--- "Der Schaukasten" ---

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

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beachcomber
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Beitrag von beachcomber » Mo 07.12.09 15:57

Gallienus ist schon ein interessanter Kaiser mit sehr vielen Rueckseiten und sehr vielen Buestenvariationen.
stimmt :)
und weil dem so ist, gleich nochmal ein paar beispiele, die zufällig alle heute ankamen!
linksbüsten aus köln sind zwar nicht wirklich selten, aber in dieser erhaltung und mit einer datierten rückseite schon.
die anderen beiden sind prägungen aus rom, und auf den ersten blick möchte man meinen, es sei die gleiche münze.
allerdings hat die erste eine bandschleife der krone auf der schulter zu liegen, und bei der zweiten hängen sie frei.
das macht den kleinen unterschied, und die mit der einen bandschleife ist so selten, dass göbl kein exemplar davon kannte!
nichtsdestotrotz gibt's eine referenz, da göbl's fantastisches system, all diese varianten voraussieht, auch wenn noch kein exemplar bekannt war.
grüsse
frank
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Julianus v. Pannonien
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Beitrag von Julianus v. Pannonien » Mo 07.12.09 17:20

mias hat geschrieben:Hallo zusammen,

sehr vielen Buestenvariationen.

Gruss,

Mias
Da find ich Probus intressanter ;)

Grüsse
Simon
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areich
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Beitrag von areich » Mo 07.12.09 17:45

Ich finde, die Büste auf Münze 2 und 3 sieht aus wie 'Kaiser mit Lätzchen'.

Theo
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Beitrag von Theo » Mo 07.12.09 20:44

areich hat geschrieben:Hier mal eine für mich ganz untypische Neuerwerbung.
Grund für den Kauf war, daß ich eine Julius Caesar-Biographie gelesen hatte kombiniert mit etwas Glück, ich dachte nicht, ich würde den Zuschlag bekommen. Dann dachte ich, ich würde meiner Liste einen Herrscher hinzufügen (mir würde es reichen, möglichst viele Herrscher mal gehabt zu haben) und die Münze sofort wieder verkaufen aber irgendwie gefällt sie mir doch ganz gut.

[ externes Bild ]

Andreas

Eine schöne Munze. :wink:

Schon wieder eine von " ich möchte sie auch haben "



ps:

@ cepasaccus

schaffst Du auch diese ??

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gallienvs
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Beitrag von gallienvs » Mo 07.12.09 20:52

hallo beachcomber,
tolle Stücke-vor allem der Kölner fehlt mir auch noch.Wo gabs den denn?
gruß gallienvs

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beachcomber
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Beitrag von beachcomber » Mo 07.12.09 22:35

Wo gabs den denn?
hier: :)
http://www.sixbid.com/nav.php?p=viewsale&sid=182
grüsse
frank

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Beitrag von gallienvs » Di 08.12.09 14:04

hallo beachcomber,
den hätte ich nach deinem Scan auch genommen. Das Bild des Händlers scheint mir sehr hell. Ist dein Scan Original oder etwas nachgedunkelt? Sieht auf jeden Fall besser aus.
gruß gallienvs

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beachcomber
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Beitrag von beachcomber » Di 08.12.09 14:53

mein bild ist schon etwas dunkler als das original, aber seine fotos sind schlicht besch..., was ich auch gleich vermutet hatte.
wenn man genug fotos gemacht hat, erkennt man die fehler der anderen. :)
grüsse
frank

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donolli
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Beitrag von donolli » Di 08.12.09 15:57

mit der bitte um nachsicht seitens unserer freunde aus dem byzantiner-forum möchte ich dieses stück hier einstellen, dass ich mir vor einiger zeit gekauft habe.

es war a) günstig (30 euro) und b) habe ich schon länger nach so einem anastasius-follis gesucht, quasi als eckpunkt/endpunkt meiner sammlung und das ist eben gleichzeitig die rechtfertigung für's einstellen hier im römerforum ;)

grüße
olli
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Beitrag von Peter43 » Di 08.12.09 16:24

Hallo Donolli!

Das berührt natürlich die Frage, ab wann das Byzantinische Reich numismatisch beginnt. Mit der neuen Münzordnung liegt Deine Münze meiner Meinung nach schon jenseits der Grenze. Oder wie sehen das die anderen?

Mit freundlichem Gruß
Omnes vulnerant, ultima necat.

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Beitrag von Julianus v. Pannonien » Di 08.12.09 17:19

Ich bin der Meinung, dass Münzen nach der Abdankung des Romulus Augustulus, zum Byzantinischen Reich gezählt gehören. also Ost und West. Sprich ab 476 ist für mich Schluss mit Römisch.

Grüsse
Simon
"VICTORIOSO SEMPER"

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Beitrag von Pscipio » Di 08.12.09 17:29

Ich finde, es macht mehr Sinn, die Grenze numismatisch zu ziehen, als die so häufig strapazierte angebliche Epochengrenze von 476 zu verwenden. Heisst: römisch bis zur Münzreform von Anastasius, danach byzantinisch. Dabei sollte man jedoch nicht vergessen, dass Anastasius sich sicherlich nicht als byzantinischer, sondern weiterhin als römischer Kaiser sah. So gesehen ist die Trennung natürlich eine moderne, Sinn macht sie aus numismatischer Sicht aber schon, jedenfalls für die Bronzeprägung.

Trotzdem ist die Münze von Olli natürlich gerne willkommen :)

Gruss, Pscipio
Nata vimpi curmi da.

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Beitrag von beachcomber » Di 08.12.09 17:43

für mich hört's schon mit der trennung in ein ost und westreich zwischen honorius und arcadius auf. :)
obwohl numismatisch gesehen, die trennung natürlich später stattfand.
grüsse
frank

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Beitrag von quisquam » Di 08.12.09 18:38

beachcomber hat geschrieben:für mich hört's schon mit der trennung in ein ost und westreich zwischen honorius und arcadius auf.
Wären für Dich dann z. B. die Münzen für Arcadius, die im Einflussbereich von Honorius im Westen geprägt wurden byzantinisch oder römisch?

Grüße, Stefan
Eigentlich sammle ich nicht Münzen, sondern das Wissen darüber.

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donolli
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Beitrag von donolli » Di 08.12.09 20:05

also für mich beginnt die byzantinische münzprägung eben auch mit der münzreform des anastasius. somit ist das vorgestellte stück für mich auch definitiv ein byzantinisches (deswegen meine anspielung auf das byzanz-forum).

aus diesem grund auch als schlussstück der sammlung und gleichzeitiger ausblick auf das darauf folgende :-)

das dieser übergang von rom hin zu byzanz von den zeitgenossen nicht so empfunden wurde ist natürlich auch richtig.

grüße
olli
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