Münzen aus, die von den Nachfahren geprägt wurden (Pauly). Unter ihne befinden sich bemerkenswert viele Dichter und Schriftsteller. Titus Pomponius Atticus war ein Freund des Cicero, mit dem er einen jahrelangen Briefwechsel pflegte. Eine Pomponia war die Mutter des  Scipio  Africanus.

Numa  Pompilius
Numa Pompilius (angeblich 750 v. Chr. - 672 v. Chr.) war nach Romulus der sagenhafte 2. König von Rom. Aber zeitgenössische Quellen liegen nicht vor. Die ersten literarischen Aufzeichnungen stammen aus der 2. Hälfte des 3. Jh. und weisen legendenhaften Züge auf. So ist nicht einmal gewiß, ob es sich überhaupt um eine historische  Gestalt  handelt. Numa war ein Sabiner, der abgeschieden mit seiner Frau in Cures lebte. Als die Römer ihn nach dem Tod des Romulus zu ihrem König wählten, trat er dieses Amt nur unwillig an. Aber er wurde zum weisesten Gesetzgeber  auf  dem  römischen  Thron.

Er organisierte die Bevölkerung Roms neu, indem er sie in Bezirke (pagi) einteilte und zur Überwindung des Stammeszwistes Handwerkergilden einführte. Er erweiterte den Gottesdienst der Vesta und führte das Gelübde der Keuschheit ein. Die Vestalinnen hatten die Aufgabe, das "ewige Feuer" zu unterhalten, um das Bestehen der Republik zu gewährleisten. Er gründete u. a. die Priesterklasse der Fetialen, die für die römischen Außenbeziehungen zuständig waren und als Einzige das Recht besaßen, einem anderen Volk den Krieg zu erklären. Er erbaute dem Janus einen Tempel und ordnete an, daß die Türen während eines Krieges offen, im Frieden aber geschlossen waren. Er ordnete die Aufstellung des Palladiums an, das Aeneas aus Troja mitgebracht hatte. Er veranlaßte die Aufstellung der vom Himmel gefallen Ancilia, die die ewige Dauer des römischen Reiches symbolisieren sollten. An den Grenzen des Reiches ließ er Grenzsteine aufstellen und weihte einen Tempel dem Terminus, dem Gott der Grenzen. Er verbot bei Gottesdiensten die Blutopfer auf dem  Altar.  Er  war, worin alle übereinstimmen, ein sehr frommer König.

Er verbesserte den Kalender, indem er die Monate Januarius und Februarius einführte und damit ihre Anzahl von 10 auf 12 erhöhte. Die Tage teilte er ein in Feier- und Nichtfeiertage. Um seinen Gesetzen mehr Gewicht zu verleihen, ließ er verlauten, daß er sich im Geheimen an einer Quelle mit der Göttin oder Nymphe Egeria beraten  habe.
Jean_Claude_Naigeon_(1753-1832)_(attributed_to)_-_Numa_Consulting_the_Nymph_Egeria_-_B.M.245_-_Bowes_Museum.jpg
"Numa zieht die Nymphe Egeria zu Rate", ca. 1791, zugeschrieben Jean Claude Naigeon (1753-1832), Bowes Museum, Barnard Castle, Nord-England

Seine Anerkennung war so groß, daß ihn auch Nachbarvölker als Schiedsrichter bei Streitigkeiten anriefen. Nach seinem Tod ließ er sich, weil er nicht verbrannt werden wollte, in einem Steinsarg auf dem Janiculum beisetzen.

Numa  und  Pythagoras
In der späten Republik und der frühen Kaiserzeit, so z.B. bei Ovid, gab es deshalb die Legende, daß Numa an ein Leben nach dem Tode geglaubt habe und er ein Schüler des Pythagoras gewesen sei. Bereits Cicero und Livius wiesen daraufhin, daß dies chronologisch nicht möglich gewesen sein konnte.

Egeria
Egeria war eine Nymphe, von der Numa Pompilius behauptete, er würde sich nachts mit ihr treffen, wo sie ihm sagte, welche Gesetze er den Römern geben sollte (Livius). Einige meinten, sie habe sich in ihn verliebt und sie sei sogar seine Gemahlin gewesen (Ovid). Da die Römer ihm aber nicht alles glaubten, lud er einmal die Vornehmsten von ihnen zu Mittag zu sich ein, wo sie sein Haus in ärmlichstem Zustand fanden (Plutarch). Er bat sie, abends wiederzukommen, wo sie sein Haus völlig verändert fanden. Die Zimmer waren aufs prächtigste geschmückt, die Tische waren mit kostbarstem Geschirr und erlesenstem Essen gedeckt, wie es kein Mensch in so kurzer Zeit habe anschaffen können. Danach glaubten sie alles, was er über Egeria erzählte (Dion. Hal.). Andere meinten, sie sei nur eine Wassernymphe gewesen, und Augustinus behauptet, ihr Verhältnis zu Numa Pompilius sei ein Ausdruck seines Wissens in der Hydromantie, der Kunst, aus dem Wasser  wahrzusagen,  gewesen. Als Numa starb, zog Egeria sich in den Hain von Aricia zurück und beweinte ihn so lange, bis Diana sie zu einer Quelle machte (Ovid).
1280px-Claude_Lorrain_002.jpg
Claude Lorrain (1604-1682), "Egeria beweint Numa" (1669), Ausschnitt, National Museum von Capodimonte

