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Denar Julia Domna, echt?

Verfasst: Mo 24.03.08 13:26
von Marius
Hallo,

ich habe bei EBAY einen römischen Denar ersteigert:

Julia Domna +217 AR-Denarius, Rome Mint, 208 AD. IVLIA AVGVSTA, draped bust right / HILARITAS, Hilaritas standing left with palm and cornucopiae, children to either side of her. RIC 557 BMC 34 C.79

Wäre Euch für Eure Meinung zur Echtheit der Münze sehr dankbar - stilistisch ist die eigentlich ganz o.k., aber irgendwie habe ich Zweifel (Bauchgefühl)....
Leider habe ich zur Zeit keine funktionierende Feinwaage, so dass ich zum Gewicht des Stückes nichts sagen kann. Durchmesser ist 18mm.

Vielen Dank und schöne Ostergrüße
Marius

Verfasst: Mo 24.03.08 13:44
von goldschatz
Hallo Marius,

für mich sieht das Portrait verdächtig aus,da einige Details fehlen und es ungewöhnlich ausschaut.
Ich könnte mir vorstellen,dass es eine antike Fälschung ist.Selbest wenn dies der Fall ist,ist es dennoch ein interessantes Stück.

Grüße goldschatz

Verfasst: Mo 24.03.08 13:54
von drakenumi1
Hallo, Marius,
Ich halte das wie der Sender Jerewan, der auf die Frage "Echt?" antworten würde: "Im Prinzip Ja! Aber...." Logisch, denn bei der Beurteilung vom Foto her bleibt immer eine gehörige Portion Unsicherheit zurück. Also von der Betrachtung her habe ich kaum Einwände. Die grobe Hackspur unten an der Büste schließt eigentlich auch eine Fütterung aus. Die Randpartie des Rv. so um 5.00 Uhr sieht allerdings leise verdächtig aus; laß sie doch mal beim Schmuckhändler wiegen, das macht er für Dein freundliches Gesicht.
Und übrigens würde sich wohl eine Fälschung in solcher Erhaltung, die ja erst einmal verkauft sein will (so um die 10.- Euro), kaum lohnen, es sei denn, als Touristenfälschg. auf dem nordafrikan. oder kleinasiat. Markt. Aber wenn sie subaerat sein sollte, dann wäre sie wohl antik. Also zu 75% echt, sagt

drakenumi1

Verfasst: Mo 24.03.08 17:15
von drakenumi1
goldschatz hat geschrieben:
Ich könnte mir vorstellen,dass es eine antike Fälschung ist.

Wenn dieser Denar aus keinem schlechteren Silber bestehen sollte, als es üblicherweise unter den Severern gemünzt wurde, dann frage ich mich nach dem Nutzen solcher Fälschung. Der würde doch erst eintreten, wenn die Kaufkraft des gemünzten Silbers größer wäre, als des ungemünzten gleicher Gewichtsmenge und Legierung. War das (zu dieser Zeit, wohlgemerkt,) so? Ein Nutzen würde allerdings für den Fälscher eintreten, wenn er große Teile des Silbers durch z.B. Kupfer substituieren würde (Fütterung). Oder sehe ich hier etwas nicht richtig? - fragt

drakenumi1

Verfasst: Mo 24.03.08 18:26
von goldschatz
Hallo drakenumi,

ich habe mir über die Hintergründe noch keine Gedanken gemacht,wobei du aber sicherlich Recht hast.
Trotzdem will mir der Stil und Gesamteindruck der Münze nicht so recht gefallen.Die unvollständige Ausprägung des Portraits z.B. ist sehr verdächtig.

Grüße goldschatz

Verfasst: Mo 24.03.08 22:09
von Marius
Hallo,

erstmal Danke für Eure Meinungen zu der Münze. Für eine subaerate Prägung spricht bei der Münze m.E. nichts. Der Verdacht einer modernen Fälschung ist allerdings nicht (ganz) auszuräumen.

Gruß
Marius

Verfasst: Di 25.03.08 12:01
von Homer J. Simpson
Stell doch mal ein Bild vom Rand ein, vielleicht macht uns das schlauer?!

Homer

Verfasst: Di 25.03.08 18:17
von Marius
Hallo Homer,

hier ein Bild vom Rand - fotografisch ging das leider nicht besser!

Gruß
Marius

Verfasst: Di 25.03.08 19:14
von Homer J. Simpson
Soweit beurteilbar schaut der Rand eigentlich gut aus, nicht nach einem Guß.

Homer

Verfasst: Di 25.03.08 19:25
von Marius
Danke für die Einschätzung, Homer!

Gruß
Marius