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denke hoffnungsloser Fall

Verfasst: Mi 19.12.07 20:54
von rezovac
Hallo,

gruß an alle und großes Lob für dieses Forum. Ich habe mich seit einigen Tagen etwas eingelesen und finde es, als seit der Kindheit römerbegeisterter, wuderbar.

Nun meine Bitte an die Experten: Ist es möglich folgende Münze zu identifizieren, oder überhaupt zu sagen, ob sie römisch ist?

Einige Angaben: Durchmesser 24 mm, Gewicht 7 g (digitale Küchenwaage)

Zum Fundort: Die Münze wurde von meinem Vater ca. 1952/53 im nördlichen Kroatien bei der Feldarbeit gefunden. Ca. 2 km Luflinie vom Fundort wurde etwa zur selben Zeit das Grab eines römischen Legionärs entdeckt, heute als solches gekennzeichnet (daher meine Vermutung, daß diese ebenfalls eine römische Münze sein könnte).

Mein zu der Zeit im jugendlichen Alter befindlicher Vater hat die Münze damals leider geschmiergelt.

An manchen Stellen (vor allem Rand), die intensiv geschmiergelt wurden, ist das Metall bis heute "nicht oxidiert" und man erkennt eine etwas gelblich-(rötliche) Farbe (Messing?). An anderer Stelle eher rötlich (Kupfer?).

Auf der Seite mit der Büste (sollte es eine sein) sind meiner Meinung nach die Reste einer umlaufenden Umschrift erkennbar (auf dem Scan leider nicht sichtbar), die aus relativ vielen Zeichen/Buchstaben besteht.

Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand etwas zu dieser Münze schreiben könnte, obwohl sie definitiv zerstört ist, wie ich nach Lektüre in diesem Forum festgestellt habe. Sie hat einen sehr hohen nicht materiellen Wert für meinen Vater. Er hängt sehr an ihr und hat sie seit Jahrzehnten immer in seiner Geldbörse (Kartenfach).

Herzlichen Dank.

Verfasst: Mi 19.12.07 21:04
von areich
Für mich sieht die Büste deutlich moderner aus, ich tippe auf nicht mehr als 200 Jahre alt, vielleicht französisch?

Verfasst: Mi 19.12.07 21:07
von helcaraxe
Hallo rezovac!

Willkommen im Forum!

Puh, das ist schwer. Ich denke allerdings, dass es sich nicht um eine römische Münze handelt, sondern möglicherweise eine Münze der k.u.k- Doppelmonarchie. Das Portrait sieht mir eher nach einem Franzl aus und auf der Rückseite meine ich sehr verschwommen einen Doppeladler erkennen zu können. Mal sehen, was die anderen sagen. Aber es könnte schon sein, Kroatien war ja längere Zeit auch Teil des Habsburgerreiches.

Verfasst: Mi 19.12.07 21:13
von kollboy
maria theresia?

Verfasst: Mi 19.12.07 21:15
von helcaraxe
Das könnte auch sein!

Verfasst: Mi 19.12.07 21:22
von klaupo
Das wird wohl ein Kreuzer von Maria Theresia sein. Kroatien paßt, 24 mm passen. Leider gibt's hier im Forum nur einen 1/2 Kreuzer zum Vergleich:

http://www.numismatikforum.de/viewtopic.php?t=16074

Gruß klaupo

Verfasst: Mi 19.12.07 21:48
von rezovac
Vielen, vielen Dank an alle. Habe nun anhand der Hinweise nach einem Kreuzer gesucht und bin mir nun zu 99% sicher, daß es diese Münze ist (hoffe man darf darauf verlinken):
http://www.vienna-zitta.at/catalog/imag ... r1761p.jpg

Der Rand ist sehr abgegriffen, die auf dem Scan nicht erkennbare umlaufende Umschrift dürfte passen, auf der Rückseite kann ich auch die leicht gebogene Schrift "Kreuzer" zum Teil erkennen und darunter andeutungsweise die Jahreszahl, dürfte 1762 sein. Ich verstehe nicht, wieso dieses beim Scan überhaupt nicht abgebildet ist.

Beim Scan der Rückseite hatte ich die Münze um 180° "gekippt", sie steht quasi auf dem Kopf.

Nochmals herzlichen Dank und bitte um Entschuldigung, damit das Römerforum erwischt zu haben. Ich dachte es sei eine römische Münze.
Schöner Gruß an alle.

Verfasst: Mi 19.12.07 21:52
von helcaraxe
Keine Ursache, wir helfen immer gerne! :-)

Und die Augen und Köpfe vieler lösen sogar hoffnungslose Rätsel! ;-)

Verfasst: Mi 19.12.07 22:12
von Homer J. Simpson
Das Gute daran ist, daß ein beim Reinigen versauter Maria-Theresia-Kreuzer nicht ganz so schlimm ist wie ein kaputter Galba-Sesterz o.ä. Und als Andenken taugt's ja immer noch!

Viele Grüße,

Homer