Das eigentliche Wesen der Egeria ist auch heute noch nicht geklärt. Sie war eine Gottheit des durch den Hain der Diana von Aricia fließenden Zuflusses des Nemisees (Strabo). Es wird angenommen, daß sie zusammen mit der Diana von Aricia nach Rom gekommen ist. Dort wurde sie als Geliebte oder Gemahlin die Ratgeberin des Numa Pompilius insbesondere in kultischen Fragen. Diese Verbindung ist sehr alt, aber rätselhaft (Pauly). In Rom wurde sie mit anderen Quellgottheiten verehrt im Hain der Camenae vor der Porta Capena, wo die Ancilia, die heiligen Schilde, vom Himmel gefallen waren. Diesen Hain soll Numa auf Rat der Egeria geweiht haben.

Die Deutung als Geburtsgöttin hat ihren Ursprung wohl in ihrer Nähe zu Diana. Auch sonst gelten Quellnymphen ja als  hilfreich  bei  der  Geburt.

In der Antike galt Numa als Gegenbild zu Romulus. Während dieser Rom mit Gewalt und Krieg gegründet hatte (der Mord an Remus galt als Urübel Roms), habe Numa den Römern die Liebe zu Ruhe und Frieden eingepflanzt. In seinen 38 Jahren Regierungszeit habe höchste Eintracht geherrscht (Cicero). Damit sei er der zweite Gründer Roms geworden. Plutarch hält ihn für das Beispiel eines philosophisch aufgeklärten Herrschers im Sinne Platos. Unter den Kaisern wird insbesondere Antoninus Pius mit ihm verglichen.

Quellen:
(1)  Livius, ab urbe condita
(2)  Plutarch, Numa Pompilius
(3)  Plinius, Naturae  historia
(4)  Vergil, Aeneis
(5)  Cicero, de re publica
(6)  Dionsysios von Halikarnassos, Antiquitates Romanae
(7)  Ovid, Metamorphosen
(8)  Augustinus, De civitate Dei

Literatur:
(1)  Der kleine Pauly
(2) Wilhelm Heinrich Roscher, Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Literatur
(2)  Benjamin  Hederich, Gründliches mythologisches Lexikon

Online-Quellen:
(1)  Wikipedia

Freundliche Grüße
Jochen
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Sa 31.12.22 10:56

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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Altamura2 » So 01.01.23 14:37

Peter43 hat geschrieben:
Sa 31.12.22 10:53
... Egeria war eine Nymphe ...
Mit dem Namen Egeria hab' ich ja bislang immer etwas anderes verbunden :D . Als ich vor vielen Jahren in Tübingen gelebt habe, war dort einer der größeren industriellen Arbeitgeber die Württembergische Frottierweberei Lustnau, die unter dem Markennamen Egeria hauptsächlich Frotteewaren für den gehobenen Bedarf herstellte: https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%BCrt ... ei_Lustnau
Dass der Name auf eine antike Nymphe zurückgeht, ist mir da erst jetzt aufgegangen 8O , aber für Badezimmertextilien passt das ja. Da hab' ich wieder mal was dazugelernt :D .
Egeria ist dann aber in den 90er Jahren pleite gegangen, vom nicht ganz kleinen Werksgelände ist im wesentlichen nur noch ein einziges größeres Gebäude geblieben :? : https://www.tuepedia.de/wiki/Egeria

Peter43 hat geschrieben:
Sa 31.12.22 10:53
... Claude Lorrain (1604-1682) "Egeria beweint Numa" (1669), National Museum von Capodimonte ...
Dieses Bild aus dem Museo Nazionale di Capodimonte in Neapel wurde übrigens 1669 von der Familie Colonna in Auftrag gegeben, auf deren Ländereien der Nemi-See lag. Die hatten also sozusagen einen persönlichen Bezug zum Dargestellten :D .
Das Bild ist aber ein Landschaftsgemälde (das ist ja sozusagen die Hauptdisziplin von Lorrain gewesen) und sieht komplett so aus: https://capodimonte.cultura.gov.it/paes ... e-lorrain/
Du hast da wohl einen der zwei im Netz kursierenden Ausschnitte erwischt, die gerne als das gesamte Bild ausgegeben werden :| .

Gruß

Altamura

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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Do 05.01.23 21:51

Quirinus, der Gott der Sabiner

Mit Quirinus tauchen wir tief ein in die früheste Geschichte  Roms.

