Traummünzen

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

B.A.
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Beitrag von B.A. » Do 12.01.06 01:05

Nun möchte ich diesen Beitrag mal wieder aus der Versenkung holen. Hier möchte ich euch 2. Münzen vorstellen, welche ich mir in den nächsten Monaten auf jeden Fall zulegen möchte. Obwohl sie nicht so teuer sind wie die meisten anderen vorgestellten Münzen, sind es doch Traummünzen für mich.

Beides Münzen des Septimius Severus aus Emesa von 194 n. Chr.
AV: IMP CAE L SEP SEV PERT AVG COS II
Büste mit Lorbeerkranz nach rechts

Münze 1:
RV: FORTVN REDVC
Fortuna nach links stehend, hält Füllhorn und Ruder
RIC 379; RSC 173a

Münze 2:
RV: LIBER......
Liberalitas nach links
RIC ???
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donolli
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Beitrag von donolli » Do 12.01.06 10:22

hallo B.A.

es wäre interessant, wenn du uns noch mitteilen könnetes, warum diese beiden septimius severus derare traummünzen für dich sind :D

cheers donolli
Natura semina nobis scientiae dedit, scientiam non dedit. (Seneca)

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Pscipio
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Beitrag von Pscipio » Do 12.01.06 10:36

Interessanter östlicher Stil - es gibt Sammler, die sich auf so etwas spezialiseren. Kann aber mit der zeit ziemlich ins Geld gehen (aber welches spezialisierte Sammelgebiet zut das nicht?).

Gruss, Pscipio
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Beitrag von B.A. » Do 12.01.06 13:37

Aber natürlich verrate ich euch gerne warum gerade diese zwei Denare (hab ich wohl vergessen :oops: )
Vor einiger Zeit habe ich mir schon einmal einen Denar des Septimius Severus aus Emesa zugelegt. Nun habe ich schon bei einigen Denaren aus Emesa festgestellt, dass sie scheinbar den selben Stil haben, dies ist vor allem an der jeweiligen Gottheit auf der Rückseite zu erkennen. Auch die Form des "Spitzbartes" scheint oft der selbe zu sein, was mich zu der Vermutung kommen läßt, dass es sich bei vielen Stücken wohl um einen Stempelschneider handelt. Wenn ich sie selber in Händen halte, läßt sich das genauer untersuchen (außerdem sind es 2 schöne Stücke :D )

Hier nun mein Denar (habe ich schon einmal vorgestellt)

Septimius Severus
Denar aus Emesa 194 n. Chr.
d=17mm; g=2,6g
AV: IMP CAE L SEP SEV PERT AVG COS II
Büste mit Lorbeerkranz nach rechts
RV: MONET AVG
Moneta nach links stehend, hält Füllhorn und Waage
RIC 411a; RSC330; BMC 380
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Emesa AV.JPG
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Beitrag von spider » Sa 28.01.06 18:45

Ist zwar keine Münze sondern ein Medaillon,aber egal nett ist sie trotzdem
obwohl es leicht übergewichtig ist.
242,5 gr. pures Gold.
Das Foto ist nicht so schön aber ein besseres habe ich nicht gefunden.
Es ist ein Medaillon von Valentianus II und Valens.
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quisquam
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Beitrag von quisquam » Sa 28.01.06 20:48

8O Über 240 Gramm? Unglaubliches Teil! 8O

Interessanter Portrait-Stil, es könnte sich auch um Ralf und Michael Schumacher handeln !? :wink:

Grüße, Stefan
Eigentlich sammle ich nicht Münzen, sondern das Wissen darüber.

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Homer J. Simpson
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Beitrag von Homer J. Simpson » Sa 28.01.06 21:14

quisquam hat geschrieben:8O Über 240 Gramm? Unglaubliches Teil! 8O

Interessanter Portrait-Stil, es könnte sich auch um Ralf und Michael Schumacher handeln !? :wink:

Grüße, Stefan
:lol: Ist ja schließlich auch ein germanisches Medaillon. Irgendwo habe ich mal die Beschreibung gelesen: Umschrift RESIS (für REGES) ROMANORUM, und es sollen wohl Valentinianus und Valens sein. Es muß also mal ein reichsrömisches Vorbild gegeben haben.

Homer
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Beitrag von spider » Sa 28.01.06 21:34

Homer du hast natürlich recht.
Es sind Valentianus I und Valens. :oops:
Kleiner Tippfehler.

