--- "Der Schaukasten" ---

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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jschmit
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Re: --- "Der Schaukasten" ---

Beitrag von jschmit » Do 26.08.21 08:12

Mynter hat geschrieben:
Do 26.08.21 07:41
Ein wunderbares Portait !
Ja das ist tatsächlich wunderbar und war der Kaufgrund :-) das Revers kann da natürlich nicht mithalten ;-)
Danke dir :-)

LG, Joel

antisto
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Re: --- "Der Schaukasten" ---

Beitrag von antisto » Do 09.09.21 12:54

Anbei meine Neuerrungenschaft:
Marc Anton, Leg V Denar.
Die teils merkwürdige Farbgebung ist den Lichtverhältnissen bzw. der Unterlage geschuldet.
Mit 2,9 g eher ein Leichtgewicht.
Die üblichen Preise können andere hier im Unterforum besser beurteilen, mit 56 € in der Bucht fand ich ihn eher günstig.
Und obwohl bei den eingestellten Bildern Bedenken wegen der Echtheit auftauchten, erscheint mir diese Münze, in Händen gehalten, über Zweeifel erhaben; ich hoffe, das seht ihr auch so.
Beste Grüße,
AS
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Re: --- "Der Schaukasten" ---

Beitrag von Perinawa » Do 09.09.21 15:25

Der sieht imho gut aus, und den hätte ich auch genommen. Vor allem für diesen Preis. Ich suche seit längerem einen von genau dieser berühmten Legion.

Grüsse
Rainer
Manche Antworten sind zwar nicht nützlich, aber weniger schädlich als manche nützlichen.

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Re: --- "Der Schaukasten" ---

Beitrag von antisto » Do 09.09.21 17:35

Ja, berühmt…
Spannend fände ich noch die Frage, ob diese Legion mit der berühmten Legion Caesars „Alaudae“, die nach den allseits bekannten Denaren durch einen Elefanten dargestellt wird (Schlacht bei Thapsus), gleichzusetzen ist.
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Lucius Aelius
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Re: --- "Der Schaukasten" ---

Beitrag von Lucius Aelius » Fr 10.09.21 15:21

Mir gefällt die Münze leider ganz und gar nicht.
Ich hoffe, dass die Fotos schuld daran sind.
Die Löcher auf der Rückseite und der Rand lassen den Verdacht eines Gusses aufkommen.

Ja, das sollte die V. von Caesar sein, die Marc Anton in verschiedene Schlachten folgte. Die V. des Octavian war 43 n.Chr. aufgestellt worden (Macedonica).
Gruss
Lucius Aelius

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Re: --- "Der Schaukasten" ---

Beitrag von antisto » Fr 10.09.21 16:37

Ich versuche mich nochmal an besseren Bildern.
In meinen Augen sind die Löcher auf der Rückseite keine Gusslöcher, sondern Folgen von Korrosion.
Die Münze wurde offenbar mal scharf gereinigt; die Schwärze in den größeren Vertiefungen zeigt, wie sie ursprünglich mal ausgesehen hat.
Und Anzeichen einer Gussnaht kann ich auch, wenn ich mit 15facher Vergrößerung daran gehe, definitiv nicht erkennen.
Über weitere Rückmeldungen würde ich mich freuen.
AS
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Re: --- "Der Schaukasten" ---

Beitrag von Amentia » Fr 10.09.21 21:16

Ich habe mir lange überlegt, ob ich etwas schreiben soll und nach langer Abwägung mich doch zum Schreiben entschlossen.
Aus Höflichkeit zu schweigen ist halt auch nicht gut.
Der Rand sieht sehr glatt aus, ich habe noch nie in meinem ganzen Leben einen echten Denar mit so einem glatten Rand gesehen und von meinen ca 231 echten Denaren hat auch keiner so einen Rand. Solch glatte Ränder kenne ich eigentlich nur von Güssen oder Galvanos, wenn da dann der Rand glattgeschliffen und poliert wird. Ich habe auch zwei Denare von den Legionen aber andere Legionen, da ist der Rand auch normal wie bei anderen Denaren.
Echte haben häufig einen rauhen, unebenen Rand und teilweise nicht gleichmäßig hohen Rand, mit vielen kleinen Rissen und dann gibt es noch häufig so diagonale Kantenrisse und teilweise gibt es wie bei den Griechen Falten am Rand. Die Oberfläche deiner Münze gefällt mir auch nicht :(

Vielleicht kann ja jemand der mehr Ahnung hat sagen, ob echte Denare denn solch einen Rand haben können?

Anbei ein Bild von meinem echten Leg XV, die habe ich genommen, wegen dem noch vorhandenen Gusszapfen von der Rohlingsherstellung.
Dateianhänge
1631302900750.JPEG
1631302901407.JPEG
Referenz.jpg
Zuletzt geändert von Amentia am Sa 11.09.21 10:18, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: --- "Der Schaukasten" ---

Beitrag von Amentia » Fr 10.09.21 22:03

Mein LEG II, war leider gefasst und an einer Stelle wurde da Rand MAterial abgefeilt damit die Münze ganz ganz rund war für die Fassung.
Der Großteil des Randes ist aber noch im Ursprungszustand also wie nach dem Prägen.
Bilder vom Rand zum Vergleich
Dateianhänge
Diagonale Kantenrisse.JPG
Rand Leg II.JPG
Rand Leg II.JPG
Rand abgeschliffen.jpg
Leg II.jpg
Leg II...jpg
Zuletzt geändert von Amentia am Fr 10.09.21 22:11, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: --- "Der Schaukasten" ---

Beitrag von Zwerg » Fr 10.09.21 22:08

Das ist nun einmal eine recht abgegriffene Münze - und das betrifft auch den Rand.
Man sieht die alten Unregelmäßigkeiten, die heute angeschliffen sind.
Ich sehe hier keinen Grund, an der Echtheit zu zweifeln.