Die  Münze:
Römische Republik, C.Memmius c.f., gens Memmia
AR -  Denar, 3.97g, 16.95x19.64mm, 210°
          Rom, 56  v. Chr.
Av.: C MEMMI C.F.
        Bärtiger Kopf des Quirinus mit Lorbeerkranz, n. r.
        dahinter QVIRINVS
Rv.: MEMMIVS AED CERIALIA PREIMVS FECIT
      Ceres n. r. thronend, hält Fackel in der re. Hand und 3 Getreideähren in der li.;
davor eine Schlange sich n. r. aufrichtend
Ref.: Crawford 427/2; Sydenham 921; Kestner3463; BMCRR Rome 3941; CNR Memmia19; Memmia 9
SS, feine Tönung, ovaler Schrötling, Rs. dezentriert
C.Memmius c.f._ Cr427_2.jpg
Anmerkung:
Die Rev.-Legende heißt "(Die Festspiele der) Cerialia hat als erster der Aedil Memmius ausgerichtet"

Zu  dieser  Münze:
Auf der Rückseite ist Ceres abgebildet, eine Anspielung auf Gaius Memmius C.f. Quirinus, einen plebeischen Aedil vor 210 v. Chr., der die Ludi Ceriales eingeführt hatte  (Crawford).

Die gens Memmia war eine plebejische Familie, die von den Jugurthinishen Kriegen bis in die Zeit des Augustus zahlreiche Tribunen stellte. Die Herkunft ihres Namens ist nicht bekannt. Vergil verband die gens mit dem trojanischen Heros Mnestheus. Der Gebrauch von Quirinus auf Denaren des Gaius Memmius spielt vielleicht auf einen sabinischen Ursprung des Namens an.

Quirinus:
Quirinus war der Stammesgott der frühesten Bewohner des römischen Hügels, der nach ihm collis Quirinalis genannt wurde, was nach alter Überlieferung die sabinischen Quiriten waren. Sein Gottesdienst war in Rom stets auf den Quirinal beschränkt. Ihm fehlten charakteristische Spezialzüge und Einzelfunktionen, weil er der göttliche Exponent sämtlicher Wünsche und Interessen seiner Gemeinde war (Roscher). Am ehesten trat er noch als Kriegsgott hervor, was verständlich ist in einer Zeit, in der in diesen auf engem Raum zusammengedrängten altitalischen Gemeinden kriegerische Tüchtigkeit und militärische Erfolge eine wichtige Rolle spielten. So wurde er schon früh als eine Parallelgottheit  zum  Mars  der  Bergrömer  aufgefaßt.
die 7 Hügel Roms.jpg
Den Namen Quiriten brachte man mit der sabinischen Stadr Cures zusammen und mit curis (sabinisch = Lanze), so Varro, Ovid und Macrobius. Neuere ziehen eine Ableitung von covirites (= Gesamtmännerschaft, Bürgerschaft)  vor.

In historischer Zeit sind die Quirites immer identisch mit Romani. Der offizielle Ausdruck populus Romanus Quiritium faßt beide zusammen. Quirites wurde als Name der Römer benutzt, wenn man sie ehren wollte (Varro). Das ius Quiritium ist das altertümlich-feierliche Synonym von ius Romanum. Ursprünglich aber waren die Quirites - sprachlich von ihrem Gott Quirinus nicht zu trennen - offenbar die Bewohner des collis Quirinalis, die Sabiner, die sich nach dem vielbehandelten Konflikt mit den Bewohnern des Palatiums (Frauenraub), den Römern, zu einer Gemeinde, der Stadt  Rom,  zusammenschlossen.

Etwa in der Zeit des Cicero tauchten zwei Erzählungen auf, die Quirinus mit der Urgeschichte Roms verknüpften. Beide sind unvereinbar, haben aber nebeneinander  bestanden.

(1) Unter dem Einfluß von M. Terentius Varro, der selbst aus Reate, einem der Hauptorte der Sabiner, stammte, hatte die sabinische Herkunft der Quirinalgemeinde allgemeine Geltung erlangt. Nun mußte natürlich auch noch ihr Gott zum Sabiner werden und aus Cures stammen, oder zumindest von curis = quiris abgeleitet ein sabinisches Wort sein. .

Auch die Gründungssage wurde durch Dionysios von Halikarnassos der römischen angeglichen: So wie Mars mit der albanischen Königstochter Rhea Silvia den Romulus zeugte, so zeugte Quirinus mit einer Jungfrau aus Reate den Modius Fabidius, der dann zusammen mit anderen Männern Cures gründete. Die Einführung eines Quirinuskultes fand dann durch den Sabiner Titus Tatius statt. Deshalb findet sich in der Liste der Heiligtümer, die Varro aufgestellt hat, ein Altar (ara) des Quirinus auf dem Quirinal, der von Tatius gestiftet worden  war.