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beachcomber
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Beitrag von beachcomber » Do 02.02.06 18:27

hallo
hier kommt noch ein kandidat für die traumabteilung:
http://cngcoins.com/Coin.aspx?CoinID=79737&IsEnlarged=1
und zwar nicht unbedingt weil er aus gold ist, sondern weil dieses herrlich dämlich schauende frontalporträt mich schon immer fasziniert hat, und natürlich die seltenheit plus der sammler-historie, auch pedigree genannt.
grüsse
frank
ps wirklich schade dass ich keine 295 000 übrig habe :wink:
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Beitrag von Pscipio » Do 09.02.06 10:35

Aus der auktuellen Gorny-Auktion:

Diva Faustina maior, ab 140 n. Chr.
AE Sesterz (27,20 g.), Mzst. Rom.
Vs.: DIVA AVGVSTA FAVSTINA, Büste capite velato n. r.
Rs.: CONSECRA/TIO / SC, verschleierte Faustina wird von geflügelter Frauenfigur mit Fackel emporgetragen.
RIC 1132; C. 172.

Eine unglaubliche Münze; der Stil dieser Rückseite, wundervoll, atemberaubend! Der Schätzpreis liegt denn auch bei 20'000 Euro.

Gruss, Pscipio
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Beitrag von beachcomber » Do 09.02.06 10:57

die hatte ich gestern auch schon bewundert, ein echter hammer,und die wird auch verkauft zu dem preis, leider nicht an mich :( !
gruesse
frank

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Beitrag von Homer J. Simpson » Do 09.02.06 17:46

RIC (Ant. Pius) 1132 und C. 172 (80 fr.) ist das ähnliche Stück in normalem Stil mit normaler ringförmig umlaufender Legende. Dieses hier ist C. 171 (150 fr.), in der Fußnote zu RIC 1132 erwähnt (unter Berufung auf Cohen, der wiederum als Standort Paris angibt), "style de medaillon" mit Legende im Abschnitt. Also offensichtlich nochmal viel seltener.

Homer
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Beitrag von octavian » Do 09.02.06 22:49

Hier noch ein sog. Unicum aus der GM-Auktion. Die Geschichte zu dieser Münze ist doch interessant. Leider ist mir so etwas beim spazierengehen noch nicht vor die Füsse gekommen!

Beschreibung:
Aureus (7,05 g.), 193 n. Chr. (?) Mzst. unbest. im Osten. Vs.: IMP C[AE L SEP] SEV PEPT (sic!) AV, drapierte, gepanzerte Büste mit Lorbeerkranz n. r. Rs.: LEG V III AVG II COS / TR P COS, Aquila zwischen Standarten. RIC - ; C. - ; Calicó - . Unicum aus Bayern! Gold! Fast vz
Die Münze wurde 1974 von einem Spaziergänger auf einem Acker innerhalb des römischen Kastells von Theilenhofen im Landkreis Weißenburg gefunden. Die Vorderseite ist stempelgleich mit dem Aureus BMC 318 (Calico 2453), der einer noch unbestimmten östlichen Münzstätte zugewiesen wird. Der ungewöhnliche Porträtstil und die zweimalige Nennung des Konsualts machen es jedenfalls undenkbar, dass das Stück in Rom geschlagen wurde. Publiziert in: H.-J.Kellner, Neue Fundmünzen aus Bayern, JNG 28/29, 1978/1979, 43 Taf. 9.1.
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Beitrag von Pscipio » Do 09.02.06 22:52

Besonders hübsch find ich sie aber nicht, wenn auch der Porträtstil interessant und die Münze aufgrund ihrer Geschichte und Einzigartigkeit natürlich bedeutend ist.

Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, wurde diese Münze im Forum übrigens schon mal angesprochen - ich weiss aber nicht mehr wann.

Gruss, Pscipio
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Beitrag von Pscipio » Do 02.03.06 18:09

Ich führe mir gerade die Münzen der NAC-Auktion 33 zu Gemüte. Hier einige Kostproben:

1. Hadrian-Sesterz, Schätzpreis 8'000 CHF.

2. Aelius Aureus, Schätzpreis 40'000 CHF.

3. Aurelius Medaillon, Schätzpreis 75'000 CHF.

Da verschlägt es mir fast die Sprache, prachtvoll, da möchte man Purzelbäume schlagen!! Unglaublich... und die Liste der wundervollen Münzen in den diesjährigen Frühjahrsauktionen lässt sich fast beliebig erweitern.

Gruss, Pscipio
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