Grüße
Klaus
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Re: --- "Der Schaukasten" ---

Beitrag von antisto » Fr 10.09.21 22:16

@ Klaus: „Ich sehe hier keinen Grund, an der Echtheit zu zweifeln.“
Bezieht sich deine Einschätzung auf meine Münze?
Allemal danke für eure Einschätzungen.
Ich habe zwei weitere (abgegriffene) Denare, deren Rand (fast) ebenso glatt sind, einen Cäsar-Elefanten und einen Judaea-Capta, und zumindest letzterer ist von der Provenienz her über Zweifel erhaben.
Dennoch haben mich die skeptischen Rückmeldungen verunsichert. Den Verkäufer schätze ich so ein, dass ein Umtausch problemlos möglich wäre.
Dankbar wäre ich für weitere Kommentare.
antisto

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Re: --- "Der Schaukasten" ---

Beitrag von Zwerg » Fr 10.09.21 22:23

antisto hat geschrieben:
Fr 10.09.21 22:16
Bezieht sich deine Einschätzung auf meine Münze?
Ja - ich habe da keine Zweifel
Bei "abgelutschten" Münzen ist auch der Rand glatt
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Re: --- "Der Schaukasten" ---

Beitrag von antisto » Fr 10.09.21 22:39

Beruhigend.
(Und ganz nüchtern betrachtet: 2 zu 2 ;-) )
Ich warte mal andere Rückmeldungen ab und entscheide dann, ob mich auch weiterhin an dieser Münze erfreuen kann und will.
:-)
antisto

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Re: --- "Der Schaukasten" ---

Beitrag von Lucius Aelius » Mo 13.09.21 09:41

Ich möchte mal kurz die Punkte zusammenfassen, die mir meine Zweifel aufkommen ließen.

Um was handelt es sich bei dem halben Dutzend "Serifenstriche" (jeweils 3 auf Vorder- und Rückseite)?
Schrötlingsfehler? Kann man aufgrund der Gleichförmigkeit wohl ausschließen. Eingepunzte Bankmarken? Dafür scheinen mir die Querstriche beim Punzieren viel zu dünn zu sein.

Die Münze weist bereits einen deutlichen Umlaufabrieb der Konturen auf. Es wundert mich, dass sich der obere Bereich des Legendenteils TAV (ANTONIVS AVGVR) am Münzrand noch absolut prägefrisch erscheint und keinen erkennbaren Abrieb aufweist.

Der Münzrand erscheint mir trotz der vielen Fotos immer noch suspekt. Er erscheint mir bspw. im unteren Revers-Bereich seltsam stufenförmig. Das kann aber durchaus dem Lichteinfall geschuldet sein, in der Hand kann das ganz anders aussehen.

Bei den Korrosionslöchern habe ich mal nachgeschaut. Im Prinzip können Zinn- oder Bleifraß aufgrund Legierungsentmischung in Betracht kommen, die Legionsdenare hatten ja nur etwa 80% Ag-Feingehalt und einen Legierunganteil von etwa 10% Pb. Der dunkle Tiefengrund und die kleine tiefergehende Form der Löcher lassen eine Sn-Korrosion vermuten, wie er bspw. auch bei Zinngeschirr (18. Jh.) auftritt.
Gruss
Lucius Aelius

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Re: --- "Der Schaukasten" ---

Beitrag von antisto » Mo 13.09.21 18:26

Danke für die Rückmeldung.
Allerdings wollen mir die Argumente nicht ganz einleuchten.
Für mich sind diese „Serifenstriche“, die sehr unterschiedlich sind, schlichtweg Beschädigungen. Ob unbeabsichtigt hervorgerufen, etwa durch die Lagerung, oder beabsichtigt (sog. Graffiti), vermag ich nicht zu beurteilen. Inwieweit soll das ein Argument für einen Guss darstellen?
Und die besser ausgeprägten Legenden? Typisch für einen Guss sind doch gerade die eher flauen Legenden, denen es an der Schärfe der Prägung fehlt. Hier ergänzt sich wohl Abnutzung mit einer Prägeschwäche, und nachvollziehbar, dass die stärkste Abnutzung auf dem Avers an den erhabenen Stellen des Galeerenbugs sind.
AS
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Re: --- "Der Schaukasten" ---

Beitrag von Lucius Aelius » Di 14.09.21 21:26

Nun, die "Serifenstrichen" sind mir halt wegen ihrer Häufigkeit aufgefallen. Ein Argument pro/contra Guss sollte das keineswegs sein :wink: (für Grafitti halte ich sie übrigens nicht, auch nicht für Schrötlingsfehler, denn dafür ähneln sie einander viel zu sehr wie ich finde).
Und der Einwurf wegen des hohen Profils besagter Legendenbuchstaben am Münzrand sollte eigentlich nur meine Verwunderung darüber zum Ausdruck bringen, dass sie sich bei einer länger imn Umlauf befindlichen Münze nicht abgeschliffen haben.

Natürlich möchte ich deine Münze nicht schlechtreden ....
Gruss
Lucius Aelius

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