(2) Einflußreicher aber wurde eine zweite Erzählung, die die alte Sage von der Entrückung des Romulus mit Quirinus verknüpfte: Romulus habe nach seiner Vergöttlichung den Namen Quirinus angenommen! Bei einem Unwetter sei Romulus plötzlich in einer Wolke verschwunden. Es gab sogar den Verdacht, er sei beseitigt worden (Livius) und es gab eine große Unruhe unter dem Volk. Diese Unruhe wurde erst beigelegt, als der hochvertrauenswürdige Bürger Iulius Proculus dem Senat unter Eid erkärte, ihm sei Romulus in Kriegskleidung erschienen, habe sich als Gott Quirinus zu erkennen gegeben und die Errichtung eines Heiligtums auf dem Quirinal gefordert.

Der älteste Zeuge dafür, daß sich dieser Text des Varro darauf beziehe, war Cicero in de re publica, wo er schreibt, daß er auf dem Quirinal verehrt worden sei. Dies wiederholte er 10 Jahre später noch einmal, woraus man schließen kann, daß diese Anschauung damals noch nicht gefestigt war (Roscher). Aber in der Folgezeit errang diese Vorstellung den vollkommenen Sieg, begünstigt durch die damaligen Machthaber, und seit augusteischer Zeit ist die Identität von Quirinus mit Romulus Allgemeingut in Dichtung und Geschichtsschreibung (bes. Vergil, Ovid).

Tempel  und  Gottesdienste
263 v. Chr. weihte der Konsul L. Papirius Cursor auf dem Quirinal den Tempel des Quirinus, den sein Vater gelobt hatte, und schmückte ihn mit der Kriegsbeute, die er den Samniten abgenommen hatte (Livius, Plinius). Dieser Tempel wurde 206 von einem Blitz getroffen und brannte 49 ab (Cass. Dio). Er wurde provisorisch wiederhergestellt und 46 stellte der Senat in ihm eine Statue Caesars auf mit der Inschrift θεω ανικητω (dem unbesiegbaren Gott). Die Wahl dieses Platzes hatte die Gleichsetzung des Gottes mit dem Stadtgründer zur Voraussetzung (Roscher). 16 v. Chr. errichtete dann Augustus den prächtigen Neubau, der bis zum Ende der Antike bestanden hat.

Vor dem Tempelbau des Papirius bestand seit ältester Zeit das von Festus erwähnte sacellum Quirini in der Nähe der porta Quirinalis, das vielleicht identisch war mit der bei Varro erwähnten von Titus Tatius dem Quirinus  gestifteten  ara.

Das gleiche gilt dafür, daß Octavian vor der Annahme des Titels Augustus gelegentlich als Quirinus bezeichnet wurde, d. h. als alter, ehrwürdiger Romulus, und kam auch zum Ausdruck im Bilderschmuck seines Quirinustempels in dessen Giebelfeld die Stadtgründer Remus und Romulus dargestellt waren. Naturgemäß galt jetzt als Gründer des Quirinuskults nicht mehr Titus Tatius, sondern Numa Pompilius. Und seit Vergil erscheint Quirinus immer als Name des Stadtgründers Roms, als Bruder des Remus oder als Sohn des Mars, und trägt die Attribute des Romulus lituus und trabea. Und die Dichter sprechen von Quirinus nicht erst nach der Vergöttlichung des Romulus, sondern bereits von ihm als Mensch, Kind oder im Mutterleib (Ovid fast.). Seit Cicero gilt er als römisches Beispiel für jemand, der wegen seiner Verdienste in den Himmel erhoben wurde, wie erwa bei den Griechen Herakles, Asklepios oder andere. Im Gegensatz zu seiner Rolle in der Dichtung spielt er als Gott im Kultus der Kaiserzeit eine eher  bescheidene  Rolle.

Das hohe Alter des Quirinus-Kultes aber bezeugt der Umstand, daß er einen öffentlichen Sonderpriester hatte, den flamen Quirinalis, wie sonst nur Juppiter den flamen Dialis und Mars den flamen Martialis. Offenbar war dies damals die höchste Götterdreiheit Roms, deren flamines in der Priester-Rangordnung als erste hinter dem rex sacrorum erschienen und die dann von der kapitolinischen Dreiheit Iuppiter-Iuno-Minerva abgelöst wurde. Das Fest des Quirinus, die Quirinalia, fielen auf den 17. Februar (Pvid fasr.).

Mit dem Beinamen Quirinus hatte Mars einen Tempel in der I. Region. Unter diesem Namen verehrte man ihn, wenn er ruhig (quies) und still war, so daß er seinen Tempel innerhalb der Stadt hatte. Als Mars Gradivus, Gott des Krieges und der Unruhe, hatte er seinen Tempel außerhalb. Bei der Ableitung von quies handelte es sich aber nur um eine Volksetymologie.
800px-Quirinal_Hill_Luigi_Rossini.jpg
"Quirinal", Luigi Rossini (1790-1857), "I Sette colli di Roma", Radierung, 1827. Der Quirinal war seit altersher der Wohnsitz reicher Römer.

Quellen:
(1) Plutarch, Romulus
(2) Dionysios von Halikarnassos, Römische Altertümer
(3) Titus Livius, ab urbe condita
(4) Ovid, Fastes
(5) Ovid, Metamorphosen
(6) Marcus Terentius Varro
(7) Cassius Dio, Römische Geschichte
(8) Macrobius, Saturnalia

Literatur:
(1) Benjamin Hederich, Gründliches mythologisches Lexikon, 1770
(2) Wilhelm Heinrich Roscher, Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie, Leipzig
(3) Der Kleine Pauly, dtv
(4) Michael Crawford, The Roman Republic Coinage

Online-Quellen:
(1) Wikipedia

Mit freundlichen Grüßen
Jochen
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Do 05.01.23 21:53

Titus  Tatius

Münze:
Römische Republik, L. Titurius L.f. Sabinus, gens Tituria
AR - Denar, 3.96g, 29.92mm, 225°
        Rom, 89 v. Chr.
Av.: Bärtiger Kopf des Königs Tatius, barhäuptig, n. r.
       dahinter SABIN, davor als Monogramm TA (für Tatius)
Rv.: 2 römische Soldaten, die sich anblicken, tragen jeder eine Sabinerin im Arm fort
       im Abschnitt .TITVRI
Ref.: Crawford 344/1a; Sydenham 698; Tituria 1
SS, leicht getönt, Rs. etwas exzentrisch
Pedigree:
ex Lakeview coll.
titurius_sabinus_Cr344.1a.jpg
Anmerkung:
Die Rückseite zeigt den Raub der Sabinerinnen. Der Münzmeister L. Titurius hatte einen Sohn Q. T. Sabinus, der Legat Caesars in Gallien war. Er zeichnete sich in den Kämpfen gegen die Belger, Veneter und die Veneller und dessen Führer Viridovix aus. 54/3 wurde er durch persönliches Versagen mit 15 Kohorten von Ambiorix vernichtet  (Pauly).

Mythologie:
Titus Tatius war der mythologische Mitkönig des Romulus. Wie bei allen Gestalten der römischen Frühgeschichte kann nicht festgestellt werden, ob er tatsächlich eine historische Person gewesen ist. Die Mythologien entstanden hauptsächlich erst im 3.-.2.Jh. v. Chr. Sie verdanken ihre Entstehung dem tief in der römischen Denkweise eingewurzelten Glauben, Rom sei aus einer Verschmelzung verschiedener Völker entstanden, was tatsächlich so nicht gewesen ist (Mommsen). Daß die Etrusker einen großen Einfluß auf die Römer hatten, steht zweifellos fest. Aber daß es einen großen Einfluß der Sabiner auf die Römer gegeben hat, ist sehr zweifelhaft. Wenn man von dem von Lokalpatriotismus erfüllten Varro absieht, dann spricht nichts dafür (Roscher).

Danach war Titus Tatius der König der Sabiner. Nach dem Mädchenraub der Römer führte er einen Rachefeldzug gegen die Römer. Als er das Kapitol, auf dem sich die Burg der Römer befand, belagerte, traf Tarpeia, die Tochter des Burgkommandanten Spurius Tarpeius, die gerade Wasser holte, auf Titus Tatius. Sie verliebte sich Hals über Kopf in ihn und versprach ihm aus Liebe, die Tore der Burg zu öffnen. Andere sagten, sie habe sich aus Goldgier bestechen lassen. Jedenfalls konnten die Sabiner mit ihrer Hilfe das Kapitol erobern. Tarpeia aber wurde von den Sabinern selbst wegen ihres Verrats zum Tode verurteilt.

Am nächsten Tag stellten sich die Heere der Sabiner und der Römer in der Ebene zwischen Palatin und Kapitol zur Schlacht, die hin und her wogte. Als die Römer in größte Bedrängnis kamen, versprach Romulus dem Jupiter Stator einen Tempel und das Schlachtenglück wandte sich gegen die Sabiner. Da stürzten sich die sabinischen Frauen unter Führung der Hersilia zwischen die Kämpfenden und erreichten eine Versöhnung (Plutarch; Dionysios von Halikarnassos). Sie soll die Frau des Romulus geworden sein und hatte mit ihm 2 Kinder, eine Tochter Prima und einen Sohn Aollius (oder Avillius). Nach seinem Tod und seiner Vergöttlichung wurde sie unter dem Namen Hora ebenfalls zur Göttin. Nach anderen wurde sie die Frau des Römers Hostius Hostilius, des Großvaters von Tullius Hostilius, dem sagenhaften dritten König von Rom.

Danach schloßen Römer und Sabiner ein Bündnis (foedus) und Romulus und Titus Tatius herrschten gemeinsam über Rom und beschlossen gemeinsame Gesetze. Die Römer nannten sich seitdem populus Romanus Quiritium oder einfach Quiriten, was als ehrwürdiger Name galt. In Mars und Quirinus hatten sie 2 Kriegsgötter nebeneinander. Und nach dem Tod der ersten beiden Könige wechselten sich sabinische und römische Könige ab, wobei schließlich auch noch etruskische Könige hinzukamen, was für deren Einfluß auf  Rom  spricht.

Tatius wohnte in arce, auf der Burg. Er führte sabinische Kulte in Rom ein, z.B. für Ianus und Volcanus. Nach ihm heißt der eine der 3 Tribus, in die die Römer nach der Gründung Roms eingeteilt wurden, Titiensis, und, angeblich um sabinische Kulte zu erhalten, habe er die Priesterschaft der Titii sodales eingerichtet, die später von Augustus erneuert wurde, der selbst Titii sodalis war. Nach dem Tod des Tatius wurde dieser Kult auf ihn selbst ausgedehnt. Er hatte eine einzige Tochter, Tatia, die die Frau  des  Numa  Pompilius  wurde.

Ermordung  des  Tatius:
Eines Tages wurden Abgesandte aus Laurentium von Verwandten des Tatius mißhandelt. Als sie von den Laurentinern nach dem Völkerrecht zur Rechenschaft gezogen wurden, stellte Tatius die Liebe zu seiner Familie über das Recht. Die böse Folge war, daß, als er zur Opferfeier nach Lavinium kam, von den Laurentinern erschlagen wurde. Romulus begann deshalb aber keinen Krieg. Man sagte, er habe diese Tat gar nicht so böse aufgenommen, wie sie es verdient hätte (Livius). Das Bündnis zwischen Rom und Lavinium aber mußte feierlich erneuert werden. Tatius wurde  auf  dem  Aventin  beerdigt.

Kunstgeschichte:
The_Intervention_of_the_Sabine_Women.jpg
Ausgesucht habe ich das Gemälde von Jaques-Louis David (1748-1825) "L'intervention des Sabines", 1799, heute im Louvre, Paris. In der Mitte steht Hersilia, die die Kämpfenden auseinanderhält, links Titus Tatius mit Schwert, rechts Romulus mit Speer. David ist berühmt für seine historischen Gemälde im Stil des Klassizismus. Er war ein großer Verehrer von Napoleon Bonaparte.

Anmerkungen:
Arx (lat. = Burg) war der nördliche, höhere Hügel des kapitolinischen Doppelhügels, auf dem sich heute die Kirche Ara coeli befindet. Nach der Vereinigung der Siebenhügelstadt mit der sabinischen Ansiedlung auf dem Quirinal befand sich hier die stark befestigte Zitadelle Roms (Pauly).

Quellen:
(1) Terentius Varro, De lingua Latina
(2) Plutarch, Romulus
(3) Titus Livius, ab urbe condita
(4) Dionysios von Halikarnassos, Antiquitates Romanae
(5) Ovid, Metamorphosen

Sekundärliteratur:
(1) Theodor Mommsen, Römische Geschichte, dtv
(2) Der Kleine Pauly
(3) Der kleine Stowasser, Lateinisch-deutsches  Schulwörterbuch

Online-Quellen:
(1) zeno-org
(2) Wikipedia

Mit freundlichem Gruß
Jochen
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Mi 11.01.23 14:43

Exkurs: Die Anfänge Roms

Am Tiberknie, an dem das heutige Rom liegt, erheben sich an beiden Ufern mäßig hohe Hügel, auf dem rechten höhere, auf dem linken niedrigere. Die letzteren wurden in den ältesten Zeiten von den Ramnes bewohnt. Aber diese waren nicht die einzigen. Zu ihnen gesellten sich die Titier und die Lucerer, aus denen ein gemeinsames Gemeinwesen (Synoikismus) hervorging. Diese Dreiteilung ist uralt, wie man aus den Begriffen für Teil (tribus) und teilen (tribuere) erkennen kann.

Die Ramner waren ein latinischer Stamm und gaben dem neuentstandenen Gemeinwesen den Namen (Romani) und die römische Sprache. Die Titier scheinen eine sabellische Gemeinde gewesen zu sein und haben den Ramnern wohl den Synoikismus aufgedrängt. Sie gelten in den ältesten Überlieferungen als die ehrwürdigeren und besaßen Sonderrituale. Diese Stämme bewohnten die umliegenden Hügel und bestellten von dort aus ihre Äcker. Aus diesen Ansiedlungen ging später Rom hervor. Eine eigentliche Stadtgründung, wie in der Sage von Remus und Romulus, hat es nie gegeben. Und schon gar nicht ein asylum auf dem Kapitol als Sammelstelle aller möglichen Migranten  und  entlaufenen  Sklaven.

Interessanter ist, warum sich Rom gerade in der Niederung entwickelt hat. Diese war weniger fruchtbar, hatte weniger Quellen und wurde häufig vom Tiber überschwemmt, so daß das ganze Gelände versumpfte, wodurch es natürlich auch sehr ungesund war. Diese Seltsamkeit wurde bereits in  der  Antike  empfunden.

Aber landeinwärts trifft man auf enge Grenzen von mächtigen Gemeinden. Nur an beiden Ufern des Tibers konnte sich die römische Siedlung ungehindert erstrecken. Auch das rechte Ufer mit dem Ianiculum gehörte zum Siedlungsgebiet, und Ostia an der Tibermündung war eine Bürgerkolonie, eine Art Vorstadt. Damit hatte Rom den Vorteil eines festen Handelsplatzes am Tiber, der natürlichen Handelsstraße Latiums, das zum Schutz vor Seeräubern weit genug von  der  Küste  entfernt  war  (Mommsen).

Literatur:
(1) Theodor Mommsen, Römische Geschichte, dtv
(2) Der Kleine Pauly, dtv

Mit freundlichem Gruß
Jochen
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Mi 11.01.23 14:44

Felicitas

Beginnen will ich mit einer ziemlich seltenen Provinzialmünze des Elagabal aus Nikopolis ad Istrum..

Die  Münze:
Moesia inferior, Nikopolis ad Istrum, Elagabal, 218-222
AE 27, 12.64g, 26.78mm, 0°
geprägt unter dem Statthalter Noviu  Rufus
Av.: AVT K M AVPH - ANTΩNEINOC
Büste, drapiert und cürassiert  von hinten gesehen  belorbeert, n. .
Rv.: VΠ NOBIOV POVΦOV NIKOΠOΛITΩN ΠP / OC IC
      Felicitas in langem Gewand und Mantel, frontal stehend, Kopf n. l., stützt sich mit der
erhobenen Linken auf langes Kerykeion und hält in der vorgestreckten Rechten Patera
Ref.: a) nicht in AMNG:
cf. AMNG I/1, 1970 (hat belorbeerten Kopf)
Rv. Taf. XIX, 3 (1 Ex., London, stempelgleich)
        b) nicht in Varbanov:
             cf. 3897 (= AMNG 1970), als Eutychea!
        c) Hristova/Hoeft/Jekov (2013) No. 8.26.3.4 var.
            (anderer Av.-Stempel: z.B. No. 8.26.38.8)
SS,  hübsche  glänzend  dunkelgrüne  Patina
nikopolis_26_elagabal_HrHJ(2013)8.26.03.04var.jpg
Felicitas ist die römische Göttin der Fruchtbarkeit und des glücklichen Erfolgs. Ursprünglich bezog sich felix nur auf die Fruchtbarkeit. Fruchttragende Bäume hießen felices. Bei Ovid ist felix so viel wie kinderreich. Etymologisch ist felix abzuleiten von dha (= Frucht tragen), so wie auch femina oder fecundus. Später verschob sich ihre Bedeutung mehr zu der allgemeineren Bedeutung des glücklichen Erfolges. Zu unterscheiden ist sie von der flüchtigen Fortuna, der sie gegenübersteht als dauernde Glückseligkeit.

Die Personifizierung der Felicitas als Göttin scheint erst in ziemlich später Zeit erfolgt zu sein. Trotzdem ist ihre ursprüngliche Bedeutung nicht vergessen worden. Das beweisen einerseits eine Inschrift an der Wand einer Bäckerei in Pompeji "Hic habitat Felicitas" (= “Hier wohnt das Glück”), aber auch Symbole, die ihr auf Münzen  beigegeben  wurden.

Einen Tempel errichtete ihr zuerst C. Licinius Lucullus wegen seiner glücklichen Feldzüge in Spanien in den Jahren 151 und 150 v. Chr. und stellte vor demselben Bildsäulen, Statuen des Praxiteles, auf, die Mummius aus Thespiä weggeschleppt hatte (Strabo, der hier Felicitas mit Eytychia übersetzt). Die Weihung erfolgte jedenfalls kurz nach 146 v. Chr. Die Lieferung einer Statue der Felicitas übertrug L. Licinius Lucullus, Enkel des Tempelstifters, dem Arkesilaos, der dafür 6000000 Sesterzen erhalten sollte. Doch da beide starben, wurde diese Statue nicht mehr ausgeführt (Plinius).

Vor diesem Tempel brach nach Dio Cassius die Achse von Caesars Triumphwagen, und da Sueton erwähnt, daß dies geschehen sei, als Caesar am Velabrum vorbeifuhr, kann dadurch die Lage dieses Tempels genau bestimmt werden. Dieser Tempel brannte unter Claudius ab.

Vielleicht um die schlechte Vorbedeutung dieses Ereignisses abzuwenden, ließ Caesar 44 v. Chr. an der Stelle der Curia Hostilia, die von Sulla und dessen Sohn Faustus erneuert worden war, der Felicitas einen zweiten Tempel errichten, der aber erst von M. Aemilius Lepidus  vollendet  wurde.

Nach einem Fragment befand sich auf dem Marsfeld eine Opferstätte der Göttin, welche mit derjenigen identisch sein könnte, an welcher ihr am 12. August zusammen mit Venus victrix, Honos und Virtus geopfert wurde. Jedenfalls ist damit das Theater des Pompeius gemeint, das er in seinem 2. Consulat als ersten Steinbau erbauen ließ, aber als Tempel widmen ließ, um Konflikte mit dem Senat zu vermeiden. Wahrscheinlich hat die Verehrung der Felicitas besonders durch Sulla, der sich Felix und seine Schutzgöttin Venus Felix nannte, bereits erheblich zugenommen. Koch (RE) hält eine Opfergemeinschaft der Felicitas mit Venus Victrix schon seit Sulla für möglich.

Mit dem Schwinden des Glaubens an die alten Götter scheint sich in der Kaiserzeit der Kult der Felicitas erweitert zu haben. So ordnete Tiberius an, ihr und dem numen Augusti am 17. Januar ein Opfer darzubringen. Wegen der Abstammung des Tiberius aus Fundi wurde dort eine Statue der Felicitas aufgestellt und eine supplicatio eingerichtet (Sueton). Das dargebrachte Opfer war immer eine Kuh.

In Inschriften folgte sie entweder unmittelbar nach Iuppiter, Iuno, Minerva, oder, wenn die Salus publica besonders angeführt wird, nach dieser. Sonst erhält Felicitas selbst gewöhnlich den Zusatz publica. Weitere Zusätze sind Augusta, Perpetua, Italica, rei publicae, populi Romani, Romanorum, saeculi, temporum, imperatorum,  Caesarum,  und  sogar  deorum.

In der entscheidenden Schlacht bei Thapsus wurde den Truppen Caesars die Parole „Felicitas“ gegeben (Bell. Afr.).

Die meisten Abbildungen der Felicitas finden wir auf Münzen. Nach einem Vorläufer in einem Quinarius des Lollius Palicanus, Münzmeister unter Caesars Diktatur, erscheint Felicitas häufig als Verkörperung der dem Kaiser verdankten Segnungen. Erstmals nahm Commodus 185 n. Chr. felix in die offizielle kaiserliche Titulatur auf. Dargestellt wird sie sitzend oder stehend, oft auf eine Säule gestützt und damit der Securitas ähnelnd, wie  hier  auf  einem  Sesterz  des  Volusian.
volusian_251.jpg
Volusian, RIC 251

Als Attribute hat sie das Caduceus und das Füllhorn, die Schale und manchmal einen Speer, aber auch einen Korb mit Ähren oder ein Schiff, was auf die gesicherte Getreidezufuhr hinweisen soll, von der Rom abhängig war.
elagabal_188.jpg
Elagabal, RIC 188

Sonst sind nur wenige Personifizierungen bei Dichtern und auf Inschriften zu finden. Auf obszöne Umdeutungen (Felicitas als erotisches Glück) scheint eine Werbetafel aus Pompeji hinzuweisen (Puly).
Bible_Museum_-_Bordellzeichen.jpg
Hic habitat felicitas” (= “Hier wohnt das Glück”).
Kopie aus dem Bible open Museum in Nijmwegen. Das Original wurde an der Außenseite einer Bäckerei (kein Bordell!) in Pompeji gefunden und befindet sich heute im Museo Archeologico Nazionale in Neapel, in der erotischen Collection von den Bourbonen "Gabinetto segrteo" genannt.

Anmerkungen:
(1) Velabrum: Das sumpfige Gebiet zwischen Palatin und Kapitol. Ort mit hoher mythologischer Bedeutung. Hier wurden Remus und Romulus gefunden. Später durch die Cloaca maxima trockengelegt diente es unter anderem als Markt.
(2) Curia  Hostilia: In der römischen Republik der Versammlungsort des Senats auf dem Forum. Später von Julius Caesar durch die Curia Julia ersetzt.
(4) supplicatio: Von Staats wegen angesetzte religiöse Feierlichkeit. Unterschieden wurden Bitt- und Danksupplikationen.

Quellen:
(1) Plinius,  Naturalis  Historia
(2) Caesar,  Bellum  Africum
(3) Strabo,  Geographika
(4) Cassius  Dio,  Römische  Geschichte
(5) Sueton,  Kaiservitien
(6) Ovid,  Fasti

Literatur:
(1) Benjamin Hederich, Gründliches mythologisxhes Lexikon, Leipzig 1770 (auch online)
(2) Wilhelm-Heinrich Roscher, Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie (auch online)
(3) Der Kleine Pauly
(4) Paulys Realencyklopädie der classischen Altertumswissenschaft  (RE)

Online-Quellen:
(1) Wikipedia

Mit freundlichem Gruß
Jochen
Omnes vulnerant, ultima necat.

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Peter43
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Re: Mythologisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » So 15.01.23 21:17

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